Kritische Auseinandersetzung mit der Methodik bei einer Befragung


Hausarbeit, 2017

14 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 Einleitung

2 Forschungsprojekt planen
2.1 Forschungsplanung - Erste Schritte
2.2 Forschungskontext und Forschungsproblem

3 Operationalisierung
3.1 Variablen
3.2 Indexbildung und Messung
3.3 Aufbau der Datenerhebung

4 Auswahlverfahren

5 Durchführung und Auswertung eines Forschungsprojekts
5.1 Beobachtung und Befragung
5.1.1 Fragekatalog
5.1.2 Leitfadeninterview
5.1.3 Expertengespräch
5.2 Empirische Inhaltsanalyse
5.3 Auswertung eines Forschungsprojekts

6 Kritische Auseinandersetzung mit der Methodik bei einer Befragung

7 Fazit

8 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Forschung ist in Deutschland von elementarer Bedeutung. Die ältesten Orte in Deutschland an denen bis heute erfolgreiche Forschung betrieben wird, sind die Universitäten Köln, Erfurt und Heidelberg. Sie zählen zu den ältesten Universitä- ten Europas. Alle Fachbereiche von der Naturwissenschaft bis hin zur Geistes- wissenschaft sind vertreten. Die Suche nach der Wahrheit in den verschiedenen Wissensgebieten bilden das Fundament für die facettenreichsten Forschungs- projekte in Deutschland. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um Forschungs- projekte in den Grundlagenwissenschaften oder in den angewandten Wissen- schaften handelt. Schlussendlich entstehen mit Forschungsprojekte neue Pro- dukte, Technologien, Dienstleistung und Organisationen (o.V., Forschungsportal, 2017).

Die vorliegende Arbeit hat das Ziel die Vorgehensweise von Forschungsprojekte im Allgemeinen näher zu erläutern. Zunächst wird in Kapitel zwei auf die ersten Schritte einer Forschungsplanung eingegangen. In Kapitel drei wird die Operati- onalisierung eines Forschungsprojektes erläutert und in Kapitel vier die verschie- denen Auswahlverfahren aufgegriffen. Die Beschreibung der Forschungsdurch- führung und anschließende Bewertung erfolgt in Kapitel fünf. Darauf folgt in Ka- pitel sechs eine kritische Betrachtung der Befragung als Datenerhebungsme- thode. Dabei gilt es den Bezug zu folgendem Fallbeispiel herzustellen:

„ Eine Forscherin will anhand einer empirischen Untersuchung feststellen, welche Rolle der Gedanke der Nachhaltigkeit beim Kauf von Spielzeug f ü r die K ä ufer in Deutschland hat. Dazu entwickelt sie einen Fragebogen und stellt ihn ins Internet. Alle Kontakte im pers ö nlichen Netzwerk der Autorin werden gebeten, den Frage- bogen auszuf ü llen und die Internetadresse weiterzugeben. 505 Antworten liegen schlie ß lich vor. “

Im Zuge dessen werden die Schwächen der Vorgehensweise aus dem Fallbeispiel aufgezeigt und Empfehlungen für die methodisch bessere Vorgehensweise aufgeführt. Das abschließende Fazit in Kapitel sieben fasst nochmal kurz und prägnant die wichtigsten Inhalte dieser Arbeit zusammen.

2 Forschungsprojekt planen

Die Forschungsplanung stellt die Basis einer Forschung dar. Sie lässt sich in drei Schritten gliedern:

1. Modellphase
2. Forschungsdesign - Theoretische Phase
3. Empirische Phase

Im Folgenden werden die ersten Schritte, der Forschungskontext und der Umgang mit Forschungsprobleme näher beleuchtet. Dieses Kapitel soll Klarheit über die einzelnen Schritte die es bei der Planung eines Forschungsprojekts zu beachten gibt schaffen (Hermenau, S. 6ff.).

2.1 Forschungsplanung - Erste Schritte

Die erste grundlegende Phase einer Forschungsplanung ist die gezielte Beantwortung der Frage: „Worin besteht das Forschungsproblem?“. Dabei spielt es keine Rolle ob das Problem unbekannt ist oder nur oberflächlich erforscht wurde. Die Klärung des Forschungsgegenstands (diagnostisch oder explorative)1 steht an erster Stelle, woraufhin sich das Forschungsvorhaben ableiten lässt. Durch den Forschungsgegenstand wird das Forschungsproblem exakt skizziert. Es gilt zu beachten, dass ein Problem nur dann besteht, wenn die Thematik nicht vollumfänglich erforscht wurde (Hermenau, S. 6f.).

Forschungen haben eine bestimmte Herangehensweise, die die Art und Weise der Forschung festlegt: „deskriptiv“ oder „explanativ“. Die deskriptive Forschung erläutert einen auserwählten Sachverhalt. Bei der explanativen Forschung dage- gen werden eine oder mehrere Hypothesen untersucht. Eine weitere Kompo- nente der Forschungsplanung ist die dynamische oder statische Betrachtungs- weise bzw. Abgrenzung des Forschungsgegenstands. In diesem Kontext ist auch die Definition von Informationsquellen (Untersuchungseinheiten) und der Unter- suchungstyp von Bedeutung, bevor eine Datenerhebung stattfinden kann. Dabei wird in „quantitative“ und „qualitative“ Untersuchungen unterschieden. Bei der quantitativen Forschung erfolgt die Datenerhebung anhand konkreten Daten, durch Zählung oder Messung mithilfe von mathematisch-statische Vorgehens- weisen. Bei einer qualitativen Forschung allerdings wird auf mathematisch-stati- sche Vorgehensweisen verzichtet. Die Methodik ist kaum standardisiert in Bezug auf den quantitativen Untersuchungstyp. Trotz des Kontrastes der beiden Vorge- hensweisen, schließen sie sich gegenseitig nicht aus. Der Forschungsprozess kann beide (quantitative als auch qualitative) Forschungsschritte umfassen. Der im nachfolgenden Kapitel erläuterte „Forschungskontext“ ist in dieser Art und Weise beispielhaft für eine quantitative Untersuchung (Hermenau, S. 7f.).

2.2 Forschungskontext und Forschungsproblem

Wie bereits in Kapital 2.1 erwähnt, ist die Forschungsplanung mit einer gewissen Vielschichtigkeit verbunden. Der Forschungskontext ist eine wichtige Kompo- nente innerhalb der Forschungsplanung. Durch ihn kann tendenziell eine Tren- nung zwischen außerwissenschaftliche von wissenschaftlichen Bestrebungen und subjektive von objektiven Entscheidungsmerkmale erfolgen. Dabei werden Entstehungs-. Verwertungs- und Begründungskontext differenziert (Hermenau, S. 9ff.).

Der letzte Schritt der Forschungsplanung beinhalte die Präzisierung und Struktu- rierung des Forschungsproblems, damit die anschließende Forschungsstufe be- ginnen kann. Durch das präzisieren und strukturieren eines Forschungsproblems wird das Vorstellungsfeld näher untersucht. Dafür kommen zwei unterschiedliche Analyse-Arten (dimensionale und semantische Analyse) zum Tragen. Die dimen- sionale Analyse setzt den empirischen Gegenstand voraus. Das Bedeutet der Ursprung ist die Wirklichkeit. Wohingegen die semantische Analyse ihren Ur- sprung in den Theorien der Wirklichkeit hat. Der Forschungsansatz legt die Art der Analyse fest, um das Vorstellungsfeld zu beschränken. Schlussendlich er- gänzen sich beide Analysearten zweckmäßig zu einem untersuchungsleitenden Modell (Hermenau, S. 12ff.).

3 Operationalisierung

Für die weitere Verarbeitung der Forschungsfrage ist ein Verfahren, welches empirische Sachverhalte nach Möglichkeit realitätstreu bestimmt erforderlich. Dabei werden für die Untersuchung passende Indikatoren herangezogen. Die Messung dieser Indikatoren wird Operationalisierung genannt (Schöneck & Voß, 2013, S. 19). Die Operationalisierung lässt sich in drei Schritte gliedern:

1. Überführung in eine Variable
2. Angabe des Messinstruments
3. Festlegung der Protokollierungsvorschriften

Im Folgenden werden die einzelnen Schritte der Operationalisierung näher be- leuchtet. Dieses Kapitel soll Klarheit schaffen über das „Wie“ der Umwandlung jener Begrifflichkeiten, die Forschungsoperationen möglich machen (Hermenau, S. 22).

3.1 Variablen

Variablen werden als Merkmale mit verschiedenen durchführbaren Ausprägungen verstanden. Bei der Bildung von Variablen werden Sprachliche Zeichen nach auserwählten Korrespondenzvorschriften mit Hintergrundinformationen kombiniert. Eine Variable beinhaltet mindestens zwei Variablenwerten. Eine wichtige Grundvoraussetzung zur Differenzierung von Variablen ist ihre Wahrnehmbarkeit. So sind Manifeste Variablen unmittelbar wahrnehmbar, latente Variablen hingegen nicht (Hermenau, S. 22ff.).

3.2 Indexbildung und Messung

Ein einzelner Indikator ist nicht ausreichend, wenn er entweder nicht in der Lage ist, die erwartungsvolle Dimension mit genügend Validität zu messen oder sich die Begrifflichkeiten einer sozialwissenschaftlichen Theorie auf verschiedene Dimensionen beruft. Basierend darauf, muss die Operationalisierung durch die Schaffung von Indizes erweitert werden. Die Indizes bündeln verschiedene Indikatoren nach auserwählten Regeln und stellen dadurch den forschungsrelevanten Sachverhalt dar (Hermenau, S. 25).

[...]


1 „ Die „ H ö he “ des Forschungsgegenstandes entscheidet, ob ein Forschungsprojekt explorativ o- der diagnostisch ist. Exploration und Diagnose bilden zwei Formen „ deskriptive Fragestellung “ , [ … ]. Unter „ Exploration “ versteht man eine (Neu-)Erkundung. Dabei richtet sich eine Fragestel- lung auf einen Gegenstand, ü ber den noch keine oder nur sehr wenige Erkenntnisse vorliegen. “ (Hermenau, S. 7).

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Kritische Auseinandersetzung mit der Methodik bei einer Befragung
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Veranstaltung
Schlüsselqualifikation für Studium und Beruf
Note
2,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V434770
ISBN (eBook)
9783668758001
ISBN (Buch)
9783668758018
Dateigröße
494 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wissenschaftliche Arbeit, Forschungsprojekt, empirische Inhaltsanalyse
Arbeit zitieren
Tina Oechsler (Autor), 2017, Kritische Auseinandersetzung mit der Methodik bei einer Befragung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434770

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