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Ist koedukativer Sportunterricht noch zeitgemäß?

Eine Schülerbefragung zum koedukativen Sportunterricht in der 8. Klasse an einer integrierten Gesamtschule

Titel: Ist koedukativer Sportunterricht noch zeitgemäß?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 34 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Geschichte der Koedukation im Sportunterricht fällt in den Anfängen mit der Geschichte der Koedukation allgemein zusammen. In den 70er Jahren ist die Koedukation in den Schulen weitgehend flächendeckend eingeführt worden, wobei die Koedukation im Sportunterricht sich insbesondere auf die Grundschulen beschränkte und in den weiterführenden Schulen unterschiedlich diskutiert und gehandhabt wurde.

Die vorliegende Arbeit thematisiert die Koedukation im Sportunterricht unter dem Aspekt des Gegenwartsbezugs. Die Frage nach der Aktualität dieses in der Sportpädagogik immer wieder auflodernden und kontrovers diskutierten Themengebietes ist mit Blick auf die Situation unserer derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklung umstrittener denn je. Die Analyse bezieht sich auf eine durchgeführte Schülerbefragung im 8. Jahrgang einer integrierten Gesamtschule in Niedersachsen. Der erste Teil widmet sich der terminologischen Klärung von Koedukation im Sportunterricht. Im Fokus des zweiten Kapitels stehen die Persönlichkeiten von Mädchen und Jungen. Anschließend erläutere ich im darauffolgenden Kapitelabschnitt den derzeitigen Forschungsstand. Darauf aufbauend erkläre ich im vierten Kapitel meine Fragestellung und dazugehörigen Hypothesen genauer. Mein methodisches Vorgehen lege ich im fünften Schritt der Arbeit dar. Daran schließt sich die Darstellung der Ergebnisse der Befragung an. Abschließend diskutiere ich die Ergebnisse und fasse in einem Fazit die herausgearbeiteten Feststellungen zusammen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Koedukation im Sportunterricht

3. Mädchen- und Jungenpersönlichkeiten

3.1. Biologische Gegebenheiten

3.2. Gesellschaftliche Determination

3.3. Verhalten und Einstellungen

3.4. Sportliche Interessen

4. Forschungsstand

4.1. Die Sicht der Schülerinnen und Schüler

5. Fragestellung und Hypothesen

6. Methodisches Vorgehen

6.1. Probandenauswahl

6.2. Konstruktion der Fragebögen für die Schülerinnen und Schüler

6.3. Durchführung der Befragung

7. Ergebnisse

7.1. Schülerinnen und Schüler

7.2. Zusammenfassung

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Aktualität und Akzeptanz des koedukativen Sportunterrichts unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen, Einstellungen und Selbstkonzepte von Mädchen und Jungen in der achten Jahrgangsstufe.

  • Grundlagen und Definitionen der Koedukation im Sport.
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede in motorischen Fähigkeiten und sportlichen Interessen.
  • Analyse des aktuellen Forschungsstandes zur Schülerperspektive.
  • Empirische Untersuchung mittels Schülerbefragung an einer integrierten Gesamtschule.
  • Diskussion von Lösungsansätzen, wie z.B. temporäre geschlechtergetrennte Unterrichtsphasen.

Auszug aus dem Buch

3.4. Sportliche Interessen

Während meines Praktikums konnte ich im Sportunterricht bei Mädchen und Jungen gewisse Verhaltensmuster und unterschiedliche sportliche Interessen erkennen. Es war an der Schule üblich, dass Schülerinnen und Schüler nach dem Umziehen freie Bewegungszeit bekamen, bis sich alle umgezogen in der Sporthalle eingefunden hatten. Während sich die Jungen fast ausschließlich einen Ball aus dem Geräteraum nahmen und Fußball, Handball oder andere Ballspiele spielten, kamen die Mädchen mit einem Springseil wieder, turnten, schlugen Räder oder spielten ein Tickspiel. Mädchen und Jungen bewegten sich getrennt voneinander.

Meine Erfahrungen decken sich mit den Ergebnissen vieler Umfragen nach den Sportartpräferenzen von Schülerinnen und Schüler. Alfermann führt beispielsweise an: „Jungen und junge Männer wählen in erster Linie wettkampfbetonte Spielsportarten wie Fußball oder Handball. Mädchen und Frauen dagegen bevorzugen Individualsportarten und ästhetisch-kompositorische Sportarten wie Turnen, Schwimmen oder Gymnastik und wählen seltener die Sportspiele“ (2006, S. 69). Dies wird von Wolters (2002a) ergänzt: „Für viele Jungen scheinen Wettkämpfe selbstverständlich und motivierend, für viele Mädchen fremd und abschreckend zu sein“ (S. 32). „Wettkämpfe stellen immer noch ein „männlich“ geprägtes Handlungsfeld dar, in dem Mädchen und Frauen Nebenrollen spielen“ (ebd., 2002a, S. 31).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit motiviert sich aus einer Beobachtung in einem Sportkurs und hinterfragt die zeitgemäße Relevanz koedukativen Unterrichts.

2. Definition von Koedukation im Sportunterricht: Es erfolgt eine terminologische Abgrenzung zwischen Koedukation und Koinstruktion sowie eine Erläuterung pädagogischer Zielsetzungen.

3. Mädchen- und Jungenpersönlichkeiten: Das Kapitel analysiert biologische, gesellschaftliche und verhaltensbezogene Unterschiede sowie sportliche Interessen der Geschlechter.

4. Forschungsstand: Hier werden relevante Studien zur Einstellung von Schülerinnen und Schülern zum Mono- und Koedukationsunterricht dargestellt.

5. Fragestellung und Hypothesen: Basierend auf der Literatur wird die Erwartung formuliert, dass Einstellungen stark von der individuellen Sportlichkeit abhängen und Mädchen im koedukativen Unterricht eher Ängste verspüren.

6. Methodisches Vorgehen: Die Arbeit beschreibt die Stichprobe (74 Schülerinnen und Schüler der achten Klasse) und das Design der Fragebögen.

7. Ergebnisse: Die empirischen Daten verdeutlichen die Diskrepanz zwischen sportlicher Selbsteinschätzung und den Wünschen bezüglich der Unterrichtsorganisation.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Vorschlag, durch temporäre Trennungen (z.B. bei Ballsportarten) beiden Geschlechtern in ihren Bedürfnissen besser gerecht zu werden.

Schlüsselwörter

Koedukation, Sportunterricht, Geschlechterstereotype, Sportartpräferenzen, Schülerbefragung, Selbstkonzept, Monoedukation, Leistungsdruck, Schulsport, Geschlechtsspezifische Unterschiede, Sportdidaktik, Interessen, Soziales Lernen, Reflexive Koedukation, Sportlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob koedukativer Sportunterricht in der heutigen Zeit noch den Bedürfnissen von Jungen und Mädchen gerecht wird, insbesondere im Hinblick auf ihre unterschiedlichen Interessen und Einstellungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Koedukation, die geschlechtsspezifische Sozialisation, das Selbstkonzept im Sportunterricht sowie die konkrete Einstellung von Schülern zu monoedukativen versus koedukativen Unterrichtsformen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es herauszufinden, ob Unterschiede in der Einstellung zur Koedukation bestehen und wie Sportlehrkräfte diese Diversität besser berücksichtigen können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine empirische Untersuchung in Form einer schriftlichen Befragung von Schülern der achten Klasse an einer integrierten Gesamtschule durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen zur Geschlechterdifferenz, die Auswertung bestehender Forschungsstudien sowie die Analyse der eigenen erhobenen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Koedukation, Sportunterricht, Geschlechterrollen, Sportartpräferenzen und Selbstkonzept.

Warum spielt Fußball in dieser Arbeit eine besondere Rolle?

Fußball wird sowohl von Jungen als auch von vielen Mädchen als Sportart genannt, für die eine geschlechtergetrennte Unterrichtung bevorzugt wird, da hier der Leistungsdruck und die unterschiedliche "Gangart" besonders deutlich werden.

Welche Lösung schlägt der Autor für die Praxis vor?

Der Autor schlägt eine flexible Unterrichtsgestaltung vor, bei der Jungen und Mädchen beispielsweise temporär oder phasenweise getrennt unterrichtet werden, um sowohl dem Wunsch nach geschlechtsspezifischem Ausleben als auch dem gemeinsamen Lernen gerecht zu werden.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist koedukativer Sportunterricht noch zeitgemäß?
Untertitel
Eine Schülerbefragung zum koedukativen Sportunterricht in der 8. Klasse an einer integrierten Gesamtschule
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
34
Katalognummer
V432739
ISBN (eBook)
9783668749801
ISBN (Buch)
9783668749818
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sportunterricht eine schülerbefragung klasse gesamtschule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2011, Ist koedukativer Sportunterricht noch zeitgemäß?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432739
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Leseprobe aus  34  Seiten
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