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Prävention gegen sexuelle Gewalt am Beispiel der Mädchenarbeit des Wildwasser Würzburg e.V.

Title: Prävention gegen sexuelle Gewalt am Beispiel der Mädchenarbeit des Wildwasser Würzburg e.V.

Term Paper , 2016 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Natalie Ruhland (Author)

Pedagogy - General
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In unserer heutigen Gesellschaft wird sexueller Missbrauch in den Medien vielfach thematisiert und diskutiert. Ein bekannter Vorfall erfolgte an der Odenwaldschule. Dort wurden SchülerInnen über Jahrzehnte Opfer sexueller Gewalt durch Schulleiter und LehrerInnen, bis 1998 erstmals Berichte ehemaliger SchülerInnen öffentlich bekannt wurden. Auch von Missbrauchsfällen in der Kirche wird immer häufiger berichtet. In der Vergangenheit wurde sexueller Missbrauch jahrelang tabuisiert, bis er in den 80er Jahren erstmals in der Öffentlichkeit diskutiert wurde und das Ausmaß dieser Gewaltform nicht mehr geleugnet werden konnte. Laut Kriminalstatistik wurden allein im Jahr 2014 12.134 Kinder sexuell missbraucht. Diese Zahl verdeutlicht die Wichtigkeit einer Auseinandersetzung mit dem Thema sexuelle Gewalt an Kindern und den möglichen Präventionsmaßnahmen.

Aus diesem Grund werden in dieser Arbeit die Möglichkeiten der Prävention gegen sexuellen Missbrauch dargestellt und untersucht. Unter besonderer Beachtung steht die Fragestellung, welche Präventionsmaßnahmen speziell für Mädchen angeboten werden.

Um diese Frage vollständig beantworten zu können, beschäftigt sich der erste Teil dieser Hausarbeit mit der Gewaltform des sexuellen Missbrauchs. Hier werden die verschiedenen Begrifflichkeiten aufgezeigt und erläutert. Anschließend erfolgt ein historischer Rückblick. Es werden die verschiedenen Missbrauchsformen von sexueller Gewalt vorgestellt und auf seine Folgeerscheinungen eingegangen. Ein Abschnitt der Epidemiologie untermauert den Hand-lungsbedarf gegen sexuellen Missbrauch an Kindern. Anschließend werden die verschiedenen Formen der Prävention aufgezeigt.

Im zweiten Teil dieser Arbeit wird die Mädchenarbeit näher erläutert. Dabei wird auf ihre Entstehungsgeschichte sowie auf die Entwicklung der Ziele eingegangen. Darauf aufbauend werden ihre feministischen Ansichten für die Ursache dieser Gewaltform dargestellt. Abschließend wird der Wildwasser Würzburg e.V. vorgestellt, mit besonderer Betrachtung der verschiedenen Präventionsmaßnahmen gegen die sexuelle Gewalt an Mädchen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sexueller Missbrauch

2.1 Begrifflichkeiten - sexueller Missbrauch oder sexuelle Gewalt?

2.2 Historischer Rückblick

2.3 Formen des sexuellen Missbrauchs

2.4 Folgen für die Opfer

2.5 Epidemiologie

3. Prävention

4. Mädchenarbeit

4.1 Entstehungsgeschichte

4.2 Ziele und Grundsätze

4.3 Feministische Ansichten für die Ursachen sexueller Gewalt

4.4 Gegenwärtiges Mädchenbild

5. Mädchenarbeit am Beispiel des Wildwasser Würzburg e.V.

5.1 Leitbild und Aufgaben

5.2 Präventionsarbeit in der Praxis

6. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Wichtigkeit der Prävention gegen sexuellen Missbrauch bei Mädchen hervorzuheben, die verschiedenen Erscheinungsformen und Ursachen der Gewalt zu beleuchten sowie konkrete Präventionsmaßnahmen des Vereins Wildwasser Würzburg e.V. aufzuzeigen.

  • Analyse der Begrifflichkeiten und historischen Hintergründe von sexuellem Missbrauch.
  • Untersuchung der psychischen und physischen Folgen für betroffene Mädchen.
  • Darstellung der Entstehungsgeschichte und der Grundsätze der feministischen Mädchenarbeit.
  • Evaluierung der praktischen Präventionsarbeit am Beispiel des Wildwasser Würzburg e.V.
  • Diskussion über gesellschaftspolitische Notwendigkeiten für einen effektiven Kinderschutz.

Auszug aus dem Buch

2.4 Folgen für die Opfer

Durch sexuelle Gewalt können körperliche Folgen wie Verletzungen der Anal- und Genitalregion, Geschlechtskrankheiten wie Gonorrhoe und Chlamydien, aber auch AIDS entstehen. Allerdings hinterlassen sexuelle Gewalttaten an Kindern häufig keine sichtbaren Verletzungen (vgl. Hartwig/Hensen 2008: 44).

Die von ihren Eltern missbrauchten Mädchen befinden sich in einer ausweglosen Situation, denn sie werden häufig durch Gewaltandrohungen zur Geheimhaltung verpflichtet (vgl. Hartwig/Hensen 2008: 40). Somit zählt Angst zu einer sehr verbreiteten Folgeerscheinung von sexuellem Missbrauch, da sie z.B. mit dem Täter bzw. der Täterin nicht alleine sein möchten. Angstanfälle können auch in bestimmten Situationen auftreten, wenn die Opfer dort an die Tat erinnert werden (vgl. Deegener 2010: 89f.). Schließlich kann es passieren, dass sie aufgrund der Hoffnungs-, Hilf- und Ausweglosigkeit eine Depression erleiden (vgl. Moggi 2002: 117f.).

Erfolgt die sexuelle Gewalt über mehrere Jahre, dann trauern die Betroffenen häufig über ihre verlorene Kindheit und sind enttäuscht über den Vertrauensbruch des Täters bzw. der Täterin durch diverse Drohungen und Gewaltanwendungen (vgl. Deegener 2010: 91). Auch zu weiteren Familienangehörigen kann das Vertrauen beeinträchtig sein, da sie von ihnen nicht den benötigten Schutz erhalten haben. Das gestörte Vertrauensverhältnis kann das Bindungsverhalten der Mädchen stark beeinflussen, was bis zur völligen Ablehnung anderer Menschen und sozialem Rückzug führen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die gesellschaftliche Relevanz von sexuellem Missbrauch und formuliert die Fragestellung zur Prävention bei Mädchen.

2. Sexueller Missbrauch: Dieses Kapitel definiert den Begriff, beleuchtet historische Aspekte, klassifiziert Missbrauchsformen, erläutert die Folgen für Betroffene und liefert statistische Daten zur Epidemiologie.

3. Prävention: Hier werden gesellschaftliche Ursachen von Gewalt analysiert und die verschiedenen Ansätze der primären, sekundären und tertiären Prävention vorgestellt.

4. Mädchenarbeit: Das Kapitel zeichnet die Geschichte, die Ziele und die feministischen Grundsätze der Mädchenarbeit nach und reflektiert das aktuelle Mädchenbild.

5. Mädchenarbeit am Beispiel des Wildwasser Würzburg e.V.: Die Arbeit des Vereins wird als Fallbeispiel für die praktische Umsetzung von Präventionsangeboten und Netzwerkarbeit detailliert beschrieben.

6. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht den anhaltenden Handlungsbedarf in der Prävention.

Schlüsselwörter

Sexueller Missbrauch, Prävention, Mädchenarbeit, sexuelle Gewalt, feministische Pädagogik, Wildwasser Würzburg, Kinderschutz, Traumatisierung, Selbstbestimmung, Geschlechterrollen, Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerkarbeit, Gewaltprävention, Kindheit, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Prävention von sexuellem Missbrauch an Mädchen und untersucht, wie die Mädchenarbeit hierzu beitragen kann.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Schwerpunkte liegen auf den Definitionen von Gewalt, den psychischen und physischen Folgen für Betroffene, der theoretischen Fundierung der Mädchenarbeit sowie der praktischen Präventionsarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, die Wichtigkeit der Prävention aufzuzeigen und zu analysieren, welche spezifischen Maßnahmen die Mädchenarbeit ergreifen kann, um Gewalt an Mädchen zu reduzieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Konzepten und Berichten des Vereins Wildwasser Würzburg e.V.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Missbrauchsbegriffs und der Präventionsansätze sowie eine detaillierte Vorstellung der praktischen Arbeit des Wildwasser Würzburg e.V.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen: Sexueller Missbrauch, Prävention, Mädchenarbeit, feministische Grundlagen und Netzwerkarbeit.

Wie unterscheidet sich die Arbeit von anderen Studien zum Thema?

Die Arbeit kombiniert theoretische Grundlagen mit einem konkreten, regionalen Fallbeispiel und beleuchtet die Rolle feministischer Ansätze in der täglichen Praxis.

Welche Rolle spielt der Verein Wildwasser Würzburg e.V. für die Schlussfolgerungen?

Der Verein dient als praktisches Modell, anhand dessen aufgezeigt wird, wie erfolgreiche Prävention und Netzwerkarbeit im Kinderschutz konkret umgesetzt werden können.

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Details

Title
Prävention gegen sexuelle Gewalt am Beispiel der Mädchenarbeit des Wildwasser Würzburg e.V.
College
University of Applied Sciences Landshut
Grade
1,7
Author
Natalie Ruhland (Author)
Publication Year
2016
Pages
28
Catalog Number
V434919
ISBN (eBook)
9783668764057
ISBN (Book)
9783668764064
Language
German
Tags
Sexuelle Gewalt Missbrauch Mädchenarbeit Wildwasser
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natalie Ruhland (Author), 2016, Prävention gegen sexuelle Gewalt am Beispiel der Mädchenarbeit des Wildwasser Würzburg e.V., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434919
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