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Islamic Banking als Alternative zum konventionellen Banking

Sind islamische Finanzierungsmethoden nach deutschem Recht möglich?

Título: Islamic Banking als Alternative zum konventionellen Banking

Trabajo de Seminario , 2017 , 19 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Kim Jansen (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Islamisches Bankwesen entstand durch den Ölpreisschub 1975 im saudi-arabischen Dschidda. Der daraus resultierende Wirtschaftsboom im Nahen Osten brachte ein großes Interesse an islamkonformen Finanzmethoden hervor. Es entstand somit eine Marktlücke, die von aktuellen Banken aufgrund fehlenden Wissens nicht einfach genutzt werden konnte. In Europa konnte sich diese Bankenkonstruktion trotz steigender Nachfrage bisher noch nicht etablieren. Die Hongkong & Shanghai Banking Corporation Holdings (HSBC) sowie die Deutsche Bank versuchen bereits über eine eigene Produktpalette Marktanteile in islamisch dominierten Ländern zu gewinnen.

Seit 2015 existiert die Kuveyt Türk Bank als erste lizensierte islamische Bank in Deutschland. Das Filialnetz erstreckt sich aktuell über 5 Niederlassungen in zum Beispiel Berlin, Frankfurt oder Mannheim. Weitere Niederlassungen sollen in Köln und München folgen. Ob der gewünschte Erfolg eintreten wird, lässt sich aktuell noch schwer vorhersagen. Das Islamic Banking steht in fundamentalen Elementen mit dem konventionellen Banking im Konflikt.

Die folgende Seminararbeit behandelt das islamische Bankwesen als Alternative zum konventionellen Bankwesen. Dabei werden für ein besseres Verständnis die grundlegenden Punkte des Islamic Banking dargestellt. Die fünf Säulen des Islams, die Sharia, als Rahmenbedingung inklusive der wichtigsten Verbote sowie das Sharia-Board, stellen zentrale Elemente dar. Anschließend wird ein Vergleich zwischen konventionellen und islamischen Finanzmethoden zur Finanzierung einer Immobilie gezogen und speziell die Umsetzung einer islamischen Finanzierungstechnik nach deutschem Recht herausgearbeitet. Zum Schluss werden die Probleme einer solchen Umsetzung aufgeführt und die Frage beantwortet, ob eine solche Finanzierung als Alternative funktionieren kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Aufbau der Arbeit

2 Fünf Säulen des Islams

3 Sharia

3.1 Riba

3.2 Gharar

3.3 Maysir

4 Sharia Board

5 Konventionelles Banking vs. Islamic Banking

5.1 Konventionelle Methode

5.2 Islamische Finanzierungsmethode

5.2.1 Musharakah

5.2.2 Diminishing Musharakah

5.3 Übertragung auf das deutsche Recht

5.4 Übertragung auf einen Immobilienkauf

5.5 Auftretende Probleme

6 Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht das islamische Bankwesen als potenzielle Alternative zum konventionellen Bankensystem. Das primäre Ziel besteht darin, die grundlegenden Prinzipien des Islamic Banking, wie das Zinsverbot und das Verbot von Unsicherheit und Glücksspiel, darzustellen und die praktische Umsetzbarkeit islamkonformer Finanzierungsmethoden – insbesondere bei Immobilienfinanzierungen – unter Berücksichtigung des deutschen Rechts zu analysieren.

  • Grundlagen der Scharia und religiöse Rahmenbedingungen des islamischen Finanzwesens.
  • Analyse der Kernelemente Riba, Gharar und Maysir als Ausschlusskriterien.
  • Rolle und Funktion des Sharia-Boards bei der Zertifizierung von Finanzprodukten.
  • Gegenüberstellung von konventionellen und islamischen Finanzierungsmethoden.
  • Problematik der rechtlichen Implementierung von Musharakah-Modellen in Deutschland.

Auszug aus dem Buch

3.1 Riba

Verträge und Transaktionen müssen nach der Sharia frei von „Riba“ sein, was ins Deutsche übersetzt Zinsen oder Wucher bedeutet. Das Verständnis des Riba-Verbots ist für die Konstruktion islamischer Finanzprodukte somit essenziell und von zentraler Bedeutung für die Durchführung der islamischen Finanzgeschäfte. Das Verbot von Zinsen ist im Koran und in der Sunna an mehreren Stellen wiederzufinden. Demzufolge ist nach islamischem Recht eine Zahlung sowie die Forderung von Zinsen untersagt.

Unter Zinsen ist das Entgelt für die (temporäre) Überlassung von Kaufkraft, Kapital oder Sachwerte über einen bestimmten Zeitraum zu verstehen. Dies wird nicht nur in der muslimischen Religion als kritisch betrachtet. Schon Aristoteles sagte, dass Geld nicht durch sich selbst vermehrbar ist. Neben dem Verbot im römischen Reich, gab es auch lange Zeit ein Zinsverbot im Judentum. Das Christentum untersagte den Gebrauch der Zinsnahme durch päpstliche Erlasse im Mittelalter, was ebenfalls im Alten Testament unter dem Begriff „Wucher“ missbilligt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Entstehungsgeschichte des islamischen Bankwesens und Definition des Untersuchungsziels.

2 Fünf Säulen des Islams: Erläuterung der religiösen Grundlagen des Islams als Basis für das Verständnis islamischer Finanzdienstleistungen.

3 Sharia: Darlegung der Sharia als ethisches und rechtliches Fundament sowie der zentralen Verbote im Finanzwesen.

3.1 Riba: Definition des Zinsverbots und dessen historische sowie religiöse Einordnung.

3.2 Gharar: Analyse des Verbots von Spekulation und unzulässiger Unsicherheit bei Vertragsschlüssen.

3.3 Maysir: Untersuchung des Glücksspielverbots und dessen Auswirkungen auf den Aktienhandel.

4 Sharia Board: Beschreibung der Kontrollfunktion des Sharia-Boards bei der Überprüfung von Finanzmethoden.

5 Konventionelles Banking vs. Islamic Banking: Gegenüberstellung der operativen Unterschiede beider Bankensysteme.

5.1 Konventionelle Methode: Erläuterung der üblichen Darlehensfinanzierung unter Zinsbedingungen.

5.2 Islamische Finanzierungsmethode: Einführung in die Grundsätze der islamkonformen Finanzierung unter Berücksichtigung religiöser Vorgaben.

5.2.1 Musharakah: Detaildarstellung des eigenkapitalbasierten Partnerschaftsmodells.

5.2.2 Diminishing Musharakah: Erklärung der schrittweisen Anteilsübertragung bei Immobilienfinanzierungen.

5.3 Übertragung auf das deutsche Recht: Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen für islamkonforme Verträge in Deutschland.

5.4 Übertragung auf einen Immobilienkauf: Praktische Anwendung des Musharakah-Modells auf den Erwerb von Immobilien.

5.5 Auftretende Probleme: Diskussion der Schwierigkeiten und rechtlichen Hindernisse bei der Implementierung in Deutschland.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Risiken des islamischen Bankwesens als Alternative.

Schlüsselwörter

Islamic Banking, Scharia, Riba, Gharar, Maysir, Musharakah, Immobilienfinanzierung, Zinsverbot, Sharia Board, deutsches Recht, Gesellschaft bürgerlichen Rechts, islamische Finanzdienstleistungen, Risikoverteilung, konventionelles Banking, Kapitalbeteiligung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem islamischen Bankwesen als Alternative zum konventionellen Finanzsystem und untersucht, wie islamkonforme Finanzinstrumente in das deutsche Rechtssystem integriert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die religiösen Grundlagen der Scharia, die Verbotskriterien Riba, Gharar und Maysir sowie die praktische Umsetzung von Finanzierungsmodellen wie Musharakah.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob islamisches Banking eine praktikable Alternative zum konventionellen Bankwesen darstellt und welche rechtlichen Hürden bei einer Immobilienfinanzierung nach islamischen Prinzipien im deutschen Rechtsraum bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der religiösen und rechtlichen Grundlagen sowie einen rechtsvergleichenden Ansatz zwischen islamischen Finanzierungstechniken und dem deutschen Gesellschaftsrecht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Gegenüberstellung von konventionellen und islamischen Methoden, die Erläuterung der Musharakah-Technik und die Prüfung der Übertragbarkeit auf den deutschen Immobilienmarkt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Islamic Banking, Riba (Zinsverbot), Scharia, Musharakah und die rechtliche Einordnung von Partnerschaftsverträgen (GbR).

Welche Rolle spielt das Sharia-Board im beschriebenen System?

Das Sharia-Board fungiert als Kontrollinstanz, die neue Finanzprodukte auf ihre Vereinbarkeit mit islamischen Gesetzen prüft und zertifiziert, um Investoren Sicherheit zu bieten.

Warum wird der Immobilienkauf als spezifisches Fallbeispiel gewählt?

Der Immobilienkauf eignet sich besonders gut, um die Komplexität der islamischen Finanzierungsmodelle und die Schwierigkeiten bei der rechtlichen Umsetzung in Deutschland konkret aufzuzeigen.

Ist das islamische Bankmodell nach aktuellem deutschen Recht problemlos anwendbar?

Nein, der Autor kommt zu dem Schluss, dass islamisches Recht in Deutschland nur als nachrangig betrachtet werden kann und hohe Hürden, wie etwa die doppelte Grunderwerbsteuer, die Umsetzung erschweren.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor im Fazit?

Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass islamisches Banking zwar aus Kundensicht eine Alternative sein kann, die Umsetzung jedoch aufgrund des hohen Aufwands und des Risikoprofils für Banken ökonomisch herausfordernd bleibt.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Islamic Banking als Alternative zum konventionellen Banking
Subtítulo
Sind islamische Finanzierungsmethoden nach deutschem Recht möglich?
Universidad
University of Applied Sciences Bonn
Calificación
1,3
Autor
Kim Jansen (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
19
No. de catálogo
V433123
ISBN (Ebook)
9783668754607
ISBN (Libro)
9783668754614
Idioma
Alemán
Etiqueta
islamic banking alternative sind finanzierungsmethoden recht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kim Jansen (Autor), 2017, Islamic Banking als Alternative zum konventionellen Banking, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/433123
Leer eBook
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