Bereits seit einigen Jahren wird in der Öffentlichkeit immer wieder das Thema „Mann und Frau“ und die dazugehörige Chancengleichheit diskutiert. In den vergangenen letzten Jahren hat sich einiges in diesem Bereich getan, besonders betroffen davon ist der Arbeitsmarkt. Seit der Einführung des Gesetzes zur Chancengleichheit hat sich für Frauen und Männer im Erwerbsleben einiges verändert. Durch die Veränderung des Rollenbilds der Frau und die Frauenrechte wollten viele Frauen zur heutigen Zeit ihren Wunschberuf erlenen, beruflich auf eigenen Beinen stehen und dafür die vielfältigen Bildungsmöglichkeiten nutzen. Trotz dieser positiven Veränderung gibt es in Deutschland noch einige Unterschiede zwischen Frauen und Männer. Besonders groß sind diese Tendenzen in den Führungspositionen. Frauen sind hier deutlich unterpräsent und noch keine Selbstverständlichkeit. In dem Buch „Das dämliche Geschlecht“ schreibt Barbara Bierach, dass der Anteil der Frauen in Führungspositionen sehr gering ist und viele qualifizierte Frauen später doch den Weg der Hausfrau und Mutter wählen.
Doch welche Aufstiegshindernisse haben Frauen zu überwinden und warum gibt es so wenige Frauen in Führungspositionen? Welche Faktoren erschweren oder verhindern den beruflichen Aufstieg? In dieser Ausarbeitung soll den Fragen auf den Grund gegangen werden.
Die Ausarbeitung beginnt mit den Definitionen, später folgen die geschichtlichen und politischen Aspekte, unter anderem die Frauenbewegung, welche aufzeigen soll, wann sich in Deutschland etwas verändert hat. Der Hauptteil umfasst die Führungspositionen mit den aktuellen Zahlen, Anforderungen und Vorurteilen gegenüber Frauen, mit welchen Frauen auch heute noch unbewusst zu kämpfen haben. Danach folgt der Vergleich zwischen der Karrierefrau und dem Karrieremann, sowie auch der dazugehörigen Erklärungsansätze. Und zum Schluss folgt mein Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsdefinition
2.1 Führungspositionen
2.2 Frauenquote
3. Geschichtliche, politische Aspekte und die Frauenquote
3.1 Die Frauenbewegungen
3.2 Positionen der Parteien zur Frauenquote
3.3 Frauenquote – ja oder nein?
4. Frauen in Führungspositionen
4.1 Eigenschaftsanforderungen
4.2 Derzeitige Situation – Zahlen und Fakten
4.3 Vorurteile gegenüber Frauen
4.4 Frau – Mann im Vergleich
4.5 Frauen in Führungspositionen mit Kindern
5. Erklärungsansätze
5.2 Biologische Erklärung
5.2 Die sozialtheoretische Erklärung
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Gründe für die anhaltende Unterpräsenz von Frauen in Führungspositionen trotz gesetzlicher Maßnahmen wie der Frauenquote. Das primäre Ziel ist es, die Barrieren für den beruflichen Aufstieg von Frauen zu identifizieren und zu analysieren, warum diese trotz hoher Qualifikationen seltener in Leitungsebenen zu finden sind.
- Historische Entwicklung der Frauenbewegung und ihre politischen Auswirkungen
- Analyse aktueller Zahlen und Fakten zur Besetzung von Führungspositionen
- Untersuchung von Vorurteilen, Geschlechterrollen und Hindernissen (z.B. Glass-Ceiling)
- Vergleich der Managementqualitäten von Frauen und Männern
- Biologische und sozialtheoretische Erklärungsmodelle für geschlechtsspezifische Unterschiede
Auszug aus dem Buch
4.3 Vorurteile gegenüber Frauen
Wie bereits bei den Eigenschaftsanforderungen angeschnitten, werden den Frauen oftmals andere Persönlichkeitseigenschaften zugewiesen als den Männern. Es gibt allerdings noch eine Reihe von anderen Vorurteilen die dafür verantwortlich sein sollen, weshalb es Frauen schwer fällt in Führungspositionen aufzusteigen.
Ein Vorurteil ist es, dass Frauen an durchsichtige Barrieren also Glaswände stoßen und diese sie daran hindern aufzusteigen. Die Frauen werden beim so genannte Glass-Ceiling an den Rand des Glashauses gesetzt und haben geringe Aufstiegschancen während dessen die Männer das Zentrum des Glashauses besetzen. Oftmals werden in inoffiziellen Meetings Entscheidungen getroffen, Frauen sind oft nicht dabei und haben deswegen Schwierigkeiten in den Kreis hinzu zu kommen. Das Prinzip des Glass- Ceiling würde sich mit der vorherigen Analyse bezüglich der Größe der Firma und der sinkenden Frauenquote decken.
Ein weiteres Hindernis weswegen Vorurteile entstehen ist die männliche Dominanzkultur. Das bedeutet, dass sich Frauen in Führungspositionen oftmals von dem weiblichen Führungsstil distanzieren und anfangen sich mit Männern zu identifizieren. Leichter wäre es, wenn sie keine männlichen Vorgesetzen oder Mitarbeiter auf gleicher Stufe haben um ihren eigenen Führungsstil zu entwickeln.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen der geforderten Chancengleichheit und der realen Unterpräsenz von Frauen in Führungspositionen in Deutschland.
2. Begriffsdefinition: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Führungsposition und Frauenquote unter Einbezug relevanter Literatur wissenschaftlich definiert.
3. Geschichtliche, politische Aspekte und die Frauenquote: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Wurzeln der Frauenbewegung und die kontroversen politischen Standpunkte verschiedener Parteien zur Einführung einer gesetzlichen Frauenquote.
4. Frauen in Führungspositionen: Der Hauptteil analysiert aktuelle Daten, Eigenschaftsanforderungen, die Auswirkungen von Vorurteilen sowie die spezifische Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Karriere.
5. Erklärungsansätze: Hier werden biologische und sozialtheoretische Erklärungsmodelle einander gegenübergestellt, um die Hintergründe für geschlechtsspezifische Rollenbilder und Verhaltensweisen zu erläutern.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz theoretischer Gleichberechtigung tief verwurzelte Rollenbilder weiterhin bestehen und Frauen eigene, authentische Führungsstile entwickeln sollten.
Schlüsselwörter
Frauenquote, Führungspositionen, Chancengleichheit, Frauenbewegung, Gender, Karriere, Rolleninkongruenz, Glass-Ceiling, Unterpräsenz, Management, Familienplanung, Geschlechterrollen, Diskriminierung, Führungskultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Frauen in Führungspositionen in Deutschland, den Ursachen ihrer Unterrepräsentation und den Auswirkungen der Frauenquote.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Frauenbewegung, die politische Diskussion um die Quote, die aktuelle statistische Lage in Unternehmen sowie soziologische Erklärungen für Karrierebarrieren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Gründe für die geringe Anzahl an Frauen in leitenden Stellen zu durchleuchten und die Hemmnisse, wie etwa gesellschaftliche Vorurteile oder die Vereinbarkeitsproblematik, aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Statistiken und Studien zur beruflichen Situation von Frauen in der Wirtschaft.
Welche inhaltlichen Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?
Im Hauptteil werden Anforderungen an Führungskräfte, aktuelle Zahlen, die Rolle von Vorurteilen sowie die Diskrepanz zwischen Karrierefrau und Karrieremann thematisiert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Frauenquote, Führungspositionen, Rolleninkongruenz, Geschlechterrollen und berufliche Chancengleichheit definieren.
Was besagt die sogenannte "Glass-Ceiling" Theorie?
Sie beschreibt unsichtbare Barrieren, die Frauen daran hindern, in die obersten Führungsebenen aufzusteigen, während Männer diese Bereiche dominieren.
Wie unterscheidet sich die biologische von der sozialtheoretischen Erklärung?
Die biologische Erklärung führt Verhaltensunterschiede auf körperliche und genetische Anlagen zurück, während die sozialtheoretische Erklärung gesellschaftliche Rollenbilder und Sozialisationsprozesse als Ursache sieht.
- Citar trabajo
- Jennifer Kuß (Autor), 2018, Frauen in Fuhrungspositionen. Frau-Mann im Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/435204