Gesundheitsorientiertes Ausdauertraining in der Trainingslehre


Einsendeaufgabe, 2018
15 Seiten, Note: 1,8

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 DIAGNOSE
1.1 Allgemeine und biometrische Daten
1.2 Leistungsdiagnostik/Ausdauertestung
1.3 Gesundheits- und Leistungsstatus der Person

2 ZIELSETZUNG/PROGNOSE

3 TRAININGSPLANUNG MESOZYKLUS
3.1 Grobplanung Mesozyklus
3.2 Detailplanung Mesozyklus
3.3 Begründung zum Mesozyklus

4 LITERATURRECHERCHE

5 LITERATURVERZEICHNIS

6 TABELLENVERZEICHNIS

1 Diagnose

Einleitend, zum Beginn der Trainingssteuerung, müssen zuerst verschiedene Parameter festgestellt werden. Mit Hilfe einer ausführlichen Anamnese kann man im weiteren Verlauf auf die eventuellen Einschränkungen, die vom Kunden geäußerten Motive usw. in eine ideale Zielsetzung, sowie anschließende Trainingsplanung übergehen.

1.1 Allgemeine und biometrische Daten

Untenstehend, tabellarisch aufgelistet, sieht man die ausführliche Auswertung der Diagnose eines Kunden.

Tab. 1: Allgemeine und biometrische Daten des Kunden (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2 Leistungsdiagnostik/Ausdauertestung

Die Leistungsdiagnostik ist im Ausdauersportbereich sehr nützlich. Sie bietet dem Trainierenden beispielsweise die Möglichkeit des Vergleichs der Referenzwerte nach einem erneuten Test, oder dem Trainer die Möglichkeit, die Trainingsintensitäten für eine erfolgreiche Trainingsplanung abstimmen zu können.

Nachfolgend wird das gewählte Testverfahren für den am Anfang vorgestellten Kunden näher erläutert.

Als Methode zur Ausdauertestung liegt ein Stufentest mit submaximaler Belastung auf der Basis von Hollmann und Venrath vor. Dieser ist unter anderem für normal belastba- re Männer geeignet und somit ideal für den Testkunden. Weiter ist zu erwähnen, dass der Bewegungsablauf sehr simpel ist und somit auch für Beginner gut geeignet ist.

Der genaue Test wird folgendermaßen ablaufen:

Nachdem der Kunde sich auf das Gerät begeben hat, wird auf dem Fahrradergometer eine Eingangsbelastung von 30 Watt eingestellt. Diese wird dann alle drei Minuten um 40 Watt erhöht. Während des gesamten Tests soll der Proband stets eine Trittfrequenz von 60-80 Umdrehungen pro Minute halten (Eifler & Kettenis, 2017, S.74). Dieses Verfahren wird so lang fortgeführt, bis der Kunde die festgelegte Pulsobergrenze von 145 Schlägen pro Minute erreicht. Diese Obergrenze wird auf dem Fahrradergometer von der Weltgesundheitsorganisation mit der Formel 180 - Lebensalter definiert (Rost, 2002, S.57). Zur besseren Vergleichbarkeit wird am Ende eines jeden Drei-Minuten-Intervalls der Puls des Kunden ermittelt und dokumentiert.

Sobald die Testperson nicht mehr in der Lage ist, die angebrochene Stufendauer zu vollenden, wird die in der Stufe gefahrene Zeit anteilig mit in die Wertung aufgenom- men. Weiter kann es zu einem Ende des Testes kommen, wenn der junge Mann auf- grund eines Abbruchkriteriums, wie beispielsweise Schwindel, Schmerzen in der Brust oder subjektiven Unwohlseins den Test nicht beenden kann, oder er die Trittfrequenz nicht mehr halten kann.

Folgende Tabelle zeigt die Auswertung des Tests meines Kunden auf.

Tab. 2: Leistungsdiagnostik am Fahrradergometer (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anschließend an die Durchführung des Tests ist eine Bewertung der momentanen Aus- dauer möglich. Da der Wert der letzten Stufe zeitinterpoliert zu begutachten ist, ergibt sich somit eine geleistete Wattzahl von 170. Setzt man nun diesen Wert in Relation zum Körpergewicht der Testperson entspricht es einer Leistung von 1,93 Watt pro Kilo- gramm Körpergewicht.

Wenn man nun eine Einteilung des Leistungsstandes nach dem Institut für Prävention und Nachsorge vornimmt, ergibt es eine Bewertung, die knapp unterhalb des Durchschnitts liegt (IPN, 2004, S.8).

1.3 Gesundheits- und Leistungsstatus der Person

Nach einem erfolgreich beendeten Ausdauertest ist es möglich, eine Beurteilung hinsichtlich der Belastbarkeit sowie der Trainierbarkeit des Kunden vorzunehmen. Da keinerlei körperlichen Einschränkungen vorliegen und auch keine medikamentöse Behandlung des Kunden vorliegt, ist es möglich ihn in vollem Umfang zu trainieren. Lediglich das leicht unter dem Durchschnitt liegende Ausdauertestergebnis, sowie die Tatsache, dass der Proband bisher keinen Ausdauersport betrieben hat zeigt, dass es von Nöten ist, mit einem moderaten Training zu beginnen.

2 Zielsetzung/Prognose

Um dem Kunden einen Anreiz zu bieten, sich regelmäßig sportlich zu betätigen und ihm ein Erfolgserlebnis zu bieten ist es wichtig, realistische Ziele festzulegen. Nachstehend sind drei, auf die Person zugeschnittene Ziele genau formuliert.

Ziel 1: Der Kunde möchte eine verbesserte Ausdauer.

Inhalt: Verbesserung der maximalen Wattzahl am Fahrradergometer

Ausmaß: Steigerung der maximalen Wattleistung um 10-20 %

Zeit: 12 Wochen

Begründung: Würde man die Leistungssteigerung auf ein Kraftausdauertraining proje- zieren, so wäre laut Eifler (2016a, S.43) eine Steigerung der Kraft bei Anfängern von etwa 20 Prozent in dieser Zeit realistisch. Da der vorgestellte Kunde noch sehr unbe- darft ist, was das Ausdauertraining betrifft, ist hier eine ähnliche Kraftsteigerung zu erwarten. Durch die wiederholten Abläufe wird darüber hinaus die intermuskuläre Ko- ordination geschult, was ebenfalls eine Optimierung der Muskelarbeit mit sich trägt.

Ziel 2: Der Kunde möchte seinen Ruhepuls senken.

Inhalt: Senkung des Ruhepulses

Ausmaß: Senkung um 4-6 Schläge pro Minute

Zeit: 12 Wochen

Begründung: Ein positiver Effekt von regelmäßigem Ausdauertraining ist eine Anpas- sung des Herzmuskels. Hier betrachtet Eifler (2016a, S.43) eine Minderbelastung des Herzens von etwa einem halben Schlag in der Minute pro Woche als realistische Anpas- sung. Auf die gesetzte Zeit, in der das Ziel erreicht werden soll, macht es somit eine Einsparung von rund sechs Schlägen im optimalen Fall. Da der Kunde aufgrund seiner Ausdauerleistungsfähigkeit noch nicht in vollem Ausmaß trainierbar ist, wird das Ziel realistisch auf eine Senkung von mindestens vier Schlägen pro Minute definiert.

Ziel 3: Der Künde möchte Abnehmen.

Inhalt: Minderung des Körperfettanteils

Ausmaß: Verlust von 5-7 % Körperfett

Zeit: 12 Wochen

Begründung: Zur Minderung des Körperfettanteils ist es von Nöten eine negative Ener- giebilanz zu schaffen. Eine, bis heute in der Ernährungswissenschaft anerkannte For- mel, zur annähernden Berechnung des Grundumsatzes liefert die Harris-Benedict- Formel. Laut Ihrer Definition hat der zu Beginn vorgestellte Kunde einen annähernden, täglichen Grundumsatz von 1992,1 Kilokalorien pro Tag (Harris & Benedict, 1918, S.370-373). Wenn der Sportler nun zusätzlich Kalorien durch die körperliche Aktivität beim Ausdauertraining verbrennt, wird es leichter eine negative Energiebilanz zu schaf- fen, was ihm bei dem Ziel der Körperfettreduktion hilft (Eifler, 2016, S.237-243).

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Gesundheitsorientiertes Ausdauertraining in der Trainingslehre
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,8
Autor
Jahr
2018
Seiten
15
Katalognummer
V433603
ISBN (eBook)
9783668755031
ISBN (Buch)
9783668755048
Dateigröße
451 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gesundheitsorientiertes, ausdauertraining, trainingslehre
Arbeit zitieren
Lukas Hübner (Autor), 2018, Gesundheitsorientiertes Ausdauertraining in der Trainingslehre, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/433603

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