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Frühkindliche Bindungserfahrung. Hypothesen zu den Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung und auf schulische Leistungen

Título: Frühkindliche Bindungserfahrung. Hypothesen zu den Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung und auf schulische Leistungen

Tesis (Bachelor) , 2014 , 50 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor)

Pedagogía - Pedagogía en educación Pre-escolar
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Der Hauptteil dieser Arbeit gliedert sich in drei Themenbereiche. Im ersten Teil wird die Entwicklungspsychologie des Kindes vorgestellt. Diese wiederum gliedert sich in das Stufenmodell nach Erikson und in die Bindungstheorie nach Bowlby.

Als Nächstes wird erörtert, inwieweit sich familiäre Einflüsse und der dadurch erworbene Bindungsstil auf das Leistungsverhalten in der Schule auswirken.

Abschließend folgt eine Überprüfung, ob Kinder, die in der frühen Kindheit schlechte Beziehungserfahrungen gemacht haben, im Nachhinein eine vertrauensvolle Beziehung zu ihren Lehrern aufbauen können. Erfolgt eine Bestätigung dieser Annahme, so folgt eine kurze Darstellung pädagogischer Strategien, die dies ermöglichen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklungspsychologie: Ein Überblick

2.1. Entwicklungsphasen von der Geburt an bis zur Pubertät

2.1.1. Urvertrauen gegen Urmissvertrauen

2.1.2. Autonomie gegen Scham und Zweifel

2.1.3. Initiative gegen Schuldgefühle

2.1.4. Werksinn gegen Minderwertigkeitsgefühl

2.2. Bindungstheorie

2.2.1. Der sicher gebundene Bindungsstil

2.2.2. Der unsicher vermeidend gebundene Bindungsstil

2.2.3. Der ambivalent unsicher gebundene Bindungsstil

2.2.4. Der desorganisierte Bindungsstil

2.3. Determinanten der Bindungssicherheit

3. Leistungsverhalten in der Gesellschaft

4. Determinanten der Schulleistung

4.1. Motivation als Wirkungsfaktor

4.1.1. Familiäre Einflüsse auf die Leistungsmotivation

4.2. Emotionsregulation als Wirkungsfaktor

4.2.1. Familiäre Einflüsse auf die Emotionsregulation

5. Bindung und Bildung als gemeinsame Entwicklungsprozesse

5.1. Vertrauen zwischen Lernenden und Lehrenden

5.1.1. Die Bedeutung von Vertrauen im Schulalltag

5.2. Prozess der Vertrauensentwicklung in der pädagogischen Beziehung

5.3. Direkte Interventionen zur Verbesserung der Schüler-Lehrer-Beziehung aus bindungstheoretischer Sicht

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen frühkindlichen Bindungserfahrungen, der daraus resultierenden Persönlichkeitsentwicklung und deren Auswirkungen auf das schulische Leistungsverhalten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit pädagogische Interventionsstrategien Lehrkräften ermöglichen, durch den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung Bindungstraumata bei Schülern abzumildern und so die Lernmotivation und Leistungsfähigkeit positiv zu beeinflussen.

  • Psychosoziale Entwicklungsstufen nach Erik H. Erikson
  • Bindungstheorie nach John Bowlby und Mary Ainsworth
  • Familiäre Einflussfaktoren auf Leistungsmotivation und Emotionsregulation
  • Die Rolle der Lehrkraft als Vertrauensperson zur Bildungsförderung
  • Interventionsmöglichkeiten bei unsicherem Bindungsverhalten im Schulalltag

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Der sicher gebundene Bindungsstil

Sicher gebundene Kinder empfinden ihre Bezugsperson als eine sichere Basis und können so das Bedürfnis nach Nähe zum einen und zum anderen das nach Exploration angemessen regulieren (vgl. STRAUß 2008, S. 11).

Während der Anwesenheit der Mutter widmet das Kind seine Aufmerksamkeit selbstständig und interessiert dem Spielzeug, wobei es trotzdem hin und wieder durch zeigen oder lächeln mit der Mutter kommuniziert. Verlässt die Mutter den Raum sind die Kinder vorübergehend emotional betroffen und verlangsamen daher zunächst ihr Spielverhalten oder folgen ihr Richtung Tür. Bei der Rückkehr jedoch sind sie nicht verärgert, sondern streben ihr entgegen und lassen sich schnell beruhigen, sodass sie erneut zügig und unbekümmert die Exploration des Raumes aufnehmen können (vgl. GROSSMANN/GROSSMANN 2012, S.149 f.).

Durch dieses Verhalten entwickeln Kinder ein gutes und produktives Gefühl persönlicher Autonomie. Darüber hinaus sind sie aufgrund ihrer Offenheit in der Lage neue und dauerhafte Beziehungen einzugehen (vgl. STRAUß 2008, S.11). Dies führt dazu, dass sie in der Schule aktiv auf ihre Mitmenschen zugehen und so durch ihre gesunde und natürliche Art schnell neue Freundschaften schließen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Bindung und Geborgenheit als Fundament für menschliche Leistungsfähigkeit und setzt diese in den Kontext des schulischen Anforderungsdrucks.

2. Entwicklungspsychologie: Ein Überblick: Dieses Kapitel erläutert die psychosoziale Entwicklung nach Erikson sowie die bindungstheoretischen Grundlagen nach Bowlby und Ainsworth inklusive der verschiedenen Bindungsqualitäten.

3. Leistungsverhalten in der Gesellschaft: Hier wird die Rolle der Schule als Institution zur Vorbereitung auf das Erwachsenenleben analysiert und der Leistungsbegriff kritisch hinterfragt.

4. Determinanten der Schulleistung: Das Kapitel untersucht den Einfluss von Motivation und Emotionsregulation auf schulische Erfolge sowie die Bedeutung frühkindlicher Prägung für diese Faktoren.

5. Bindung und Bildung als gemeinsame Entwicklungsprozesse: Dieser Abschnitt thematisiert die Vertrauensbeziehung zwischen Lehrkräften und Schülern und zeigt auf, wie durch pädagogische Interventionen Bindungserfahrungen positiv beeinflusst werden können.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, unterstreicht die Wichtigkeit der Lehrperson als Bezugsperson und plädiert für eine bindungsorientierte Pädagogik in Schulen.

Schlüsselwörter

Frühkindliche Bindungserfahrung, Bindungstheorie, Persönlichkeitsentwicklung, Schulleistung, Leistungsmotivation, Urvertrauen, Emotionsregulation, Vertrauenspädagogik, Lehrer-Schüler-Beziehung, Erik H. Erikson, John Bowlby, Mary Ainsworth, Bindungssicherheit, pädagogische Intervention, Lernfähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den essenziellen Zusammenhang zwischen frühen Bindungserfahrungen des Kindes, seiner Persönlichkeitsentwicklung und wie sich diese Faktoren langfristig auf das schulische Leistungsverhalten auswirken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Entwicklungspsychologie (insbesondere das Stufenmodell von Erikson), die klassische Bindungstheorie sowie die Faktoren Motivation, Emotionsregulation und deren Bedeutung für das Lernen in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, dass Bildung und Bindung eine anthropologische Einheit bilden und dass Lehrkräfte durch professionelle Beziehungsgestaltung negative Bindungserfahrungen abfedern können, um Schülern ein erfolgreicheres Lernen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Studien zur Entwicklungspsychologie, Bindungsforschung und pädagogischen Interaktionsforschung basiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert erst die kindliche Entwicklung und Bindungsstile, dann die psychologischen Voraussetzungen für schulische Leistungen (Motivation/Emotion) und schließlich die Möglichkeiten der Vertrauensbildung und pädagogischer Interventionen durch Lehrpersonen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Bindungssicherheit, Urvertrauen, Emotionsregulation, Leistungsmotivation sowie die Lehrer-Schüler-Beziehung als soziale Ressource.

Welche Rolle spielt die "Fremde Situation" in der Argumentation?

Die "Fremde Situation" nach Mary Ainsworth dient als methodische Grundlage, um die verschiedenen Bindungsqualitäten zu klassifizieren, deren Auswirkungen auf die spätere Explorationsfreude und soziale Kompetenz der Schüler erklärt werden.

Warum ist das Vertrauen zum Lehrer so entscheidend für den Schulerfolg?

Vertrauen reduziert die soziale Komplexität für das Kind. Eine vertrauensvolle Bindung zur Lehrkraft wirkt als soziale Ressource, die Ängste abbaut und die Anstrengungsbereitschaft erhöht, wodurch das Kind seine vorhandenen Potenziale besser ausschöpfen kann.

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Detalles

Título
Frühkindliche Bindungserfahrung. Hypothesen zu den Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung und auf schulische Leistungen
Universidad
University of Koblenz-Landau
Calificación
1,7
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
50
No. de catálogo
V432900
ISBN (Ebook)
9783668751309
ISBN (Libro)
9783668751316
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bindung Erikson Fonagy Schweer Bindungserfahrung Bindungsforschung Identität Entwicklung Lebenszyklus Kindheit Handlungsorientierung Persönlichkeitsentwicklung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2014, Frühkindliche Bindungserfahrung. Hypothesen zu den Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung und auf schulische Leistungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432900
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