Die Automobilindustrie befindet sich in einem technologischen Wandel. Die Marktteilnehmer sind gezwungen, sich zu positionieren und in die Zukunft zu investieren. Der technologische Wandel äußert sich dabei in disruptiven Trends, wie dem autonomen Fahren, der Digitalisierung und dem Elektroantrieb.
Die Trends bringen zudem neue Geschäftsmodelle mit sich, die sowohl gegenwärtige als auch zukünftige Chancen und Risiken für die gesamte Automobilindustrie darstellen. Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, beschreibt diese als „Game Changer“ und als eine Neudefinition sowie Revolution der Mobilität.
Die Automobilindustrie kann dabei als branchenübergreifender Impulsgeber für Innovation gesehen werden, was in der Historie zum Beispiel bei der Prozess- und Organisationsstruktur zu beobachten war. Demnach ist es möglich, dass auch in diesem stattfindenden Wandel die Automobilindustrie eine generische Vorreiterrolle im Umgang mit disruptiven Trends einnehmen wird, an der sich andere Industrien zukünftig orientieren werden. Eine erfolgreiche Bewältigung der Herausforderungen setzt eine nachhaltige Unternehmenssteuerung voraus, welche insbesondere hinsichtlich der Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durch ein strategisches Controlling zu planen, zu kontrollieren und zu steuern ist.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. DER DISRUPTIVE WANDEL IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE
2.1 TECHNOLOGISCHER WANDEL
2.1.1 DIGITALISIERUNG
2.1.2 ELEKTROANTRIEB
2.1.3 AUTONOMES FAHREN
2.2 GESCHÄFTSMODELLE
2.2.1 NEUORIENTIERUNG IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE
2.2.2 DIGITALE DIENSTLEISTUNGEN
2.2.3 PERSONENTRANSPORT
2.2.4 GÜTERTRANSPORT
2.2.5 ENERGIEVERSORGUNG
2.2.6 ANPASSUNG UND WEITERENTWICKLUNG
3. FINANZIERUNGSMODELLE
3.1 AUßENFINANZIERUNG
3.2 INNENFINANZIERUNG
3.3 PARTNERSCHAFTEN UND ALLIANZEN
4. UNTERNEHMENSSTEUERUNG
4.1 CONTROLLING UND WERTSCHAFFUNG
4.2 BEDEUTUNG FÜR DIE INNENFINANZIERUNG
4.3 ZIELE UND INHALTE DES STRATEGISCHEN CONTROLLINGS
4.4 STRATEGISCHE PLANUNG UND OPERATIVES CONTROLLING
4.5 STEUERUNGSKONZEPT AM BEISPIEL DER VOLKSWAGEN AG
4.5.1 ZIEL UND SYSTEMATIK DES STEUERUNGSKONZEPTS
4.5.2 ERSTE EBENE – STRATEGISCHE VORGABEN UND STRATEGIE
4.5.3 ZWEITE EBENE – STRATEGISCHE KENNZAHLEN
4.5.4 DRITTE EBENE – FINANZIERUNG DER FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
4.5.5 VIERTE EBENE – LÜCKENANALYSE
4.5.6 FÜNFTE EBENE – OPERATIVE INITIATIVEN
4.5.7 SECHSTE EBENE – BERICHTSWESEN
5. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen der Automobilindustrie den disruptiven technologischen Wandel und die damit verbundenen hohen Forschungs- und Entwicklungskosten finanzieren können. Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines strategischen Steuerungskonzepts, das auf die Innenfinanzierung fokussiert und am Beispiel der Volkswagen AG konkretisiert wird.
- Analyse disruptiver Trends wie Digitalisierung, Elektroantrieb und autonomes Fahren.
- Bewertung verschiedener Finanzierungsmodelle unter Berücksichtigung von Innenfinanzierung und Kooperationen.
- Untersuchung der Unternehmenssteuerung und der Bedeutung des strategischen Controllings.
- Entwicklung eines sechsstufigen Steuerungskonzepts für die Volkswagen AG.
- Konkretisierung durch Kennzahlensysteme, Lückenanalysen und operative Initiativen.
Auszug aus dem Buch
2.1.3 Autonomes Fahren
Im Rahmen des technologischen Wandels findet auch eine gesellschaftliche Debatte statt, in der neue und zukünftige Formen der Mobilität häufig unter dem Begriff des autonomen Fahrens zusammengefasst und vermischt werden. Deshalb muss eine klare Differenzierung vorgenommen werden, die eine trennscharfe Abgrenzung der Begrifflichkeiten und Anwendungsbereichen des automatisierten Fahrens, des autonomen Fahrens und des fahrerlosen Fahrens ermöglicht. Dies ist besonders wichtig, da sich im Folgenden auch neue Geschäftsmodelle und notwendige Anpassungen aus den jeweiligen Bereichen ableiten lassen (vgl. Bundesanstalt für Straßenwesen (Hrsg.) 2012).
Eine eindeutige Abgrenzung und Klassifizierung kann anhand des Sechs-Stufenmodells der Autonomie vorgenommen werden. Entscheidend ist, dass es sich dabei um ein systembezogenes Modell handelt und nicht um ein fahrzeugbezogenes Modell. Demnach bezieht sich das Modell auf ein System der Autonomie, unabhängig davon, ob es sich um ein Fahrzeug mit oder ohne Lenkrad handelt (vgl. H. Reese 2016). Allgemein unterscheidet das Modell zwischen der Kontrolle der Umgebung, welche auf den Stufen null bis zwei vom menschlichen Fahrer und auf den Stufen drei bis fünf vom System übernommen wird (vgl. Bundesanstalt für Straßenwesen (Hrsg.) 2012).
Auf der Autonomiestufe null hat der Fahrer, also der Mensch die volle Kontrolle über sein Fahrzeug und ist somit für alle Dinge verantwortlich, wie beispielsweise der Lenkung, dem Bremsen und dem Gas geben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in den technologischen Wandel der Automobilindustrie und Zielsetzung der Arbeit zur Entwicklung eines Steuerungskonzepts für die Innenfinanzierung.
2. DER DISRUPTIVE WANDEL IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE: Detaillierte Betrachtung technologischer Trends wie Digitalisierung, Elektroantrieb und autonomes Fahren sowie daraus resultierende neue Geschäftsmodelle.
3. FINANZIERUNGSMODELLE: Überblick über Außen- und Innenfinanzierung sowie die zunehmende Bedeutung von Partnerschaften und Allianzen.
4. UNTERNEHMENSSTEUERUNG: Fundamentale theoretische Ausarbeitung von Controlling-Ansätzen und Entwicklung eines sechsstufigen Steuerungskonzepts am Beispiel der Volkswagen AG.
5. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Forschungsfrage und Bestätigung der Praktikabilität des entwickelten Steuerungskonzepts.
Schlüsselwörter
Automobilindustrie, disruptiver Wandel, strategisches Controlling, Innenfinanzierung, Unternehmenssteuerung, Volkswagen AG, Digitalisierung, Elektroantrieb, autonomes Fahren, Geschäftsmodelle, Balanced Scorecard, Cashflow, operative Rendite, Innovationskraft, Lückenanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Steuerung der Innenfinanzierung in der Automobilindustrie vor dem Hintergrund disruptiver Veränderungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen den technologischen Wandel, neue Geschäftsmodelle, Finanzierungsmöglichkeiten und Methoden der Unternehmenssteuerung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Entwicklung eines Steuerungskonzepts für die Volkswagen AG, um Forschungs- und Entwicklungskosten durch die operative Rendite (Innenfinanzierung) nachhaltig abzusichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden Literaturanalysen, theoretische Bezugsrahmen wie die Balanced Scorecard und quantitative Analysen anhand des Geschäftsberichts der Volkswagen AG genutzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die technologischen Trends, Finanzierungsmodelle sowie die methodische Herleitung eines sechsstufigen Steuerungskonzepts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Automobilindustrie, disruptiver Wandel, strategisches Controlling, Innenfinanzierung und Unternehmenssteuerung charakterisieren.
Warum ist eine Außenfinanzierung für die Volkswagen AG aktuell kritisch?
Die Arbeit führt aus, dass aufgrund der sinkenden Eigenkapitalquote und Sondereinflüssen (Dieselthematik) die Innenfinanzierung als primäre Quelle für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben an Bedeutung gewinnt.
Wie ist das sechsstufige Steuerungskonzept aufgebaut?
Das Konzept umfasst die Ebenen: Strategische Vorgaben, strategische Kennzahlen, Finanzierung der F&E, Lückenanalyse, operative Initiativen und das Berichtswesen als Regelkreis.
- Arbeit zitieren
- Steffen Schauerte (Autor:in), 2018, Strategisches Controlling zur Steuerung der Innenfinanzierung des disruptiven Wandels in der Automobilindustrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434483