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Individuelle Förderung und pädagogische Diagnostik in einer beobachteten Unterrichtssituation

Titel: Individuelle Förderung und pädagogische Diagnostik in einer beobachteten Unterrichtssituation

Hausarbeit , 2018 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Finn Erik Martin (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Berufsbildung weist eine sehr heterogene Schülerschaft auf. Vom erst vor kurzer Zeit in Deutschland angekommenen Flüchtling bis zum angehenden Abiturienten und vom Minderjährigen bis zum Erwachsenen sind vielfältige Schülertypen vertreten. Wie das obige Sprichwort anfügt, weist jeder Mensch, in diesem Fall jeder Schüler, ihm eigene Individualisierungsmerkmale auf, auf welche die Lehrkräfte reagieren müssen.

Diese Hausarbeit wird sich exemplarisch mit dem beobachteten Unterricht in einer von Heterogenität geprägten Unterrichtsgruppe in der Berufsfachschule I (BFS I) befassen. Die in dieser Schulform anzutreffenden Schüler konnten aufgrund ihrer persönlichen Charaktereigenschaften, kognitiven Befähigungen oder lebensweltlichen Voraussetzungen keine Ausbildungsstelle finden und streben nun eine weitere schulgestützte Qualifikation, bzw. den mittleren Schulabschluss an. Neben dem Bestreben der BFS I, diesen Schülern berufliche Handlungskompetenzen in verschiedenen Berufsfeldern zu vermitteln und dadurch eine adäquate Ausbildung zu ermöglichen, soll die Individuelle Förderung jedem Schüler das bestmögliche Lernen ermöglichen. Die didaktische Diagnostik ist hierfür eine unerlässliche Voraussetzung.

Diese Arbeit soll die Frage beantworten, welche Maßnahmen zur pädagogischen Diagnostik und Individuellen Förderung in der beschriebenen Unterrichtssituation angewendet wurden. Hierfür wird zunächst der Begriff Individuelle Förderung spezifiziert und dessen Grundgedanke diskutiert (Kapitel 2). In diesem sowie im folgenden Zusammenhang werden aktuelle Forschungsergebnisse herangezogen. Im Hauptteil werden die dargelegten, bereits durchgeführten Maßnahmen der Lehrkraft auf diesen Aspekt hin kritisch untersucht und alternative Diagnostikmittel (Kapitel 3.1) und Fördermaßnahmen für die Lernsituation erörtert sowie auf ihren didaktischen Nutzen hin diskutiert (Kapitel 3.2). Abschließend erfolgt ein Fazit über die angewendeten Maß-nahmen und Mittel (Kapitel 4).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Bestandteile der Individuellen Förderung

2.1 Die Differenzierung

2.2 Die pädagogische Diagnostik

2.3 Die Inklusion

2.4 Die Förderung

3 Beobachtungssituation

3.1 Pädagogische Diagnostik

3.2 Individuelle Fördermaßnahmen

4 Fazit

Zielsetzung und Themenbereiche

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die praktische Anwendung pädagogischer Diagnostik und individueller Fördermaßnahmen in einer spezifischen Berufsfachschulklasse zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die gewählten Maßnahmen theoretischen Anforderungen an eine inklusive und differenzierte Unterrichtsgestaltung gerecht werden.

  • Grundlagen und Definitionen der individuellen Förderung im schulischen Kontext
  • Analyse von Diagnostikmethoden in der unterrichtlichen Beobachtungssituation
  • Kritische Reflexion durchgeführter Fördermaßnahmen bei heterogenen Lerngruppen
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Unterrichtsqualität
  • Verknüpfung von Inklusionsgedanken mit berufsbildenden Zielsetzungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Pädagogische Diagnostik

Im Gespräch mit den unterrichtenden Lehrkräften wurden als Diagnostikmittel zum einen die Beobachtungen durch die Lehrkräfte selbst und zum anderen die Lerntagebücher der Schüler angegeben. Die Beobachtungen erfolgten auf subjektiver Ebene während des Unterrichts. Hierbei wurde versucht, das Sozialverhalten sowie die kognitive Leistungsfähigkeit im Unterrichtsgeschehen zu analysieren. Aus dieser Form der Datenerhebung ergeben sich mehrere Schwierigkeiten. Zum einen kann eine objektive Bewertung durch die Lehrkraft ohne fundierte und kriteriengestützte Bewertungsmaßstäbe nicht als reliabel angesehen werden. Die Formulierung von Beobachtungskriterien ist vor der tatsächlichen Beobachtung vorzunehmen. Andernfalls kann es leicht zu Fehlern und Fehlmessungen kommen, wodurch abgeleitete Fördermaßnahmen ineffektiv werden würden. Meyer und Jansen betonen, dass ein System der Protokollierung und Dokumentation von Beobachtungen etabliert werden muss. (Jansen/ Meyer, 2016, S.116) Erst durch die Systematisierung kann Transparenz und Vergleichbarkeit gegenüber den Beobachtungen anderer Schüler gelingen und die möglichen Schülerentwicklungen über einen längeren Zeitraum sichtbar gemacht werden.

Das aufgefallene (Fehl-) Verhalten kann nicht einfach nur als solches beobachtet werden. Es bedarf im Gegenteil einer Spezifizierung, unter welchen Gesichtspunkten und mit welcher Intention die Diagnose durchgeführt wird. Wenn beispielsweise das Unterrichtsthema für den Schüler als uninteressant wahrgenommen wird und hieraus sein Verhalten begründet ist, so würde eine Beobachtung darüber, wie er auf verschiedene Lehrkräfte reagiert, nicht den ursächlichen Kern der Problematik erfassen. So können bei der oben beschriebenen Beobachtung andere Merkmale und Handlungen beobachtet werden, als bei der Diagnose des Verhaltens der zwei leistungsstarken Schülerinnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Heterogenität der Schülerschaft an Berufsfachschulen ein und definiert die Zielsetzung, pädagogische Diagnose- und Fördermaßnahmen kritisch zu untersuchen.

2 Die Bestandteile der Individuellen Förderung: Es werden die vier zentralen Säulen Differenzierung, Diagnostik, Inklusion und Förderung theoretisch hergeleitet und für den Berufsschulkontext spezifiziert.

3 Beobachtungssituation: Eine kritische Bestandsaufnahme der praktischen Umsetzung diagnostischer Verfahren und pädagogischer Fördermaßnahmen in einer konkreten Unterrichtsbeobachtung.

4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der eingesetzten Diagnose- und Fördermittel mit Empfehlungen für eine optimierte, theoriegeleitete Unterrichtsgestaltung.

Schlüsselwörter

Individuelle Förderung, Pädagogische Diagnostik, Berufsfachschule, Binnendifferenzierung, Inklusion, Heterogenität, Beobachtungssituation, Lerntagebuch, Unterrichtsqualität, Fördermaßnahmen, Leistungsfähigkeit, Lernprozess, Schulentwicklung, Lehr-Lern-Prozess, Berufsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der individuellen Förderung im Kontext einer heterogenen Klasse an einer Berufsfachschule durch den Einsatz pädagogischer Diagnoseinstrumente.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Differenzierung innerhalb der Lerngruppe, Methoden der pädagogischen Diagnostik, Inklusionsansätze sowie die praktische Ausgestaltung von Fördermaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Evaluation der in einer beobachteten Unterrichtssituation eingesetzten Diagnose- und Fördermaßnahmen im Hinblick auf ihre Wirksamkeit und theoretische Fundierung.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine qualitative Analyse der Unterrichtssituation, gestützt durch den Vergleich der praktischen Maßnahmen mit aktueller fachdidaktischer Literatur und Forschungsergebnissen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Reflexion der beobachteten Diagnosemittel, wie Beobachtungen und Lerntagebücher, sowie eine Untersuchung der angewandten individuellen Fördermaßnahmen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Individuelle Förderung, Differenzierung, pädagogische Diagnostik, Inklusion und der Umgang mit Heterogenität im berufsbildenden Schulwesen.

Wie bewertet der Autor die aktuelle Förderpraxis im beobachteten Unterricht?

Die Praxis wird eher kritisch bewertet, da diagnostische Grundlagen oft fehlten und Fördermaßnahmen teilweise eher als Sanktionen oder einseitige Leistungsanforderungen wahrgenommen wurden.

Welchen Stellenwert räumt der Autor der systematischen Beobachtung ein?

Systematische Beobachtung wird als notwendige Basis für Hypothesenbildung angesehen, muss jedoch zwingend durch klare Kriterien und Protokollierung objektiviert werden, um reliabel zu sein.

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Details

Titel
Individuelle Förderung und pädagogische Diagnostik in einer beobachteten Unterrichtssituation
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Institut für Pädagogik)
Veranstaltung
WP 6.1
Note
1,0
Autor
Finn Erik Martin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V432958
ISBN (eBook)
9783668763562
ISBN (Buch)
9783668763579
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Individuelle Förderung Heterogenität Inklusion Diagnostik pädagogische Diagnostik Wirtschaftspädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Finn Erik Martin (Autor:in), 2018, Individuelle Förderung und pädagogische Diagnostik in einer beobachteten Unterrichtssituation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432958
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Leseprobe aus  18  Seiten
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