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Krankenkassen in Deutschland. Private und gesetzliche Krankenversicherung

Título: Krankenkassen in Deutschland. Private und gesetzliche Krankenversicherung

Trabajo Escrito , 2017 , 30 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Stephanie Krüger (Autor)

Salud - Otros
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Unter der Regierung des Reichskanzlers Otto von Bismarck wurde 1883 das Krankenversicherungsgesetz für Arbeiter vom Reichstag verabschiedet. Das Gesetz sollte die gesundheitliche Versorgung aller Arbeiter absichern sowie die Leistungen der Krankenversorgung und die Beiträge der Versicherten und Arbeitgeber regeln. Am 1. Dezember 1884 trat es schließlich in Kraft und somit auch die Krankenversicherungspflicht.
Im Laufe der Jahre gab es viele Erweiterungen und Änderungen der Sozialgesetzgebung, was zu unserem heutigen Sozialstaat geführt hat.
Die allgemeine Versicherungspflicht für alle Bürger bildete sich heraus und Krankenversicherungsarten mit ihren Versicherungsträgern entstanden.
Heute besteht das Versicherungssystem aus einem komplexen System von Krankenversicherungen, Leistungserbringern, Wahlmöglichkeiten, Ausgaben- und Leistungssteuerungen, Verbänden und Organisationen, auf das im Folgenden genauer eingegangen wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Arten der Krankenversicherung

1.1 Gesetzliche Krankenversicherung

1.2 Private Krankenversicherung

2. Gesetzliche und private Krankenversicherung im Vergleich

2.1 Unterschiede der GKV und PKV

2.2 Gemeinsamkeiten der GKV und PKV

3. Versicherungswahlmöglichkeiten

4. Familienversicherung

5. Gestaltungsmöglichkeiten zur Leistungs- und Abgabensteuerung

5.1 Gestaltung der Versicherungsverträge

5.2 Gestaltung der Vergütung der Leistungserbringer

5.3 Selektive Kooperation mit Leistungserbringern

6. Einkommensselektion zwischen GKV- und PKV-Versicherten

7. Krankenversicherungssystem der Zukunft

8. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Hausarbeit analysiert die strukturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten des dualen Krankenversicherungssystems in Deutschland. Ziel ist es, die Funktionsweisen der gesetzlichen (GKV) und privaten Krankenversicherung (PKV) sowie deren Einfluss auf die Leistungssteuerung, Wettbewerbsbedingungen und die soziale Absicherung zu beleuchten.

  • Historische Entwicklung und Einordnung der Krankenversicherungssysteme
  • Systemvergleich hinsichtlich Finanzierung, Leistungsprinzipien und Wahlmöglichkeiten
  • Gestaltungsmöglichkeiten privater Versicherer zur Leistungs- und Ausgabensteuerung
  • Analyse der Einkommensselektion zwischen GKV und PKV
  • Zukunftsfähigkeit und Reformansätze im deutschen Gesundheitssystem

Auszug aus dem Buch

1.2 Private Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung (PKV) bildet eine Alternative zur GKV und unterscheidet sich in einigen Merkmalen von ihr. Die Rechtsgrundlagen der PKV basieren auf dem Versicherungsvertragsrecht, dem Unternehmensrecht und dem Aufsichtsrecht, welche durch das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen (BAV) kontrolliert werden. Zudem ist das BAV für die Beaufsichtigung der Finanzen zuständig.

Die PKV-Unternehmen bedürfen zwar keiner Genehmigung für allgemeine Versicherungsbedingungen und Tarifen und können diese frei festlegen, das BAV hat allerdings das Recht Korrekturen durchzuführen. Die PKV wird von privatrechtlichen Versicherern in den Rechtsformen einer Aktiengesellschaft oder eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit betrieben. Die Aktiengesellschaften werden von den Anteilseignern geleitet und die Gewinne gehen direkt an die Aktionäre. Anders ist dies in der Rechtsform Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Hier sind die Versicherungsnehmer zugleich auch Mitglieder des Vereins und Träger des Versicherungsvereins. Der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit verwaltet sich selbst durch Vertreter der Versicherungsnehmer und Überschüsse fließen entweder in die Rücklagen oder werden an die Versicherungsnehmer ausgezahlt.

Sollen die Beiträge der Versicherungsnehmer angepasst werden, bedarf es der Zustimmung eines unabhängigen Treuhänders. Dieser muss sicherstellen, dass bei der Berechnung der Prämien und der mathematischen Rückstellungen, die versicherungsmathematischen Methoden eingehalten werden. Zudem muss er prüfen, ob sich die Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen mit der Finanzlage des Unternehmens erfüllen lassen können.

Um den Beitragssatz eines Versicherten zu berechnen nutzt die PKV das Äquivalenzprinzip. Der Beitrag richtet sich nach Gesundheitszustand, Lebensalter bei Eintritt, Geschlecht und Umfang der versicherten Leistungen und wird somit risikoäquivalent kalkuliert. Die Beitragskalkulation erfolgt für einzelne Alters- und Versichertengruppen, wodurch die Beiträge mit zunehmenden Alter ansteigen. Zudem können Risikozuschläge für bestimmte Versichertengruppen oder einzelne Versicherte mit überdurchschnittlichem Erkrankungsrisiko erhoben werden. Um zu hohe Beiträge mit zunehmenden Alter zu vermeiden werden die Beiträge für jüngere Versicherte höher angesetzt als es zur Deckung der Leistungsausgaben notwendig ist. Die daraus resultierenden Überschüsse, werden dann als Rücklage auf den Kapitalmarkt angelegt und sollen die steigenden Behandlungskosten im Alter abdecken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Arten der Krankenversicherung: Definition der zwei Säulen des deutschen Systems, wobei die GKV als solidarische Pflichtversicherung und die PKV als privatrechtliches Äquivalent mit individueller Beitragsbemessung vorgestellt werden.

2. Gesetzliche und private Krankenversicherung im Vergleich: Systematische Gegenüberstellung von Finanzierungsmodellen, Leistungsgrundsätzen und dem Versicherungsschutz der beiden Systeme.

3. Versicherungswahlmöglichkeiten: Untersuchung der eingeschränkten Wechselmöglichkeiten zwischen GKV und PKV sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen für diese Entscheidungen.

4. Familienversicherung: Erörterung der Auswirkungen der beitragsfreien Familienversicherung in der GKV auf Solidarität und Anreize für eine Abwanderung in die PKV.

5. Gestaltungsmöglichkeiten zur Leistungs- und Abgabensteuerung: Darstellung der Instrumente, die privaten Anbietern zur Effizienzsteigerung und Risikosteuerung zur Verfügung stehen.

6. Einkommensselektion zwischen GKV- und PKV-Versicherten: Analyse des Zusammenhangs zwischen Einkommenshöhe und der Wahl des Krankenversicherungssystems.

7. Krankenversicherungssystem der Zukunft: Diskussion über Herausforderungen durch demographischen Wandel sowie innovative Lösungsansätze wie das Value-Based Purchasing.

8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Notwendigkeit von Reformen, um die Qualität der Versorgung bei steigenden Kosten und sozialer Gerechtigkeit zu sichern.

Schlüsselwörter

Gesetzliche Krankenversicherung, GKV, Private Krankenversicherung, PKV, Gesundheitsfonds, Sozialgesetzbuch, Solidaritätsprinzip, Äquivalenzprinzip, Demographischer Wandel, Risikoselektion, Einkommensselektion, Leistungserbringer, Versicherungsmodell, Gesundheitswesen, Kostenerstattungsprinzip

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Angebotsstrukturen des dualen Krankenversicherungssystems in Deutschland und beleuchtet die Unterschiede sowie die Funktionsweisen von GKV und PKV.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Kernpunkte umfassen den Systemvergleich, die Finanzierungsstrukturen, die Wahlmöglichkeiten der Versicherten sowie die Herausforderungen durch demographische und ökonomische Faktoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Komplexität des aktuellen Krankenversicherungssystems verständlich darzulegen und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Steuerungsmechanismen die medizinische Versorgung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung statistischer Daten zur ökonomischen Situation der GKV und PKV.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den grundlegenden Versicherungstypen auch Themen wie die Familienversicherung, Instrumente der Leistungssteuerung und das Phänomen der Einkommensselektion analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Krankenversicherungssystem, GKV, PKV, Solidaritätsprinzip, Risikoselektion und gesundheitspolitische Reformansätze.

Welchen Sonderstatus nehmen Beamte innerhalb der PKV ein?

Beamte erhalten vom Dienstherrn eine beihilferechtliche Unterstützung für einen Teil ihrer Krankheitskosten und müssen sich in der PKV nur für den verbleibenden Rest versichern.

Was versteht man unter dem Basistarif in der PKV?

Der Basistarif ist ein Produkt, das sich am Leistungsumfang der GKV orientiert und Versicherern einen Kontrahierungszwang auferlegt, um auch Personen mit Vorerkrankungen den Zugang zur PKV zu ermöglichen.

Final del extracto de 30 páginas  - subir

Detalles

Título
Krankenkassen in Deutschland. Private und gesetzliche Krankenversicherung
Universidad
University of Applied Sciences Riedlingen
Calificación
1,7
Autor
Stephanie Krüger (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
30
No. de catálogo
V434191
ISBN (Ebook)
9783668757059
ISBN (Libro)
9783668757066
Idioma
Alemán
Etiqueta
Private Krankenversicherung gesetzliche Krankenversicherung Versicherungswahlmöglichkeiten Familienversicherung Gestaltungsmöglichekeiten zur Leistungs- und Abgabesteuerung Einkommenselektion zwischen GKV und PKV Krankenversicherungssytsem der Zukunft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephanie Krüger (Autor), 2017, Krankenkassen in Deutschland. Private und gesetzliche Krankenversicherung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434191
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