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Die Berichterstattung über den europäischen Verfassungsprozess in deutschen und französischen Medien

Eine vergleichende Inhaltsanalyse überregionaler Qualitätszeitungen

Titel: Die Berichterstattung über den europäischen Verfassungsprozess in deutschen und französischen Medien

Bachelorarbeit , 2008 , 72 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Kirsten Petzold (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird untersucht, wie deutsche und französische Printmedien im ersten Halbjahr 2007 über die Europäische Verfassung (VVE) bzw. den europäischen Verfassungsprozess berichteten. Anhand der Vergleichskriterien Umfang, thematische Breite und Europäisierungsgrad sowie Bewertung des VVE bzw. Verfassungsprozesses wird analysiert, wie sich die Berichterstattung in den deutschen und französischen Medien unterschied und wie sie sich im Zeitverlauf im ersten Halbjahr 2007 veränderte.

Die letzten Jahre haben für die Europäische Union (EU) große Veränderungen gebracht: Durch die beiden Erweiterungsrunden 2004 und 2007 stieg die Zahl der Mitgliedsstaaten von 15 auf 27. Um die Handlungsfähigkeit der EU zu erhalten, sind institutionelle Reformen notwendig. Zu diesem Zweck wurde im Dezember 2001 ein Europäischer Konvent eingesetzt, der mit dem Entwurf des Vertrags über eine Verfassung für Europa (VVE) den Plan für eine umfassende Reform des politischen Systems der EU vorlegte. Nach seiner Unterzeichnung durch die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten im Oktober 2004 begann der Ratifikationsprozess . Dieser ist jedoch im Mai/Juni 2005 durch den negativen Ausgang der Referenden in Frankreich und den Niederlanden ins Stocken geraten. Deutschland, das im ersten Halbjahr 2007 die Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union innehatte, hatte sich zum Ziel gesetzt, den Verfassungsprozess wieder in Gang zu bringen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Europäische Verfassungsprozess

3 Theoretische Grundlagen der Berichterstattung über Europa-Themen

4 Die Präsenz von Europa-Themen in den Medien

4.1 Die alltägliche Berichterstattung über die EU

4.2 Die Berichterstattung über den VVE

5 Ableitung der Forschungsfragen

6 Methodisches Vorgehen

6.1 Planung und Durchführung der Inhaltsanalyse

6.2 Operationalisierung

7 Ergebnisse der Untersuchung

7.1 Forschungsfrage 1

7.2 Forschungsfrage 2

7.3 Forschungsfrage 3

7.4 Forschungsfrage 4

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht vergleichend, wie deutsche und französische Printmedien im ersten Halbjahr 2007 über den europäischen Verfassungsprozess und den Übergang vom VVE zum Reformvertrag berichteten, um Unterschiede in der medialen Darstellung und deren zeitliche Entwicklung aufzuzeigen.

  • Vergleich des Berichterstattungsumfangs zwischen deutschen und französischen Medien.
  • Analyse des Europäisierungsgrades anhand der Akteurspräsenz.
  • Untersuchung der thematischen Schwerpunkte in der Berichterstattung.
  • Bewertung des VVE/Reformvertrags sowie der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.

Auszug aus dem Buch

Methodisches Vorgehen

Um die Forschungsfragen dieser Arbeit zu beantworten, wird eine vergleichende Inhaltsanalyse von je zwei deutschen und zwei französischen überregionalen Tageszeitungen durchgeführt. Eine Inhaltsanalyse ist ein systematisches Verfahren zur Erhebung und Auswertung von Daten, mit dem Texte, Bilder oder Filme untersucht werden können (vgl. Diekmann, 2004, S.480f.). Die Methode der Inhaltsanalyse wurde für diese Arbeit gewählt, weil nur eine Inhaltsanalyse des Informationsmaterials es ermöglicht, umfassende, systematische und intersubjektiv nachvollziehbare Beschreibungen und Nachweise über die Informationsinhalte zu gewinnen (Früh, 2007, S. 27). Die Inhaltsanalyse ermöglicht es, eine „große Anzahl von Botschaften vergleichbarer Natur“ (Rössler, 2005, S. 16) auf darin auffindbare Muster und Tendenzen hin zu untersuchen und allgemeine und verallgemeinerbare Aussagen zu erhalten (ebd. S. 16). Außerdem kann das Problem der Reaktivität vernachlässigt werden, da sich die zu codierenden Elemente nicht durch den Einfluss des Codierers verändern (ebd. S. 21). Ein weiteres Argument für die Durchführung einer Inhaltsanalyse der Berichterstattung über die EU ist, dass es sich hierbei um einen Politikbereich handelt, der für den größten Teil der Bürger nicht direkt erfahrbar ist, sondern ihnen nur durch die Berichterstattung der Massenmedien zugänglich gemacht wird. Die Massenmedien prägen demnach besonders stark das Bild, das ihre Rezipienten sich von der EU machen. (Machill et al., 2006, S. 133)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt das Thema des europäischen Verfassungsprozesses vor, beleuchtet die Rolle Deutschlands und Frankreichs und formuliert das Ziel der Untersuchung.

2 Der Europäische Verfassungsprozess: Beschreibt den Ablauf der Reformbemühungen von der Deklaration von Laeken bis zum Entwurf des VVE und dessen Scheitern.

3 Theoretische Grundlagen der Berichterstattung über Europa-Themen: Erläutert die Konzepte der Europäischen Öffentlichkeit, Nachrichtenwerttheorie und Agenda-Setting im Kontext der Medienanalyse.

4 Die Präsenz von Europa-Themen in den Medien: Systematisiert bisherige Forschungsergebnisse zum Umfang, Anlass und zur Bewertung von EU-Berichterstattung.

5 Ableitung der Forschungsfragen: Führt die zentrale Forschungsfrage sowie die vier untersuchten Kriterien (Umfang, Europäisierungsgrad, Schwerpunkte, Bewertung) ein.

6 Methodisches Vorgehen: Beschreibt das methodische Design der Inhaltsanalyse, die Auswahl der Zeitungen, den Untersuchungszeitraum sowie die Operationalisierung.

7 Ergebnisse der Untersuchung: Präsentiert und interpretiert die Ergebnisse der Inhaltsanalyse basierend auf den vier definierten Forschungsfragen.

8 Fazit: Fasst die Hauptergebnisse zusammen, interpretiert die Unterschiede zwischen den Ländern und zeigt Grenzen sowie Potenziale der Studie auf.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Verfassungsprozess, Medienanalyse, Inhaltsanalyse, Printmedien, Deutschland, Frankreich, EU-Ratspräsidentschaft, Reformvertrag, VVE, Europäisierungsgrad, Berichterstattung, Nachrichtenwert, Agenda-Setting, politische Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit?

Die Arbeit analysiert die Medienberichterstattung über den europäischen Verfassungsprozess und den Übergang vom VVE zum Reformvertrag im ersten Halbjahr 2007 in Deutschland und Frankreich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen der Berichterstattungsumfang, der Grad der Europäisierung, die inhaltlichen Schwerpunkte und die Bewertung der Akteure sowie des EU-Reformvertrags.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein systematischer Vergleich der Berichterstattung in deutschen und französischen Qualitätszeitungen, um Unterschiede und Ähnlichkeiten in den Diskursen beider Länder aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin führt eine systematische, quantitative Inhaltsanalyse von zwei deutschen und zwei französischen überregionalen Tageszeitungen durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, den aktuellen Forschungsstand, die Ableitung von Hypothesen, die Methodik und die detaillierte Ergebnispräsentation zu den Forschungsfragen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Europäische Union, Verfassungsprozess, Medienanalyse, Inhaltsanalyse, EU-Ratspräsidentschaft und Reformvertrag.

Welche Bedeutung hatte die deutsche EU-Ratspräsidentschaft für die Ergebnisse?

Die Präsidentschaft wirkte als Katalysator, der in Deutschland zu einem höheren Nachrichtenwert und einer positiveren Bewertung der deutschen EU-Ratspräsidentschaft führte.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen VVE und Reformvertrag eine Rolle?

Da der Untersuchungszeitraum zwei zentrale Ereignisse abdeckt, wechselte der Fokus der Berichterstattung im Laufe des Halbjahres vom gescheiterten VVE hin zum neu beschlossenen Reformvertrag.

Ende der Leseprobe aus 72 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Berichterstattung über den europäischen Verfassungsprozess in deutschen und französischen Medien
Untertitel
Eine vergleichende Inhaltsanalyse überregionaler Qualitätszeitungen
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Note
1,3
Autor
Kirsten Petzold (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
72
Katalognummer
V434769
ISBN (eBook)
9783668759428
ISBN (Buch)
9783668759435
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politische Kommunikation Inhaltsanalyse Europa-Berichterstattung Europäische Verfassung Printmedien Deutschland Frankreich Europäische Öffentlichkeit International vergleichende Kommunikationsforschung Kommunikatorforschung Vergleichende Inhaltsanalyse quantitative Inhaltsanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kirsten Petzold (Autor:in), 2008, Die Berichterstattung über den europäischen Verfassungsprozess in deutschen und französischen Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434769
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Leseprobe aus  72  Seiten
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