In dieser Arbeit soll davon ausgegangen und untersucht werden, ob eine starke Konkurrenz zwischen Wirtschaft und öffentlichen Dienst besteht. Diese Variablen sollen auf ihre Wirkung durch eine statistische Analyse auf Korrelation überprüft werden. Außerdem soll eine Regressionsanalyse die Stärke des Einflusses erklären. In der Literaturliste werden, wegen der statistischen Natur dieser Arbeit, mit einigen Ausnahmen, nur die Quellen genannt mit welchen die Analyse betrieben wird. Dies geschieht auch deshalb, da nach einer umfangreiche Suche des Forschungsgebietes keine Arbeiten zu dem vorliegenden Themengebiet gefunden werden konnten.
Die hier aufgeführten Begründungsversuche für vermutete Wirkungszusammenhänge werden in Kapitel 2 stärker mit theoretischen Vermutungen ergänzt. Außerdem sollen die Variablen und ihre Operationalisierung erläutert werden. In Kapitel 3 soll diese dann auf tatsächliche Zusammenhänge in den Daten überprüft werden. Dies geschieht durch eine Korrelation- und Regressionsanalyse. In Kapitel 4 wird eine Zusammenfassung und Präsentation der Ergebnisse enthalten sein, sowie die Forschungsfrage beantworten werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Steht der öffentliche Dienst in Konkurrenz mit der Privatwirtschaft?
2. Theoretische Überlegungen von Abhängigkeiten
2.1 Jugendarbeitslosigkeit
2.2 Arbeitslosigkeit und Neue Verbeamtungen
2.3 Lohnhöhe und Besoldungshöhe
2.4 Verbeamtungsquote
2.5 Wirtschaftswachstum
3. Statistische Analyse und Vergleich der Hypothesen
3.1 Statistische Analyse und Vergleich von Jugendarbeitslosigkeit, Neue Verbeamtungen und Besoldungshöhe mit Arbeitslosigkeit und Neue Verbeamtungen
3.2 Statistische Analyse von Lohnhöhe und Besoldungshöhe
3.3 Statistische Analyse der Verbeamtungsquote
3.4 Statistische Analyse von Wirtschaftswachstum
3.5. Erklärung durch Regressionsanalyse
4. Fazit
5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob ein Konkurrenzdruck zwischen dem öffentlichen Dienst und der Privatwirtschaft bei der Gewinnung von Arbeitskräften besteht. Mittels einer statistischen Korrelations- und Regressionsanalyse werden verschiedene Einflussfaktoren geprüft, um zu ermitteln, ob eine Konkurrenzsituation vorliegt oder ob stattdessen eine wechselseitige Abhängigkeit zwischen den Sektoren erkennbar ist.
- Analyse des Einflusses von Jugendarbeitslosigkeit auf das Interesse am Beamtentum.
- Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Lohnhöhe in der Privatwirtschaft und Beamtenbesoldung.
- Evaluierung der Bedeutung der Verbeamtungsquote für die Laufbahnentscheidung.
- Einfluss des Wirtschaftswachstums auf die Einstellungszahlen im öffentlichen Dienst.
- Statistische Überprüfung der Konkurrenz-Hypothese durch Regressionsmodelle.
Auszug aus dem Buch
3.5. Erklärung durch Regressionsanalyse
In diesem Punkt soll ein Regressionsmodell erstellt werden. Die Abhängige Variable „Neue Beamte pro Kopf 2016“, also die Verbeamtungen nach Bundesland, wird auf Konkurrenz mit der Wirtschaft überprüft. Hier sollen die Auswirkungen des Wirtschaftswachstums, der Verbeamtungsquote, den Lohnkosten in Deutschland sowie der Jugendarbeitslosigkeit auf die Anzahl der neuen Beamten erfasst werden. Enthalten sind Variablen für das Wirtschaftswachstum der Bundesländer, für die Verbeamtungsquote der Bundesländer, die durchschnittlichen Löhne der Bundesländer sowie der Jugendarbeitslosigkeit. Die Ergebnisse der Regressionsanalyse sollen dabei weniger als Prognose, sondern zur Erklärung des aktuellen Zustandes dienen.
Da die Variablen der neuen Verbeamtungen und dem Anteil der Azubis und Anwärter im öffentlichem Dienst stark miteinander korrelieren, wird nur die Variable der „Neuen Beamten pro Kopf“ im Modell beachtet, um eine Multikollinearität zu vermeiden. Die starke Korrelation von über 0,9 lassen darauf schließen, dass sie dasselbe messen. Aus methodischen Gründen soll hier die Verbeamtungen pro Kopf beachtet werden, da hier eine Verzerrung gegenüber kleineren Bundesländern ausgeschlossen ist, und sie genauer messen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Steht der öffentliche Dienst in Konkurrenz mit der Privatwirtschaft?: Einleitung in die Thematik und Definition der Forschungsfrage unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Lage.
2. Theoretische Überlegungen von Abhängigkeiten: Herleitung der theoretischen Hypothesen zu Einflüssen wie Arbeitslosigkeit, Besoldung und Wirtschaftswachstum auf die Karrierewahl.
3. Statistische Analyse und Vergleich der Hypothesen: Durchführung der empirischen Untersuchung mittels Korrelationen der gewählten Variablen.
3.1 Statistische Analyse und Vergleich von Jugendarbeitslosigkeit, Neue Verbeamtungen und Besoldungshöhe mit Arbeitslosigkeit und Neue Verbeamtungen: Prüfung der Hypothesen bezüglich des Einflusses der Jugendarbeitslosigkeit auf das Beamtentum.
3.2 Statistische Analyse von Lohnhöhe und Besoldungshöhe: Analyse, ob Lohnunterschiede zwischen Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst das Rekrutierungsverhalten beeinflussen.
3.3 Statistische Analyse der Verbeamtungsquote: Untersuchung, inwiefern die Attraktivität des Beamtentums mit der Quote der verbeamteten Stellen korreliert.
3.4 Statistische Analyse von Wirtschaftswachstum: Überprüfung, ob ein starkes Wirtschaftswachstum zu weniger Neueinstellungen im öffentlichen Dienst führt.
3.5. Erklärung durch Regressionsanalyse: Zusammenfassende statistische Modellierung zur Erklärung der Einstellungszahlen im öffentlichen Dienst.
4. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Widerlegung der Hypothesen zugunsten einer Symbiose-Annahme.
5. Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Analyse verwendeten statistischen Quellen und Publikationen.
Schlüsselwörter
Öffentlicher Dienst, Privatwirtschaft, Beamtentum, Verbeamtung, Jugendarbeitslosigkeit, Besoldung, Lohnkosten, Wirtschaftswachstum, Korrelationsanalyse, Regressionsanalyse, Arbeitsmarkt, Konkurrenz, Symbiose, Bundesländer, Karrierewahl.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen dem öffentlichen Dienst und der Privatwirtschaft auf dem Arbeitsmarkt, spezifisch im Kontext der Rekrutierung von Beamten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Jugendarbeitslosigkeit, Besoldungsstrukturen, der Verbeamtungsquote und dem Einfluss des regionalen Wirtschaftswachstums.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu klären, ob der öffentliche Dienst und die Privatwirtschaft in einem Konkurrenzkampf um Arbeitskräfte stehen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine quantitative statistische Analyse genutzt, basierend auf Korrelationsrechnungen und Regressionsmodellen mit Daten auf Bundeslandebene.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Herleitung der Variablen und deren anschließender empirischer Überprüfung mittels Daten aus dem Jahr 2016.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Verbeamtungsquote, Wirtschaftswachstum, Konkurrenzverhältnis, Jugendarbeitslosigkeit und Besoldungshöhe.
Wie lautet das Hauptergebnis der Untersuchung?
Die Untersuchung widerlegt die Hypothese eines starken Konkurrenzkampfes; stattdessen deutet die Datenlage auf eine Art Symbiose zwischen den Sektoren hin.
Welche Rolle spielt die Jugendarbeitslosigkeit bei der Karriereentscheidung?
Entgegen der ursprünglichen Annahme zeigt die Analyse keinen signifikanten negativen Einfluss der Jugendarbeitslosigkeit auf die Besoldung, wohl aber eine Korrelation mit dem Anteil an Anwärtern.
Warum wurde eine Regressionsanalyse durchgeführt?
Die Regressionsanalyse dient dazu, die Stärke der Einflüsse der verschiedenen Variablen auf die Anzahl der neuen Verbeamtungen pro Kopf präzise zu erklären.
- Citation du texte
- Daniel Ruttloff (Auteur), 2018, Steht der öffentliche Dienst in Konkurrenz mit der Privatwirtschaft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432486