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Demokratie ohne Säkularisierung - Eine kritische Analyse der tibetischen Exilgemeinschaft

Titre: Demokratie ohne Säkularisierung - Eine kritische Analyse der tibetischen Exilgemeinschaft

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2004 , 50 Pages , Note: 2+

Autor:in: Kelnor Panglung (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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Résumé Extrait Résumé des informations

“Today, the CTA functions as a veritable government, and has all the departments and attributes of a free democratic government.”
Als seine Heiligkeit der Dalai Lama 1959 ins indische Exil flüchtete begleiteten ihn eine kleine Zahl von Regierungsmitgliedern. Ihm folgten über die kommenden Jah-re über 100'000 Tibeter, welche heute vor allem auf dem indischen Subkontinent in diversen tibetischen Siedlungen verteilt leben. Von Beginn an war es das erklärte Ziel des Dalai Lama das veraltete tibetische Regierungssystem, namentlich eine feudale Theokratie mit ihm als absolutem Herrscher, in eine moderne Demokratie umzuwandeln.
Die obige Aussage gibt den Ausgangspunkt dieser Seminararbeit vor, indem diese Erklärung der tibetischen Exilregierung (CTA) kritisch überprüft werden soll. Da ei-ne Untersuchung einer Demokratie schon vom Ursprung des Worts nicht nur die Regierung sondern vor allem auch das regierte Volk miteinschliesst, wird im Rah-men dieser Arbeit auch die Exilgemeinschaft selbst auf ihren Demokratisierungs-grad hin untersucht. Wie aus dem Titel der Arbeit zu ersehen ist, liegt dabei der Schwerpunkt der Analyse in der fragwürdigen Verbindung von Religion und Politik, welche für die tibetische Geschichte kennzeichnend war und zum Teil bis heute ist.
Aus Gründen, welche in Kapitel 2.3 dargelegt werden, gehe ich in dieser Arbeit von der Prämisse aus, dass ein gewisser Grad an Säkularisierung notwendig ist, um von einer echten Demokratie sprechen zu können.
Die zentrale Frage, welche in dieser Arbeit beantwortet werden soll lautet also:
Inwiefern kann das heutige politische System der tibetischen Exilregierung und die tibetische Exilgemeinschaft als demokratisch bezeichnet werden und wieweit geht die Säkularisierung der Politik und der Gesellschaft, welche für eine echte Demo-kratie bis zu einem gewissen Grad notwendig ist?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Abgrenzung

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Demokratietheorie

2.1 Konstitutionelle Voraussetzungen

2.1.1 Partizipation

2.1.2 Politischer Wettbewerb

2.1.3 Rechtsstaatlichkeit und Bürgerrechte

2.2 Soziokulturelle Voraussetzungen

2.2.1 Das Standardmodell

2.2.2 Bildung

2.2.3 Zivilgesellschaft bzw. Sozialkapital

2.3 Demokratie und Religion – das Böckenförde-Paradoxon

3 Die Tibetische Diaspora

3.1 Buddhismus in Tibet

3.1.1 Grundlagen des Buddhismus

3.1.2 Mahayana

3.1.3 Reinkarnierte Lamas – der Dalai Lama

3.1.4 Die vier Schulen und die Bön-Religion

3.2 Das politische System der tibetischen Exilregierung

3.2.1 Die Exekutive – der Dalai Lama und der Kashag

3.2.2 Assembly of Tibetan People’s Deputies – ATPD

3.2.3 Die Supreme Justice Commission

3.2.4 Politische Parteien - Opposition

3.2.5 Das Staatsorakel - Nechung

3.3 Die Tibeter im Exil

3.3.1 Demographie der Exilbevölkerung

3.3.2 Religiöser Nationalismus im Exil

3.3.3 Die Shugden-Affäre

4 Schlussfolgerungen

4.1 Demokratie in der Tibetischen Exilregierung

4.1.1 Exekutive

4.1.2 Legislative

4.1.3 Mehrparteiensystem – Opposition

4.1.4 Entscheidungsprozesse - Output

4.2 Säkularisierung der tibetischen Exilgemeinschaft

4.3 Abschliessende Bemerkungen

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist eine kritische Analyse des Demokratisierungsgrades der tibetischen Exilregierung unter besonderer Berücksichtigung der Verbindung von Religion und Politik. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern das politische System der Exilregierung demokratisch ist und wieweit eine Säkularisierung der Politik notwendig und fortgeschritten ist.

  • Grundlagen der Demokratietheorie im Kontext von Institutionen und Soziokultur.
  • Religiöse und historische Prägung der tibetischen Diaspora durch den Buddhismus.
  • Strukturelle Analyse der Exilregierung (Exekutive, Legislative, Judikative).
  • Kritische Beleuchtung der Rolle des Dalai Lama und der Säkularisierungstendenzen.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen religiösem Nationalismus und demokratischer Entwicklung.

Auszug aus dem Buch

Die Exekutive – der Dalai Lama und der Kashag

Die Exekutive besteht aus der zentralen tibetischen Verwaltung (CTA), welcher der Dalai Lama vorsteht und dem Ministerrat, genannt der Kashag. Bis zur Verfassungsreform 1991 wurden die Minister, genannt Kalons, direkt von seiner Heiligkeit ernannt. Heute werden die Kabinettsmitglieder durch das tibetische Exil-Parlament gewählt. Im September 1998 schlug seine Heiligkeit Änderungen im Wahlprozess des Parlaments vor. Die folgenden Diskussionen führten zu einer Änderung der Verfassung durch das Parlament im September 2000. Demnach sollte ein neues Amt geschaffen werden, in der Form eines Premierministers (Kalon Tripa), welcher dem Kabinett vorsteht. Anstatt einer Ernennung durch seine Heiligkeit, sollte der Premierminister aus drei vom Dalai Lama nominierten Kandidaten, vom Parlament gewählt werden. Die Zusammensetzung des Kashags läge in der Verantwortung des Premierministers, bedürfte aber einer Zustimmung durch das Parlament.

Im März 2001 kam es, wiederum nach einem Vorschlag seiner Heiligkeit, zur bis heute letzten Änderung. Der Premierminister wird nun direkt durch das Volk gewählt und gewinnt somit enorm an demokratischer Legitimation. In einer ersten Wahl werden sechs Kandidaten erkoren. Im nächsten Schritt wird der Ministerpräsident wiederum in einer Volkswahl aus diesen sechs Anwärtern bestimmt. Diese Position wird seit dem 28. Juli 2001 von Samdhong Rinpoche eingenommen. Im September 2001 wurden weitere drei Mitglieder des Kabinetts durch das Parlament bestätigt, namentlich der Innenminister, der Minister für Erziehung, Religion und Kultur und ein Finanz- und Gesundheitsminister. Der Premierminister nominiert die Kandidaten, von welchen jeder mit mind. 50% der Stimmen des Parlaments bestätigt werden müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Untersuchungsrahmens, der Problemstellung sowie der Abgrenzung der Arbeit.

2 Demokratietheorie: Darstellung der institutionellen und soziokulturellen Voraussetzungen für eine Demokratie sowie die Diskussion des Böckenförde-Paradoxons.

3 Die Tibetische Diaspora: Analyse des buddhistischen Hintergrunds, der politischen Strukturen der Exilregierung und der demographischen sowie sozialen Lage der Tibeter im Exil.

4 Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse zur Demokratisierung und Säkularisierung der tibetischen Exilregierung und deren Einordnung in den demokratischen Kontext.

Schlüsselwörter

Tibetische Exilregierung, CTA, Demokratisierung, Säkularisierung, Dalai Lama, Buddhismus, Exilgemeinschaft, politisches System, Parlament, Kashag, Religion, Nationalismus, Diaspora, Demokratie, Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch, inwiefern das politische System der tibetischen Exilgemeinschaft als demokratisch bezeichnet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen Demokratietheorie, die Rolle des Buddhismus in der tibetischen Gesellschaft, die politische Organisation der Exilregierung sowie den Prozess der Säkularisierung.

Welche Forschungsfrage steht im Zentrum?

Die Arbeit untersucht, wie demokratisch das System ist und inwieweit die Säkularisierung von Politik und Gesellschaft, die für eine Demokratie notwendig ist, bereits fortgeschritten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es wird ein theoretischer Rahmen zur Demokratie (u.a. nach Dahl und Schumpeter) genutzt, um das bestehende politische System der Exilregierung (CTA) anhand dieser Kriterien kritisch zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung der Demokratie, die soziokulturelle Einführung in den Buddhismus und die detaillierte Analyse der politischen Institutionen der Exilregierung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Demokratisierung, Säkularisierung, Exilregierung (CTA), Buddhismus, politisches System und tibetischer Nationalismus.

Welche Rolle spielt der Dalai Lama bei der Demokratisierung?

Obwohl der Dalai Lama den Demokratisierungsprozess initiiert hat, bleibt seine Machtfülle nach Ansicht des Autors ein Hindernis für die volle Entfaltung demokratischer Prozesse.

Wie wirkt sich die Shugden-Affäre auf die Exilgemeinschaft aus?

Die Kontroverse zeigt die tiefen gesellschaftlichen Spaltungen und die anhaltende Einflussnahme religiöser Faktoren auf die politische Stabilität innerhalb der Exilgemeinschaft.

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Résumé des informations

Titre
Demokratie ohne Säkularisierung - Eine kritische Analyse der tibetischen Exilgemeinschaft
Université
University of St. Gallen  (Politikwissenschaft)
Note
2+
Auteur
Kelnor Panglung (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
50
N° de catalogue
V43450
ISBN (ebook)
9783638412322
ISBN (Livre)
9783638714051
Langue
allemand
mots-clé
Demokratie Säkularisierung Eine Analyse Exilgemeinschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kelnor Panglung (Auteur), 2004, Demokratie ohne Säkularisierung - Eine kritische Analyse der tibetischen Exilgemeinschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43450
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Extrait de  50  pages
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