Das originelle Betriebsfest

und weitere Glossen


Fachbuch, 2018

114 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Arbeit - Wie es anfing

3 Büromenschen sind auch nur Menschen

4 Was Büromenschen antreibt

5 Arbeitsfreude

6 Büromenschen sind einzigartiger

7 Büromenschen denken positiv

8 Macher

9 Hotline für Bewerber – Fragen und Antworten

10 Bewerberauswahl: Geht es gerecht zu ?

11 Nennen Sie uns Ihren Gehaltswunsch?

12 Die Liebe zur Arbeit

13 Dankbarkeit: Bekenntnisse eines Erfolgreichen

14 Das Großraumbüro – das irdische Paradies

15 Das originelle Betriebsfest

16 Vom preisverdächtigen Kantinenessen

17 Empathie

18 Entscheidungen: Kopf oder Bauch

19 Erfolg

20 Erfolgfaktor Lächeln

21 Flow oder das Glück durch Arbeit

22 Sprache: Gehobene und abgehobe

23 Gerechtigkeit

24 Gespräch Gehaltserhöhung

25 Talent und Erfolg

26 Häuptling kann nicht jeder werden – Was tun?

27 Was ist Glück?

28 Hofnarren

29 Mahlzeit

30 Müßiggang – aller Laster Anfang?

31 Blaublütige Führungskräfte

32 Ruhestand

33 Epikurs Garten

34 Scheitern

35 Schöne und kultivierte Menschen

36 Sprache: Verständlich und anschaulich formulieren

37 Das Selbstgespräch

38 Traum von der Stille

39 Zelig: Das menschliche Chamäleon

40 Wikipedia – die Online -Enzyklopädie

41 High Potentials

42 Selbsterforschung

43 Stellensuche: Pförtner sucht neue Aufgabe

44 Träume

45 Traumberuf

46 Vorbilder

47 Authentisch sein: Offen, ehrlich, echt

48 Selbstinszenierung

49 Selbstverwirklichung

50 Das Leben gestalten

51 Karriere

52 Auszubildende

53 Bewerbung Zoodirektor

54 Literatur

1 Vorwort

Die Arbeit im Büro wird von vielen nicht als Arbeit empfunden, schon gar nicht als Maloche. Auch die Mitarbeiter, die im Büro putzen und Papierkörbe leeren, sind stolz auf ihre Arbeit. Wenn Sie gefragt werden, was sie beruflich machen, antworten Sie lächelnd: Ich arbeite im Büro.

Man geht nicht nur mit Kunden höflich um, sondern auch mit Mitarbeitern und Kollegen. Es herrscht nicht der rüde Ton wie unter Autofahrern. Der Stinkefinger existiert im Büro nicht.

Über unsere tierische Herkunft besteht seit Darwin keine Zweifel mehr. Gleichwohl ist der Mensch ein vernünftiges Wesen, schreibt der Hirnforscher Gerhard Roth. Doch biologisch gesehen gebe es keine Sonderstellung des Menschen. Schimpansen und Menschen sind auf das Engste miteinander verwandt, so der Hirnforscher. Büromenschen möchten aber keine Affen sein. Sie leben deshalb auch nicht im Urwald oder im Zoo. „Die Sprache“, so Roth, „mag anatomisch nur ein kleiner Schritt gewesen sein, aber dieser Schritt hatte große Folgen für die menschliche Kultur“.

Die „Bürokultur“ zieht viele an, besonders schöne und kultivierte Menschen. Im Büro wird kein Geburtstag vergessen, kein Jubiläum ausgelassen. 25 Jahre in der Kantine zu essen, verdient Anerkennung.

Höhepunkt jeder Bürokultur ist das jährliche Betriebsfest. Ein bisschen Spaß muss sein. Übrigens: Büromaterial und Büroangestellte sind nicht identisch.

Wer im Büro arbeitet, der weiß, warum Adam und Eva es nicht länger im Paradies aushielten. Im Büro kommt keine Langeweile auf. Die aufregende Arbeit gibt dem Leben einen Sinn. Das Büro ist ein Lebensraum ganz besonderer Art. Dort wird geredet, geflirtet, geliebt, gelacht, gemobbt, getrunken, gegessen, telefoniert, gesurft und natürlich auch gearbeitet, denn auch im Büro wird das Bruttosozialprodukt gesteigert.

Zur Bürokultur gehört selbstverständlich auch das Schwätzchen am Schreibtisch, auch wenn nicht alle Chefs dieses „Grooming“, (gegenseitiges Kraulen und Pflegen bei Affen) nicht gerne sehen, ist es aber für die guten Beziehungen untereinander und das Betriebsklima unverzichtbar.

Büromenschen haben einen festen Platz in der Welt, in der Firma und in der Kantine. Das gibt ihnen Halt. Zudem haben sie noch Vorbilder, tote und lebende wie zum Beispiel Herkules, den Halbgott oder den Chef zum Anfassen.

Auch Büromenschen haben Träume. Doch sie träumen nicht vom Glück. Das kennen sie bereits von ihrer Arbeit. Manche träumen von einem Leben danach, wenn sie Rente beziehen. Sie wollen dann nur noch sich selbst gehören.

2 Arbeit - Wie es anfing

Im alten Testament, bei den Jahwisten, heißt es: „Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaue und bewahre.“

Die Jahwisten haben das Elend des Menschen vor Augen:

Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot verzehren, bis du vom Ackerboden wiederkehrst, von dem du genommen hast.

Wir alle tragen die Last, Menschen zu sein in einer Welt, die durch Arbeit entstanden ist. Gott Vater hat bekanntlich sechs Tage anstrengend, wenn auch schöpferisch gearbeitet. Am siebten Tag ruhte er sich von der Arbeit aus. Es ist nicht bekannt, dass er seine Arbeit je wieder aufgenommen hätte. Von daher ist dieser nie nachlassende Drang zur Arbeit, wie viele ihn verspüren, nicht zu erklären.

Was seinen Sohn Jesus angeht: Wir wissen, dass er es mit der Arbeit nicht übertrieben hat. Bis zu seinem 30. Lebensjahr war er wohl Tischler, dann hat er im Selbststudium zum Propheten umgeschult. Wahrscheinlich war ihm die Handarbeit doch zu schweißtreibend.

Seit Adam und Eva im Paradies Verbotenes taten, muss „Arbeit“ als Fluch angesehen werden:„Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen.“

Ich glaube nicht, dass die beiden über die Vertreibung aus dem Garten Eden so unglücklich waren. Es war ihnen zu ruhig. Sie hätten sich dort vermutlich zu Tode gelangweilt.

3 Büromenschen sind auch nur Menschen

Biologisch betrachtet sind Menschen Wirbeltiere, die wiederum zur Gattung der Säugetiere gezählt werden. Innerhalb der Säugetiere gehören sie zu den Primaten und zur Gruppe der Menschenaffen. Schimpansen sind biologisch betrachtet die nächsten Verwandten des Menschen. Ob dies auch auf Büromenschen zutrifft, ist in der Wissenschaft noch eine offene Frage. Unbestritten ist allerdings, dass Büromenschen im weitesten Sinne zur Kategorie der Menschen zählen.

Heinrich Heine erzählt in seinen Memoiren die Geschichte von den Negern im Senegal, die steif und fest behaupten, Affen seien Menschen wie wir, nur klüger. Sie würden deshalb nicht sprechen, weil sie nicht als Menschen anerkannt und zum Arbeiten gezwungen werden wollen.

An dieser Stelle muss die Frage gestellt werden, ob man als Büromensch den Kontakt zu den nahen Verwandten nicht umgehend abbrechen sollte, um nicht in den Verdacht zu geraten, dass der ständige Umgang auf Verhalten und Denkvermögen abfärbt. Wer ist schon stolz auf seine arbeitsscheuen Verwandten? Bei Zoobesuchen sollten Büromenschen um das Schimpansengehege einen großen Bogen machen.

Wir sollten auch die Ethik und die Moral nicht außer acht lassen. Büromenschen sind gute Menschen. Die meisten jedenfalls. Sie sind Optimisten, denken positiv und lieben das Leben. Das drückt sich in ihrem Verhalten und in der Sprache aus. Sie sind höflich, grüßen zu jeder Tageszeit und sagen an jedem beliebigen Ort einfach „Mahlzeit“, damit sie nicht ständig auf die Uhr schauen müssen. Sie lächeln oft und verabschieden sich gutgelaunt von Freunden und Kollegen mit den Worten „Frohes Schaffen“, nur vor den Feiertagen im Dezember sagen sie „Frohe Weihnachten“.

Das alles können Affen nicht!

4 Was Büromenschen antreibt

Büroangestellte sind Künstler. Jedenfalls was den Antrieb angeht. Woher kommt dieser Antrieb zu außergewöhnlichen Leistungen? Von innen. Künstler brauchen nicht selten die Not, den Misserfolg als Motor. Erfolgreiche Büromenschen aber leiden nicht. Sie sind im Vergleich zu anderen schöner, stärker, gesünder, ideenreicher, klüger und erfolgreicher. Sie brauchen nicht die Gier nach Macht über andere. Jedenfalls die meisten nicht. Den Leidensdruck, der sie antreibt, erzeugen sie selbst.

Was treibt sie an, die Büromenschen? Aus Umfragen weiß man, dass es die kultivierte Umgebung ist, der Respekt und der freundliche Umgangston. Und nicht zu vergessen der Chef, der ein gutes Verhältnis zu seinen Angestellten pflegt. Das treibt sie an. Für einen netten Chef reißen sie sich ein Bein aus.

5 Arbeitsfreude

Ein bisschen Spaß muss sein, auch bei der Arbeit. Und Büroarbeit muss auch Freude machen, nicht immer, aber immer öfter. Das ist eine Frage der inneren Einstellung. Das jedenfalls behaupten die Autoren des Buches „Fish“, Stephen C. Lundin, Harry Paul, und John Christensen.

Die Autoren haben sich den Pike Place Fischmarkt in Seattle als Vorbild genommen. Die Verkäufer dort würden ihre Arbeit mit Begeisterung machen:

Ein Lachs auf dem Flug nach Minnesota“, ruft ein Fischverkäufer und schleudert ihn zum fünf Meter entfernten Ladentisch. Alle anderen Verkäufer im Chor: „Ein Lachs auf dem Flug nach Minnesota.

Die Abteilungsleiterin Mary Jane Ramirez, die eine Abteilung mit lustlosen Mitarbeitern leitet, die nicht effizient arbeiten, hat ihr Konzept gefunden:

Die Leute auf dem Fischmarkt sind Künstler, sie müssen Tag für Tag bewusst kreativ sein. Auch ich kann eine Künstlerin sein.

Sie kommt zu der Erkenntnis, dass die Einstellung zur Arbeit das Wichtigste sei. Man habe immer die Wahl, wie man seine Arbeit machen könne, auch dann, wenn man sich die Arbeit selbst nicht aussuchen könne. Sie macht ihren Mitarbeitern bewusst, dass deren negative Einstellung falsch sei und will sie überzeugen, dass ihnen die Arbeit mit einer positiven und „künstlerischen“ Einstellung sehr viel mehr Freude bereiten würde.

Die Arbeit im Büro erzeugt bei den Angestellten eine tiefe innere Befriedigung. Sie ziehen es deshalb vor, die Fische auf dem Fischmarkt zu kaufen und sich über die gutgelaunten Fischhöker zu freuen. Büromenschen lieben ihre Arbeit wie es die Fischverkäufer tun. Aber sie können neidlos darauf verzichten, auch nach der Arbeit noch so zu riechen wie das Produkt, das sie verkaufen.

6 Büromenschen sind einzigartiger

Menschen sind einzigartig, Büromenschen einzigartiger. Das menschliche Genom ist entziffert. Eine herbe Enttäuschung. Menschen gleichen sich und unterscheiden sich von den Affen in den Genen nur unwesentlich. Wir haben keinen Anlass, stolz zu sein. Und mit der Einzigartigkeit ist es auch nicht weit her. 99,9% des Genoms sind bei allen Menschen identisch, 98% mit denen von Schimpansen.

Eltern erziehen ihre Kinder dazu, sich einzigartig zu fühlen. Die Kinder halten sie sich für die Größten. Sie wissen, dass sie Genies sind. Später machen sie ihre Lehrer und ihre Umwelt dafür verantwortlich, dass sie zu wenig Beachtung gefunden haben und ihre Talente verschüttet worden sind. So ist das in einer Gesellschaft von Individualisten und Genies.

Unsere Identität gründet sich auf Verschiedenheit, auf Unverwechselbarkeit, auf Einmaligkeit. Es sind die Hemden von Lacoste.

Artur Schopenhauer meinte, dass es in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankfurt, wo er lebte, eine ganze Reihe von Hamlets gab, die ein trübseliges Leben führten. In Berlin und Hamburg des 21. Jahrhunderts wird das nicht anders sein. Der Schriftsteller Mario Vargas Llosa erzählte einmal, dass er in seiner Jugend in Peru vielen Emma Bovarys begegnet sei.

Die „einzigartige Persönlichkeit“ hat auch in der nachindustriellen Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Firmen suchen in den Stellenanzeigen “Persönlichkeiten“, ohne genau zu sagen, was das sein soll. Wir Deutsche können auch hier den großen Dichter bemühen: „Höchstes Glück der Erdenkinder sei nur die Persönlichkeit“ (Goethe: Westöstlicher Diwan).

Ich sei unverwechselbar, sagte meine Mutter und meinte die zerrissenen Hosen und das verschmierte Gesicht. Ihre Gunst und ihre Liebe musste ich mit vier weiteren Familienmitgliedern teilen. Ein Gefühl der Exklusivität mochte sich nicht einstellen. Die Natur kennt eben keine Fehlchargen, keine Musterkollektionen und keinen Nabel der Welt.

7 Büromenschen denken positiv

Es wird schon gut gehen, heißt die Devise. Die Kölner sagen: Et is noch emmer joot jejange (Es ist noch immer gut gegangen).

Wer im Büro arbeitet ist ein Gewinner und macht seine Arbeit mit Begeisterung. Er oder sie sagt jeden Morgen: Ein schöner Tag erwartet mich, auch wenn es regnet. Don`t worry, be happy!

„Die Verhandlungen sind gescheitert“, sagt der Nachrichtensprecher im Fernsehen. Das klingt vielen zu negativ. Sollte er etwa sagen: Die Verhandlungen sind nicht gescheitert? Das entspräche zwar nicht ganz der Wahrheit, klingt aber auch nicht gerade positiv. Positiv formuliert hört sich das so an: Die Verhandlungspartner waren nicht beweglich genug, um ihre Ziele zu erreichen.

„Mit Schwierigkeiten habe ich keine Probleme“, sagt der Vertreter: „Wenn jetzt kein Vertrag zustande kommt, dann vielleicht später.“ Es ist eben nicht das halbleere Glas, von dem hier die Rede ist, sondern das halbvolle. Warum die Dinge nicht optimistisch angehen?

Der Amerikaner Dale Carnegie gilt wohl als der bekannteste „positive Denker“ hierzulande. Carnegie hat den amerikanischen Traum populär gemacht: Vom Tellerwäscher zum Millionär. Alles ist möglich, man muss es nur wollen. Er erzählt in seinen Büchern von „erfolgreichen Tellerwäschern“. Dabei sind die Amerikaner nicht einmal die Erfinder des positiven Denkens. Die positive Programmierung des Selbst ist keine moderne Erfindung, sondern eine antike Technik, die aus der stoischen und epikureischen Philosophie kommt. Ob man die Dinge „positiv“ oder „“negativ“ bewertet, ist eine Frage der Vorstellung, die man sich von ihnen macht. Der Gebrauch der Vorstellungen, so die alten Griechen, steht in unserer Macht und erlaubt uns, auch missliche Dinge so zu interpretieren, dass sie in einem positiven Licht erscheinen. Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellung, die wir uns von ihnen machen. Doch die antiken griechischen Denker waren nicht so naiv, die Wirklichkeit auszublenden und das Negative beiseite zu schieben. Die alten Griechen waren immer auf das Schlimmste gefasst.

Bleibt die alles entscheidende Frage: Sind die Erfolgreichen deshalb so erfolgreich, weil sie eine positive und optimistische Einstellung zu den Dingen haben. Oder sind es geborene Sieger?

8 Macher

Es gibt Theatermacher, Liedermacher, Büchermacher, Blattmacher, Uhrmacher, Filmemacher. Doch meistens denkt man bei Machern an Manager, Unternehmer oder Politiker, die nach eigenem Selbstverständnis etwas bewegen und voranbringen wollen. Macher sind Tatmenschen Die Denker haben Respekt vor den Machern.

Was haben Macher gemeinsam? Sie stehen ständig unter Strom und haben wenig Zeit. Macher motivieren sich selbst, besitzen Ausdauer, setzen manchmal Gedanken in Taten um, arbeiten hin und wieder ergebnisorientiert und bringen ihre Aufgaben zu Ende, wenn das nicht schon das Ende bedeutet. Sie ergreifen die Initiative und haben keine Angst vor Fehlschlägen. Jedenfalls merkt man es ihnen nicht an. Sie schieben nichts auf die lange Bank, sagen sie, akzeptieren Kritik, übernehmen die Verantwortung für Fehler, die sie machen, was aber bei Politikern selten Konsequenzen hat.

Dieses Bild entspricht der Realität, jedenfalls in den Köpfen der Nicht-Macher.

Macher haben Werte. Sie sind nicht bei allen dieselben und schon gar nicht allgemeinverbindlich. Werte sind Vorstellungen über das Leben. Doch es gibt bei Machern die Sehnsucht nach bestimmten Werten, wie Fleiß, Rechtschaffenheit, Pflichterfüllung und Verlässlichkeit. Alles preußische Tugenden. Macher schätzen außerdem noch Kulturwerte, wie Fußball, Boxen, Volksmusik, Autorennen und Golf spielen.

Macher denken positiv und glauben an den Erfolg wie Buddhisten an die Wiedergeburt. Als Kinder der Aufklärung sind sie Individualisten und fest davon überzeugt, dass sie sich durch Arbeit selbst verwirklichen können. Um dieses hehre Ziel zu erreichen, braucht man bestimmte Eigenschaften und besondere Fähigkeiten. Macher sind ehrgeizig, haben außer einem vollen Terminkalender noch einen Lebensentwurf und wollen Karriere machen, wenn sie diese nicht doch schon hinter sich haben.

Macher handeln und treffen Entscheidungen. Tun sie dies nach moralischen Grundsätzen? Ja, sie glauben an das Gute im Menschen. Das kennen sie von ihrer christlichen Erziehung und den Kommunikations-Seminaren. Das wird schnell vergessen, wenn es zu Entlassungen kommt. Aber muss man deshalb schon skrupellos sein und über Leichen gehen? Nein. Aber Machiavelli macht es den Machern leichter mit seiner pragmatischen Einstellung, die auch heute noch, nach fünfhundert Jahren, hoch geschätzt wird. Machiavelli plädiert für eine Trennung von Moral und Geschäft. Er hat zwar keine besonders hohe Meinung von den Menschen, aber auch nichts gegen moralische Grundsätze, solange sie nicht seinen Zielen im Wege stehen. Machiavelli vertritt nicht das Böse schlechthin. Er schreibt in seinem Buch „Der Fürst“: „Nicht vom Guten lassen, wo dies möglich ist, aber auch das Böse tun, wenn es sein muss.“

Seit die schöne Pandora die Büchse geöffnet hat, ist das Unglück in die Welt gekommen, von dem auch die Macher nicht verschont bleiben. Keinen Erfolg haben, scheitern heißt ihr Unglück. Doch Erfolge, das wissen alle Macher, werden durch gelegentliche Misserfolge erst richtig schön, sie verleihen ihnen erst den richtigen Glanz.

9 Hotline für Bewerber- Fragen und Antworten

Die Wertschätzung der Mitarbeiter durch das Unternehmen endet nicht mit der Kündigung. Viele Firmen helfen den Mitarbeitern bei der Stellensuche. Manche richten Hotlines ein, wo Mitarbeiter kompetenten Rat bekommen. Dazu engagieren sie einen Coach, der ihre Fragen beantwortet. Hier ein paar Beispiele:

Frage

Was soll man eigentlich im Vorstellungsgespräch auf die Frage antworten, wie man seine Freizeit verbringt?

Antwort

Ein entfernter Verwandter - er war früher Abteilungsleiter bei einer Spedition - erzählte mir, wie er bei dieser Frage mit leuchtenden Augen antwortete, dass er Vorstandsmitglied in seinem Kleingartenverein sei und am liebsten die Schlagerparade der deutschen Volksmusik im Fernsehen anschaue.

Er sucht immer noch einen Job.

Frage

Hat man heute überhaupt noch eine reelle Chance ohne Abitur und Studium?

Antwort

Durchaus. Es gibt gute Beispiele: Thomas Mann und Günter Grass haben nur die mittlere Reife und trotzdem den Nobelpreis bekommen. In der Politik und in der Wirtschaft gibt es auch Männer und Frauen, die kein Abitur haben: Der frühere Bundespräsident Johannes Rau, der ehemalige Außenminister Josef Fischer oder Martin Schulz, der ehemalige Vorsitzende der SPD. Sie haben es auch ohne Abitur geschafft. Es gibt keinen Grund, dass ausgerechnet Sie es nicht schaffen sollten.

Was das Studium angeht: Den meisten Leuten merkt man doch überhaupt nicht an, dass sie studiert haben, auch nicht in der Politik. Bei Donald Trump käme doch niemand auf die Idee, er könnte studiert haben. Und wenn, was könnte er denn schon studiert haben? Das weiß niemand. Es könnte aber auch ein Trick sein: Sie vermitteln absichtlich den Eindruck, als könnten sie nicht bis drei zählen. Wähler mögen es offenbar, von ihresgleichen vertreten zu werden.

Für Sie als Bewerberin heißt das: Seien Sie im Vorstellungsgespräch nicht zu exzellent. Zu viel rhetorisches Talent mögen Personalchefs auch nicht. Ein paar kleine Unterschiede müssen schon sein.

Frage

Ich bin Köchin aus Leidenschaft. Ich habe eine 16-jährige Tochter, die unbedingt ins Büro möchte, Bürokauffrau will sie werden. Ich verstehe das nicht. Im Büro stell´ ich mir das stinklangweilig vor. Können Sie mir erklären, warum es junge Leute wie meine Tochter und ihre Freundin ins Büro zieht und nicht an den Herd wie mich?

Antwort

Es gibt drei Gründe: Bei der Büroarbeit handelt es sich um die höchste Form von Selbstverwirklichung. Den hohen Stellenwert verdankt die Büroarbeit dem Deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck und dem Philosophen Immanuel Kant. Seit der Einführung der Sozialversicherung durch Bismarck gilt Büroarbeit im Gegensatz zur körperlichen Arbeit der Handwerker als „überwiegend geistige Tätigkeit“, die nur von Angestellten zu leisten ist. Und dem Philosophen Kant verdanken wir, dass die geistige Tätigkeit als „Arbeit“ gilt. Davor verstand man unter „Arbeit“ nur die körperliche Arbeit.

Im Büro haben wir die Chance, ein gelingendes Leben zu führen, ein Leben nach eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten. Im Büro erlebt man Flow und persönliches Wachstum. Das könnte man auch „Glück“ nennen.

Frage

Mein Sohn hat schlechte Noten und mit Ach und Krach den Realschulabschluss geschafft. Er hat sich für kaufmännische Berufe beworben, aber immer wieder Absagen bekommen. Er weiß jetzt überhaupt nicht mehr, was er werden soll. Was raten Sie? Er kann nicht viel, aber reden kann er. Und er ist immer gut drauf. Happy go lucky.

Antwort

Ein Beruf mit Zukunft ist der des Bestatters. Voraussetzung für diesen Beruf ist die mittlere Reife, auf die Noten komme es nicht an, sagt der Bestatterverband, sondern „auf die positive psychische Veranlagung“. In der Ausbildung lernen sie Einbalsamierung und Trauerpsychologie. Was „Einbalsamierung“ bedeutet, kann man sich noch vorstellen. Aber was ist mit „Trauerpsychologie“ gemeint? Der Bestatter-Verband sagt, es sei wichtig, dass der Bewerber „Ja“ zum Leben sagt. Ein Bestatter muss die richtigen Worte finden. Damit ist den Hinterbliebenen sehr geholfen. Und reden kann Ihr Sohn doch.

Frage

Ein Kollege erzählte mir, dass er sich bei einem japanischen Unternehmen in Deutschland beworben habe. Beim Vorstellungsgespräch wurde er aufgefordert, auf einen Stuhl zu steigen und deutsches Volkslied zu singen. Was soll man eigentlich in so einem Fall tun? Ich kenne kein Volkslied.

Antwort

Die Japaner lieben deutsche Volkslieder. Sie können natürlich auch ein anderes Lied singen, wie Oh, happy day oder yesterday. Um ihren Hang zur Gruppenarbeit zu demonstrieren, sollten Sie alle Anwesenden auffordern, ebenfalls auf die Stühle zu steigen, sich anzufassen und mitzusingen. Das wirkt sich garantiert positiv auf die Einstellungs-Entscheidung aus.

Frage

Ich hatte letzte Woche gleich zwei Vorstellungsgespräche in zwei verschiedenen Firmen. Aber eins war in beiden Firmen gleich: Beide Personalchefs schauten irgendwie traurig. Ich frage mich natürlich, ob das etwas mit mir zu tun hat?

Antwort

Nein, ganz bestimmt nicht. Sie sollten das nächste Mal eine heitere Geschichte aus Ihrem Leben erzählen. Personalchefs lieben Geschichtenerzähler. Sie machen ihr Leben bunt und lebenswert.

Zu ihrer Frage: Warum schauen Personalchefs ein wenig traurig? Sie quält natürlich die Frage: Wer ist die richtige Bewerberin? Es ist das Gefühl des Ausgeliefertseins, unter dem sie leiden. Was ist ein Personalchef ohne die richtigen Bewerber? Was wäre Gott, fragte schon Nietzsches Zarathustra, ohne seine Gläubigen?

Frage

Was soll man sagen auf die Aufforderung hin "Erzählen Sie uns etwas über sich!" Wie anfangen, wo aufhören? Soll man Privates erzählen? Wie weit soll man ausholen?

Antwort

Diese Aufforderung in einem Vorstellungsgespräch bedeutet die große Chance für Sie, weit auszuholen und in langen Sätzen, ohne Luft zu holen von Ihrer glücklichen Kindheit zu erzählen, von der ersten Liebe und Ihrem Traumberuf "Lokomotivführer". Erzählen Sie ausführlich, dass Sie dann Friseur geworden sind und später zum Landschaftsgärtner umgeschult haben bevor Sie zum stellvertretenden kaufmännischen Angestellten aufgestiegen sind, was Sie eher beiläufig erwähnen sollten, weil es vom Wesentlichen ablenkt, nämlich von der Tatsache, dass es letztlich auf die Persönlichkeit des Bewerbers ankommt.

Sie sollten Ihren Gesprächspartnern einen kurzen Blick in Ihr Inneres gewähren. Vermitteln sie eine winzige Ahnung davon, was sie bewegt, was sie wirklich antreibt, wes Geistes Kind sie sind. Interviewer lieben die Abwechslung und vor allem Bewerber, die freimütig erzählen, dass sie viel lieber Lyriker geworden wären als Bildschirmsachbearbeiter, aber das Leben sei nun einmal hart.

Personalchefs lieben solche Geschichten, weil sie die Abwechslung lieben. Das alles können Sie erzählen, wenn Sie das Bedürfnis dazu verspüren. Nur sollten Sie nicht die Hoffnung haben, dass dies die Einstellungsentscheidung zu Ihren Gunsten beeinflussen könnte.

Frage

Ich hatte mich kürzlich bei einem großen japanischen Unternehmen in Deutschland beworben. Im Vorstellungsgespräch wurde ich gefragt, was meiner Meinung nach Deutsche und Japaner verbinde, was sie gemeinsam hätten.

Ich hatte einen totalen Blackout. Mir ist bis heute nichts dazu eingefallen. Helfen Sie mir. Ich habe nächste Woche ein zweites Gespräch.

Antwort

Na ja, die Hautfarbe ist es bestimmt nicht, was sie verbindet, schon eher der Fleiß.

Ich habe neulich gelesen, dass Japaner deutsche Gartenzwerge lieben. Das könnte der Grund sein, warum man Sie zu einem zweiten Gespräch eingeladen hat. Japaner stellen sich deutsche Gartenzwerge in den Vorgarten. Umgekehrt ist es nicht ganz so. Deutsche stellen sich keine Japaner vors Haus, noch nicht.

Wenn Sie die Stelle haben wollen, müssen Sie bei der Frage, was sie in ihrer Freizeit machen, auf ihre Vorliebe für deutsche Volkslieder hinweisen. Oder noch besser: Singen Sie die erste Strophe "Am Brunnen vor dem Tore..." Japaner lieben das.

10 Bewerberauswahl: Geht es gerecht zu?

Napoleon soll seine Unteroffiziere nach der Nasengröße ausgesucht haben. Diese Methode ist – soweit das bekannt ist – heute nicht mehr üblich. Aber es soll noch Personalchefs geben, die sich auf die Konfiguration der Sterne verlassen, andere lassen die Handschrift von einem Grafologen analysieren, um etwas über den Charakter und die Eignung zu erfahren. Größere Unternehmen setzen bei der Auswahl auf eignungsdiagnostische Verfahren mit dem Anspruch, den Berufserfolg vorauszusagen. Mit wissenschaftlichen Methoden soll der Eindruck vermittelt werden, dass es möglich ist, durch Messung von Kompetenzen und Persönlichkeitsmerkmalen, mit Stichproben, Skalen und Koeffizienten Gewissheit zu erzeugen. Sie begründen das damit, dass diese Verfahren objektiv, valide und reliable (zuverlässig) sind.

Geht es gerecht zu bei der Bewerberauswahl? Hat jeder Bewerber die gleiche Chance, eine Einladung zum Interview zu bekommen? Das fängt schon bei der Vorauswahl anhand der Bewerbungsunterlagen an. Von sechzig Bewerbern werden höchstens acht eingeladen. Das ist Willkür. Kann es dabei überhaupt Gerechtigkeit geben? Auch die Natur ist nicht gerecht. Es gibt Privilegien, die die Natur hervorbringt.

Ludwig Marcuse schreibt (Philosophie des Unglücks, 1981):

Weniger hat man bedacht, dass die Natur, nicht weniger blind als die Gesellschaft, Privilegien produziert. Sie sind natürlicher, nicht menschlicher; das hat der große Rousseau übersehen. Schönheit, Stimme, Vitalität, Gesundheit sind ererbt, wenn auch auf anderem Wege als ein Name und ein Konto und schaffen dieselben Oben und Unten. Natürliche Privilegien schaffen nicht mehr "Recht" als gesellschaftliche. Man kann die Ungerechtigkeit aus der Welt schaffen, wenn man die natürlichen Privilegien nicht honoriert. Gerecht ist, dass kein ererbter Rang prämiert wird.

11 Nennen Sie uns Ihren Gehaltswunsch

In der Stellenanzeige steht, dass der Bewerber auch seine Gehaltsvorstellung angeben soll. Manche tun sich schwer damit, weil Sie befürchten, dass ihre Gehaltsforderung zu hoch sein könnte und sie deshalb schon bei der Vorauswahl ausscheiden. Was soll der Bewerber tun? Einfach im Bewerbungsschreiben mitteilen, dass man die Gehaltsfrage gerne im Interview ansprechen würde?

Hier ein Auszug aus dem Interview:

Interviewer

Kommen wir zur Gehaltsfrage: Wie viel wollen Sie verdienen?

Bewerber

(lächelt) So viel wie möglich.

Interviewer

(lacht) Das möchten wir doch alle. Ich meine, welche Summe haben sie sich vorgestellt?

Bewerber

Das Doppelte

Interviewer

Das Doppelte wovon?

Bewerber

Von dem Betrag, der ihnen vorschwebt.

Interviewer

Bei mir schwebt nichts. Weder vor noch zurück. Der Betrag ist ganz fest in meinem Gedächtnis verankert. Also, nennen sie mir ihren Gehaltswunsch!

Bewerber

Das Doppelte.

Interviewer

Es ist üblich, dass der Bewerber seine Gehaltsvorstellung nennt, nicht umgekehrt.

Bewerber

Mag sein. Ein Arbeitsvertrag ist ein Austauschvertrag. Geld gegen Leistung. Richtig?

Interviewer

Absolut

Bewerber

Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch, Paragraf 243 schulde ich ihnen eine Arbeitsleistung mittlerer Art und Güte. Richtig?

Interviewer

Absolut.

Bewerber

Ich biete ihnen keine Leistung mittlerer Art und Güte, also eine durchschnittliche Leistung, sondern eine Spitzenleistung, das Doppelte eben.

Interviewer

Wer garantiert mir, dass sie tatsächlich die doppelte Leistung erbringen?

Bewerber

Sie haben mein Wort und die Probezeit. Wobei ich noch sagen will: Das Doppelte ist eine Minimalforderung. Manche verdienen das Dreifache oder mehr. Dagegen bin ich bescheiden.

Interviewer

Nehmen wir nur einmal an, ich folge Ihrem Gedankengang. Was bedeutet konkret „doppelte Leistung“? Arbeiten sie statt acht sechzehn Stunden?

Bewerber

Nein, das ist keine Frage der Quantität, sondern der Qualität. Anders ausgedrückt: Es sind die neuen Ideen, die ich mitbringe, das Engagement, die Begeisterung, der Mut, neue Wege zu gehen.

Interviewer

So habe ich das, ehrlich gesagt, noch nicht betrachtet. Wenn Sie recht behalten, dann wäre die Firma schon bereit

Bewerber

Jetzt kommen wir uns näher. Mein Vorschlag lautet: Bei Eintritt das Doppelte, nach der Probezeit das Dreifache. Einverstanden?

Der Wecker klingelt. Aus der Traum.

12 Die Liebe zur Arbeit

Oberstes Ziel jeder Erziehung war immer schon die Liebe zur Arbeit. Wenn das nicht immer gelang, musste der Staat nachhelfen. Man richtete Arbeitsschulen ein und baute Arbeitshäuser. Die Nazis erfanden den Arbeitsdienst.

Die Sehnsucht nach der Wiedervereinigung hatte seinen Ursprung auch in der Liebe zu Arbeit. Ost und West verfolgten immer schon die gleichen Erziehungsziele. Im „blauen Buch“ der DDR hieß es, dass die Kinder so zu führen sind, dass sie „die Erfahrung erwerben, dass umsichtiges und sorgfältiges Arbeiten Anerkennung findet.“

Erziehung hieß immer, Erziehung zum Fleiß. Wie sagte die gute Fee zu Pinocchio:

Merke dir das. Ein Mensch, sei er reich oder arm geboren, ist verpflichtet, sich in dieser Welt mit etwas zu beschäftigen, zu arbeiten. Wehe, wenn man sich vom Müßiggang beherrschen lässt. Das Faulenzen ist eine schlimme Krankheit, die man sofort, von Kind an, heilen muss. Wenn man groß ist, will man sonst nicht mehr

13 Dankbarkeit: Bekenntnisse eines Erfolgreichen

Wenn manche vorwurfsvoll sagen, man hätte sie nicht gefragt, ob sie geboren werden wollten, ist das für mich persönlich völlig unverständlich. Ich bin meinen Eltern dankbar, dass sie mir das Leben geschenkt haben. Sie haben richtig gehört:

Ich betrachte mein Leben als Geschenk. Ich fühle mich reich beschenkt, deshalb bin ich meinen Eltern dankbar. Aber nicht nur meinen Eltern, sondern auch meinen Großeltern. Wenn sie nicht gewesen wären, gäbe es mich auch nicht. Ich bin meinen Eltern deshalb dankbar, weil sie mich gewollt und nicht verhütet haben. Ich bin meinen Eltern für alles dankbar, was sie für mich getan haben, denn sie haben viel getan. Ich wäre niemals das geworden, was ich heute bin: Groß, erfolgreich und glücklich.

Für mich stellt sich die Frage nicht, ob ich das alles auch aus eigener Kraft geschafft hätte. Ich bin meinen Lehrern dankbar, dass sie mir das Lesen, Schreiben und Rechnen beigebracht haben und noch einiges mehr. Ich empfinde große Dankbarkeit, dass ich die großen deutschen Dichter und Denker im Original lesen kann: Goethe, Heine, Kant, Schopenhauer, Nietzsche. An dieser Stelle muss ich allen Menschen danken, die mich dabei unterstützt haben. Zunächst gilt mein Dank den großen Deutschen mit ihren Meisterwerken. Sie haben mein Leben reicher gemacht. Mein Dank gilt auch den Holzfällern in Finnland und in Kanada, die mit Fleiß dafür gesorgt haben, dass genügend Holz zur Verfügung stand, um die Werke dieser großen Männer zu drucken. Mein Dank gilt auch den Papierherstellern, den Verlagen, den Druckern und den Buchhändlern, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, solche bedeutende Werke unter die Leute zu bringen.

Diese tief empfundene Dankbarkeit war für mich auch das entscheidende Motiv, Lehrer zu werden. Meinen Schülern, die es im Leben zu etwas gebracht haben, bin ich zu besonderem Dank verpflichtet. Sie tragen meine Botschaft weiter und sorgen dafür, dass sie weiterlebt. Der Erfolg meiner Schüler erfüllt mich mit Stolz, aber auch mit Dankbarkeit, dass es mir vergönnt war, an hervorragender Stelle diesen begabten jungen Menschen den Weg gewiesen zu haben.

Ich danke meiner Frau und meinen Kindern. Sie haben mir erst die Kraft dazugegeben, mein Lebensziel zu verfolgen.

Ich muss für heute aufhören. Ich habe heute Abend noch einen Vortrag zu halten über die Dankbarkeit. Ich bin den Veranstaltern dankbar, dass ich dies nicht bei Kerzenlicht tun muss, wie es ursprünglich geplant war. Ich bin dem Erfinder der Glühbirne dankbar. - Vielen Dank! (Abgang)

[...]

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Details

Titel
Das originelle Betriebsfest
Untertitel
und weitere Glossen
Autor
Jahr
2018
Seiten
114
Katalognummer
V434780
ISBN (eBook)
9783668775022
ISBN (Buch)
9783668775039
Dateigröße
899 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Glossen
Arbeit zitieren
Karl-Heinz List (Autor), 2018, Das originelle Betriebsfest, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434780

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