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Chancen und Risiken von EPCIS-fähigen Prozessen in der Buchhandelsbranche

Titre: Chancen und Risiken von EPCIS-fähigen Prozessen in der Buchhandelsbranche

Dossier / Travail , 2017 , 19 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Dominik Kropp (Auteur)

Gestion d'entreprise - marketing en ligne et marketing hors ligne
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In der modernen Wertschöpfungskette spielt das Streben nach reduzierten Kosten, schlanken Prozessen und Effizienzsteigerungen eine genauso große Rolle wie umweltbewusstes Handeln durch Vermeidung von Verschwendung und Abfall. Die Organisation Global Standards One (GS1) versucht mit dem Electronic Product Code (EPC) und dem EPCglobal-Netzwerk eine umfassende informationstechnologische Infrastruktur für die Fusion von digitalen Informationen und physischen Objekten zu etablieren. Sie macht sich Fortschritte in den Bereichen der Produktion von integrierten Schaltkreisen und des Internet of Things (IoT) zu Nutze, um eine mit dem Internet vernetzte möglichst automatisierte Wertschöpfungskette zu schaffen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 EPCIS

2.1.1 Einordnung

2.1.2 Datenmodell

2.1.3 Anwendungsfälle

2.2 Vorstellung des Unternehmens

2.3 Marktstruktur und technologischer Wandel im Buchhandel

3 Auswahl des Untersuchungsobjektes

4 Filialabholung

4.1 Aktueller Prozess

4.2 EPCIS-fähiger Prozess

4.3 Stärken

4.4 Schwächen

4.5 Chancen

4.6 Risiken

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit evaluiert das Potenzial des Standards Electronic Product Code Information Services (EPCIS) zur Optimierung von Filialabholungsprozessen in der Buchhandelsbranche, beispielhaft dargestellt am Unternehmen Thalia Bücher GmbH. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie ein solcher Prozess mit EPCIS abgebildet werden kann, welchen Mehrwert dieser Standard bietet und welche zusätzlichen Chancen sich durch dessen Implementierung ergeben.

  • Grundlagen des EPCIS-Standards und der EPCglobal-Netzwerkarchitektur
  • Analyse des aktuellen Filialabholungsprozesses im Buchhandel
  • Konzeptionierung eines EPCIS-konformen Prozesses für die Filialabholung
  • Untersuchung von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken bei der Implementierung
  • Skalierbarkeit und zukünftige Einsatzmöglichkeiten der RFID-Technologie

Auszug aus dem Buch

4.2 EPCIS-fähiger Prozess

Das Konzept für einen möglichen mit EPCIS standardisierten Prozess ist als Sequenzdiagramm in Abbildung 3 dargestellt. Die mit „EPCIS“ beschriftete Lebenslinie repräsentiert das Repository. Der Übersichtlichkeit halber sind die Lebenslinien der Lesegeräte, der Middleware, und der Capturing Application nicht abgebildet. Alle Nachrichten in Richtung EPCIS laufen über diese.

Nachdem der Kunde einen Auftrag zur Abholung aufgibt, wird geprüft, ob in der Filiale ausreichend freier Lagerbestand verfügbar ist. Wenn nicht, wird eine Warenbestellung über die bestehende EDI-Schnittstelle an das Zentrallager geschickt. Hier wird die Ware, die immer eine GTIN besitzt, ausgelagert und mit einem RFID-Tag versehen. Die Umformulierung der GTIN in einen EPC geschieht gemäß dem Standard Tag Data Translation (TDT). Verwendet werden sehr flache UHF-Tags, die problemlos auch an Büchern angebracht werden können. Zeitgleich mit dem Initialisieren des Tags wird ein Ereignis an das EPCIS geschickt. Dieses beinhaltet die Disposition „aktiv“ und die Geschäftsaktivität „wird kommissioniert“. Bei der Disposition handelt es sich um den Zustand der Ware. Zusätzlich werden Geschäftsbelegreferenzen wie die Kundenauftragsnummer im Repository erfasst. Die Ware wird in die Wannen verladen und beim Scannen unter dem RFID-Gate automatisch als „im Transit“ registriert. Sowohl die Wannen als auch die Artikel werden systemisch anhand ihrer EPCs erfasst, wobei die Wanne einen „Container“ für die Objekte repräsentiert.

Der Wareneingang in der Filiale wird mit einem kleineren EPCIS-Gate unterstützt, durch das die Wannen geschoben werden. Vorteil gegenüber dem Scannen von Lieferscheinen: Mengendifferenzen werden nicht übersehen, d. h. es sind keine Sichtkontrollen notwendig. Die Ware kann sofort ausgepackt werden, da die Bestandsbuchung und Erstellung des EPCIS-Ereignisses automatisch mit dem Scanvorgang ausgelöst wird. Die Geschäftsaktivität ist in diesem Fall „wird in Empfang genommen“, womit im EPCIS ein Besitzwechsel markiert wird, und der Zustand „reserviert“, damit die Ware nicht normal verkauft werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der digitalen Wertschöpfungskette und Definition der Zielsetzung der Arbeit sowie der Forschungsfragen.

2 Grundlagen: Vorstellung des EPCIS-Standards, des zugehörigen Datenmodells und Einordnung in den unternehmerischen Kontext bei Thalia.

3 Auswahl des Untersuchungsobjektes: Begründung der Wahl des Filialabholungsprozesses als zentrales Untersuchungsobjekt aufgrund seiner Bedeutung im Omnichannel-Handel.

4 Filialabholung: Detaillierte Analyse des Ist-Zustandes, Entwicklung eines EPCIS-basierten Soll-Prozesses sowie Bewertung der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken.

5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf weitere Anwendungsmöglichkeiten wie Inventuroptimierung und Self-Service-Abholfächer.

Schlüsselwörter

EPCIS, RFID, Filialabholung, Buchhandel, Supply Chain, Internet of Things, Warenwirtschaftssystem, Omnichannel, Thalia, Prozessoptimierung, Datenaustausch, Bestandsmanagement, Transparenz, Wertschöpfungskette, Technologieintegration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie der EPCIS-Standard eingesetzt werden kann, um Prozesse in der Buchhandelsbranche, insbesondere bei der Filialabholung, effizienter und transparenter zu gestalten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit deckt die Bereiche E-Business, mobile Technologien, RFID-gestützte Warenlogistik und moderne Prozessoptimierung im stationären Einzelhandel ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Evaluierung der Potenziale einer EPCIS-basierten Prozessgestaltung am Beispiel der Thalia Bücher GmbH, um Ineffizienzen abzubauen und den Kundenservice zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Ist-Prozessen, die theoretische Einordnung des EPCIS-Standards sowie die konzeptionelle Entwicklung eines Soll-Prozessmodells mittels Sequenzdiagrammen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen von EPCIS, die Vorstellung der Unternehmenssituation, die Analyse des Filialabholungsprozesses und eine kritische Bewertung der implementierten Lösung.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch für die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind EPCIS, RFID, Filialabholung, Omnichannel, Transparenz der Warenflüsse und Prozessautomatisierung.

Welche Rolle spielt die RFID-Technologie bei dem erarbeiteten Konzept?

RFID bildet die physische Grundlage für die EPCIS-Architektur, indem sie die automatisierte Erfassung der Ware entlang der gesamten Prozesskette ermöglicht.

Was sind die wesentlichen Vorteile des vorgeschlagenen EPCIS-Prozesses?

Zu den Vorteilen zählen eine verbesserte Kundenbenachrichtigungsqualität, ein schnellerer Wareneingang in Filialen und eine genauere Ortung der Waren.

Welche Herausforderungen oder Risiken werden bei der Implementierung genannt?

Die Arbeit identifiziert hohe Kosten für die RFID-Ausstattung sowie die Gefahr einer „Zwei-Systeme-Welt“ als wesentliche Risiken, die zu Dateninkonsistenzen führen könnten.

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Résumé des informations

Titre
Chancen und Risiken von EPCIS-fähigen Prozessen in der Buchhandelsbranche
Université
University of applied sciences Dortmund
Note
1,7
Auteur
Dominik Kropp (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
19
N° de catalogue
V435381
ISBN (ebook)
9783668799462
ISBN (Livre)
9783668799479
Langue
allemand
mots-clé
IoT Internet of Things Einzelhandel Handel RFID EPC Elektronischer Lieferschein EDI GTIN
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dominik Kropp (Auteur), 2017, Chancen und Risiken von EPCIS-fähigen Prozessen in der Buchhandelsbranche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/435381
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Extrait de  19  pages
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