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Psychomotorik. Vom theoretischen Förderkonzept zur praktischen Fördereinheit

Titel: Psychomotorik. Vom theoretischen Förderkonzept zur praktischen Fördereinheit

Hausarbeit , 2018 , 10 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird das Förderkonzept Psychomotorik vorgestellt. Unter einem Förderkonzept versteht man laut Pitsch und Thümmel die Bündelung einer „Vielzahl von Methoden für verschiedene Anwendungsbereiche mit zeitlich fernerer Zielsetzung zu einem Maßnahmepaket“.

Die leitende Fragestellung lautet: Wie kann eine konkrete Übungseinheit unter Berücksichtigung der theoretischen Erkenntnisse aussehen?

Zunächst geht es um den Begriff und was darunter zu verstehen ist, dann um den zugrunde liegenden Ansatz und die therapeutische Grundhaltung. Ich erläutere Setting, Medien und Lernfelder. Im Folgenden wird auf die Besonderheiten der Psychomotorik bei Menschen mit geistiger Behinderung und auf den Einsatz in der Schule eingegangen. Diese theoretischen Vorüberlegungen dienen der Entwicklung einer Übungseinheit mit dem Material Sandsäckchen. Dieses Material ermöglicht eine Vielzahl von Variationen und ist daher ein individuell gut einsetzbares Medium. Anschließend gehe ich kurz auf die Wirksamkeit des Konzepts ein bevor eine Reflexion zur Ausarbeitung und den Erkenntnissen aus dem Seminar erfolgt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Begriff Psychomotorik

3 Der ganzheitliche Ansatz der Psychomotorik

4 Therapeutische Grundhaltung

5 Setting und Medien

6 Lernfelder

7 Psychomotorik bei Menschen mit geistiger Behinderung

8 Psychomotorik in der Schule

9 Eine Übungseinheit mit Sandsäckchen

10 Wirksamkeit

11 Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit stellt das Förderkonzept der Psychomotorik vor, mit dem primären Ziel, die Verbindung zwischen theoretischen Erkenntnissen und einer konkreten, praktischen Anwendung in einer Übungseinheit aufzuzeigen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie dieses ganzheitliche Konzept dazu beitragen kann, motorische, kognitive und soziale Kompetenzen gezielt zu fördern.

  • Grundlagen und Definitionen des Psychomotorik-Begriffs
  • Ganzheitlicher Ansatz und therapeutische Grundhaltung
  • Psychomotorik in spezifischen Kontexten wie Schule und Behindertenpädagogik
  • Methodische Planung einer praktischen Übungseinheit
  • Bedeutung von Bewegung für die kognitive und emotionale Entwicklung

Auszug aus dem Buch

3 Der ganzheitliche Ansatz der Psychomotorik

Ernst Jonny Kiphard (1923-2010) gilt als Begründer der Psychomotorik. Der Diplom – Sportlehrer widmete sich Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen, denen er über Bewegung und Sport Erfolgserlebnisse und Freude ermöglichen wollte. Eine anfänglich defektorientierte Sichtweise wandelte sich in ein ganzheitlich pädagogisch-therapeutisches Konzept. Diese Ganzheitlichkeit weist sich dadurch aus, dass seelische und körperliche Prozesse als eine Einheit betrachtet werden. Über Bewegung drückt der Mensch Stimmungen aus, nimmt Kontakt zu anderen auf und erkundet die Umwelt. Das Kind soll im Mittelpunkt stehen und seine Persönlichkeit durch freies und ungezwungenes Spiel entwickeln können. Auf der einen Seite dient die psychomotorische Förderung also dazu, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken (Persönlichkeit), auf der anderen Seite dazu, die motorischen Schwächen auszugleichen. Es wird viel Wert auf die Eigentätigkeit des Kindes gelegt, um seine Handlungskompetenz und Kommunikationsfähigkeit (in der Gruppe) zu stärken.

Psychomotorik zielt auf die Entwicklung eines positiven Selbstkonzeptes ab. Ein gutes Beispiel bietet Blos: Ein Mensch hat Erfolg. Hat er ein positives Selbstkonzept, so glaubt er: „Ich war fleißig“, bei einem negativen Selbstkonzept glaubt er: „Ich hatte Glück“. Hat ein Mensch Misserfolg, so sagt er sich bei einem positiven Selbstkonzept vielleicht: „Der Schiedsrichter war schuld.“, während er sich bei einem negativen Selbstkonzept sagt: „Ich war ungeschickt.“ Positive Selbstkonzepte führen zu Aktivität, negative zu Passivität. Letzteres hat negative Auswirkungen auf die Identitätsentwicklung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Psychomotorik ein, beschreibt die Relevanz des Förderkonzepts anhand eines Fallbeispiels und formuliert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.

2 Der Begriff Psychomotorik: Hier werden unterschiedliche Definitionen beleuchtet, die Psychomotorik als Wechselwirkung zwischen innerem Erleben und äußerem Handeln begreifen.

3 Der ganzheitliche Ansatz der Psychomotorik: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des Konzepts durch Kiphard und verdeutlicht die Einheit von seelischen und körperlichen Prozessen.

4 Therapeutische Grundhaltung: Es wird dargelegt, dass eine wertfreie und anregende Beziehung zwischen Pädagoge und Kind die Grundlage für eine erfolgreiche psychomotorische Arbeit bildet.

5 Setting und Medien: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die räumlichen Rahmenbedingungen und die vielfältigen Materialien, die in der psychomotorischen Praxis zum Einsatz kommen.

6 Lernfelder: Hier werden die drei Kernbereiche Körpererfahrung, Materialerfahrung und Sozialerfahrung sowie deren wechselseitige Bedeutung für die Entwicklung des Kindes definiert.

7 Psychomotorik bei Menschen mit geistiger Behinderung: Das Kapitel widmet sich den besonderen Anforderungen und Ansätzen im Umgang mit dieser Zielgruppe unter Berücksichtigung individueller Voraussetzungen.

8 Psychomotorik in der Schule: Hier wird der Transfer des Konzepts in den Schulalltag sowie das Konzept des „Bewegten Lernens“ zur Unterstützung der Inklusion diskutiert.

9 Eine Übungseinheit mit Sandsäckchen: Dieses Kapitel dient als konkreter Praxisentwurf, der eine strukturierte Übungseinheit für eine heterogene Gruppe detailliert darlegt.

10 Wirksamkeit: Eine kurze Einschätzung der positiven Wirkung von Psychomotorik auf die allgemeine Kompetenzentwicklung, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.

11 Reflexion: Der Autor resümiert die erarbeiteten theoretischen Inhalte sowie die persönlichen Erkenntnisse aus dem begleitenden Seminar.

Schlüsselwörter

Psychomotorik, Förderkonzept, Ganzheitlichkeit, Motorik, Kognition, Selbstkonzept, Inklusion, Wahrnehmung, Sozialerfahrung, Bewegung, Sandsäckchen, Heilpädagogik, Körpererfahrung, Entwicklung, Praxis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Psychomotorik als Förderkonzept und beleuchtet dessen theoretische Grundlagen sowie die praktische Umsetzung in Form einer konkreten Übungseinheit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition der Psychomotorik, der ganzheitliche Ansatz, die Rolle des Therapeuten, verschiedene Lernfelder sowie der Einsatz der Methode bei Menschen mit geistiger Behinderung und im schulischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die leitende Forschungsfrage lautet: Wie kann eine konkrete Übungseinheit unter Berücksichtigung der theoretischen Erkenntnisse der Psychomotorik aussehen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und der anschließenden Entwicklung eines Praxisvorschlags zur Fördereinheit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von den Begriffsdefinitionen und dem ganzheitlichen Menschenbild über Setting-Vorgaben und Lernfelder bis hin zur Darstellung spezifischer Einsatzmöglichkeiten in Schule und Behindertenpädagogik sowie der Konzeption einer Übungseinheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Psychomotorik, Ganzheitlichkeit, Bewegtes Lernen, Inklusion, Selbstkonzept und Förderkonzept charakterisiert.

Warum wird das Material „Sandsäckchen“ als Medium gewählt?

Sandsäckchen ermöglichen eine Vielzahl an Variationen in der Anwendung, sind individuell anpassbar und eignen sich hervorragend, um Wahrnehmung, Motorik und Kognition gleichermaßen anzusprechen.

Inwiefern spielt der ganzheitliche Ansatz für das Selbstkonzept eine Rolle?

Durch die psychomotorische Förderung wird die Selbstwirksamkeit gestärkt, was zu einem positiven Selbstkonzept führt, welches wiederum die allgemeine Aktivität und Identitätsentwicklung des Kindes fördert.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Psychomotorik. Vom theoretischen Förderkonzept zur praktischen Fördereinheit
Hochschule
Universität Erfurt
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
10
Katalognummer
V434754
ISBN (eBook)
9783668773349
ISBN (Buch)
9783668773356
Sprache
Deutsch
Schlagworte
psychomotorik förderkonzept fördereinheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Psychomotorik. Vom theoretischen Förderkonzept zur praktischen Fördereinheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434754
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