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Die Wohnimmobilienkreditrichtlinie und ihre Auswirkungen auf die Immobilienfinanzierung der Verbraucher

Título: Die Wohnimmobilienkreditrichtlinie und ihre Auswirkungen auf die Immobilienfinanzierung der Verbraucher

Elaboración , 2018 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Gerald Gerstner (Autor)

Economía de las empresas - Inversiones y finanzas
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Der Text führt einen Fakten-Check zwei Jahre nach Einführung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) durch. Dazu werden Hintergründe und Meinungen aus den verschiedenen Lagern offiziellen Datenerhebungen gegenübergestellt.

So ermöglicht es die Publikation, ein besseres Verständnis der Materie zu erhalten. Streitpunkte werden dabei einzeln untersucht und genau erläutert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Mit der Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) 2014/17/EU i.V.m. der Modifizierung der Verbraucherkreditrichtlinie 2008/48/EG zum 21. März 2016 in deutsches Recht, begann nach Meinung vieler Protagonisten wie z.B. Bankvorständen, Politikern, Medienvertretern, Verbraucherschützern und den Verbrauchern selber, eine Zäsur bei der Immobilienfinanzierung.

II. Hintergrund der Einführung der Richtlinie in jeweils nationales Recht der EU-Mitgliedsstaaten war der Zusammenbruch des US Immobilienmarktes (Subprime Crisis) in den USA 2008/09, welcher in eine globalen Finanz- und Wirtschaftskrise mündete.

III. Die Hauptstreitpunkte der Richtlinie

1. Rechtsunsicherheit für Banken und Sparkassen

a. Der neugestaltete § 505a BGB unterscheidet in Allgemein- und Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen.

b. Auch § 505b BGB bleibt hinsichtlich der Faktoren, welche zur Kreditwürdigkeitsprüfung herangezogen werden vage.

c. Welche Folgen die Verletzung der Pflicht zur Kreditwürdigkeitsprüfung hat, zeigt sich im § 505d BGB.

2. Wirtschaftliche Bedenken und Bewertung von Immobilien als Sicherheiten i.R.d. Kreditwürdigkeitsprüfung

3. Diskriminierung von Alten und jungen Familien

4. Eine erneute Prüfung der Kreditwürdigkeit bei Anschlussfinanzierungen

5. Widerrufsrecht

a. Für alle Darlehensverträge, die ab 21. März 2016 abgeschlossen wurden existiert ab sofort kein ewiges Widerrufsrecht mehr.

b. Für alle Darlehensverträge, die bis Ende 2010 abgeschlossen wurden, hatte der Gesetzgeber den Darlehensnehmern eine Frist bis zum 21. Juni 2016 gegeben, den Widerruf zu erklären.

c. Offen sind nur noch die Verträge, die zwischen 2011 und dem 21. März 2016 abgeschlossen wurden.

IV. Zum 21.12.2016 wurden durch das Bundesjustizministerium einige Änderungen an der Gesetzeslage vorgenommen.

V. Auswirkungen auf die Kreditvergabe aus Sicht der Banken und Sparkassen und deren Überprüfung anhand quantitativer Belege.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) auf den deutschen Markt und prüft die Kritik hinsichtlich einer vermeintlichen Kreditklemme anhand von Fakten und Statistiken.

  • Analyse der Kernpunkte der WIKR
  • Untersuchung der Rechtsunsicherheiten bei der Kreditwürdigkeitsprüfung
  • Diskussion wirtschaftlicher Bedenken und Diskriminierungsrisiken
  • Überprüfung der Auswirkungen auf das Kreditvergabevolumen
  • Fakten-Check der behaupteten Kreditklemme mittels Bundesbank-Daten

Auszug aus dem Buch

III. Die Hauptstreitpunkte der Richtlinie

1. Rechtsunsicherheit für Banken und Sparkassen wird immer wieder als Argument der Banken und deren Interessenvertretungen genannt. Die Rechtsunsicherheit bezieht sich überwiegend auf die Durchführung der Kreditwürdigkeitsprüfung. Wie soll diese ablaufen und welche Faktoren sind bei der Prüfung zu berücksichtigen, damit Verträge auch später als „rechtssicher“ angesehen werden können? Stein des Anstoßes sind §§ 505a BGB bis 505d BGB i.V.m. § 491 BGB.

a. Der neugestaltete § 505a BGB unterscheidet in Allgemein- und Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen. Während bei Allgemein- Verbraucherdarlehensverträgen i.R.d. Kreditwürdigkeit keine erheblichen Zweifel des Darlehensnehmers an der Einhaltung seiner vertraglichen Verpflichtungen bestehen dürfen, verlangt der Gesetzgeber bei Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen, dass es wahrscheinlich ist, dass der Darlehensnehmer seinen Vertragsverpflichtungen nachkommen wird. Beide Begriffe sind schwammig formuliert und bedürfen in der Tat einer Konkretisierung durch den Gesetzgeber, wann die Zahlungsfähigkeit des Darlehensnehmers als wahrscheinlich anzusehen ist bzw. wann keine erheblichen Zweifel gegeben sind.

b. Auch § 505b BGB bleibt hinsichtlich der Faktoren, welche zur Kreditwürdigkeitsprüfung herangezogen werden vage. Hier kann lediglich eine Orientierung an die Vorschrift des § 18a Abs. 4 KWG vermutet werden, da sich die Formulierungen sehr ähneln. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass die Vorschriften des KWG lediglich öffentlich-rechtlicher Natur sind und Verstöße gegen die Kreditwürdigkeitsprüfung nur durch die Aufsichtsbehörde (BaFin) sanktioniert werden könnte (wie bisher!) aber keiner zivilen Haftung unterlag. Dies hat sich mit der Normierung der Pflicht zur Kreditwürdigkeit in das Bürgerliche Gesetzbuch geändert. Somit sehen sich die Banken nun auch mit der zivilen Haftung des BGB konfrontiert.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Mit der Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) 2014/17/EU i.V.m. der Modifizierung der Verbraucherkreditrichtlinie 2008/48/EG zum 21. März 2016 in deutsches Recht, begann nach Meinung vieler Protagonisten wie z.B. Bankvorständen, Politikern, Medienvertretern, Verbraucherschützern und den Verbrauchern selber, eine Zäsur bei der Immobilienfinanzierung.: Einleitung in die Thematik der WIKR und die damit einhergehende Kontroverse.

II. Hintergrund der Einführung der Richtlinie in jeweils nationales Recht der EU-Mitgliedsstaaten war der Zusammenbruch des US Immobilienmarktes (Subprime Crisis) in den USA 2008/09, welcher in eine globalen Finanz- und Wirtschaftskrise mündete.: Erläuterung der Entstehungsgeschichte der Richtlinie basierend auf der Finanzkrise.

III. Die Hauptstreitpunkte der Richtlinie: Detaillierte Auseinandersetzung mit rechtlichen Unsicherheiten, Diskriminierungsrisiken und den Anforderungen an die Kreditwürdigkeitsprüfung.

IV. Zum 21.12.2016 wurden durch das Bundesjustizministerium einige Änderungen an der Gesetzeslage vorgenommen.: Darstellung der gesetzgeberischen Nachbesserungen nach der anfänglichen Kritik.

V. Auswirkungen auf die Kreditvergabe aus Sicht der Banken und Sparkassen und deren Überprüfung anhand quantitativer Belege.: Empirische Überprüfung der Behauptungen über eine Kreditklemme anhand offizieller Statistiken.

Schlüsselwörter

Wohnimmobilienkreditrichtlinie, WIKR, Kreditwürdigkeitsprüfung, BGB, Immobilienfinanzierung, Kreditklemme, Banken, Verbraucherschutz, Immobilienblase, Neugeschäftsvolumen, BaFin, Zinsbindung, Anschlussfinanzierung, Widerrufsrecht, Kapitaldienstfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Einführung und die Auswirkungen der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) auf den deutschen Markt für Immobilienfinanzierungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die rechtliche Ausgestaltung der Kreditwürdigkeitsprüfung, die wirtschaftlichen Konsequenzen für Banken sowie die Auswirkungen auf Kreditnehmergruppen wie junge Familien und Senioren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Kritik an der Richtlinie – insbesondere die Befürchtung einer Kreditklemme – anhand von Fakten und offiziellen Bundesbank-Statistiken objektiv zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor kombiniert eine juristische Analyse der neuen Gesetzestexte (BGB-Änderungen) mit einer quantitativen Untersuchung von Marktvolumina und statistischen Daten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Kritikpunkte (Rechtsunsicherheit, Diskriminierung, Anschlussfinanzierung) und deren anschließende Überprüfung durch aktuelle Marktdaten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kreditwürdigkeitsprüfung, WIKR, Rechtsunsicherheit und Kreditklemme geprägt.

Warum wird die Kreditwürdigkeitsprüfung nach § 505a BGB kritisiert?

Kritiker bemängeln die schwammige Formulierung der Kriterien, die Banken in die Rechtsunsicherheit stürzt und sie mit einer zivilen Haftung konfrontiert.

Lässt sich eine Kreditklemme durch das Zahlenmaterial bestätigen?

Nein, die vorliegenden Zahlen der Bundesbank zeigen für den untersuchten Zeitraum entgegen der Warnungen der Verbände sogar Zuwächse im Neugeschäftsvolumen.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Immobilienwerte?

Der Autor kritisiert, dass Sicherheiten wie Immobilien als Risikopuffer unterschätzt werden und plädiert für eine stärkere Berücksichtigung der Immobilienwerte im Sinne des österreichischen Vorbilds.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Wohnimmobilienkreditrichtlinie und ihre Auswirkungen auf die Immobilienfinanzierung der Verbraucher
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz
Calificación
1,3
Autor
Gerald Gerstner (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
16
No. de catálogo
V434938
ISBN (Ebook)
9783668783393
ISBN (Libro)
9783668783409
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wohnimmobilienkreditrichtlinie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Gerald Gerstner (Autor), 2018, Die Wohnimmobilienkreditrichtlinie und ihre Auswirkungen auf die Immobilienfinanzierung der Verbraucher, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434938
Leer eBook
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Extracto de  16  Páginas
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