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Dividendenpolitik der (M)Dax Unternehmen

Title: Dividendenpolitik der (M)Dax Unternehmen

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 43 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Fischer (Author), Tobias Gaugler (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Die Dividendenpolitik stellt für Unternehmen eine Möglichkeit dar, die Eigentümer direkt am Unternehmenserfolg partizipieren zu lassen. 1950 schütteten in Amerika 90% der Unternehmen Dividenden aus. Knapp fünfzig Jahre später hat sich deren Anteil auf 50% reduziert. Einige Investmentbanker vertraten zu dieser Zeit die Meinung, dass dividendenzahlende Unternehmen nichts besseres mit ihren Gewinnen anfangen könnten. Deshalb sollten aus Sicht der Anleger Unternehmen präferiert werden, die ihre Gewinne thesaurieren. 1

In Deutschland hingegen zeigt sich ein anderes Bild. Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds im Jahr 2002 und dem Ausbau der Vorteile der Thesaurierung durch die Unternehmenssteuerreform von 2000 schütteten mehr als 80% der DAX- und MDAX-Unternehmen Dividenden an ihre Aktionäre aus. In den Folgejahren zeigte sich eine steigende Tendenz. 2 Für das Geschäftsjahr 2004 erhöhten sogar 24 der 30 DAX-Unternehmen ihre Dividendenzahlungen. Die Dividendensumme steigt damit im Vergleich zum Vorjahr um 40% auf 14,7 Mrd. Euro.3 Dieses Verhalten ist umso überraschender, da Brav et al. die These vertreten, dass die Bedeutung der Dividendenpolitik zurückgehe und an ihre Stelle vermehrt Aktienrückkaufprogramme treten.

In der vorliegenden Arbeit wird zunächst gezeigt, welchen generellen Einflüssen die Dividendenpolitik unterliegt (Kapitel 2), bevor der Einfluss von Steuern, im Speziellen die Unternehmenssteuerreform von 2000, für den deutschen Kapitalmarkt untersucht wird. Nach einer kurzen Darstellung der Unternehmenssteuerreform (Kapitel 3) werden die Auswirkungen dieser auf Unternehmen und Aktionäre gezeigt (Kapitel 4). Abschließend werden die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit noch einmal zusammenfassend dargelegt (Kapitel 5).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einflüsse der Dividendenpolitik

2.1 Unvollkommene Kapitalmärkte

2.1.1 Steuerliche Einflüsse

2.1.2 Ex-Dividenden Analyse

2.2 Asymmetrische Information

2.3 Principal-Agent-Probleme

3 Unternehmenssteuerreform 2000

3.1 Anrechnungsverfahren

3.2 Halbeinkünfteverfahren

4 Empirische Untersuchung

4.1 Veränderung der Dividendenpolitik

4.2 Ex-Dividenden Analyse

5 Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss steuerlicher Rahmenbedingungen auf die Dividendenpolitik deutscher DAX- und MDAX-Unternehmen sowie das daraus resultierende Verhalten der Aktionäre, insbesondere vor dem Hintergrund der Unternehmenssteuerreform 2000.

  • Analyse der theoretischen Einflüsse auf die Dividendenpolitik (Steuern, Informationsasymmetrien, Principal-Agent-Konflikte)
  • Darstellung der Unterschiede zwischen Anrechnungsverfahren und Halbeinkünfteverfahren
  • Empirische Untersuchung des Ausschüttungsverhaltens von 80 Aktiengesellschaften im Zeitraum 1994 bis 2003
  • Bestimmung des marginalen Steuersatzes des Grenzanlegers mittels Ex-Dividenden-Analyse
  • Bewertung der steuerinduzierten Effekte auf Investitionsentscheidungen und Aktionärspräferenzen

Auszug aus dem Buch

2 Einflüsse der Dividendenpolitik

Bereits in der Mitte des letzten Jahrhunderts wurde festgestellt, dass der Wert eines Unternehmens auf Basis der künftigen Dividendenzahlungen bestimmt werden kann. Walter/Gordon/Solomon gehen davon aus, dass Unternehmen, die eine hohe Ausschüttungsrate aufweisen, eine Aktienkursprämie beinhalten. Diesen Zusammenhang begründen sie mit der Liquiditätspräferenz der Anleger. Die mit der Thesaurierung verbundenen Kapitalgewinne unterliegen einem Kursrisiko, so dass von Aktionärsseite die risikolos vereinnahmbare Dividende präferiert wird. Dividendenpolitik besitzt damit einen direkten Einfluss auf den Unternehmenswert.

Miller/Modigliani kommen zu einem anderen Ergebnis. Sie gehen davon aus, dass der Unternehmenswert durch die Zahlung einer Dividende um den Betrag der Ausschüttung verringert wird. Werden die Gewinne hingegen thesauriert, ändert sich der Unternehmenswert nicht. Damit wird die Vermögensposition der Aktionäre weder durch Vollausschüttung noch durch eine Vollthesaurierung tangiert. Dies hat zur Folge, dass die Dividendenpolitik aus Aktionärssicht irrelevant ist.

Das Irrelevanztheorem von Miller/Modigliani wurde in der Literatur häufig untersucht. Die Ergebnisse einiger Studien bestätigen das Modell, während andere die Irrelevanzthese auf Grund der vorliegenden empirischen Ergebnisse verwerfen. Die z. T. sehr restriktiven Annahmen des Modells beeinflussen die Resultate maßgeblich. Die Annahmen beruhen auf dem Vorhandensein vollkommener Kapitalmärkte, d. h. es existieren keine expliziten oder impliziten Zugangsbeschränkungen zum Markt und es fallen weder Transaktionskosten noch Steuerzahlungen an. Die Aktien sind beliebig teilbar und es herrscht atomistische Konkurrenz am Markt vor. Darüber hinaus finanziert sich ein Unternehmen nur mit Eigenkapital und die Investitionsprogramme der Unternehmen sind gegeben und Ertragswertmaximierend. Es existieren keine Informationsasymmetrien und Principal-Agent-Konflikte zwischen dem Management und den Aktionären und letztere handeln rational.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Relevanz der Dividendenpolitik und Skizzierung des Untersuchungsgegenstands der Arbeit.

2 Einflüsse der Dividendenpolitik: Theoretische Untersuchung von Bestimmungsfaktoren der Dividendenpolitik, unter anderem durch steuerliche Effekte, Informationsasymmetrien und Agency-Problematiken.

3 Unternehmenssteuerreform 2000: Gegenüberstellung der steuerlichen Systeme Anrechnungsverfahren und Halbeinkünfteverfahren sowie deren Auswirkungen auf Unternehmen und Anleger.

4 Empirische Untersuchung: Analyse der tatsächlichen Ausschüttungsdaten von DAX- und MDAX-Unternehmen und Anwendung der Ex-Dividenden-Analyse zur Bestimmung marginaler Steuersätze.

5 Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich des Einflusses der Steuerreform auf die Dividendenpolitik und das Investorenverhalten.

Schlüsselwörter

Dividendenpolitik, Unternehmenssteuerreform 2000, Halbeinkünfteverfahren, Anrechnungsverfahren, Ex-Dividenden Analyse, Grenzanleger, Kapitalmarkt, Signalling, Principal-Agent-Probleme, Free Cash Flow, Thesaurierung, Ausschüttungsquote, Steuerklientel, Aktienrendite, Unternehmensbewertung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Dividendenpolitik deutscher Großunternehmen und den Einfluss, den steuerliche Änderungen sowie andere ökonomische Faktoren auf diese Politik und das Verhalten der Aktionäre ausüben.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Dividendenpolitik, Steuerlehre (speziell die Reform von 2000), Kapitalmarkttheorie und empirische Unternehmensanalyse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die empirische Prüfung, ob Steuern die Dividendenpolitik von Unternehmen signifikant beeinflussen und wie sich Investoren in Deutschland unter veränderten steuerlichen Bedingungen verhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung (Literaturanalyse) und einer empirischen Zeitreihenanalyse, ergänzt durch die Ex-Dividenden-Analyse zur Bestimmung marginaler Steuersätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Einflussfaktoren auf Dividenden (Kapitel 2), eine detaillierte Beschreibung der Steuerreform 2000 (Kapitel 3) und eine umfangreiche empirische Untersuchung der Dividendendaten von DAX- und MDAX-Unternehmen (Kapitel 4).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Dividendenpolitik, Unternehmenssteuerreform, Ex-Dividenden Analyse, Grenzanleger und Ausschüttungsquote.

Warum wurde das Jahr 2001 als ein zentraler Punkt in der Analyse gewählt?

2001 markiert das Inkrafttreten der Unternehmenssteuerreform, welche das Anrechnungsverfahren durch das Halbeinkünfteverfahren ablöste und somit die steuerliche Attraktivität von Dividendenausschüttungen grundlegend veränderte.

Was besagt die Free Cash Flow Hypothese im Kontext dieser Arbeit?

Sie beschreibt den Konflikt zwischen Management und Eigenkapitalgebern, wonach überschüssige liquide Mittel ausgeschüttet werden sollten, statt sie in Projekte mit negativem Barwert zu investieren, um Agency-Kosten zu minimieren.

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Details

Title
Dividendenpolitik der (M)Dax Unternehmen
College
University of Augsburg  (Finanz- & Bankwirtschaft)
Course
Hauptseminar
Grade
1,7
Authors
Michael Fischer (Author), Tobias Gaugler (Author)
Publication Year
2005
Pages
43
Catalog Number
V43458
ISBN (eBook)
9783638412391
ISBN (Book)
9783656068563
Language
German
Tags
Dividendenpolitik Unternehmen Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Fischer (Author), Tobias Gaugler (Author), 2005, Dividendenpolitik der (M)Dax Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43458
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