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Siddhartha. Ein intermedialer Vergleich

Romanvorlage (Hermann Hesse) und filmische Adaption (Conrad Rooks)

Título: Siddhartha. Ein intermedialer Vergleich

Trabajo Escrito , 2017 , 16 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Sarah Holendung (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Eine Reise zu sich selbst ist kein altmodischer Vorgang, jeder einzelne Mensch durchläuft im Laufe seines Lebens eine Zeit der Selbstfindung, manche bis zu ihrem Tod. Diese Tatsache führt dazu, dass jede Generation dieses Buch lesen kann als wäre es neu erschienen und man es in der Schule ab der Mittelstufe immer als Lektüre hernehmen kann. Das Geheimnis ist die Identifikation mit Siddhartha, die dabei eine große Rolle spielt. Ganz egal ob es ein Deutscher geschrieben hat oder die Geschichte in Indien stattfindet, weltweit finden sich die Leser darin wieder. Somit ist es allzu logisch, dass der Erfolg bis nach Amerika reichte und dort 1972 von Conrad Rooks verfilmt wurde. 1997 wurde er in Deutschland erstmals veröffentlicht und 2012 kam er sogar anlässlich des 50. Todestages Hermann Hesses in die deutschen Kinos.

Die Fragen, die in dieser Arbeit geklärt werden sollen, sind, warum der Bucherfolg auf sich warten ließ und somit Rooks Siddhartha erst 50 Jahre später verfilmt hat, welche Einflüsse auf Hesse und Rooks gewirkt haben und worin die inhaltlichen Unterschiede der beiden Medien bestehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung und Einordnung des Buches

2.1 Zeitgeschichtliche und persönliche Einflüsse

2.2 Parallelen zu Hermann Hesse und dessen Leben

2.3 Einordnung in die Literatur- und Gattungsgeschichte

3. Entstehung des Films - Einflüsse bei Rooks

4. Inhaltlicher Vergleich zwischen Roman und filmischer Adaption

5. Allgemeiner Vergleich und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Hermann Hesses Roman „Siddhartha“ und der filmischen Adaption von Conrad Rooks, wobei der Fokus auf den persönlichen und zeitgeschichtlichen Hintergründen der Autoren sowie den inhaltlichen Divergenzen zwischen Buch und Film liegt. Die zentrale Forschungsfrage widmet sich der Analyse, warum der Erfolg des Stoffes zeitlich so stark differierte und welche erzählerischen Verschiebungen bei der Transformation in das Medium Film vorgenommen wurden.

  • Biografische und psychologische Einflüsse auf Hermann Hesse
  • Die Rolle von C.G. Jungs Psychoanalyse im Entstehungsprozess
  • Hintergründe der Verfilmung durch Conrad Rooks
  • Vergleichende Analyse der Erzählstruktur und Kapitelgestaltung
  • Rezeptionsgeschichte des Stoffes in verschiedenen Dekaden

Auszug aus dem Buch

2.1 Zeitgeschichtliche und persönliche Einflüsse

Die Einflüsse, die auf Hesse wirkten, waren sehr vielfältig. Im Groben sind sie einzuteilen in Familie, Literatur, zeitgeschichtliche Geschehnisse und persönliche Erlebnisse und die Psychoanalyse durch Carl Gustav Jung, einem Schweizer Psychiater, und dessen Schüler J. B. Lang.

„Eltern und Großeltern Hesses waren Missionare in Indien gewesen, wo auch seine Mutter geboren wurde.“ Da sie die indischen Kulturen mit nach Deutschland brachten, wächst Hesse damit auf. „Ja, meine Beziehungen zu Indien sind alt. Der Vater meiner Mutter sprach neun oder zehn indische Sprachen, lebte Jahrzehnte in Indien […], meine Mutter war auch einen Teil ihres Lebens dort, sprach drei indische Sprachen, und auch mein Vater war kürzere Zeit in Indien als Missionar.“ Umgeben von der indischen Kultur und den indischen Religionen, wächst Hesse jedoch streng protestantisch auf. Er ist von dem Protestantismus und von Reformationen allgemein nicht abgeneigt, lehnt sich aber relativ schnell gegen die Art und Weise des Auslebens und der Erziehung der Eltern auf. Vor allem wird ihm klar, dass ihm der Protestantismus nicht die Erklärungen liefern kann, die er sucht. „Schon früh hatte sich der Sohn aus der heimatlichen Sphäre pietistischer Religiosität emanzipiert [.]“

Nachdem er in seiner Kindheit viel Zeit in der Bibliothek seines Großvaters mit dem Lesen indischer Bücher verbringt, beschäftigt er sich nach und nach auch intensiver mit den indischen Religionen, Brahmanismus, beziehungsweise Hinduismus und Buddhismus. Er liest nicht nur, er rezensiert und übersetzt. Hesses Ziel war, die westlichen und östlichen Denkweisen miteinander zu verbinden und nicht mehr als Gegenpole dastehen zu lassen, zumindest in der Literatur.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Entstehungsgeschichte von Hermann Hesses Roman vor dem Hintergrund seiner Indienreise und persönlichen Krisen.

2. Entstehung und Einordnung des Buches: Dieses Kapitel untersucht die vielfältigen biografischen, psychologischen und literarischen Einflüsse auf die Konzeption des Werkes.

2.1 Zeitgeschichtliche und persönliche Einflüsse: Hier werden die familiäre Prägung, die Auseinandersetzung mit dem Protestantismus und die Bedeutung der Psychoanalyse für Hesse detailliert dargelegt.

2.2 Parallelen zu Hermann Hesse und dessen Leben: Dieses Unterkapitel verdeutlicht die starken Gemeinsamkeiten zwischen den Krisenerfahrungen des Autors und der Entwicklung der Romanfigur Siddhartha.

2.3 Einordnung in die Literatur- und Gattungsgeschichte: Die Einordnung erfolgt hier unter dem Aspekt der Neuromantik und des Bildungsromans, wobei eine Abgrenzung zur Neuen Sachlichkeit vorgenommen wird.

3. Entstehung des Films - Einflüsse bei Rooks: Dieser Abschnitt thematisiert den Weg von Conrad Rooks von der ersten Begegnung mit dem Buch bis zur filmischen Umsetzung in Indien.

4. Inhaltlicher Vergleich zwischen Roman und filmischer Adaption: Hier werden die strukturellen und inhaltlichen Anpassungen des Films, wie die abweichende Kapitelstruktur und das Auslassen einzelner Szenen, analysiert.

5. Allgemeiner Vergleich und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Gemeinsamkeiten der beiden Schöpfer sowie einer kritischen Bewertung der Rezeption des Stoffes in verschiedenen Zeitepochen.

Schlüsselwörter

Hermann Hesse, Siddhartha, Conrad Rooks, Filmadaption, Bildungsroman, Indien, Psychoanalyse, C.G. Jung, Neuromantik, Hippie-Bewegung, Literaturvergleich, Selbstfindung, Buddhismus, Weimarer Republik, Intermedialität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt den intermedialen Vergleich zwischen Hermann Hesses Roman „Siddhartha“ und dessen Verfilmung durch den Regisseur Conrad Rooks.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben den biografischen Hintergründen der beiden Urheber werden die literarischen Einflüsse, die Rolle der Psychoanalyse und die Rezeptionsgeschichte der jeweiligen Medien beleuchtet.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die inhaltlichen Unterschiede zwischen Buch und Film aufzuzeigen und zu erklären, warum der Erfolg des Stoffes in den verschiedenen Jahrzehnten unterschiedlich ausfiel.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um einen literatur- und filmwissenschaftlichen Vergleich, der auf der Analyse von Primär- und Sekundärliteratur sowie der komparativen Auswertung der medialen Umsetzungen basiert.

Welche Schwerpunkte liegen im Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Entstehungsbedingungen des Buches und des Films, die psychologische Fundierung der Charaktere und den konkreten inhaltlichen Vergleich beider Werke.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind Intermedialität, Bildungsroman, Psychoanalyse, Rezeption, Siddhartha und die biografische Verbindung zwischen Autor und Werk.

Inwiefern beeinflusste die Psychoanalyse von C.G. Jung den Roman?

Die Arbeit legt dar, dass Hesses Beschäftigung mit Jungs Theorien eine zentrale Rolle bei der Figurengestaltung und der Abnabelung von elterlichen Religionsvorgaben spielte.

Warum war der Film laut Autorin für die 1960er Jahre relevanter?

Die Arbeit argumentiert, dass die antiautoritäre Grundhaltung der Hippie-Bewegung eine stärkere Identifikation mit dem „Siddhartha“-Plot ermöglichte als in der Zeit der Weimarer Republik.

Wie unterscheidet sich das Ende der filmischen Adaption von der Vorlage?

Die Autorin stellt fest, dass das Filmende die Erlösung durch den Fluss weniger explizit darstellt und der Fokus stärker auf visuelle Symbole wie den Stein gelegt wird.

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Detalles

Título
Siddhartha. Ein intermedialer Vergleich
Subtítulo
Romanvorlage (Hermann Hesse) und filmische Adaption (Conrad Rooks)
Universidad
University of Bamberg
Calificación
1,7
Autor
Sarah Holendung (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
16
No. de catálogo
V434756
ISBN (Ebook)
9783668762633
ISBN (Libro)
9783668762640
Idioma
Alemán
Etiqueta
siddhartha vergleich romanvorlage hermann hesse adaption conrad rooks
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sarah Holendung (Autor), 2017, Siddhartha. Ein intermedialer Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434756
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