Papier als Material. Möglichkeiten und Grenzen bei der Oberflächengestaltung (Kunst, Klasse 7)

Kleidung aus Papier


Unterrichtsentwurf, 2016

11 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Kompetenzen / Lernziele

2. Geplanter Unterrichtsverlauf

3. Sachanalyse

4. Didaktische Begründung und Analyse

5. Methodische Entscheidungen

6. Literatu

7. Anhang

Kurs: 7 Vorherige Reihe: Masken als Linoldruck

a) Linoldruck: Masken
b) Colorieren des Linoldrucks
c) Erweiterung durch verschiedene Untergründe

Thema der Stunde: Papier als Material: Möglichkeiten und Grenzen bei der Oberflächengestaltung Thema der Unterrichtsreihe: Fashionweeks: Kleidung aus Papier Einbettung in die Unterrichtsreihe:

1. Papier als Material: Möglichkeiten und Grenzen bei der Oberflächengestaltung
2. Fashionweek: Formerörterung von Accessoires
3. Meine Kleidung und mein Körper: Analyse von Accessoires und Maßnehmen am Körper
4. Vom Scribbeln zum Entwurf
5. Arbeit an dem Entwurf: Welches Papier eignet sich wo?
6. Besprechen der Entwürfe
7. Vom Entwurf zum Objekt
8. Vom Entwurf zum Objekt
9. Vom Entwurf zum Objekt
10. Vom Entwurf zum Objekt
11. Vom Entwurf zum Objekt
12. Wie die Stars: Analyse von Modefotografie
13. Vorbild und Selbstbild: Analyse von Modefotografie
14. Dokumentation der Kleidung durch Fotos/Catwalk(?)
15. // Differenzierungsaufgabe für schnelle SuS: Wie die Stars: Analyse von Modemagazinen
16. // Differenzierungsaufgabe für schnelle SuS: Gestalten einer Seite eines Modemagazins

1. Kompetenzen / Lernziele

Hauptlernziel Die Schülerinnen und Schüler erkennen, welche Veränderungsmöglichkeiten Papier birgt, wie z.B. Multifunktionspapier bei starren, glatten Objektteilen, Toilettenpapier bei bauschigen, weichen, biegsamen Objektteilen, etc. und haben die Fertigkeit erworben, diese zur Gestaltung von Oberflächen zu nutzen.

Teillernziele

Unterschiedliche Papierarten

Die SuS erkennen

1) die unterschiedlichen Eigenschaften der verschiedenen Papiersorten wie z.B Multifunktionspapier: leicht zu knicken, relativ starr, behält Form eher bei; Toilettenpapier mehrlagig, biegsamer, weicher, entfaltet sich nach dem Knüllen wieder teilweise; Küchenpapier: starrer als Toilettenpapier aber biegsamer als Multifunktionspapier.
2) die unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit und setzen diese zueinander in Beziehung: Multifunktionspapier: glatt bis leicht rau Verpackungspapier: dünn, weich und rau (je nach Seite) Toilettenpapier: auf der Unterseite rauer mit kleinen Vertiefungen, auf der Oberseite glatter mit Ornamenten, Küchenpapier: am rausten, von beiden Seiten runde Vertiefungen, starrer als Toilettenpapier aber biegsamer als Multifunktionspapier.
3) Die Reißfestigkeit im Verhältnis zueinander: Multifunktionspapier sehr reißfest, Verpackungspapier relativ; Küchenpapier mittel; Klopapier kaum reißfest.

die Oberflächengestaltung von Papier (Relief)

Die SuS erkennen

4) die Gestaltungsmöglichkeiten im Umgang mit Papier als Fläche (Relief)

a) mit den Händen, z.B. falten, knicken, knüllen, (kontrolliert) reißen, biegen, Lagen trennen
b) mit Werkzeugen, z.B. anschneiden, ausschneiden, ritzen, perforieren (fak.)

5) dass durch die Wiederholung von gleichen (geometrischen) Formen Ornamente entstehen.

6) die Besonderheiten der unterschiedlichen Werkzeuge (fak.), wie beispielsweise, dass die Schere mit ihrem glatten Geraden Schnitt zur Bearbeitung größerer Flächen geeignet ist, eine Nagelschere mit ihrer Biegung und kürzeren Schneide hingegen eher für kleinere Flächen und Details.

7) dass sie Kontraste durch Licht und Schatten mittels ihrer Formgebung erzeugen können. (fak.)

Verbindungsmöglichkeiten

Die SuS erkennen,

8) die Verbindungsmöglichkeiten von Papier mit Werkzeugen, wie tackern und nähen und kleben (Tesa, Kleber).

9) die Verbindungsmöglichkeiten von Papier ohne Werkzeuge (fak.), wie flechten, falten, verweben, etc..

10) dass manche Verbindungsmöglichkeiten auffällig und sichtbar sind, wie tackern und nähen (fak.), und andere unauffällig und eher nicht sichtbar sind, wie kleben.

Methodisch

11) Die SuS sind sensibilisiert für die Wahrnehmung von Materialeigenschaften losgelöst von einem zu gestaltenden Motiv.

12) Die SuS haben die Fähigkeit, eigene und fremde Werkstücke hinsichtlich Form, Material und Fertigung (Ökonomie, Sauberkeit) zu beurteilen.

Affektiv Die SuS

13) haben einen bewussten haptischen Zugang zu bekanntem Material.

14) sind überrascht von der anfänglichen bewussten Ausklammerung des im Fach üblicherweise wichtigsten Sinnes, dem Sehsinn.

15) freuen sich über die Möglichkeiten des freien Umgangs mit dem Material.

16) werden für das Material Papier mit seinen Möglichkeiten sensibilisiert.

Sprachliche Lernziele:

Prägung

Perforierung (fak.)

Schichtung

Plastizität

Erhabenheit

2. Geplanter Unterrichtsverlauf

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

3. Sachanalyse

Papier wird als Material für Kleidung bereits seit langem genutzt, beispielsweise von den Japanern. Um mit diesem alltäglichen Material arbeiten zu können, sollte dessen Vielfalt deutlich werden: So gibt es beispielsweise das Multifunktionspapier, aber auch Toilettenpapier, Papiertaschentücher oder Küchentücher.

Klassisches Multifunktionspapier eignet sich besonders für starre Formen, die relativ stabil sind und die Form weitestgehend behalten. Es ist biegbar und kann sehr gut zusammengenknüllt oder gefaltet werden, sodass klare Linien und Kanten sichtbar sind und sich netzartige zerknitterte Strukturen ergeben, die ein interessantes Spiel mit Licht und Schatten erzeugen und sich für Kontraste eignen. Durch das Einritzen, An- oder Ausschneiden von geometrischen Formen und deren Wiederholung können Ornamente erzeugt werden, die durch ihren Schattenwurf ebenfalls Kontraste erzeugen. Dieses Papier liegt in verschiedenen Eigenschaften vor: So kann es aus Altpapier recycelt sein und einen hellgrauen Ton haben, es kann auch chlorfrei gebleicht und optisch aufgehellt sein oder als Hochglanzpapier mit höherer Grammatur auftauchen.

Verpackungspapier ist eine dünnere Form des Multifunktionspapiers und ähnlich wie Zeitungspapier. Es ist sehr dünn und hat eine matte und eine glänzende Seite und somit eine etwas rauere und eine weiche Oberfläche. Beim Arbeiten mit diesem Material entstehen schnell Knicke. Das Papier ist relativ stabil, reißt aber entlang eines Risses leicht weiter. Es eignet sich daher zum Knüllen und für bauschige Applikationen, aber auch zum Stapeln.

Toilettenpapier unterscheidet sich vom Multifunktionspapier durch seine relativ weiche und flexible Oberfläche, die in den gleichen Abständen durch eingestanzte Perforierungen unterteilt ist, an denen sich die einzelnen Blätter leicht voneinander lösen lassen. Eine weitere Unterscheidung ist die Schichtung von mehreren (zwischen drei und fünf) Lagen von Papieren sowie eine Prägung, die sich je nach Schicht unterscheidet. Die unterste ist häufig durch kleine quaderförmige Vertiefungen gekennzeichnet, welche zu einer leicht rauen Oberfläche beitragen, die sich besser greifen lässt, die oberen Lagen haben verschiedene Muster, die sich auf dem Papier befinden (Spiralen aus Punkten, Rauten, Umrisse von Hunden, Schmetterlingen und Blüten, etc. ), diese sind eingeprägt und teilweise zusätzlich farbig auf das Papier gedruckt. [1]

Ähnlich verhält es sich mit Papiertaschentüchern und Küchentüchern , welche ebenfalls in diversen Ausführungen vorliegen: zwei- bis fünflagig, recycelt oder chlorfrei gebleicht, besonders reißfest, etc. Von der Größe her sind Küchentücher etwas breiter als die Breite eines DinA4 Blattes, welches sich gut als Unterlage eignet, Papiertaschentücher etwas schmaler. Auch bei ihnen fallen unterschiedliche Farbtöne (helles Weiß, dunkleres Weiß, eher gelblich, etc.) sowie diverse Prägungen auf (vgl. Toilettenpapier). Interessant ist hier, dass Küchentücher beidseitig Prägungen haben, obwohl man auf einer Seite mit Erhabenheiten rechnen würde. Die beiden Schichten sind also jeweils mit der Innenseite aneinandergeheftet worden. Diese Ornamente können aufgegriffen werden, indem sie verändert, hervorgehoben oder weiterentwickelt werden. Demnach eignen sich diese Papiersorten für Applikationen und Dekorationen, die flach auf einer Unterlage befestigt werden, um das Ornament zu nutzen oder in ihrer Form verändert werden, um beispielsweise bauschige, kugelförmige Formen zu erzeugen.

[...]


[1] Vgl. http://www.geo.de/geolino/forschung-und-technik/11148-bstr-von-der-rolle-so-wird-klopapier-hergestellt#151397-img- (Stand: 24.11.2016)

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Details

Titel
Papier als Material. Möglichkeiten und Grenzen bei der Oberflächengestaltung (Kunst, Klasse 7)
Untertitel
Kleidung aus Papier
Autor
Jahr
2016
Seiten
11
Katalognummer
V435428
ISBN (eBook)
9783668764378
ISBN (Buch)
9783668764385
Dateigröße
515 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kleidung aus Papier, Papier, Oberflächen, Haptik, Entdecken, Fashion, Design
Arbeit zitieren
Marie Welsche (Autor), 2016, Papier als Material. Möglichkeiten und Grenzen bei der Oberflächengestaltung (Kunst, Klasse 7), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/435428

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