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Gustav Klimts "Judith 1". Überlegungen zum Bild der Frau

Título: Gustav Klimts "Judith 1". Überlegungen zum Bild der Frau

Trabajo Escrito , 2015 , 23 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Laura Kowalewski (Autor)

Arte - Historia del Arte
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In dieser Ausarbeitung wird Judith I von Gustav Klimt als Ausdruck seiner Zeit, insbesondere auf das Frauenbild im Wiener fin de siècle hin untersucht. Welche Geschlechteridentitäten wirft Klimts Gemälde auf, die zu seiner Zeit diskutiert wurden? Auf Welche Art und Weise steht Klimts Frauenportrait für etwas anderes, das es selbst nicht darstellt? Diese Überlegungen zum Bild der Frau werden im Kontext der ursprünglichen biblischen Judith-Erzählung aus dem Alten Testament angestellt und reflektieren dieses auch im Kontrast zum repräsentierten männlichen Rollenbild durch Holofernes. Eine knappe Rekonstruktion der Judith-Erzählung soll ein Verständnis für eine mögliche Übereinstimmung und Abweichung des originären Judith und Holofernes-Sujets geben. Daraus entsteht vor allem die Frage, in wie weit Klimts Judith eine Wahrnehmungsgewohnheit herausfordert und eine Probe für Betrachter*innen mit Unerwartetem umzugehen darstellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Klimts Judith I als Leerstelle

2.1 Judith, die Entrückte

2.2 Judith, die Fromme

2.3 Judith, die Lustvolle

3 Eine mythische Weiblichkeit der Wiener Moderne

3.1 Frauenrollenbilder in Wien um 1900

3.2 Die Femme fatale

3.3 Enthauptung, Kastration, Behauptung

4 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Gustav Klimts Gemälde Judith I als Ausdruck des Frauenbildes im Wiener fin de siècle. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Geschlechtsidentitäten das Gemälde aufwirft, wie es Wahrnehmungsgewohnheiten herausfordert und inwiefern es als Probe für den Umgang mit dem Unerwarteten fungiert, wobei die biblische Judith-Erzählung als Kontrastfolie dient.

  • Analyse des Frauenbildes im Kontext des Wiener fin de siècle
  • Rekonstruktion und Reflexion des Judith- und Holofernes-Sujets
  • Untersuchung von Machtverhältnissen und Geschlechterrollen
  • Diskussion von Ambivalenz zwischen Sexualität, Lust und Bedrohung
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Femme fatale als Typus

Auszug aus dem Buch

2.1 Judith, die Entrückte

Judith I (s. Abb.1) von Gustav Klimt mit Öl und Goldauflage auf Leinwand der Größe 84 x 42 cm 1905 gemalt, zur Zeit im Besitz des Museums Belvedere, stellt das Judith und Holofernes-Sujet aus dem Buch Judith des Alten Testaments dar. Es zählt zu den zahlreichen Frauenportraits im Œuvre Klimts und ist dem Typus Adele Bloch-Bauer zuzuordnen.

Judith portraitiert eine Frau im Hüftbild. Sie blickt die Betrachter*innen frontal an und hält in der rechten Hand einen Kopf. Die als Judith zu identifizierende Frau trägt einen transparenten dunkelblauen Umhang mit goldfarbenen Applikationen sowie einen goldfarbenen Gürtel und ein goldfarbenes Halsband, die beide mit Edelsteinen besetzt sind. Ihre spärliche Bekleidung entblößt den Betrachter*innen ihre Brüste und ihren Bauch. Ihren rechten Arm hält Judith im rechten Winkel vor ihrem Oberkörper. Auch ihre Hand greift rechtwinklig abgeknickt in die schwarzen Haare eines sich am unteren Bildrand befindlichen Hauptes. Der Kopf wird vom rechten und unteren Bildrand abgeschnitten. Die Augen dieses Kopfes sind geschlossen und die Gesichtsfarbe mutet fahl und grünlich an. Es handelt sich um das Haupt des Holofernes, wie es dem goldenen Rahmen zu entnehmen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Kontext des Wiener fin de siècle, charakterisiert durch Aufbruchsstimmung, Identitätskrisen und den Wandel von Geschlechterrollen.

2 Klimts Judith I als Leerstelle: Dieses Kapitel analysiert das Gemälde detailliert in drei Facetten: als entrückte, fromme und lustvolle Darstellung, die mit traditionellen Bildmustern bricht.

3 Eine mythische Weiblichkeit der Wiener Moderne: Der theoretische Hauptteil kontextualisiert die Frauenrollenbilder, den Typus der Femme fatale sowie die psychoanalytischen Aspekte von Enthauptung und Kastration.

4 Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass die Arbeit die Grenze zwischen Objekt und Subjekt der Lust aufhebt und Klimts Werk als Dekonstruktion von Geschlechterrollen diskutiert.

Schlüsselwörter

Gustav Klimt, Judith I, Wiener Moderne, fin de siècle, Frauenbild, Femme fatale, Judith und Holofernes, Geschlechterrollen, Identitätskrise, Psychoanalyse, Kastrationsangst, Sexualisierung, Machtverhältnis, Kunstgeschichte, Ambivalenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Gustav Klimts berühmtes Gemälde Judith I im Kontext der kulturellen und gesellschaftlichen Strömungen des Wiener fin de siècle.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Transformation des biblischen Stoffes in der Kunst, die Konstruktion von Geschlechterrollen sowie die Darstellung von Weiblichkeit, Lust und Macht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Klimts Darstellung der Judith Wahrnehmungsgewohnheiten herausfordert und das traditionelle Frauenbild seiner Zeit dekonstruiert.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Analyse stützt sich auf eine kunsthistorische Bildanalyse, kombiniert mit kulturwissenschaftlichen Ansätzen, psychoanalytischen Theorien und der feministischen Literatur- bzw. Genderforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Bildbeschreibung, eine Untersuchung der historischen Frauenbilder in Wien um 1900, die Einordnung des Femme fatale-Typus sowie eine Auseinandersetzung mit Freuds Kastrationstheorien im Kontext des Bildes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Klimt, Judith I, Wiener Moderne, Femme fatale, Geschlechterrollen, Psychoanalyse und Identitätskrise.

Wie spielt das biblische Sujet bei Klimt eine Rolle?

Klimt löst die biblische Erzählung aus ihrem ursprünglichen Kontext und nutzt sie als Projektionsfläche für zeitgenössische Fragen zur Sexualität und Geschlechteridentität.

Welche Bedeutung hat das Halsband der Judith?

Das goldene Halsband wird als Machtsymbol und zugleich als Fessel interpretiert, das die künstliche Distanz zum Betrachter betont und die Artifizialität gegenüber dem Natürlichen hervorhebt.

Wird die Judith bei Klimt als Siegerin gesehen?

Die Arbeit argumentiert, dass eine binäre Einteilung in Sieger oder Verlierer aufgehoben wird; sowohl Judith als auch Klimt als Künstler können in diesem komplexen Repräsentationsgefüge als Sieger definiert werden.

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Detalles

Título
Gustav Klimts "Judith 1". Überlegungen zum Bild der Frau
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg  (Philosophie und Kunstwissenschaft)
Curso
Die Wiener Moderne
Calificación
1,3
Autor
Laura Kowalewski (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
23
No. de catálogo
V433520
ISBN (Ebook)
9783668753365
ISBN (Libro)
9783668753372
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gustav Klimt Klimt Jugendstil fin de siecle Jahrhundertwende Rollenbilder Geschlechterrollen Feminismus Judith Mythologie Wiener Moderne Moderne 1900 Wien femme fatale Enthauptung Kastration Behauptung Kunst Malerei
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Laura Kowalewski (Autor), 2015, Gustav Klimts "Judith 1". Überlegungen zum Bild der Frau, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/433520
Leer eBook
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