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Möglichkeiten der Literaturverfilmung "Mephisto". Darstellungsweise und Mittelbarkeit in Klaus Manns Roman und István Szabós filmischer Adaption

Titel: Möglichkeiten der Literaturverfilmung "Mephisto". Darstellungsweise und Mittelbarkeit in Klaus Manns Roman und István Szabós filmischer Adaption

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Wiebke Johannsmann (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werden die literarische Grundlage von Klaus Mann und die filmische Umsetzung von István Szabó untersucht und verglichen. Inwieweit nimmt die unterschiedliche Umsetzung und der Grad der Mittelbarkeit der beiden Medien Einfluss auf die Darstellung der Persönlichkeit des Protagonisten Hendrik Höfgen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen: Literaturverfilmung

2.1 Das Verhältnis zwischen Literatur und Verfilmung

2.2 Mittelbarkeit von Literatur und Film

3 Mephisto. Literarische Grundlage und filmische Adaption

3.1 Klaus Mann: Mephisto. Roman einer Karriere

3.1.1 Zeit

3.1.2 Modus

3.1.3 Stimme

3.2 István Szabó: Mephisto

3.2.1 Zeit

3.2.2 Raum und Körper

3.2.3 Fokalisierung

3.3 Vergleich

3.3.1 Elemente der Handlung

3.3.2 Erzählte Welten

3.2.3 Interpretation

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Grad der Mittelbarkeit in Klaus Manns Roman "Mephisto" sowie in der gleichnamigen filmischen Adaption von István Szabó. Dabei wird analysiert, wie sich die unterschiedliche mediale Umsetzung auf die Darstellung der Persönlichkeit und des moralischen Dilemmas des Protagonisten Hendrik Höfgen auswirkt.

  • Literarische und filmische Adaptionstheorien
  • Mittelbarkeit von Roman und Film als Medium
  • Narrative Strukturen und Discours-Analyse
  • Erzähltechnische Mittel in Literatur und Film
  • Moralische Charakterisierung im Vergleich

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Zeit

In dem ausgewählten Kapitel findet bis auf wenige partielle Analepsen innerhalb der Überlegungen Hendriks größtenteils chronologisches Erzählen statt. Alle Analepsen dienen der Beschreibung von der Vergangenheit der vorkommenden Figuren zum Zeitpunkt vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Innerhalb dieser kurzen Analepsen wird nicht nur deutlich, wie sich ihr Verhalten nach dem politischen Wechsel verändert hat, auch die Sicht des Protagonisten Hendriks auf die Beziehungen zu verschiedenen Figuren seines Umfelds verändert sich, sein egoistisches Nutzdenken sticht dadurch klar hervor.

Insgesamt dominiert ein zeitraffendes Erzählen. Hendriks heimliche Beobachtung von Barbara und Frau von Herzfeld im Café du Dôme stellt hier als zeitdehnendes Erzählmoment eine Ausnahme dar. Der Augenblick des Ereignisses ist wesentlich kürzer als die dafür verwendete Erzählzeit, in der Hendriks Eindrücke und Empfindungen während der überraschenden Begegnung geschildert werden. Der Protagonist verlässt das Geschehen fluchtartig, was für eine nur kurz andauernde Zeitspanne spricht.

Dialoge und Monologe werden dagegen größtenteils zeitdeckend erzählt, dies sorgt für eine narrative Mittelbarkeit.

Einige Abschnitte ohne handlungsrelevante Ereignisse werden durch implizite Ellipsen ausgespart. Die Frequenz des Erzählens ist singulativ.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die beiden zu untersuchenden Werke vor und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Mittelbarkeit und deren Einfluss auf die Charakterzeichnung von Hendrik Höfgen.

2 Theoretische Grundlagen: Literaturverfilmung: Dieses Kapitel erläutert Konzepte der Literaturadaption und das spezifische Verhältnis sowie die Mittelbarkeit der beiden Medien Literatur und Film.

3 Mephisto. Literarische Grundlage und filmische Adaption: Hier erfolgt eine detaillierte Erzähltextanalyse des Romans sowie eine mediale Analyse der Filmsequenzen, gefolgt von einem direkten Vergleich beider Werke.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die filmische Adaption durch ihre Mittelbarkeit eine differenziertere, offenere Darstellung des Charakters und eine allgemeinere Aussage ermöglicht als die Romanvorlage.

Schlüsselwörter

Mephisto, Literaturverfilmung, Klaus Mann, István Szabó, Hendrik Höfgen, Mittelbarkeit, Adaptation, Erzähltheorie, Discours, Histoire, Filmstruktur, Literaturwissenschaft, Charakterisierung, Nationalsozialismus, Moral

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Roman "Mephisto" von Klaus Mann und die gleichnamige Verfilmung durch István Szabó, um die unterschiedlichen Wirkungsweisen und Darstellungsarten beider Medien zu vergleichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Theorie der Literaturverfilmung, die narrative Mittelbarkeit, die Analyse von Zeit und Fokalisierung sowie die moralische Charakterisierung des Protagonisten Hendrik Höfgen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwiefern die mediale Umsetzung und der Grad der Mittelbarkeit die Darstellung der Persönlichkeit Hendrik Höfgens im Kontext der NS-Zeit beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine komparative Erzähltextanalyse auf Basis der Erzähltheorie von Martinez und Scheffel sowie filmwissenschaftlicher Standards angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die spezifische Analyse von Roman- und Filmstrukturen sowie einen detaillierten Vergleich der Handlungselemente und Interpretation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Literaturverfilmung, Mittelbarkeit, Mephisto, Adaptation, Erzähltheorie und Charakterisierung.

Warum wird die Szene "Der Pakt mit dem Teufel" als zentraler Analysepunkt gewählt?

Diese Szene markiert den Höhepunkt der Geschichte und den moralischen Wendepunkt des Protagonisten, an dem er sich entscheidet, seine Karriere über moralische Bedenken zu stellen.

Wie unterscheidet sich die Darstellung von Höfgen in Roman und Film?

Im Roman wird Höfgen moralisch eindeutig verurteilt und als egoistischer "Verräter" gezeichnet, während der Film den Charakter differenzierter darstellt und mehr Raum für die Interpretation menschlichen Handelns in diktatorischen Regimen lässt.

Welche Rolle spielt die "Mittelbarkeit" bei der Bewertung des Films?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Film im Vergleich zur Vorlage eine höhere Mittelbarkeit besitzt, die es erlaubt, komplexere und allgemeinere Aussagen über das Mitläufertum zu treffen.

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Details

Titel
Möglichkeiten der Literaturverfilmung "Mephisto". Darstellungsweise und Mittelbarkeit in Klaus Manns Roman und István Szabós filmischer Adaption
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Note
1,3
Autor
Wiebke Johannsmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
27
Katalognummer
V432541
ISBN (eBook)
9783668746398
ISBN (Buch)
9783668746404
Sprache
Deutsch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Wiebke Johannsmann (Autor:in), 2017, Möglichkeiten der Literaturverfilmung "Mephisto". Darstellungsweise und Mittelbarkeit in Klaus Manns Roman und István Szabós filmischer Adaption, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432541
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Leseprobe aus  27  Seiten
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