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Die Gestensprache feministisch-informierter Kunst

Exposé als Vorbereitung für eine längere Arbeit

Title: Die Gestensprache feministisch-informierter Kunst

Template, Example , 2015 , 27 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Laura Kowalewski (Author)

Art - History of Art
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Summary Excerpt Details

Dieses Exposé umfasst zum Thema "Die Gestensprache feministisch-informierter Kunst" mehrere Ansätze. Es handelt sich um eine Vorarbeit, nicht um eine letztlich fertig verfasste Arbeit.

Im Kontext einer solchen werden mehrere Punkte thematisiert: Die zentrale Frage- und Problemstellung wird dargelegt und in den derzeitigen Forschungsstand eingebettet. Eine erste theoretische Rahmung begleitet von einer Werkauswahl wird dargelegt. Grundlegende Leitfragen werden, ebenso wie einige Ergebnisannahmen, aufgestellt. Eine Arbeitsgliederung wird zum Ende vorgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Zentrale Fragestellung und Problemstellung

2 Forschungsstand

3 Theoretische Rahmung und Werkauswahl

3.1 Ketty la Rocca Le mie parole e tu? (1971/1972)

3.2 Shirin Neshat: Women of Allah (1994)

4 Grundlegende Leitfragen

5 Ergebnisannahmen

6 Titelvorschläge und Arbeitsgliederung

7 Literatur

8 Bibliographie

9 Abbildungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und das subversive Potenzial von Gestensprache in Werken feministisch informierter Künstlerinnen der 1970er bis 1990er Jahre. Ziel ist es, durch eine kunsthistorische Bildanalyse zu klären, inwiefern Gestik als eigenständiges Zeichensystem zur Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Machtverhältnissen und zur Selbstermächtigung der Frau eingesetzt wird.

  • Analyse des Zusammenhangs von Gestik, Geschlecht und Identität
  • Untersuchung der Selbstermächtigung durch den eigenen Körper in der feministischen Kunst
  • Reflexion patriarchaler Strukturen durch nonverbale Kommunikation
  • Klassifizierung und Interpretation von Gesten als diskursive Instrumente

Auszug aus dem Buch

3.1 Ketty la Rocca Le mie parole e tu? (1971/1972)

In sechs schwarz-weiß Fotografien mit Tinte auf Aluminium der Größe 50 x 60 cm zeigt Ketty la Rocca je eine Hand pro Bild, die behaart ist und daher als männlich identifiziert werden kann. Den Betrachter_innen ist sie vom Handrücken präsentiert wie zum Gruß, zu einem Handschlag. Mit jedem weiteren Bild des Polyptichons jedoch knickt ein weiterer Finger ein, sodass das im letzten Bild die Hand wie eine Faust erscheint. Wesentliches Merkmal der Fotografien ist dabei die Beschriftung der Hände mit Tinte durch die Künstlerin selbst. Ketty la Rocca schwärzt dabei nicht nur Falten, Schatten und Haare nach, sondern schreibt vielfach das Wort „you“ auf die Hand.

Die Hand und ihre Beschriftung bzw. der Adressierte und die Adressierende (nämlich la Rocca) weisen nicht nur auf ein linguistisches Modell, sondern auf die Beziehung zwischen Mann und Frau hin. Die Künstlerin nutzt den linguistischer Shifter „you“, der je nach Anwender_in in einem Gespräch vor und zurück wandelt, um sowohl Mann als auch Frau als „Andere_n“ zu markieren. Der Akt des Benennens von la Rocca indiziert im Bildnarrativ ihre Herrschaft bzw. Macht über die männliche Hand. Gleichzeitig stellt die Verwendung des „you“ als „other“ einen selbstreflexiven Akt dar, der die Handlungseinschränkung von Frauen in der Gesellschaft durch Männer assoziiert und deshalb eine (Rück-)Aneignung des Selbst anstrebt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zentrale Fragestellung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Ausstellung Feministische Avantgarde ein und begründet die Relevanz der Gestenforschung als Mittel zur Untersuchung feministischer Kunst.

2 Forschungsstand: Hier wird der aktuelle Diskurs der Kunstwissenschaft zu Identität und Körperlichkeit in der feministischen Kunst aufgearbeitet und die Notwendigkeit ergänzt, Gestenforschung als neue Perspektive heranzuziehen.

3 Theoretische Rahmung und Werkauswahl: Dieses Kapitel verknüpft kunsthistorische Bildinterpretation mit theoretischen Diskursen aus Semiotik und Gender Studies, wobei Werke von Ketty la Rocca und Shirin Neshat als Fallbeispiele dienen.

4 Grundlegende Leitfragen: Hier werden die zentralen Begriffe der Arbeit, wie Gestensprache, feministisch informierte Kunst und Subversion/Politizität, für die weitere Analyse geklärt.

5 Ergebnisannahmen: Das Kapitel erläutert, dass keine pauschale feministische Gestensprache existiert, sondern der Fokus auf der kleinteiligen, diskursiven Geste im jeweiligen Werk liegt.

6 Titelvorschläge und Arbeitsgliederung: Dies stellt den praktischen Rahmen und die methodische Gliederung der weiterführenden Arbeit dar.

Schlüsselwörter

Feministische Kunst, Gestensprache, Gestenforschung, Gender Studies, Körperlichkeit, Selbstermächtigung, Patriarchat, Subversion, Bildanalyse, Identität, Geschlechterdiskurs, Politizität, Ketty la Rocca, Shirin Neshat, Performanz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der Gestik innerhalb der feministischen Kunst der 1970er bis 1990er Jahre und wie diese zur Reflexion politischer und geschlechtsspezifischer Themen genutzt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die Untersuchung von Geschlechtlichkeit, die Darstellung des Körpers als Machtprojektionsfläche und die Analyse von Gesten als Mittel zum gesellschaftskritischen Ausdruck.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie Künstlerinnen mittels Gestensprache ein subversives Potenzial entfalten, um patriarchale Strukturen aufzubrechen und Machtverhältnisse neu zu verhandeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf kunsthistorischer Bildbeschreibung und Interpretation, gestützt durch Theorien aus der Semiotik, Linguistik, Gender Studies und der spezifischen Gestenforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen dargelegt und an ausgewählten Werken von Künstlerinnen wie Ketty la Rocca und Shirin Neshat exemplarisch untersucht, wie Gesten diskursive Inhalte vermitteln.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie feministische Avantgarde, Gestik, Körperpolitik, Selbstermächtigung und Identitätskonstruktion beschreiben.

Wie trägt Ketty la Roccas Werk "Le mie parole e tu?" zur Argumentation bei?

Ihre Arbeit dient als Beispiel für die Machtumkehr: Durch die Beschriftung einer männlich gelesenen Hand mit dem Wort "you" markiert die Künstlerin den Mann als "Anderen" und vollzieht so eine Rückaneignung von Macht.

Welche Rolle spielt die Religion bei der Analyse von Shirin Neshats Werk?

Neshat nutzt die ästhetische Verbindung von traditioneller Schrift (Farsi) und Symbolik, um einen Gleichberechtigungsdiskurs innerhalb eines muslimischen Kontextes zu führen, der westliche Feminismus-Konzepte herausfordert.

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Details

Title
Die Gestensprache feministisch-informierter Kunst
Subtitle
Exposé als Vorbereitung für eine längere Arbeit
College
Leuphana Universität Lüneburg  (Philosophie und Kunstwissenschaft)
Course
Feministische Kunst der 1970er Jahre
Grade
1,7
Author
Laura Kowalewski (Author)
Publication Year
2015
Pages
27
Catalog Number
V433525
ISBN (eBook)
9783668754188
ISBN (Book)
9783668754195
Language
German
Tags
Feminismus Feministische Kunst Kunst Zeitgenössische Kunst Rollenbilder Geschlechterrollen Gestensprache Gestik Mimik Körper Ketty la Rocca Shirin Neshat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Kowalewski (Author), 2015, Die Gestensprache feministisch-informierter Kunst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/433525
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