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Gerechtigkeit im deutschen Justizsystem?

Titel: Gerechtigkeit im deutschen Justizsystem?

Essay , 2018 , 12 Seiten , Note: 1,2

Autor:in: Tamara Yvonne Kurz (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Sind die deutschen Gesetze in Bezug auf Gewalt- und Sexualstraftäter zu mild? Werden Steuerhinterzieher härter bestraft als Kinderschänder und Gewaltstraftäter? Warum bekommen viele Sexualstraftäter nur Bewährung? Wo bleibt der Opferschutz von Gewaltstraftaten? Ist das deutsche Justizsystem allgemein zu mild? Das vorliegende Essay beschäftigt sich mit ebendiesen Themen.

Weshalb fragt eigentlich keiner nach der Ursache für so viele Bewährungs- oder Geldstrafen? Sind unsere Gefängnisse schlichtweg überfüllt und die Justiz versucht, auf diese Weise dem Problem Herr zu werden? Geht es hierbei also mal wieder um Geld und der Staat möchte keine Ausgaben für den Bau weiterer Anstalten aufbringen? Sind es überhaupt tatsächlich derart viele Fälle, in denen ein viel zu mildes Urteil ausgesprochen wurde oder wurden Fälle wie sie eingangs beschrieben sind absichtlich von der Presse aufgebauscht, sodass in der Gesellschaft lediglich ein einseitiger Eindruck darüber entstanden ist?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Deals für die Opfer? Mitnichten!

3. Was sagen Anwälte der Opfer?

4. Wie sieht das die Polizei?

5. Wie reagiert das Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz (Bmjv)?

6. Wer ist verantwortlich?

7. Machen andere Länder mehr, um dem Problem Herr zu werden?

8. Wo führt das alles hin?

9. Fazit

10. Literatur- und Quellenverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wahrnehmung des deutschen Justizsystems in Bezug auf die Strafzumessung bei Gewalt- und Sexualstraftaten. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob das geltende Recht den Bedürfnissen des Opferschutzes gerecht wird oder ob eine tendenziell zu milde Rechtsprechung das Vertrauen in den Rechtsstaat schwächt.

  • Kritische Analyse von Bewährungsstrafen und gerichtlichen "Deals" im Vergleich zur Opferbelastung.
  • Gegenüberstellung der Positionen von Anwälten, Polizeivertretern und Justizbehörden.
  • Bewertung staatlicher Maßnahmen wie des Therapieunterbringungsgesetzes.
  • Internationaler Vergleich der Strafpraxis und Ansätze zur Rückfallprävention.
  • Diskussion über das Spannungsfeld zwischen Resozialisierung und Opferschutz.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Sind die deutschen Gesetze in Bezug auf Gewalt- und Sexualstraftäter zu mild? Werden Steuerhinterzieher härter bestraft als Kinderschänder und Gewaltstraftäter? Warum bekommen viele Sexualstraftäter nur Bewährung? Wo bleibt der Opferschutz von Gewaltstraftaten? Ist das deutsche Justizsystem allgemein zu mild? Der nachfolgende Beitrag beschäftigt sich mit ebendiesen Themen.

Bianca Scholz war 29 Jahre alt, als zwei Jugendliche sie auf dem Weg zu ihrem Auto vor ihrer Arbeitsstelle überfielen und niederstachen. Seitdem ist sie vom Hals abwärts gelähmt und rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen. Sie sitzt ihr Leben lang im Rollstuhl und die beiden noch jugendlichen Täter kamen nach nur wenigen Jahren wieder auf freien Fuß. Ist das gerecht?

Ein 19-jähriges Mädchen wird bei einem illegalen Autorennen überfahren. Strafe hierfür: der Fahrer des Unfallwagens bekommt zwei Jahre Haft auf Bewährung, der andere ein Jahr und neun Monate auf Bewährung. Die Richter begründen dies unter anderem damit, dass beide Fahrer keine Drogen nähmen und sich zu dem Rennen nicht verabredet hätten. Als die Polizei den Tatort mit Kreide markieren wollte, habe der Täter gesagt, die Beamten sollten vorsichtig sein, weil die Felgen des Autos 3000 Euro gekostet hätten. Ist das gerecht?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik durch Fallbeispiele und Aufwerfen der zentralen Frage nach der Angemessenheit deutscher Strafurteile für Gewalt- und Sexualverbrechen.

2. Deals für die Opfer? Mitnichten!: Untersuchung der Praxis von Absprachen zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung sowie deren Auswirkungen auf das Gerechtigkeitsempfinden der Opfer.

3. Was sagen Anwälte der Opfer?: Darstellung der Kritik von Juristen an zu milden Strafmaßen und der häufigen Nutzung von Verfahrenseinstellungen gegen Geldauflagen.

4. Wie sieht das die Polizei?: Beleuchtung der polizeilichen Sichtweise, die ein härteres Durchgreifen fordert, um die Abschreckungswirkung des Staates zu wahren.

5. Wie reagiert das Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz (Bmjv)?: Erläuterung der staatlichen Bemühungen um Opferschutz und der gesetzlichen Rahmenbedingungen wie des Therapieunterbringungsgesetzes.

6. Wer ist verantwortlich?: Diskussion über den richterlichen Ermessensspielraum und die wissenschaftliche Einschätzung der Wirksamkeit von Strafverschärfungen.

7. Machen andere Länder mehr, um dem Problem Herr zu werden?: Internationaler Vergleich der Straf- und Therapiepraxis in Ländern wie der Schweiz, Russland und Schweden.

8. Wo führt das alles hin?: Reflexion über den Vertrauensverlust im Rechtsstaat und die Risiken eines Vergleichs mit der Gesetzgebung anderer Nationen.

9. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Thematik unter Einbeziehung persönlicher Erfahrungen aus dem Praktikum sowie eines Appells für konsequentes Handeln.

10. Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen sowie der genutzten Medienberichte.

Schlüsselwörter

Justizsystem, Gewaltstraftäter, Sexualstraftäter, Opferschutz, Strafzumessung, Bewährungsstrafe, Resozialisierung, Therapieunterbringungsgesetz, Rechtsstaat, Rückfallprävention, Strafverfahren, Jugendgewalt, Sicherungsverwahrung, Gerichtsbarkeit, Strafrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wahrnehmung des deutschen Justizsystems im Hinblick auf die Bestrafung von Gewalt- und Sexualstraftätern und hinterfragt, ob das aktuelle Rechtssystem Opferschutz und Gerechtigkeit ausreichend gewährleistet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Kritik an Bewährungsstrafen, der Rolle von Absprachen in Strafprozessen, der Bedeutung von Therapieansätzen sowie dem Vergleich mit internationalen Rechtsansätzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der gefühlten Gerechtigkeit der Bevölkerung und den tatsächlichen rechtlichen Rahmenbedingungen und Urteilen aufzuzeigen und kritisch zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung medienrechtlicher Berichte sowie der Integration von Expertenmeinungen und praktischen Erfahrungen aus dem Bereich der Bewährungshilfe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Akteure wie Anwälte, Polizei und Justizministerium gehört, rechtliche Instrumente wie das Therapieunterbringungsgesetz erläutert und internationale Beispiele gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Opferschutz, Strafzumessung, Resozialisierung, Rechtsstaat und Gewaltstraftaten charakterisiert.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Opferschutzes?

Die Autorin betont, dass aktuelle Regelungen oder Geldstrafen für die Opfer häufig keine Entlastung oder Gerechtigkeit darstellen und die psychischen Folgen für die Betroffenen oft schwerwiegend sind.

Welche Rolle spielt die therapeutische Behandlung von Straftätern?

Therapie wird als essenzielles Instrument zur Rückfallprävention diskutiert, wobei kritisiert wird, dass entsprechende Angebote in Deutschland oft zu spät oder in unzureichendem Umfang bereitgestellt werden.

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Details

Titel
Gerechtigkeit im deutschen Justizsystem?
Hochschule
SRH Hochschule Heidelberg
Veranstaltung
Berufsethik
Note
1,2
Autor
Tamara Yvonne Kurz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
12
Katalognummer
V435219
ISBN (eBook)
9783668762459
ISBN (Buch)
9783668762466
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gerechtigkeit Justiz Deutschland Gewalttäter Sexualstraftäter Strafen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tamara Yvonne Kurz (Autor:in), 2018, Gerechtigkeit im deutschen Justizsystem?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/435219
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Leseprobe aus  12  Seiten
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