Das Ziel der Arbeit ist die Analyse der Chancen und Risiken der möglichen Kapitalanlageformen in Immobilien sowie die anschließende Empfehlung in Hinblick auf bestimmte Anlegermentalitäten.
Zur Bearbeitung ist es notwendig, zu Beginn der Arbeit im Kapitel 2 die theoretischen Grundlagen der Immobilie als Kapitalanlage sowie ihre charakteristischen Besonderheiten zu betrachten. Anschließend werden im dritten Abschnitt die geläufigsten Varianten der Immobilienanlage aufgeführt und deren Merkmale und Unterschiede verdeutlicht, einhergehend mit der Bewertung der jeweiligen Chancen und Risiken.
Im Rahmen des vierten Kapitels erfolgt ein Überblick über die Finanzierung des Immobilienerwerbs. Zunächst wird erläutert, wie der Finanzierungsbedarf ermittelt wird und welche Kosten dabei neben dem Kaufpreis eine Rolle spielen. Da in der Regel die Immobilienfinanzierung auf mehreren Bausteinen basiert, werden diese im Zusammenhang unter Berücksichtigung zentraler Faktoren dargestellt. Die Kenntnis jener wirtschaftlichen Grundlagen bildet die Voraussetzung zum Verständnis der folgenden Investitionsberechnung.
Ein Fallbeispiel soll im Abschnitt 5 zur Analyse dienen, ob und in welcher Weise sich auch ein deutscher Bürger mit durchschnittlichem Einkommen eine Investition in Immobilien leisten kann und in welcher Höhe dabei Renditen erzielbar sind.
Das sechste Kapitel umfasst eine kritische Betrachtung der Erkenntnisse und Ergebnisse aus den vorangegangenen Abschnitten sowie eine daraus abgeleitete Empfehlung für den privaten Kapitalanleger. Zum Schluss folgt das Fazit als Zusammenfassung der Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Die Immobilie als Kapitalanlage
2.2 Die Besonderheiten der Immobilie als Wirtschaftsgut
3. Bewertung der Kapitalanlagemöglichkeiten in Immobilien
3.1 Direkterwerb von Immobilien
3.1.1 Nutzung als Eigenheim
3.1.2 Fremdnutzung der Immobilie
3.2 Indirekte Beteiligung an Immobilien
3.2.1 Offene Immobilienfonds
3.2.2 Geschlossene Immobilienfonds
3.2.3 Immobilienaktien
4. Finanzierungen
4.1 Finanzierungsbedarf
4.2 Die Bausteine der Immobilienfinanzierung
5. Analyse der Immobilieninvestition
5.1 Berechnung der Investitionen
5.2 Ergebnisse des Fallbeispiels
6. Kritische Betrachtung
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Chancen und Risiken verschiedener Kapitalanlageformen im Immobiliensektor, um privaten Investoren eine fundierte Entscheidungsgrundlage unter Berücksichtigung individueller Anlegermentalitäten zu bieten.
- Vergleich von direkten und indirekten Immobilieninvestitionen
- Grundlagen der Immobilienfinanzierung und Kalkulation von Kaufnebenkosten
- Analyse der Renditechancen und Verlustrisiken verschiedener Anlageklassen
- Durchführung eines praxisorientierten Fallbeispiels für einen Privatanleger
- Kritische Bewertung und Empfehlung von Anlagestrategien für verschiedene Anlegertypen
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Nutzung als Eigenheim
Selbstgenutztes Wohneigentum zur Kapitalanlage ist eine der häufigsten Kapitalanlagen der breiten Bevölkerung. Anstatt jahrzehntelang Miete zu zahlen, wird hierbei in das Eigenheim investiert. Die Motive für den Immobilienerwerb können unter anderem die Alterssicherung, der höhere Wohnwert durch freie Gestaltung, das Bedürfnis nach Sicherheit und Beständigkeit der Anlage oder auch die Inanspruchnahme staatlicher Förderungen sein.6 Denn das Eigenheim ist in der Regel keine klassische Kapitalanlage mit einer Rendite wie regelmäßigen Gewinn-bzw. Dividendenausschüttungen oder monatlichen Mieteinnahmen. Jedoch besteht z.B. die Möglichkeit, dass ein monatlicher finanzieller Vorteil entsteht, wenn Zins und Tilgung des Fremdkapitals, sprich die monatliche Darlehensbelastung geringer ist, als die Miete, die bisher in der Mietwohnung bezahlt wurde.
Die Investition in eine Wohnimmobilie ist mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden und schließt meist eine langfriste Finanzierung unter Verwendung von Fremdkapital ein. Aus diesem Grund spielen Faktoren wie Eigenkapital, monatliches Einkommen, Kreditwürdigkeit sowie der aktuelle Zinssatz eine entscheidende Rolle.7 Letzteres fördert momentan die Investitionsfreude in die eigene Immobilie, da der Darlehenszinssatz so niedrig ist wie mehrere Jahrzehnte nicht. Die derzeit geringeren Finanzierungskosten nutzen und sie sich auch für die nächsten Jahre vertraglich sichern zu können, stellt für die Anleger eine bedeutende Chance dar. Dennoch vereint diese positive Aussicht auch ein großes Risiko.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der aktuellen Marktsituation für deutsche Anleger und Definition der Zielsetzung sowie des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Immobilie als Wirtschaftsgut und der verschiedenen Motive für private Immobilieninvestitionen.
3. Bewertung der Kapitalanlagemöglichkeiten in Immobilien: Detaillierte Gegenüberstellung von Direkterwerb sowie indirekten Beteiligungsformen wie Immobilienfonds und -aktien.
4. Finanzierungen: Darstellung der Ermittlung des Kapitalbedarfs, der Kaufnebenkosten und der verschiedenen Finanzierungsbausteine für private Immobilienkäufer.
5. Analyse der Immobilieninvestition: Durchführung und Auswertung eines Fallbeispiels zur Renditeberechnung bei indirekten Fonds-Anlagen versus direktem Immobilienkauf in Dresden.
6. Kritische Betrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der Anlagemöglichkeiten hinsichtlich Risikostreuung und Eignung für verschiedene Anlegertypen.
7. Fazit: Zusammenführung der Analyseergebnisse und Bestätigung der Relevanz von Immobilienanlagen trotz spezifischer, immobilientypischer Risiken.
Schlüsselwörter
Immobilieninvestition, Kapitalanlage, Eigenheim, Offene Immobilienfonds, Geschlossene Immobilienfonds, Immobilienaktien, Finanzierung, Rendite, Risikostreuung, Baugeldzins, Fremdkapital, Altersvorsorge, Immobilienmarkt, Eigentumserwerb, Anlegermentalität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Eignung von Immobilien als Kapitalanlage für Privatpersonen durch eine Analyse von Chancen und Risiken verschiedener Anlageformen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Schwerpunkten gehören der direkte Immobilienkauf, Immobilienfonds, Immobilienaktien sowie die grundlegenden Aspekte der Immobilienfinanzierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, für private Anleger mit durchschnittlichem Einkommen eine Entscheidungshilfe zu bieten, welche Immobilienanlageform zu ihrer individuellen Risikoneigung passt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie ein konkretes, rechenbasiertes Fallbeispiel eines Privatanlegers, um Investitionsmöglichkeiten vergleichend gegenüberzustellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung der Immobilienanlage, die detaillierte Vorstellung der verschiedenen Varianten, die Analyse der Finanzierungsmöglichkeiten sowie die quantitative Auswertung eines Modell-Fallbeispiels.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Renditepotential, Fremdkapitalhebel, Risikostreuung und Altersvorsorge durch Sachwerte geprägt.
Warum wird im Fallbeispiel speziell die Stadt Dresden betrachtet?
Dresden dient als repräsentatives Beispiel für eine deutsche Großstadt, in der das Verhältnis von Immobilienpreisen und erzielbaren Mieten für einen durchschnittlichen Privatanleger eine realistische Investitionsrechnung zulässt.
Welche wesentliche Erkenntnis ergibt sich für den geschlossenen Immobilienfonds?
Aufgrund der hohen Intransparenz, des unternehmerischen Risikos und der oft fehlenden Fungibilität wird dieser Anlagetyp vom Autor eher kritisch gesehen und nicht als primäres Instrument zur Altersvorsorge empfohlen.
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- Luisa Tamme (Author), 2018, Chancen und Risiken der Immobilie als Kapitalanlage für den privaten Investor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/433562