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Einblick in die Funktionale Grammatik

Titre: Einblick in die Funktionale Grammatik

Dossier / Travail de Séminaire , 2005 , 11 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Erik Springstein (Auteur)

Philologie Allemande - Linguistique
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Der aus der Kritik Chomskys am Behaviorismus entstandene und seit Ende der 1950er Jahre ständig weiter entwickelte Ansatz der Generativen Transformationsgrammatik (GG), der allen natürlichen Sprachen eine einzige den Menschen biologisch innewohnende Universalgrammatik zu Grunde legt, stellt noch heute eine progressive, jedoch nicht unumstrittene Alternative zur traditionellen, strukturalistisch-taxonomischen Grammatik dar. In den 1980er Jahren formte sich eine – wenn auch bis heute relativ heterogene – linguistische Bewegung, die den generativen Lehrsatz zu widerlegen versuchte. Vor allem durch eine eigene Terminologie und einer intensiven, schriftenreichen Auseinandersetzung sollte die funktionale Betrachtung der Syntax, d.h., die Beschreibung des Satzbaus, der Satzbedeutung und des unmittelbaren kommunikativen Aktes „in ihrem Zusammenhang“, als eine zur Generativen Transformationsgrammatik in völligem Gegensatz stehenden Lehre etabliert werden. Die verschiedenen funktionalen Konzepte werden seit jeher unter dem Begriff „Funktionale Grammatik“ (FG) zusammengefasst.
Der grundlegende Unterschied zwischen beiden großen Theorien besteht in der Auffassung darüber, woraus sich die syntaktischen Strukturen erklären. Die Generative Grammatik geht von der so genannten Autonomiethese aus: Syntaktische Strukturen erklären sich allein aus universellen syntaktischen Prinzipien. Die Funktionale Grammatik stellt hingegen fest, dass syntaktische Strukturen von universellen kommunikativen und kognitiven Prinzipien bestimmt werden, also keineswegs nur autonom und von der kommunikativen Umwelt losgelöst vorhanden sind.
„Funktionalismus“ ist in der Linguistik kein neuer Terminus, wurde er doch vornehmlich von der Prager Schule geprägt. Als Cercle Linguistique de Prague im Jahre 1926 gegründet, zeichnete sie sich u.a. dadurch aus, dass ihre Anhänger sich rigoros gegen die Saussure’sche Trennung von langue und parole aussprachen und die Sprache indes als funktionierendes Kommunikationsmittel einstuften.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Thema-Rhema-Gliederung

1.1 Inhaltliche Indikatoren

1.2 Formale Indikatoren

2. „The Structure of the Clause“ nach Dik

2.1 Predicate and Term

2.2 Predication

2.3 Proposition

2.4 Clause

3. Kritische Bemerkungen

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen Einblick in die Theorie der Funktionalen Grammatik (FG) und deren Ansatz, syntaktische Strukturen über universelle kommunikative und kognitive Prinzipien statt über die generative Autonomiethese zu erklären. Untersucht werden dabei die Thema-Rhema-Gliederung sowie die satzstrukturelle Analyse nach Simon C. Dik.

  • Grundlagen der Funktionalen Grammatik im Vergleich zur Generativen Transformationsgrammatik
  • Die Bedeutung der Thema-Rhema-Gliederung für die Satzstruktur
  • Strukturelle Analyse der Satzebenen nach Simon C. Dik
  • Kritische Würdigung der funktionalen Theorie hinsichtlich ihrer synchronen Ausrichtung

Auszug aus dem Buch

2. „The Structure of the Clause“ nach Dik

In seiner Arbeit über die Struktur des Satzes in der Funktionalen Grammatik unterscheidet Dik zuvörderst zwischen clauses, den grammatischen Haupt- und Nebensätzen, und extra-clausal constituents, die weder satzwertig noch Teile eines Satzes sind (z.B. „well“ als Initiator oder „John“ als Address bzw. Vocative). Hier interessiert nun, woraus und wodurch Sätze bzw. clauses gebildet werden und ihre Form erhalten.

Sätze besitzen eine underlying clause structure. Diese komplexen abstrakten Strukturen sind in folgende Ebenen formaler und semantischer Organisation zu unterscheiden:

- clause,

- proposition,

- predication,

- predicate

- applied to term(s).

Erst durch streng systematisierte Ausdrucksregeln (expression rules) erfahren diese Strukturen eine linguistische Entsprechung in Ton oder Schrift (linguistic expression).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Entstehung der Funktionalen Grammatik als Gegenbewegung zur Generativen Transformationsgrammatik unter besonderer Berücksichtigung funktionaler und kognitiver Erklärungsprinzipien.

1. Die Thema-Rhema-Gliederung: Erläuterung der binären Informationsstruktur, bei der das Thema die bekannte Ausgangsbasis und das Rhema die neue Information bildet, ergänzt um formale Indikatoren wie Wortstellung und Intonation.

2. „The Structure of the Clause“ nach Dik: Detaillierte Darstellung der hierarchischen Ebenen der Satzstruktur (Predicats, Predication, Proposition, Clause) nach Simon C. Dik.

3. Kritische Bemerkungen: Analyse der Schwachstellen der Funktionalen Grammatik, insbesondere der zu starren Regelbegriffe sowie der rein synchronen Betrachtungsweise.

4. Fazit: Abschließende Einordnung der Funktionalen Grammatik als wichtige, aber in ihrer synchronen Ausrichtung begrenzte linguistische Theorie zur Erforschung der Korrelation von Syntax und Sprechakt.

Schlüsselwörter

Funktionale Grammatik, Generative Transformationsgrammatik, Thema-Rhema-Gliederung, Syntax, Satzstruktur, Simon C. Dik, Linguistik, Prager Schule, Kommunikation, Kognition, Illokution, Valenz, Sprachwissenschaft, Strukturtheorie, Autonomiethese

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen und der methodischen Herangehensweise der Funktionalen Grammatik (FG) innerhalb der Sprachwissenschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Thema-Rhema-Gliederung als Informationsstruktur sowie die hierarchische Analyse von Satzstrukturen gemäß der Theorie von Simon C. Dik.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel besteht darin, die komplexe Theorie der Funktionalen Syntax verständlich darzulegen und sie kritisch gegenüber der Generativen Transformationsgrammatik abzugrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die linguistische Konzepte analysiert, vergleicht und ihre Anwendungsmöglichkeiten auf die syntaktische Strukturprüfung untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte der Thema-Rhema-Gliederung erläutert, gefolgt von einer detaillierten Vorstellung der Ebenen der Satzstruktur nach Dik, von der Prädikation bis hin zur Clause.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Funktionale Grammatik, Thema-Rhema-Gliederung, Autonomiethese, Syntax und kommunikative Prinzipien bestimmt.

Warum spielt die Prager Schule eine Rolle für das Verständnis dieser Theorie?

Die Prager Schule wird als Pionier des Funktionalismus genannt, da sie maßgeblich dazu beitrug, Sprache nicht als abstraktes System, sondern als funktionierendes Kommunikationsmittel zu begreifen.

Welchen Kritikpunkt führt der Autor gegen die Funktionale Grammatik an?

Ein wesentlicher Kritikpunkt ist die ausschließlich synchrone Darstellung der Sprache, wodurch Sprachwandelprozesse und die dynamische Natur der Sprache in der funktionalen Analyse nicht ausreichend berücksichtigt werden.

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Résumé des informations

Titre
Einblick in die Funktionale Grammatik
Université
Martin Luther University  (Germanistisches Institut - Abteilung Sprachwissenschaft)
Cours
Grammatiktheorien
Note
1,3
Auteur
Erik Springstein (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
11
N° de catalogue
V43217
ISBN (ebook)
9783638410670
Langue
allemand
mots-clé
Einblick Funktionale Grammatik Grammatiktheorien
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Erik Springstein (Auteur), 2005, Einblick in die Funktionale Grammatik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43217
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