In der Arbeit wird analysiert, wie R.W. Fassbinder in seinem Film "Angst essen Seele auf" den gesellschaftspolitischen Zustand der BRD der 60er Jahre analysiert. Dabei wird insbesondere auf die Inszenierung traditioneller Werte (Ehe, Familie) und bestehendes nationalsozialistisches Denken und Ausgrenzungsmechanismen in der jungen Bundesrepublik Bezug genommen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung: Fassbinder und das Melodram
- ,,Angst essen Seele auf“: Handlungsebene
- ,,Angst essen Seele auf“: Analyse
- Inszenierung traditioneller Werte: Ehe und Famile
- Nationalsozialistisches Denken und Ausgrenzung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der vorliegende Text analysiert Rainer Werner Fassbinders Melodram „Angst essen Seele auf“ im Hinblick auf seine gesellschaftliche Relevanz und die Verwendung des Melodrams als Mittel der Gesellschaftskritik.
- Fassbinders Kritik an traditionellen Werten und Normen in der BRD
- Die Rolle des Melodrams als Genre für die Darstellung gesellschaftlicher Konflikte
- Die Bedeutung von Fassbinders filmischem Bezug auf Douglas Sirk
- Die Darstellung von Ausgrenzung und Vorurteilen in der Nachkriegsgesellschaft
- Die Analyse der Beziehungen zwischen den Figuren und ihre Bedeutung für die Gesamtdeutung des Films
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung des Textes bietet einen Überblick über Fassbinders filmische Karriere und seine Faszination für das Melodram. Insbesondere wird die Verbindung zum Werk des Regisseurs Douglas Sirk hergestellt und der konzeptionelle Hintergrund für Fassbinders Verwendung des Melodrams in „Angst essen Seele auf“ erläutert.
Das Kapitel „Angst essen Seele auf“: Handlungsebene bietet eine Zusammenfassung der Kernhandlung des Films. Es wird die Geschichte von Emmi und Ali, einer verwitweten Putzfrau und einem marokkanischen Gastarbeiter, erzählt. Ihre Beziehung wird von Ablehnung und Vorurteilen in der Gesellschaft geprägt, aber auch von Liebe und gegenseitiger Unterstützung.
Das Kapitel „Angst essen Seele auf“: Analyse beschäftigt sich mit der filmsemiotischen und rhetorischen Ebene des Films. Es werden verschiedene Themenbereiche beleuchtet, die für Fassbinders Gesellschaftskritik relevant sind.
In diesem Kapitel wird die Inszenierung traditioneller Werte wie Ehe und Familie im Kontext der BRD der 50er bis 70er Jahre analysiert. Es wird gezeigt, wie diese Werte in „Angst essen Seele auf“ hinterfragt werden und wie Fassbinder die gesellschaftliche Entwicklung und die Aufhebung traditioneller Strukturen widerspiegelt.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter des Textes sind: Rainer Werner Fassbinder, Melodram, „Angst essen Seele auf“, Douglas Sirk, Gesellschaftliche Kritik, BRD, Nachkriegsgesellschaft, Traditionelle Werte, Familie, Ausgrenzung, Vorurteile, Liebe, Einsamkeit, Integration, Soziales Umfeld, Gastarbeiter, Migration, Nationalsozialismus.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptthema von Fassbinders Film „Angst essen Seele auf“?
Der Film thematisiert die gesellschaftliche Ausgrenzung und die Vorurteile in der BRD der Nachkriegszeit am Beispiel der Beziehung zwischen einer deutschen Witwe und einem marokkanischen Gastarbeiter.
Welchen Einfluss hatte Douglas Sirk auf Fassbinder?
Fassbinder orientierte sich am Melodram-Stil von Douglas Sirk, um gesellschaftliche Konflikte emotional packend und gleichzeitig kritisch darzustellen.
Wie werden traditionelle Werte im Film hinterfragt?
Die Inszenierung von Ehe und Familie dient dazu, die Doppelmoral der Gesellschaft aufzuzeigen, die diese Werte nur innerhalb strenger, oft ausgrenzender Normen akzeptiert.
Wird im Film nationalsozialistisches Denken thematisiert?
Ja, die Analyse zeigt, wie Ausgrenzungsmechanismen und rassistische Denkweisen in der jungen Bundesrepublik als Kontinuitäten der Vergangenheit fortbestehen.
Welche Rolle spielt die Einsamkeit der Protagonisten?
Die Einsamkeit treibt die Figuren Emmi und Ali zusammen, doch der soziale Druck von außen stellt ihre Liebe ständig auf die Probe.
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- Inka Zimmermann (Author), 2017, Reflektion des gesellschaftlichen Zustands der BRD in Fassbinders "Angst essen Seele auf", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/433138