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Die Kunst der Freiheit. Eine Untersuchung der drei häufigsten Rechtsformen in der deutschen Theaterlandschaft

Konstruktive Systematik im Entscheidungsprozess für eine Rechtsform

Titre: Die Kunst der Freiheit. Eine Untersuchung der drei häufigsten Rechtsformen in der deutschen Theaterlandschaft

Dossier / Travail , 2002 , 19 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Bogdan Büchner (Auteur)

Théâtrologie, Danse
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Seit Tagen und Wochen ist in der deutschen Theaterlandschaft eine überregionale Debatte um die geplante Fusion des Weimarer Nationaltheaters mit der Bühne in Erfurt im Gange. Es ist nicht der erste Streit, der zeigt, dass „die Kulturdebatte sich seit langem nur noch um eines [dreht]: um Geld. (...) Wenn wir Kultur hören, denken wir automatisch an Sparauflagen, Schließungen, Kürzungen, Fusion, Effizienz.“ Der Ursprung dieser Entwicklung liegt in der Finanzkrise und der Frage, welches Theater als nächstes mit einer Subventionskürzung rechnen kann. Folglich suchte man nach Auswegen und gelangte zu dem Modell Theater als Unternehmen, das sich an der Praxis der freien Wirtschaft, darin dem Marketing, Sponsoring etc. orientiert. Auf diese Weise kommt der Suche nach einer geeigneten Rechtsform für das Theater eine zentrale Bedeutung zu. Doch auch hierbei besteht deutschlandweit keineswegs Einigung über die Frage, welche der drei häufigsten Rechtsformen (Regiebetrieb, Eigenbetrieb, GmbH) für die gegenwärtigen Verhältnisse zweckmäßiger erscheint. Die vorliegende Studie will sich daher eingehend mit diesem Problem befassen. Es soll untersucht werden, welche Vorteile eine Verselbständigung bietet und was für den Eigenbetrieb spricht. Ist die Differenzierung nach Rechtsformen im Entscheidungs-prozess die richtige Herangehensweise oder sollte nicht ein Umdenken erfolgen?
Um diese Fragen zu beantworten sollen im ersten Schritt zunächst alle drei Modelle in ihrer ursprünglichen Form vorgestellt werden, ohne dabei auf die jeweiligen Ausgestaltungsmöglichkeiten in den Satzungen einzugehen. Es sei darauf hingewiesen, dass dabei nicht jeder einzelne Punkt in aller Ausführlichkeit behandelt werden kann, sondern lediglich eine Beschreibung relevanter Aspekte erfolgt. Im zweiten Schritt resultiert schließlich eine Gegenüberstellung der drei Modelle unter Berücksichtigung ihrer angesprochenen satzungsgemäßen Variabilität. Darin versucht die vorliegende Studie schließlich zu erklären, weshalb eine Präferenz zwischen den drei Rechtsformen nicht auszumachen sei. Im letzten Schritt sollen die Ergebnisse dann zusammengefasst werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die drei häufigsten Rechtformen im Überblick

1. Der Regiebetrieb

2. Der Eigenbetrieb

3. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung

III. Variabilität der Rechtsformen

IV. Präferenz einer Rechtsform?

V. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die drei gängigsten Rechtsformen im deutschen Theaterwesen (Regiebetrieb, Eigenbetrieb, GmbH), um eine konstruktive Systematik für den Entscheidungsprozess bei der Wahl der passenden Organisationsform zu entwickeln und aufzuzeigen, dass die Wahl weniger von der Rechtsform selbst als von den spezifischen Zielen und Rahmenbedingungen abhängt.

  • Analyse der Funktionsweisen und Restriktionen von Regiebetrieben im kameralistischen System.
  • Untersuchung der Möglichkeiten und Vorteile der Umwandlung in einen Eigenbetrieb.
  • Bewertung der GmbH als Rechtsform im Hinblick auf Flexibilität und private Beteiligung.
  • Vergleich der Rechtsformen unter Berücksichtigung von Rechnungslegung und Personalhoheit.
  • Diskussion zur Variabilität der Rechtsformen und der Relevanz von Fusionsmodellen.

Auszug aus dem Buch

1. Der Regiebetrieb

Aufgrund ihrer öffentlich-rechtlichen Stellung und damit verbundenen Trägerschaft durch Kommunen und Länder basiert die Wirtschaftsführung der Regiebetriebe auf den Bestimmungen des Haushaltsrechts. Diese Einbindung in die öffentlichen Verwaltungen bezeichnet man als Kameralistik. Dabei sind organisatorisch zwei Ausprägungen möglich. Im Regelfall wird das Theater als selbständiges Amt geführt und somit dem jeweiligen Kulturdezernenten unterstellt. Dabei hat es Selbstverwaltungsaufgaben wahrzunehmen, um die zuständigen Querschnittsämtern zu entlasten. Diese Zusatzbelastung entfällt bei der Einordnung des Theaters als unselbständiges Institut. In diesem Fall übernimmt das übergeordnete Kulturamt die amtliche Verwaltungshoheit über einzelne Aufgabenbereiche der Querschnittsämter. Diese Lösung wird vorrangig bei kleinen Theatern bevorzugt.

Die Grundlage der kameralistischen Wirtschaftsführung bildet der Haushaltsplan, der von dem zuständigen Theaterträger prospektiv für das Wirtschaftsjahr erstellt wird und das Theater dazu ermächtigt, Ausgaben zu leisten und Verpflichtungen einzugehen. Ihn kennzeichnet die strikte Trennung von Ausgaben und Einnahmen. Auf diese Weise soll der Haushaltsplan jederzeit einen Überblick über die Ausgabenansätze, getätigten Zahlungen und verfügbaren Mittel geben und dient damit vorrangig der externen Rechenschaftslegung der Theater gegenüber dem Träger. Daraus ergibt sich für den Theaterträger ferner eine Kontrollfunktion, da am Ende des Wirtschaftsjahres ersichtlich wird, ob das Theater die zur Verfügung gestellten Mittel plan- und zweckgemäß verbraucht hat.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen der Theaterfinanzierung und die Notwendigkeit, eine geeignete Rechtsform zwischen den Modellen Regiebetrieb, Eigenbetrieb und GmbH zu finden.

II. Die drei häufigsten Rechtformen im Überblick: Es werden die Funktionsweisen, Vor- und Nachteile sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen der drei Rechtsformen detailliert gegenübergestellt.

III. Variabilität der Rechtsformen: Dieses Kapitel untersucht, inwieweit die strengen Modelle durch Verwaltungsreformen optimiert und angeglichen werden können.

IV. Präferenz einer Rechtsform?: Die Analyse zeigt, dass keine pauschale Präferenz für eine Rechtsform existiert, sondern die Wahl individuell auf Basis der Zielsetzungen erfolgen muss.

V. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass eine fundierte Zielanalyse wichtiger ist als die rein formale Entscheidung für eine bestimmte Rechtsform.

Schlüsselwörter

Theaterwirtschaft, Rechtsformen, Regiebetrieb, Eigenbetrieb, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, GmbH, Haushaltsrecht, Kameralistik, Privatisierung, Theatermanagement, Kulturfinanzierung, Subventionen, Verwaltungsreform, Entscheidungsprozess, Betriebsführung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der organisatorischen Ausgestaltung von Theatern in Deutschland und analysiert, wie sich die Wahl der Rechtsform auf die wirtschaftliche Handlungsfreiheit und Effizienz auswirkt.

Welche Rechtsformen stehen im Fokus der Untersuchung?

Im Zentrum der Analyse stehen der Regiebetrieb, der Eigenbetrieb sowie die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist es, eine konstruktive Systematik zu finden, die Theatern bei der Wahl der am besten geeigneten Rechtsform unterstützt, unter Berücksichtigung der individuellen Rahmenbedingungen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird in der Arbeit verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich der verschiedenen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der drei genannten Organisationsmodelle.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der drei Rechtsformen, eine Untersuchung ihrer Optimierungsmöglichkeiten (Variabilität) und eine kritische Auseinandersetzung mit der Frage, ob eine generelle Präferenz für eine Rechtsform existiert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind Theaterwirtschaft, Rechtsformen, Kameralistik, Haushaltsrecht, Privatisierung und Verselbständigung.

Warum ist das Haushaltsrecht für Theater in der Rechtsform des Regiebetriebs so determinierend?

Da Regiebetriebe Teil der öffentlichen Verwaltung sind, führt die strikte kameralistische Wirtschaftsführung und die enge Zweckbindung der Mittel oft zu Einschränkungen der unternehmerischen Freiheit der Theaterleitung.

Welche Rolle spielt die GmbH bei notwendigen Theaterfusionen?

Die Arbeit stellt fest, dass bei einer unvermeidbaren Fusion zweier Theater die GmbH häufig die bevorzugte Wahl ist, da sie als einzige der untersuchten Formen die notwendige rechtliche Selbständigkeit für diesen Prozess bietet.

Gibt es eine „beste“ Rechtsform für Theater?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Rechtsform eine Formalfrage ist und die Entscheidung maßgeblich von den konkreten Zielen des Theaters und den örtlichen Gegebenheiten abhängt.

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Résumé des informations

Titre
Die Kunst der Freiheit. Eine Untersuchung der drei häufigsten Rechtsformen in der deutschen Theaterlandschaft
Sous-titre
Konstruktive Systematik im Entscheidungsprozess für eine Rechtsform
Université
LMU Munich  (Institut für Theaterwissenschaft)
Cours
Theaterwirtschaft, -organisation, -recht
Note
1,0
Auteur
Bogdan Büchner (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
19
N° de catalogue
V43465
ISBN (ebook)
9783638412469
ISBN (Livre)
9783656619857
Langue
allemand
mots-clé
Kunst Freiheit Eine Untersuchung Rechtsformen Theaterlandschaft Ziel Systematik Entscheidungsprozess Rechtsform Theaterwirtschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bogdan Büchner (Auteur), 2002, Die Kunst der Freiheit. Eine Untersuchung der drei häufigsten Rechtsformen in der deutschen Theaterlandschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43465
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