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Das "European Credit System for Vocational Education and Training". Eine Chance für die berufliche Bildung in Deutschland?

Título: Das "European Credit System for Vocational Education and Training". Eine Chance für die berufliche Bildung in Deutschland?

Trabajo Escrito , 2018 , 23 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Finn Erik Martin (Autor)

Didáctica - Economía de las empresas, pedagogía económica
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Die vorliegende Hausarbeit wird auf der Grundlage von Arbeitsberichten der ECVET (European Credit System for Vocational Education and Training)-Initiative das Konzept desselbigen darlegen, kritisch analysieren und seine Anwendungsbereiche in der beruflichen Bildung Deutschlands diskutieren. Darüber hinaus werden mit dem ECVET verbundene Nachteile und Gefahren den Vorteilen und Chancen gegenübergestellt. Für diese differenzierende Betrachtung werden einschlägige Werke der Bildungspolitik herangezogen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass persönliche Ansichten und Motive der Autoren eine neutrale Darstellung in den Werken erschweren. Daher werden zusätzlich Bildungsberichte zur Überprüfung der Thesen anhand von Zahlen herangezogen. Aus ihnen werden zusätzlich bildungspolitische Entwicklungen abgeleitet, welche einen Ausblick auf die zukünftige Berufsbildung in Deutschland eröffnen. Abschließend wird ein Fazit über das ECVET als Chance für die deutsche Berufsbildung gezogen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Kopenhagen-Prozess

2.1. Der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR)

2.2. Der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR)

2.3. Das Kernstück der europäischen Agenda

3. Das ECVET

3.1. Charakter und Merkmale

3.2. Anwendungsbereiche und Ziele

3.2.1. Durchlässigkeit zwischen verschiedenen Schulformen

3.2.2. Mobilität in der EU und informelles Lernen

3.2.3. Teilqualifizierung und Lebenslanges Lernen

3.3. Kritik und Chancen

3.3.1. Privatisierung des Bildungssektors

3.3.2. Widerstände in der EU

3.3.3. Die „Outcomeorientierung“ und deren Folgen

4. Ausblick für die Berufsausbildung in Deutschland

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das „European Credit System for Vocational Education and Training“ (ECVET) hinsichtlich seiner Eignung, die europäische Mobilität sowie die Transparenz und Durchlässigkeit innerhalb der deutschen Berufsbildung zu fördern, und analysiert dabei kritisch das Spannungsfeld zwischen ökonomischen Zielen und dem bewährten dualen System.

  • Grundlagen des Kopenhagen-Prozesses und europäischer Qualifikationsrahmen
  • Funktionsweise und Implementierung des ECVET in nationalen Systemen
  • Anwendungsgebiete wie Teilqualifizierung und Lebenslanges Lernen
  • Kritische Reflexion der Privatisierungsrisiken und Outcomeorientierung
  • Perspektiven für das deutsche duale Ausbildungssystem

Auszug aus dem Buch

3.1. Charakter und Merkmale

Das „European Credit System for Vocational Education and Training“ (ECVET) greift, sehr vereinfacht dargestellt, das Konzept des Bologna-Prozesses auf. Während in Bologna allerdings ein Leistungspunktesystem auf Hochschulebene (ECTS) formuliert und umgesetzt wurde, soll mit dem ECVET ein gleichartiges Leistungspunktesystem für die berufliche Bildung ermöglicht werden. Um die Charakteristika und den Aufbau des ECVET besser zu veranschaulichen, werden im Folgenden die Arbeitsschritte erläutert, welche für dessen praktische Umsetzung notwendig wären. Das ECVET ist bei seiner Umsetzung auf nationale Leistungspunktesysteme angewiesen, wie z. B. den DECVET in Deutschland.

Für den DECVET müssten zuerst Lerneinheiten und damit zusammenhängende Lernergebnisse für sämtliche Schulabschlüsse, Ausbildungsberufe und Qualifizierungsmöglichkeiten der deutschen Berufsbildung ausgestaltet werden (vgl. BMBF, 2010, S. 15 f.). Hierunter ist zu verstehen, dass berufstypische Handlungen und erforderliche Kompetenzen der Auszubildenden eine präzise Formulierung und Gliederung erhalten. Auf dieser Basis werden daraufhin adäquate Prüfungsinstrumente und -methoden entwickelt, welche die erlernten Kompetenzen überprüfen (vgl. ebd., S. 18 f.).

Der nächste Umsetzungsvorgang des DECVET, die Feststellung von inhaltlich homogenen Lerneinheiten in verschiedenen Ausbildungsberufen, ist besonders bedeutsam (vgl. BMBF, 2010, S. 19). Hierdurch könnten ähnliche Lerninhalte aufeinander abgestimmt und gegeneinander aufgerechnet werden. Im Eingangsbeispiel könnte das dänische Unternehmen bspw. feststellen, dass Herr Meier bereits umfassende Kenntnisse im Bereich „Aufträge bearbeiten“ (vgl. KMK, 2013, S. 12) erlangt hat, welche sich inhaltlich teilweise oder gänzlich mit einer dänischen Lerneinheit deckt. Der Gewichtungsumfang der absolvierten Lerneinheit ist allerdings noch nicht ersichtlich. Daher ist das Festlegen von Leistungspunkten für die zuvor formulierten Lerneinheiten auf nationaler Ebene der nächste hierfür notwendige Vorgang (vgl. BMBF, 2010, S. 20).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Anhand eines fiktiven Fallbeispiels wird die Problematik der grenzüberschreitenden Anerkennung nationaler Qualifikationen verdeutlicht und das ECVET als Lösungsansatz eingeführt.

2. Der Kopenhagen-Prozess: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der europäischen Berufsbildungsinstrumente EQR, DQR und ECVET und stellt deren Kontext zur europäischen Bildungsagenda her.

3. Das ECVET: Es werden die technischen Merkmale des ECVET, dessen Anwendungsbereiche zur Förderung der Mobilität sowie die kritische Debatte um Teilqualifizierungen und Privatisierung analysiert.

4. Ausblick für die Berufsausbildung in Deutschland: Hier wird prognostiziert, dass eine umfassende Einführung des ECVET unwahrscheinlich ist und eher eine punktuelle Integration, etwa im Lebenslangen Lernen, sinnvoll erscheint.

5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass das ECVET gute Ansätze bietet, aber die Abkehr vom dualen System zu kritisch ist, weshalb nur eine Teilumsetzung empfohlen wird.

Schlüsselwörter

ECVET, Kopenhagen-Prozess, Berufsbildung, Duales System, Qualifikationsrahmen, Mobilität, Teilqualifizierung, Lebenslanges Lernen, Outcomeorientierung, DECVET, Transparenz, Durchlässigkeit, Employability, Berufsprinzip, Anerkennung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert das europäische Leistungspunktesystem ECVET und bewertet dessen Tauglichkeit und Auswirkungen auf das deutsche duale Ausbildungssystem sowie die allgemeine europäische Bildungslandschaft.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Anerkennung beruflicher Qualifikationen, die Erhöhung der europäischen Arbeitsmarktmobilität, die Modularisierung der Ausbildung und die Vereinbarkeit von EQR, DQR und ECVET.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Konzept des ECVET kritisch zu durchleuchten und zu diskutieren, ob eine Implementierung in Deutschland erstrebenswert ist oder ob die Risiken für das etablierte duale Berufsbildungssystem überwiegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?

Die Autorin oder der Autor nutzt eine literaturbasierte Analyse bildungspolitischer Berichte und wissenschaftlicher Werke, ergänzt durch die Anwendung auf ein fiktives Fallbeispiel zur Veranschaulichung der theoretischen Konstrukte.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte deckt der Hauptteil ab?

Der Hauptteil behandelt die Entstehung der europäischen Bildungsrahmen (Kopenhagen-Prozess), die praktische Funktionsweise von ECVET, dessen Anwendungsbereiche (Mobilität, Lebenslanges Lernen) und eine kritische Auseinandersetzung mit Privatisierungstendenzen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit am besten beschreiben?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie ECVET, duales System, Mobilität, Qualifikationsrahmen, Teilqualifizierung, Berufsbildungspolitik und Lebenslanges Lernen charakterisieren.

Inwiefern beeinflusst das ECVET laut Autor die Rolle privater Bildungsanbieter?

Die Sorge besteht darin, dass durch eine Modularisierung der Ausbildungsinhalte private Anbieter stärker in den Markt drängen könnten, was Bildung zunehmend zu einem marktorientierten Gut macht und staatliche Standards sowie das duale Prinzip schwächen könnte.

Warum wird eine vollständige Abkehr vom dualen System im Fazit abgelehnt?

Der Autor argumentiert, dass der Wegfall des bewährten dualen Systems – zugunsten einer reinen Arbeitsbefähigung – die pädagogische Qualität und die gesamtheitliche Ausbildung der Fachkräfte gefährden würde, weshalb nur eine selektive Anwendung des ECVET als vorteilhaft erachtet wird.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Das "European Credit System for Vocational Education and Training". Eine Chance für die berufliche Bildung in Deutschland?
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Pädagogik)
Curso
WP 4
Calificación
1,3
Autor
Finn Erik Martin (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
23
No. de catálogo
V432960
ISBN (Ebook)
9783668751163
ISBN (Libro)
9783668751170
Idioma
Alemán
Etiqueta
ECVET Berufliche Bildung Bildungspolitik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Finn Erik Martin (Autor), 2018, Das "European Credit System for Vocational Education and Training". Eine Chance für die berufliche Bildung in Deutschland?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432960
Leer eBook
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