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Die Forschungspraxis der qualitativen Ethnographie als soziologische Forschungsstrategie

Ziele, Möglichkeiten und Probleme

Titre: Die Forschungspraxis der qualitativen Ethnographie als soziologische Forschungsstrategie

Dossier / Travail , 2018 , 15 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Laura Federmann (Auteur)

Sociologie - Divers
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Ethnographische Forschung wird vor allem in den Bereichen der Soziologie, der Ethnologie und der Erziehungswissenschaft genutzt. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Ethnographie als soziologische Forschungsstrategie.

In Abgrenzung zur ethnologischen Ethnographie, die sich der Erforschung fremder Kulturen widmet, wird die soziologische Ethnographie in der eigenen Gesellschaft durchgeführt. Die Nähe zum Feld beziehungsweise das Integriert sein in die zu erforschende (sub)kulturelle Lebenswelt, wie sie in der modernen Ethnographie praktiziert wird, liegt einer langjährigen Entwicklung zugrunde. Aufgrund globaler Veränderungen und Entwicklungen in Richtung einer komplexeren, vielgeschichteten Gesellschaft kommt es zunehmend zu Differenzierung, Individualisierung oder dem Streben nach Identitätsbildung durch verschiedene Lebensstile. Diese Ausbildungen zu untersuchen und der Allgemeinheit zugänglich zu machen, ist Aufgabe der Ethnographie, wodurch sie für die Wissenschaft immer stärker an Bedeutung gewinnt. Dies zeigt sich an einer Zunahme ethnographischer Studien in den letzten Jahren.

Diese Arbeit thematisiert die methodische Praxis der soziologischen Ethnographie, als eine durch Ambivalenzen bestimmte Forschungsstrategie. Zunächst soll der Begriff der soziologischen Ethnographie in Abgrenzung zu verwandten Forschungsstrategien betrachtet werden. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird die praktische Umsetzung ausgeführt und Probleme, mit denen die Ethnograph/innen konfrontiert werden aber auch Chancen, die sich ihnen bieten erörtert mit dem Ziel Aufschluss darüber zu geben, welche Ziele ethnographische Forschung verfolgt, welche Möglichkeiten sie bietet und inwiefern Probleme in ethnographischen Forschungsprozessen auftreten können. Darauf folgt der abschließende Versuch, die Bedeutung der Forschungsstrategie in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext, unter Berücksichtigung ihrer Vor- und Nachteile, herauszustellen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ethnographie –eine Begriffserklärung

3. Methoden der Ethnographie

3.1 Der Feldzugang

3.2 Datengewinnung

3.2.1 teilnehmende Beobachtung

3.2.2 Verfremdung

4. Schwierigkeiten und Probleme

4.1 Schwierigkeiten in der Einstiegsphase

4.2 Schwierigkeiten in der Phase der Datengewinnung

4.3 Die Kritik der mangelnden Kontrollierbarkeit

5. Chancen und Möglichkeiten

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Ethnographie als soziologische Forschungsstrategie, mit einem Fokus auf deren methodische Praxis, Herausforderungen und Potenziale. Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Ziele ethnographische Forschung verfolgt und wie sie zur Erforschung komplexer, moderner Lebenswelten beitragen kann.

  • Grundlagen der soziologischen Ethnographie im Vergleich zu verwandten Ansätzen
  • Methoden des Feldzugangs und der Datengewinnung
  • Die Rolle der teilnehmenden Beobachtung und das Prinzip der Verfremdung
  • Herausforderungen wie die Nähe-Distanzantinomie und das Problem des Vergessens
  • Die Bedeutung der Digitalisierung für die zukünftige Kontrollierbarkeit ethnographischer Studien

Auszug aus dem Buch

3.2.1 teilnehmende Beobachtung

Die teilnehmende Beobachtung wird oft als Kern der ethnographischen Arbeit angesehen. Über diese Methode gewinnen die Ethnograph/innen die meisten Daten, die sie benötigen, um ihr Forschungsfeld im späteren Verlauf ihres Forschungsprozesses nach ausführlicher Analyse und Interpretation adäquat beschreiben zu können.

Das Gewinnen von Daten ist mit einem hohen Aufwand verbunden. Ko-Präsenz, zumeist über einen längeren Zeitraum, ist die Bedingung für die Erschließung eines Feldes (vgl. Breidenstein et al. 2015, S.71). Eine längere Teilnahme im Feld ist erforderlich, um eine Vertrauensbasis aufzubauen und so nah wie möglich an die Individuen im Feld heranzukommen (vgl. Goffmann 1996, S. 266). Dies soll den Forscher/innen ermöglichen, eine Vielzahl an Sinneseindrücken und sinnlich wahrnehmbaren Handlungen zu erfassen (vgl. Breidenstein et al. 2015, S.71). Goffmann (1966) rät sogar dazu mindestens ein Jahr im Feld zu verbringen.

Eine ausführliche Definition der teilnehmenden Beobachtung geben Schwartz/Schwartz (1955) in ihrem Aufsatz „Problems in Participant Observation“:

„For our purposes we define participant observation as a process in which the ob server's presence in a social situation is maintained for the purpose of scientific in vestigation. The observer is in a face-to-face relationship with the observed, and, by par ticipating with them in their natural life setting, he gathers data. Thus, the observer is part of the context being observed, and heboth modifies and is influenced by this con text. The role of participant observer may be either formal or in formal, concealed or revealed; the observer may spend a great deal or very little time in the rese arch situa tion; the participant-observer role may be an integral part of the social structure or lar gely peripheral to it.“ (Schwaartz/Schwartz 1955, S. 344)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet die Ethnographie innerhalb der Sozialwissenschaften und definiert das Ziel, die methodische Praxis als ambivalente Forschungsstrategie zu untersuchen.

2. Ethnographie –eine Begriffserklärung: Dieses Kapitel differenziert die Ethnographie von verwandten Disziplinen wie der Ethnologie oder Ethnomethodologie und erläutert den naturalistischen Charakter der Feldforschung.

3. Methoden der Ethnographie: Es wird die Praxis des Feldzugangs sowie die unterschiedlichen Verfahren der Datengewinnung, insbesondere die teilnehmende Beobachtung und das Konzept der Verfremdung, beleuchtet.

4. Schwierigkeiten und Probleme: Hier werden die Hürden der Forschung, wie der schwierige Einstieg in das Feld, Probleme bei der Dokumentation und die Kritik an der mangelnden Kontrollierbarkeit, analysiert.

5. Chancen und Möglichkeiten: Dieses Kapitel diskutiert das Potenzial der Ethnographie zur Perspektiverweiterung und zeigt auf, wie Digitalisierung zu einer besseren Überprüfbarkeit der Daten beitragen kann.

6. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, dass Ethnographie eine komplexe, aber wertvolle Forschungsstrategie ist, die trotz methodischer Herausforderungen maßgeblich zum Verständnis gesellschaftlicher Nischen beiträgt.

Schlüsselwörter

Ethnographie, soziologische Forschung, Feldforschung, teilnehmende Beobachtung, Feldzugang, Datengewinnung, Verfremdung, Nähe-Distanzantinomie, dichte Beschreibung, Methodenpluralismus, Forschungsethik, Sozialstrukturanalyse, qualitative Sozialforschung, Feldnotizen, Perspektiverweiterung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Ethnographie als einer soziologischen Forschungsstrategie, insbesondere mit ihren Zielen, praktischen Methoden sowie den damit verbundenen Herausforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind der Feldzugang, die Datengewinnung, die Reflexion der Forscherrolle sowie die kritische Auseinandersetzung mit Gütekriterien der ethnographischen Forschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die methodische Praxis der Ethnographie aufzuarbeiten, die Ambivalenzen im Forschungsprozess (insbesondere Nähe und Distanz) zu beleuchten und aufzuzeigen, welchen Erkenntnisgewinn diese Strategie für die Wissenschaft bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit diskutiert?

Diskutiert werden primär qualitative ethnographische Methoden, mit Fokus auf die teilnehmende Beobachtung und das methodische Befremden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Vorgehensweise (Feldzugang, Datengewinnung), die Auseinandersetzung mit typischen Problemen (wie mangelnde Kontrollierbarkeit) und die Diskussion der methodischen Chancen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie "Feldforschung", "teilnehmende Beobachtung", "Methodenpluralismus" und "Reflexivität" charakterisiert.

Welche Rolle spielt die "Verfremdung" in der ethnographischen Praxis?

Die Verfremdung dient als methodischer "Kunstgriff", um eine objektive Forscherrolle einzunehmen und gewohnte soziale Muster der eigenen Kultur bewusst kritisch zu hinterfragen.

Wie begegnet die moderne Ethnographie der Kritik der mangelnden Kontrollierbarkeit?

Die Autorin weist darauf hin, dass durch eine zunehmende Digitalisierung der Datengewinnung (z.B. Audio- und Videoaufzeichnungen) die Überprüfbarkeit der Ergebnisse verbessert werden kann.

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Résumé des informations

Titre
Die Forschungspraxis der qualitativen Ethnographie als soziologische Forschungsstrategie
Sous-titre
Ziele, Möglichkeiten und Probleme
Université
University of Hildesheim  (Institut für Gesellschaftswissenschaften)
Note
1,3
Auteur
Laura Federmann (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
15
N° de catalogue
V434728
ISBN (ebook)
9783668760127
ISBN (Livre)
9783668760134
Langue
allemand
mots-clé
Ethnographie ethnographische Forschung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Laura Federmann (Auteur), 2018, Die Forschungspraxis der qualitativen Ethnographie als soziologische Forschungsstrategie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434728
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Extrait de  15  pages
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