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Elemente der Demokratie in der gemischten Verfassung bei Aristoteles und Cicero

Title: Elemente der Demokratie in der gemischten Verfassung bei Aristoteles und Cicero

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 22 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Sandra Holtermann (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Ausgehend vom antiken Griechenland hat insbesondere Platons Politeia als philosophische Schrift über den besten Staat über römische Republik und frühe Neuzeit hinweg bis in die Gegenwart gewirkt. Auf Platon beziehen sich, wenn auch in unterschiedlicher Art und Weise und mit verschieden gewichteter Motivation, beide Autoren, denen diese Hausarbeit im Wesentlichen gewidmet ist. Aristoteles als kritischer Schüler Platons begründete mit seiner sechsbändigen Politik eben diese als Verknüpfung philosophischer und ethischer Grundsätze – Cicero schuf mit seiner Schrift De re publica, die allerdings nur sehr fragmentarisch überliefert ist, auch mit dieser Intention ein lateinisches Gegenwerk zu Platons Staat. Weiterhin gemeinsam ist beiden Schriften, dass sie eine Typologie der Verfassungsformen und ein Kreislaufmodell der Verfassungen entwickeln und die Idee von der Mischverfassung als der stabilsten Variation aufnehmen. Diese Hausarbeit wird sich in erster Linie allerdings weniger mit diesen Mischverfassungstheorien als solche befassen, sondern vielmehr darauf abzielen, inwiefern in diesen Modellen Elemente der Demokratie zu finden sind. Einleitende biographische Informationen zu beiden Autoren werden vor der Beantwortung dieser Fragestellung stehen, zusätzlich wird ein als kurzer Überblick geplanter Vorspann über das Demokratieverständnis der Autoren im Allgemeinen und die Idee der Mischverfassung aus historischer Sicht vorweg einige für das Verständnis notwendige Informationen liefern. Bevor anschließend drei grundlegende Elemente der Demokratie auf ihre Rolle in der gemischten Verfassung hin untersucht werden, dient ein allgemeiner Überblick zur Stellung der Demokratie in dieser Verfassungsform zur ersten Orientierung. Als drei wesentliche Punkte der Demokratie stehen der Begriff des Bürgers, die Frage der Repräsentation durch Wahl oder Losverfahren und schließlich die Rechtsprechung als ein wichtiger Pfeiler der Verfassung im Vordergrund. Dabei soll neben der Erörterung von Aristoteles’ und Ciceros Theoriebildung auch die Realität, wie sie von beiden Autoren in Athen resp. Rom beobachtet worden sind, Erwähnung finden. Auf diese Art und Weise fließen in der Zusammenfassung sowohl Demokratieverständnis als auch philosophische Grundlagen beider Autoren ein, die sicherlich auch in den Geschehnissen in Athen bzw. Rom ihre Begründung finden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographische Informationen

a. Aristoteles

b. M. Tullius Cicero

3. Ideologische Grundlagen beider Autoren

a. Ihr Demokratieverständnis

b. Zur Idee der gemischten Verfassung

4. Der Status der Demokratie in der gemischten Verfassung

5. Ausgewählte Elemente der Demokratie

a. Der Begriff des „Bürgers“

b. Wahl oder Los? Die Frage der Repräsentation

c. Pfeiler der Verfassung: die Rechtsprechung

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert, inwiefern Elemente der Demokratie in den Modellen der gemischten Verfassung bei Aristoteles und Cicero integriert sind. Dabei steht die Untersuchung der theoretischen Konzeptionen im Vergleich mit der historischen Realität in Athen bzw. Rom im Fokus, um das Demokratieverständnis beider Denker innerhalb ihrer jeweiligen politischen Systeme zu beleuchten.

  • Vergleich der Staatsphilosophien von Aristoteles und Cicero
  • Analyse der Idee der gemischten Verfassung
  • Untersuchung des Bürgerbegriffs und der Partizipationsmöglichkeiten
  • Diskussion von Repräsentationsformen (Wahl vs. Los)
  • Rolle der Rechtsprechung als Pfeiler der Verfassung

Auszug aus dem Buch

c. Pfeiler der Verfassung: die Rechtsprechung

Cicero sieht das Gesetz als das Band bürgerliche Gemeinschaft (lex sit civilis societatis vinculum) und – in der Argumentation gleich folgend – Recht als Gleichheit des Gesetzes (ius autem legis aequale). Da Vermögen (pecuniae) und Talent (ingenium) nie gleich sein können, muss dem Recht und damit auch der Rechtsprechung die Aufgabe zufallen, auf diesem Gebiet Gleichheit von Bürgern zu garantieren. Quid est enim civitas nisis iuris societas civium? Besonders auffällig in der Argumentation ist hier die unbedingte Übernahme der demokratischen Position, die schließlich in eben dieser Schlussfolgerung endet.

Für die Mischverfassung hingegen schwächt Cicero diese indirekte Forderung noch ein wenig ab. Die Einheit des Volkes – an dieser Stelle gebraucht Cicero das Bild des harmonischen Zusammenspiels aus der Musik – die er als wesentliches Ergebnis einer funktionierenden Verfassung ansetzt, kann nur anstehen, wenn der Gerechtigkeit eine fundamentale Rolle zufällt. Andererseits kann weder (und hierin besteht die Abschwächung) ein Staat weder ohne Unrecht noch mit höchster Gerechtigkeit regiert werden. Mit dieser Argumentation folgt Cicero (in der Person Philus’) den Reden des Karneades in Rom, der Gerechtigkeit als höchste Form der Dummheit klassifiziert und damit aus der absoluten eine relative Gerechtigkeit macht, die die Menschen schützt und das Zusammenleben regelt. In der folgenden Gegenrede stützt sich Laelius auf stoische Grundsätze, wenn er ein einziges, ewiges und unveränderliches Gesetz benennt, das für alle Völker gleichermaßen gilt und von Gott kommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung zur Rolle demokratischer Elemente in den Mischverfassungsmodellen von Aristoteles und Cicero vor und erläutert den theoretischen Rahmen sowie die Literaturlage.

2. Biographische Informationen: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die Lebenswege und Hintergründe von Aristoteles und Cicero, um deren politisches Denken kontextuell zu verorten.

3. Ideologische Grundlagen beider Autoren: Hier werden das spezifische Demokratieverständnis beider Denker sowie ihre Sichtweisen auf die Idee der gemischten Verfassung erörtert.

4. Der Status der Demokratie in der gemischten Verfassung: Das Kapitel untersucht, wie demokratische Elemente innerhalb der Mischverfassungstheorien positioniert sind und welche Funktion der Freiheit dabei zukommt.

5. Ausgewählte Elemente der Demokratie: Dieses Kapitel analysiert detailliert den Begriff des Bürgers, Methoden der Repräsentation sowie die Bedeutung der Rechtsprechung für die Stabilität der Verfassung.

6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die wesentlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Aristoteles und Cicero bezüglich ihres Umgangs mit demokratischen Prinzipien innerhalb der Mischverfassung.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Cicero, Demokratie, Mischverfassung, Politik, Politie, Republik, Bürger, Repräsentation, Rechtsprechung, Gerechtigkeit, Staatsform, Verfassungstheorie, Athen, Rom

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Demokratieverständnis von Aristoteles und Cicero und wie demokratische Elemente in ihre Theorien der gemischten Verfassung integriert wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen den Bürgerbegriff, die unterschiedlichen Repräsentationsmodelle (Wahl vs. Los) und die Rolle der Rechtsprechung als Pfeiler staatlicher Ordnung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern in den Modellen der Mischverfassung von Aristoteles und Cicero Elemente der Demokratie zu finden sind und wie diese sich von der historischen Realität abgrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende staatsphilosophische Analyse, die primäre Quellen der Autoren mit aktueller Sekundärliteratur in Bezug setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den ideologischen Grundlagen der Autoren, dem Status der Demokratie in ihren Verfassungsmodellen sowie der detaillierten Betrachtung einzelner demokratischer Kernelemente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Aristoteles, Cicero, Mischverfassung, Demokratie, Republik, Bürger, Repräsentation und Rechtsprechung.

Inwiefern unterscheidet sich Ciceros Begriff des Volkes von der aristotelischen Sicht?

Aristoteles stellt den einzelnen, am politischen Leben teilnehmenden Bürger ins Zentrum, während Cicero eher eine kollektive Sicht auf das Volk und die Ständeordnung einnimmt.

Wie bewerten die Autoren die Rolle des Losverfahrens?

Aristoteles erkennt im Losverfahren ein demokratisches Element, das er in seiner Politie integriert, während für Cicero die dignitas und damit ein eher oligarchisch geprägtes Wahlverfahren dominieren.

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Details

Title
Elemente der Demokratie in der gemischten Verfassung bei Aristoteles und Cicero
College
Martin Luther University  (Institut für Klassische Altertumswissenschaften/ Institut für Politikwissenschaften)
Course
Demokratientheorien im historischen Prozess
Grade
sehr gut
Author
Sandra Holtermann (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V43544
ISBN (eBook)
9783638413121
Language
German
Tags
Elemente Demokratie Verfassung Aristoteles Cicero Demokratientheorien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Holtermann (Author), 2005, Elemente der Demokratie in der gemischten Verfassung bei Aristoteles und Cicero, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43544
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