Mithilfe dieses Studienprojektes soll genauer untersucht werden, wie zufrieden die muslimischen Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern mit dem islamischen Religionsunterricht an einer Realschule in NRW sind. Dabei werden sie den islamischen Religionsunterricht, die Lehrinhalte sowie die Organisation des islamischen Religionsunterrichtes durch die Schulleitung anhand eines Fragebogens bewerten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der theoretische Rahmen
3. Das methodische Vorgehen
4. Ergebnisse / Analysen
4.1 Ergebnisse der Befragung der Schülerinnen und Schüler
4.2 Ergebnisse der Elternbefragung
5. Zusammenfassung / Diskussion / Ausblick
Zielsetzung & Themen der Projektarbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Evaluation der Zufriedenheit von muslimischen Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern mit dem an einer Realschule in Nordrhein-Westfalen eingeführten islamischen Religionsunterricht. Dabei wird insbesondere untersucht, wie die Lernenden und Erziehungsberechtigten die Unterrichtsinhalte, die Lehrkraft sowie die organisatorische Gestaltung bewerten und welche Erwartungen an das Fach gestellt werden.
- Evaluierung der Zufriedenheit mit dem Islamunterricht
- Analyse der Erwartungen von Eltern an den Religionsunterricht
- Untersuchung der Beziehung zwischen Lehrkraft und Schülerschaft
- Erfassung der Unterrichtsinhalte und der Lernmotivation
- Reflektion der organisatorischen Rahmenbedingungen des Unterrichts
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Die meisten, also 33 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime, leben im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Hier wohnen ca. 1,5 Millionen Muslime, darunter befinden sich 320.000 muslimische Schülerinnen und Schüler. Am 21. Dezember 2011 wurde das „Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (7. Schulrechtsänderungsgesetz)“ verabschiedet und ab dem Schuljahr 2012/13 in der Primarstufe und ab dem Schuljahr 2013/14 in der Sekundarstufe I eingeführt. Zu Beginn des Schuljahres 2016/17 konnten rund 16.100 Schülerinnen und Schüler an 200 Schulen am bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht teilnehmen. Dieses Fach befindet sich weiter im Ausbau, sodass in Zukunft noch mehr muslimische Schülerinnen und Schüler erreicht werden.
An der untersuchten Realschule wurde das Fach Islamische Religion vor zwei Jahren eingeführt. Die Eltern wurden darüber nicht gesondert durch eine Veranstaltung informiert.
Mit der Einführung des Faches sollten alle muslimischen Schülerinnen und Schüler der Schule am Unterricht teilnehmen. In Paragraf 132a des Schulgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen heißt es: „Wenn islamischer Religionsunterricht vorgesehen und an einer Schule eingerichtet ist, nehmen die Schülerinnen und Schüler daran teil, deren Eltern bei der Schulanmeldung schriftlich erklärt haben, dass ihr Kind muslimisch ist und an dem islamischen Religionsunterricht teilnehmen soll.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die rechtlichen und statistischen Rahmenbedingungen des islamischen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Zufriedenheit der Akteure an der untersuchten Realschule.
2. Der theoretische Rahmen: Hier werden die didaktischen, theologischen und integrationspolitischen Ziele des Unterrichts sowie der Bezug zum offiziellen Kernlehrplan dargelegt.
3. Das methodische Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert die Durchführung der empirischen Studie mittels standardisierter Fragebögen für Schülerinnen, Schüler und Eltern zur Erfassung von Einstellungen und Zufriedenheitswerten.
4. Ergebnisse / Analysen: Das Kapitel präsentiert die quantitativen und qualitativen Ergebnisse der Befragung, unterteilt in die Sichtweise der Schülerschaft und die Perspektive der Eltern.
5. Zusammenfassung / Diskussion / Ausblick: Hier werden die Ergebnisse reflektiert, die Hypothesen überprüft und Handlungsempfehlungen für die zukünftige Gestaltung des Unterrichts abgeleitet.
Schlüsselwörter
Islamischer Religionsunterricht, Schülerzufriedenheit, Elternbefragung, empirische Studie, Nordrhein-Westfalen, Bildungsziele, Kernlehrplan, Schulgesetz, Unterrichtsklima, Religionspädagogik, Integration, Erwartungshaltung, Moscheeunterricht, Schulleitung, Unterrichtsorganisation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Projektarbeit beschäftigt sich mit der Evaluierung der Zufriedenheit von muslimischen Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern mit dem an einer Realschule in Nordrhein-Westfalen etablierten islamischen Religionsunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die Unterrichtsinhalte, die Beziehung zur Lehrkraft, das allgemeine Unterrichtsklima sowie die Erwartungen und Wünsche der Eltern und Schüler hinsichtlich religiöser Erziehung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel besteht darin, durch eine empirische Erhebung herauszufinden, ob der vor zwei Jahren eingeführte Unterricht den Bedürfnissen der Zielgruppen entspricht und wo eventuell Verbesserungspotenziale liegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die Methode des standardisierten Fragebogens angewandt, wobei getrennte Erhebungsinstrumente für Schülerinnen/Schüler und für Eltern eingesetzt wurden, um ein breites Spektrum an Meinungen einzufangen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch den Kernlehrplan, die detaillierte Beschreibung der methodischen Durchführung sowie die statistische Auswertung und Analyse der gewonnenen Daten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Islamischer Religionsunterricht, Empirische Studie, Bildungsziele, Elternzufriedenheit und Unterrichtsorganisation charakterisieren.
Wie bewerten die Schülerinnen und Schüler das Unterrichtsklima?
Das Unterrichtsklima wird überwiegend positiv bewertet, insbesondere die Unterstützung durch die Lehrkraft bei Problemen stößt auf sehr hohe Zustimmung innerhalb der Schülerschaft.
Wie sehen die Eltern den Religionsunterricht im Vergleich zum Moscheeunterricht?
Die Mehrheit der befragten Eltern betrachtet den islamischen Religionsunterricht an der Schule primär als einen Ergänzungsunterricht zum bereits besuchten Unterricht in der Moschee.
Welche Erwartungen äußerten die Eltern am häufigsten?
Die Eltern erwarten vor allem, dass ihre Kinder grundlegende soziale Werte erlernen, sowie das Erlernen der arabischen Sprache und das Lesen des Korans.
- Arbeit zitieren
- Nabi Kavak (Autor:in), 2017, Wie zufrieden sind die muslimischen Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern mit dem islamischen Religionsunterricht an einer Realschule in NRW?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432236