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Die Benachteiligung der Jungen im Schulverlauf

Título: Die Benachteiligung der Jungen im Schulverlauf

Trabajo , 2017 , 25 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Sociología - Sistemas sociales y Estructuras sociales
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Seit Beginn der Bildungsexpansion ab Mitte der 1960er Jahre hat es den Anschein, dass sich ein seit vielen Generationen etabliertes soziales Stratifikationsmuster schrittweise umgekehrt hat. Die allgemeinhin bekannte Kunstfigur des »katholischen Arbeitermädchens vom Lande« hin zum »muslimischen Migrantensohn aus der Großstadt« hat sich gewandelt. Abermals ausschließlich auf die Geschlechterkomponente bezogen, deutet sich hierdurch an, dass sich das deutsche Schulsystem zuungunsten der zuvor privilegierten Jungen verändert hat.

In welchem Ausmaß sich die Geschlechter hinsichtlich ihres Schulerfolges heutzutage unterscheiden, soll im Anschluss an diese Einleitung dargestellt werden.

Im Hauptteil werden verschiedene, ausgewählte Erklärungsansätze für die aufgeführten statistischen Befunde zur Jungenkrise veranschaulicht und anhand von Studien bewiesen, bzw. widerlegt. Zunächst werden sie jedoch in die verschiedenen Disziplinen (Naturwissenschaften, Sozial- und Humanwissenschaften) eingeordnet, welche sich entweder auf das biologische Geschlecht „sex“ oder, aber auf das soziale Geschlecht „gender“ beziehen. Abschließend sollen im Fazit nochmals grob die tatsächlichen Gründe für die Leistungsdifferenzen zwischen Mädchen und Jungen dargestellt und ein möglicher Lösungsvorschlag vorgestellt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Statistische Befunde zur Jungenkrise

3 Ausgewählte Erklärungsansätze

3.1 In Anlehnung an das biologische Geschlecht „sex“

3.2 In Anlehnung an das soziale Geschlecht „gender“

3.2.1 Geschlechtsspezifische Sozialisation

3.2.2 Selbstkonzept

3.2.3 Feminisierung des Lehrpersonals

3.2.4 Peer-Group

3.2.5 Medienkonsum

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle wissenschaftliche Debatte um die sogenannte „Jungenkrise“ im deutschen Bildungssystem. Ziel ist es, die Gründe für die statistisch belegte Leistungsbenachteiligung von Jungen gegenüber Mädchen zu analysieren, indem verschiedene biologische und sozialwissenschaftliche Erklärungsansätze kritisch gegenübergestellt und bewertet werden.

  • Statistische Datenanalyse der Bildungsbeteiligung nach Geschlecht
  • Biologische Erklärungsmodelle (z. B. Lateralitätshypothese, Reifungsgeschwindigkeit)
  • Sozialisationstheoretische Ansätze und deren Einfluss auf das Selbstkonzept
  • Rolle des Geschlechts der Lehrpersonen und der Peer-Group
  • Einfluss von Medienkonsum auf den Schulerfolg

Auszug aus dem Buch

3.2 In Anlehnung an das soziale Geschlecht „gender“

Demgegenüber stehen die Human- und Sozialwissenschaftler, welche die Leistungsrückstände der Jungen im Schulalltag auf Erklärungsansätze des sozialen Geschlechts „gender“ zurückführen.

„On ne naît pas femme: on le devient” (De Beauvoir, 1949, S.285f) – Man kommt nicht als Frau auf die Welt, man wird es. Mit diesem Satz implizierte die französische Feministin Simone de Beauvoir bereits im Jahre 1949, zur Zeit der Erstveröffentlichung ihres Werkes „Le deuxième sexe“, dass das Geschlecht eine soziale Konstruktion sei und nicht etwa von Geburt an festgelegt, wie es das biologische Geschlecht „sex“ impliziert.

Unter dem Begriff „gender“ allgemeinhin bekannt, umfasst das soziale Geschlecht vor allem geschlechtsdifferenzierte Verhaltensweisen, Eigenschaften und Fähigkeiten, die nicht biologisch vorgegeben sind, sondern durch die Umwelt vermittelt wurden. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die eigens angeeigneten Vorstellungen von Mann und Frau, die das Kind über seinen gesamten Lebensweg hinweg übernimmt. Angesichts dessen liegt der Schluss nahe, dass auch die geschlechtsspezifischen Leistungsunterschiede und die damit verbundene Benachteiligung der Jungen im Schulverlauf in der Entwicklung des sozialen Geschlechts begründet liegt (vgl. Rohrmann, 2013, S.94).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Wandlung der schulischen Bildungsbenachteiligung von Mädchen hin zu Jungen ein und benennt die Problematik der „Jungenkrise“.

2 Statistische Befunde zur Jungenkrise: Dieses Kapitel präsentiert aktuelle statistische Daten aus dem Schuljahr 2014/15, die eine tendenzielle Benachteiligung von Jungen hinsichtlich Bildungsabschlüssen und Klassenwiederholungen untermauern.

3 Ausgewählte Erklärungsansätze: Hier werden verschiedene disziplinäre Perspektiven (Biologie, Psychologie, Soziologie) auf die Leistungsdifferenzen zwischen den Geschlechtern systematisch kategorisiert.

3.1 In Anlehnung an das biologische Geschlecht „sex“: Das Kapitel diskutiert biologisch-naturwissenschaftliche Hypothesen, etwa zur Hirnstruktur oder Reifungsgeschwindigkeit, als mögliche Ursachen für Leistungsunterschiede.

3.2 In Anlehnung an das soziale Geschlecht „gender“: Dieser Abschnitt beleuchtet gesellschaftliche und konstruktivistische Faktoren, die das Geschlechterverhalten und damit den schulischen Erfolg prägen.

3.2.1 Geschlechtsspezifische Sozialisation: Es wird untersucht, wie die primäre Sozialisation in der Familie bereits frühzeitig geschlechtstypische Verhaltensmuster und Schulerwartungen festlegt.

3.2.2 Selbstkonzept: Das Kapitel analysiert, wie das Zutrauen in die eigene Leistungsfähigkeit und geschlechtsspezifische Rollenbilder die tatsächlichen Schulergebnisse beeinflussen.

3.2.3 Feminisierung des Lehrpersonals: Kritisch beleuchtet wird die These, ob ein hoher Anteil an Lehrerinnen in niedrigen Schulformen die schulische Entwicklung von Jungen negativ beeinflussen könnte.

3.2.4 Peer-Group: Dieser Teil befasst sich mit der Wirkung von Männlichkeitsinszenierungen innerhalb von Freundeskreisen und deren Einfluss auf die Einstellung zur Schule.

3.2.5 Medienkonsum: Abschließend wird untersucht, ob das veränderte Freizeitverhalten und der exzessive Medienkonsum kausale Faktoren für schlechtere schulische Leistungen bei Jungen darstellen.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert mögliche Reformansätze im Schulsystem wie die Einführung individueller Lernentwicklungsgespräche.

Schlüsselwörter

Jungenkrise, Bildungsbenachteiligung, Geschlechterforschung, Sozialisation, Schulerfolg, Geschlechterrolle, Medienkonsum, Selbstkonzept, Peer-Group, Lateralitätshypothese, Bildungsungleichheit, Leistungsdifferenzen, Lehrpersonal, Schule, Gender.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der sogenannten „Jungenkrise“ im deutschen Schulsystem und analysiert die Ursachen für die statistisch belegten Leistungsunterschiede zwischen Schülern und Schülerinnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Felder sind die statistische Bildungsbeteiligung, biologische Erklärungsmodelle, geschlechtsspezifische Sozialisation, das Selbstkonzept von Kindern, der Einfluss des Lehrpersonals sowie die Auswirkungen von Peer-Groups und Medienkonsum auf den Schulerfolg.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, die Gründe für die Bildungsbenachteiligung von Jungen zu identifizieren und die wissenschaftliche Validität verschiedener Erklärungsansätze kritisch zu prüfen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender empirischer Studien, Längsschnittuntersuchungen und statistischer Auswertungen des Statistischen Bundesamtes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung biologischer Erklärungsansätze („sex“) sowie diverse sozialwissenschaftliche Ansätze („gender“), die von der Sozialisation bis hin zum Freizeitverhalten reichen.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bildungsbenachteiligung, Jungenkrise, Sozialisation, Selbstkonzept und Leistungsdifferenzen geprägt.

Gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen dem Geschlecht der Lehrkraft und dem Erfolg von Jungen?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass empirische Befunde gegen die Hypothese sprechen, wonach das weibliche Lehrpersonal per se für die Leistungsrückstände der Jungen verantwortlich sei.

Wie wirkt sich der Medienkonsum auf die Schulleistungen aus?

Studien deuten darauf hin, dass ein übermäßiger Medienkonsum und insbesondere der Konsum jugendgefährdender Formate die schulischen Leistungen kausal negativ beeinflussen kann, wovon Jungen aufgrund ihres Freizeitverhaltens stärker betroffen sind.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Benachteiligung der Jungen im Schulverlauf
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
25
No. de catálogo
V434085
ISBN (Ebook)
9783668756151
ISBN (Libro)
9783668756168
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bildungsverlierer Benachteiligung Jungen Schule Geschlechtsunterschiede Selbstkonzept Bildungsungleichheit Gender Soziales Geschlecht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2017, Die Benachteiligung der Jungen im Schulverlauf, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434085
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