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Die Top 30-Rufnamen des Jahrgangs 2015 in Bayern und Schleswig-Holstein

Linguistischer Vergleich basierend auf den aktuellen Tendenzen in Deutschland

Titel: Die Top 30-Rufnamen des Jahrgangs 2015 in Bayern und Schleswig-Holstein

Hausarbeit , 2017 , 33 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gegenstand dieser Arbeit stellt ein linguistischer Vergleich der Namen-Hitlisten 2015 der Bundesländer Bayern und Schleswig-Holstein dar. Diese enthalten die 30 am häufigsten vergebenen Jungen- und Mädchennamen eines Jahrgangs im entsprechenden Bundesland. Zu entnehmen sind jene Listen der Internetseite www.beliebte-vornamen.de, erstellt von Knud Bielefeld und Annemarie Lüning.

Anhand der Materialgrundlage sollen allgemeine Tendenzen der Rufnamenvergabe aufgezeigt sowie regionale Unterschiede ermittelt werden. Bayern und Schleswig-Holstein wurden hierbei als Untersuchungsgegenstand gewählt, da sie eine sehr große Differenz bezüglich ihrer geografischen Lage innerhalb der Bundesrepublik Deutschland aufweisen. So schließt sich die Überlegung an, jene Differenz in der Rufnamenvergabe zu erforschen. Die Untersuchung verläuft anhand ausgewählter linguistischer Kriterien wie Silbenzahl, Voll- und Kurzformen sowie Androgynität.

Um eine schlüssige Argumentation zu gewährleisten, geht der Arbeit am sprachlichen Material die Erarbeitung notwendiger theoretischer Grundlagen voraus. Hier werden bereits allgemeine Tendenzen in der Rufnamenentwicklung aufgezeigt. Da jene zwar auf die beiden betrachteten Bundesländer zutreffen, jedoch nicht von ihnen ausgehend entwickelt wurden, bildet an dieser Stelle die Top-30-Hitliste 2015 von Deutschland die Materialgrundlage. Ansatzpunkte bezüglich Klassifizierungen, historischer Zäsuren o.ä. basieren auf den Ausführungen Nüblings in „Namen. Eine Einführung in die Onomastik“.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A) Theoretische Grundlagen

1. Ziel und Gegenstand der Arbeit

2. Namenklasse Rufnamen

2.1 Gattungsnamen (Appellative) und Eigennamen (Propria)

2.2 Individualitätsbasierte Namenklassifikation der Eigennamen

2.3 Onymische Eigenschaften von Rufnamen

2.4 Umbrüche in der Entwicklung der Rufnamengebung

2.5 Allgemeine Tendenzen in der Rufnamenwahl

B) Analyse des sprachlichen Materials

1. Arbeitshypothesen

2. Sonoritätsideal und Androgynität

2.1 Sonoranten- und Obstruentenanteile

2.2 Silbenzahl

2.3 Androgynität

3. Graphematische Vielfalt

4. Vollformen und Kurzformen

4.1 Regression zur Kindlichkeit

4.2 Herkunft und Einflüsse

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen linguistischen Vergleich der 30 häufigsten Rufnamen des Jahrgangs 2015 in den Bundesländern Bayern und Schleswig-Holstein durchzuführen, um regionale Unterschiede sowie allgemeine Tendenzen der Rufnamenvergabe aufzuzeigen.

  • Analyse von Sonoritätsidealen und Androgynität
  • Untersuchung der graphematischen Vielfalt
  • Differenzierung zwischen Vollformen und Kurzformen
  • Regionale Einflüsse und Herkunft der Namen
  • Überprüfung von Arbeitshypothesen zur Namenstruktur

Auszug aus dem Buch

2.3 Onymische Eigenschaften von Rufnamen

Die Namenklasse der Anthroponyme ist die Nummer eins im Namenklassensystem nach Nübling (Abb.6). Dies bedeutet, wie bereits in den vorherigen Kapiteln beschrieben, maximale Individualität und Belebtheit. Folgend sollen die in der rechten Spalte der Tabelle aufgeführten onymischen Eigenschaften auf die Namenklasse der Rufnamen angewandt werden.

Rufnamen verfügen über einen (relativ) festen Bestand bzw. ein spezielles Inventar. Neue Namen werden häufig aus Teilen des bestehenden Inventars gebildet. Dennoch muss der Bestand als „relativ“ beschrieben werden, da er durch Prozesse der Globalisierung oder Internationalisierung wächst. Rufnamen weisen maximale Opakheit auf. Zwar existieren Namen wie ‚Gottfried‘, die eine Motivation erkennen lassen, aber vor allem moderne Namen sind immer weniger transparent. Abweichungen lassen Rufnamen in ihrer graphematischen Vielfalt oder auch der hohen Zahl an Kombinationsmöglichkeiten bei Doppelnamen erkennen. Die Eigenschaft vieler Fremdstrukturen und maximaler Exklusivität lassen sich sogar auf Mikroebene innerhalb der Anthroponyme erkennen. „[Die Strukturen der Rufnamen] weichen auch stärker vom Normalwortschatz ab, und sie werden öfter aus Fremdsprachen entlehnt als FamN.“ GattungsN sind in der Namenklasse der Rufnamen nicht vertreten. Im Gegensatz zu Klassen, welche in der Rangfolge weiter unten, dementsprechend wenig belebt und individuell, angeordnet sind, weisen Anthroponyme eine minimale Übersetzbarkeit auf. Praxonyme sind teilweise gut übersetzbar (dt. Der Zweite Weltkrieg; engl. Second World War); bei Rufnamen hingegen ist dies nicht möglich. Eine weitere onymische Eigenschaft stellt das Diffundieren von Namen „nach unten“ dar. So finden Namen aus der Klasse der Anthroponyme Verwendung in der 6. Klasse, den Phänonymen. „Hochs und Tiefs recyceln z.B. komplett menschliche Rufnamen […]“

Zusammenfassung der Kapitel

A) Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die onymischen Klassifizierungen und definiert Rufnamen innerhalb des Systems der Propria unter Berücksichtigung historischer und sozialer Entwicklungen.

B) Analyse des sprachlichen Materials: In diesem Hauptteil erfolgt die praktische Untersuchung der Vornamen-Hitlisten 2015 anhand linguistischer Kriterien wie Silbenzahl, Sonorität, Androgynität und graphematischer Vielfalt.

Schlüsselwörter

Rufnamen, Onomastik, Sprachwissenschaft, Sonoritätsideal, Androgynität, Graphematik, Vollformen, Kurzformen, Namenklassifikation, Linguistischer Vergleich, Bayern, Schleswig-Holstein, Namenforschung, Anthroponyme, Kindlichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht linguistische Merkmale und regionale Unterschiede bei den beliebtesten Vornamen des Jahrgangs 2015 in Bayern und Schleswig-Holstein.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Sonorität, die Silbenstruktur, die graphematische Vielfalt sowie das Verhältnis von Kurz- und Vollformen bei aktuellen Vornamen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit erforscht, ob sich die Differenz in der geografischen Lage der beiden Bundesländer in der Rufnamenvergabe niederschlägt und welche linguistischen Tendenzen dabei erkennbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es wird eine korpusbasierte Analyse der Top-30-Hitlisten vorgenommen, wobei die Daten linguistisch nach Kriterien wie Lautstruktur und Silbenzahl kategorisiert werden.

Was umfasst der Hauptteil der Untersuchung?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Sonoritätsidealen, Androgynität, der graphematischen Weite sowie der Herkunft und morphologischen Struktur der Namen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Onomastik, Sonoritätsideal, Androgynität und graphematische Vielfalt charakterisiert.

Was besagt die „Regression zur Kindlichkeit“ bei Rufnamen?

Dies beschreibt den Trend hin zu kindlich wirkenden, häufig reduplikativen Lallformen, die durch eine hohe Anzahl von Sonoranten geprägt sind.

Welchen Einfluss hat das Bundesland auf die Namenwahl laut Analyse?

Während Bayern eine höhere Tendenz zu Vollformen zeigt, ist in Schleswig-Holstein eine stärkere Einbindung nordischer bzw. skandinavischer Varianten und Kurzformen feststellbar.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Top 30-Rufnamen des Jahrgangs 2015 in Bayern und Schleswig-Holstein
Untertitel
Linguistischer Vergleich basierend auf den aktuellen Tendenzen in Deutschland
Hochschule
Universität Erfurt
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
33
Katalognummer
V435293
ISBN (eBook)
9783668765344
ISBN (Buch)
9783668765351
Sprache
Deutsch
Schlagworte
jahrgangs bayern schleswig-holstein linguistischer vergleich tendenzen deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Die Top 30-Rufnamen des Jahrgangs 2015 in Bayern und Schleswig-Holstein, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/435293
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Leseprobe aus  33  Seiten
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