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Krimi vs. Crime. Eine Untersuchung zur Adaption von Merkmalen US-amerikanischer Qualitätsserien im deutschen Fernsehen

Titre: Krimi vs. Crime. Eine Untersuchung zur Adaption von Merkmalen US-amerikanischer Qualitätsserien im deutschen Fernsehen

Thèse de Master , 2016 , 264 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Isabel Häfner (Auteur)

Médias / Communication - Film et Télévision
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Diese Masterarbeit untersucht den derzeitigen Stand deutscher Krimiserien in Bezug auf die Adaption von Merkmalen US-amerikanischer Qualitätsserien. Zunächst dient die geschichtliche Entwicklung des Krimigenres als Grundlage für die weiterführende systematische Fernsehanalyse der zwei aktuellen Beispielserien DEXTER (USA) und BLOCHIN – DIE LEBENDEN UND DIE TOTEN (Deutschland).

Die Ergebnisse zeigen, dass die derzeitigen deutschen Krimiserien eine Vielzahl von Merkmalen US-amerikanischer Qualitätsserien übernommen haben, jedoch dem Trend bisher nur hinterherlaufen, anstatt eigene innovative Inhalte zu kreieren. Die Gründe hierfür sind, neben narrativen und dramaturgischen „Qualitätsunterschieden“, vor allen Dingen die Strukturen des deutschen Fernsehmarkts.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einführung und Relevanz

1.2 Zielstellung

1.3 Gang der Arbeit

2. Serientheorie

2.1 Serielles Erzählen

2.1.1 Episodenserie

2.1.2 Fortsetzungsserie

2.1.3 Mischformen

2.1.4 Aktstruktur

2.1.5 Zopfdramaturgie

2.2 Quality gleich Qualität?

2.3 Die Konventionen des Fernsehkrimis

3. Historischer Hintergrund

3.1 Die US-amerikanische Crime-Serie

3.2 Der deutsche Fernsehkrimi

3.3 Zwischenfazit

4. Methode

4.1 Fernsehanalyse

4.2 Forschungsfragen

4.3 Untersuchungsgegenstand

5. Ergebnisse

5.1 DEXTER

5.1.1 Story

5.1.2 Figurengestaltung

5.1.3 Serialität und Erzählstruktur

5.1.4 Ästhetische Merkmale

5.1.5 Rezeption in Deutschland

5.2 BLOCHIN

5.2.1 Story

5.2.2 Figurengestaltung

5.2.3 Serialität und Erzählstruktur

5.2.4 Ästhetische Merkmale

5.2.5 Quoten und Kritik

5.3 Resümee

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Masterarbeit analysiert den aktuellen Stand deutscher Krimiserien im Hinblick auf die Adaption narrativer und ästhetischer Merkmale von US-amerikanischen Qualitätsserien. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern deutsche Krimi-Serien qualitativ mit US-amerikanischen Produktionen konkurrieren können, und welche strukturellen Rahmenbedingungen diese Entwicklung beeinflussen.

  • Serielles Erzählen und Quality-TV Konzepte
  • Historische Entwicklung des US-amerikanischen Crime-Genres
  • Historische Entwicklung des deutschen Fernsehkrimis
  • Systematische Fernsehanalyse am Beispiel von DEXTER und BLOCHIN
  • Untersuchung von Erzählstrukturen, Figurengestaltung und ästhetischen Mitteln

Auszug aus dem Buch

Flexi-Narrative und Aktstruktur

Die Serie spielt selbstreferierend mit den typischen Genrekonventionen des Krimis, der oftmals als Episodenserie angelegt ist und in dem in jeder Episode ein Mordfall gelöst wird. Neben den episoden- und staffelumspannenden Handlungsbögen finden sich auch episodisch abgeschlossene Erzählungen wieder (vgl. Abb. 6). Dexter als Serienmörder mit Drang zur Perfektion und Kontrolle über jede Situation trifft auf die Ermittlungen der Polizeigewalt, die möglichst schnell den/die MörderIn überführen und verurteilen will. Das Zusammentreffen beider Handlungsstränge generiert einen inhärenten Spannungsbogen. Die Handlung kann aus diesem Grund auf zwei Weisen erzählt werden. Pro Folge können einzelne Morde episodisch erzählt werden. Das zentrale Motiv des Spannungsverhältnisses zwischen Verbrechen und dessen Aufklärung wird bei Dexter episoden- sowie staffelübergreifend erzählt (vgl. Rothemund 2013: 173).

Wie bereits beschrieben, gibt es eine zentrale Figur, um die sich die Story aufbaut. Der sich über alle Staffeln hinweg spannende Erzählbogen beinhaltet das Doppelleben von Dexter Morgan. Niemand außer sein Adoptivvater Harry weiß zunächst davon und Dexter versucht, seine Scheinwelt unentdeckt weiterleben zu können. Jede Staffel birgt für Dexter neue AntagonistInnen, die Staffeln sind dennoch nicht völlig abgegrenzt voneinander. DEXTER wird vorwiegend mittels Zopfdramaturgie erzählt, bei der Handlungsstränge episoden- und teilweise staffelübergreifend aufgegriffen, miteinander verwoben, aufgelöst und offengelassen werden. Unter dem Haupterzählbogen der kompletten Serie – dem Doppelleben von Dexter – gibt es in Staffel 4 zwei weitere zentrale Erzählbögen, die eine inhaltliche Abgrenzung zu den anderen Staffeln schaffen. Zum einen ist dies die Überforderung Dexters mit seinem Arbeits-Familienvater- und Serienkillerleben (vgl. Abb. 6/HS 2), zum anderen sein Gegenspieler Arthur Mitchell, der Trinity-Killer, um dessen Morde es in der kompletten vierten Staffel geht (vgl. Abb. 6/HS 1). Diese beiden Erzählstränge prägen die Thematik der kompletten vierten Staffel, grenzen sie von den anderen Staffeln ab und schaffen sowie tragen weitere Nebenstränge.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Quality-TV im Kontext der deutschen Serienlandschaft und formuliert die zentrale Forschungsfrage sowie den Gang der Arbeit.

2. Serientheorie: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie serielles Erzählen, Qualitätsserien und die Spezifika des Fernsehkrimis, inklusive narrativer Strukturen wie der Aktstruktur.

3. Historischer Hintergrund: Es wird die Entwicklung des US-amerikanischen TV-Crime-Genres und des deutschen Fernsehkrimis nachgezeichnet, um den Interpretationskontext für die Analyse zu schaffen.

4. Methode: Hier wird der methodische Ansatz der Fernsehanalyse erläutert und die Auswahl der beiden Serienbeispiele DEXTER und BLOCHIN begründet.

5. Ergebnisse: Das Kernkapitel präsentiert die systematische Analyse der beiden Fallbeispiele unter Berücksichtigung von Story, Figurengestaltung, Erzählstruktur und Ästhetik.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert die Ergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfrage und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung deutscher Serienproduktionen.

Schlüsselwörter

Quality-TV, Qualitätsserie, Krimiserie, Fernsehanalyse, Serielles Erzählen, Adaption, DEXTER, BLOCHIN, Aktstruktur, Zopfdramaturgie, Narratologie, Genrehybridisierung, Fernsehmarkt, Krimi, Charakterentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Masterarbeit befasst sich mit dem Einfluss von US-amerikanischen Qualitätsserien auf das deutsche Krimi-Genre und untersucht, wie Merkmale des "Quality-TV" in deutschen Produktionen adaptiert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen serielle Erzähltheorien, historische Hintergründe des Krimis in den USA und Deutschland sowie die formale und inhaltliche Analyse aktueller Serienbeispiele.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: "Sind deutsche Krimi-Serien mittlerweile ‚qualitativ‘ so gut wie US-amerikanische Qualitäts-Crime-Serien?"

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Fernsehanalyse, basierend auf Sequenzprotokollen, um dramaturgische, narrative und ästhetische Merkmale systematisch zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, einen geschichtlichen Abriss der Crime-Serien-Entwicklung und die empirische Analyse der Serien DEXTER und BLOCHIN.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Qualitätsserie, Serielles Erzählen, Krimi-Genre, Genrehybridisierung und die narrative Komplexität innerhalb der modernen Fernsehproduktion.

Inwiefern beeinflusst das deutsche öffentlich-rechtliche System die Qualität?

Das deutsche System steht laut Arbeit in einem Spannungsfeld zwischen Bildungsauftrag und Quoten-Druck, was die Implementierung radikal neuer, risikoreicher Erzählformate erschwert im Vergleich zu US-Pay-TV-Sendern.

Wie unterscheidet sich die Serie BLOCHIN von klassischen deutschen Krimis?

BLOCHIN versucht durch horizontale Erzählweise, komplexe Handlungsstränge und eine spezifische ästhetische Inszenierung (z.B. Farbfilter) sich von traditionellen episodischen Krimireihen abzuheben und moderne Qualitätsstandards zu etablieren.

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Résumé des informations

Titre
Krimi vs. Crime. Eine Untersuchung zur Adaption von Merkmalen US-amerikanischer Qualitätsserien im deutschen Fernsehen
Université
University of Leipzig
Note
1,5
Auteur
Isabel Häfner (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
264
N° de catalogue
V433801
ISBN (ebook)
9783668772199
ISBN (Livre)
9783668772205
Langue
allemand
mots-clé
krimi crime eine untersuchung adaption merkmalen us-amerikanischer qualitätsserien fernsehen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Isabel Häfner (Auteur), 2016, Krimi vs. Crime. Eine Untersuchung zur Adaption von Merkmalen US-amerikanischer Qualitätsserien im deutschen Fernsehen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/433801
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Extrait de  264  pages
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