Werbung immer und überall. Die Konsumenten sind abgestumpft und sehen daran vorbei. Fachleute sagen, dass der Kampf um den Kunden nur noch zu gewinnen ist, wenn wir ihn individuell ansprechen. Die Bedürfnisse des Kunden erkennen und ihm *sein* Produkt präsentieren. Der Kunde kauft kein Produkt, sondern folgt alleine seiner Emotion bei einer Kaufentscheidung.
Neuromarketing erschließt die Emotionen des Kunden, kann Kaufverhalten voraussagen und bedienen. Die digitale Kommunikation mit dem Kunden gelingt so wieder: Neueste Erkenntnisse aus der Gehirnforschung, Psychologie und Ökonomik sind deshalb die Schlüssel zum Kunden.
In dieser Publikation präsentiert der Autor die wichtigsten neurowissenschaftlichen Erkenntnisse im in der digitalen Kommunikation mit dem Kunden und stellt praxisbezogene Methoden sowie die Vor- und Nachteile für Unternehmen dar.
Aus dem Inhalt
Eye‐Tracking;
Stimulus‐Organismus‐Response‐Modell;
SOR-Paradigma;
Marktforschung;
Facial Coding;
Think Limbic;
menschliche Emotionssysteme
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definitionen und Einordnungen
2.1 Definitorische Grundlagen und Entwicklung des Neuromarketings
2.1.1 Begriffsdefinition Neuromarketing
2.1.2 Entwicklung des Neuromarketings
2.2 Neuroanatomische Grundlagen
2.2.1 Aufbau und Funktion des menschlichen Gehirns
2.2.2 Das limbische System
2.2.3 Bildgebende Verfahren der Neuromarketingpraxis
2.2.3.1 Elektroenzephalografie (EEG)
2.2.3.2 Facial Coding
2.3.1.3 Eye-Tracking
3 Digitale Kommunikation
3.1 Was ist digitale Kommunikation und wie hat sie sich in den letzten Jahren verändert?
3.2 Warum eine Notwendigkeit der unternehmensseitigen Verbesserung von digitaler Kommunikation besteht
4 Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zum Verhalten des Konsumenten in der digitalen Kommunikation
4.1 Die Macht des Unbewussten
4.2 Think Limbic Ansatz in der digitalen Kommunikation
4.2.1 Die entscheidenden „Big 3“ Emotionssysteme des Menschen
4.2.1.1 Das Dominanz-System
4.2.1.2 Das Stimulanz-System
4.2.1.3 Das Balance-System
4.2.1.4 Mischverhältnisse
4.3 Erkenntnisse des Neuromarketings in der digitalen Kommunikation
4.3.1 Wie Erkenntnisse des Neuromarketings in Marketingstrategien der digitalen Kommunikation eingebunden werden können
5 Kritische Würdigung
5.1 Chancen des Neuromarketings in der digitalen Kommunikation
5.2 Herausforderungen und Grenzen des Neuromarketings in der digitalen Kommunikation
6 Fazit und Zukunftsausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Neuromarketing als Instrument zur Optimierung der digitalen Unternehmenskommunikation, um dem weit verbreiteten Informationsverdruss der Konsumenten entgegenzuwirken und Kaufentscheidungen besser zu verstehen.
- Grundlagen des Neuromarketings und neuroanatomische Basis
- Analyse des Kaufverhaltens durch das "Think Limbic"-Modell
- Herausforderungen der digitalen Kommunikation (z. B. "Bannerblindheit")
- Einsatz bildgebender Verfahren (EEG, Facial Coding, Eye-Tracking)
- Kritische Reflexion von Chancen und Grenzen des Neuromarketings
Auszug aus dem Buch
Die Macht des Unbewussten
Die fünf menschlichen Sinne (Schmecken, Hören, Fühlen, Sehen, Riechen) versorgen uns pro Sekunde mit 11 Millionen Bits an Informationen wobei gleichzeitig davon nur 40 bis 50 Bits bewusst wahrgenommen werden, was exakt 0,0004 % entspricht.
Menschen denken häufig, dass sie in Ihrem Kaufverhalten rationalen Gründen und Motiven folgen. Neuromarketing gepaart mit der modernen Gehirnforschung liefert nun die Erkenntnis, dass dem in den meisten Fällen nicht so ist. „Das, was das Konsumenten „Ich“ handelnd und denkend als freie und bewusste Entscheidung erlebt, ist oft nichts weiter als eine „Benutzer-Illusion“ so Hans-Georg Häusel, führender Wissenschaftler im Bereich Neuromarketing. Vielmehr wird heute von einem „Autopilot“ ausgegangen, der als treibende Kraft für eine Kaufentscheidung unbewusst agiert und damit anders als bisher angenommen den Menschen nicht unbedingt rational handeln lässt.
Abbildung 9 soll den Unterschied zwischen dem Verhalten des Piloten und des Autopiloten deutlich machen und deren aufzeigen. Die Codes nehmen in diesem Schemata die Rolle der Reize (Sprache, Geschichten, Sensorik, Symbole) ein, die ein Konsument beim Durchstöbern eines Onlineshops wahrnimmt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Arbeit beleuchtet die Digitalisierung und die daraus resultierende Notwendigkeit, neurowissenschaftliche Erkenntnisse in die Online-Marketing-Disziplin zu integrieren.
2 Definitionen und Einordnungen: Es werden grundlegende Begrifflichkeiten, die Entwicklung des Neuromarketings sowie neuroanatomische Grundlagen und bildgebende Verfahren für die Marketingpraxis erläutert.
3 Digitale Kommunikation: Dieses Kapitel thematisiert die Veränderung der Kommunikation durch das Internet und begründet, warum eine unternehmensseitige Optimierung der Kommunikation notwendig ist.
4 Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zum Verhalten des Konsumenten in der digitalen Kommunikation: Hier werden die Rolle des Unbewussten und der "Think Limbic"-Ansatz analysiert, um das Kaufverhalten basierend auf Emotionen und Motiven zu erklären.
5 Kritische Würdigung: Eine kontroverse Auseinandersetzung mit den Chancen und Herausforderungen des Neuromarketings, basierend auf Expertenmeinungen.
6 Fazit und Zukunftsausblick: Zusammenfassung der Erkenntnisse und Prognose zur zukünftigen Integration von Neuromarketing in moderne Marketingstrategien.
Schlüsselwörter
Neuromarketing, Digitale Kommunikation, Konsumentenverhalten, Limbisches System, Think Limbic, Autopilot, Neuroanatomie, Bildgebende Verfahren, EEG, Eye-Tracking, Facial Coding, Marketingstrategie, Kundenbindung, Informationsüberflutung, Storytelling.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Neuromarketing Unternehmen dabei helfen kann, ihre Kommunikation in digitalen Kanälen effektiver zu gestalten und die Bedürfnisse ihrer Konsumenten besser zu adressieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die psychologischen Grundlagen des Kaufverhaltens, die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Kommunikation sowie die methodischen Ansätze des Neuromarketings.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie Neuromarketing dazu beitragen kann, den digitalen Kommunikationsverdruss zu mindern und den Erfolg von Unternehmen nachhaltig zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf ein Experteninterview mit Hans-Georg Häusel, kombiniert mit der Darstellung gängiger Verfahren wie EEG und Eye-Tracking.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der neuroanatomischen Basis, der Wirkungsweise des unbewussten "Autopiloten" und der Anwendung des "Think Limbic"-Modells zur Zielgruppensegmentierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Neuromarketing, digitale Kommunikation, Limbisches System, Emotionssysteme und Konsumentenpsychologie.
Was ist laut Hans-Georg Häusel die wichtigste Erkenntnis für das digitale Marketing?
Die wichtigste Erkenntnis ist, dass das menschliche Gehirn durch digitale Medien zwar überflutet wird, Unternehmen jedoch durch das Aufladen ihrer Produkte mit Emotionen und durch zielgruppenspezifische Ansprache ("Limbic types") erfolgreich sein können.
Warum ist laut der Arbeit der "Autopilot" so entscheidend für Marketingentscheidungen?
Weil das unbewusste System laut Zaltman ca. 95 % des Kaufverhaltens steuert; Marketingmaßnahmen müssen daher implizite Signale nutzen, anstatt nur an das rationale Denken zu appellieren.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Storytelling?
Storytelling wird als essenzielles Werkzeug betrachtet, um Konsumenten emotional zu erreichen, auf eine "Reise" mitzunehmen und durch stärkere geistige Beteiligung den Lerneffekt und die Markenbindung zu erhöhen.
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- Maximilian von Rennenberg (Author), 2018, Neuromarketing in der digitalen Kommunikation. Potenziale und Herausforderungen für Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/435178