Die Betreuungs- und Pflegequalität in Münchner Alten- und Pflegeeinrichtungen

Exposé zur Masterthesis


Studienarbeit, 2018

40 Seiten, Note: keine Note nur Teilnahme


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.0. Einleitende Bemerkungen des Verfassers

2.0. Problemaufriss und thematische Hinführung unter Einbezug der aktuellen
politischen Entwicklung

3.0. Forschungsinteresse und Nutzen der Ergebnisse

4.0 Zum Forschungsstand

5.0. Studiendesign und Methoden
5.1. Erhebungszugang I: Experteninterview ,,Arbeitsbelastung in der Pflege“
5.2. Erhebungszugang II: Der teilstandardisierte Fragebogen für Angehörige

6.0. Zeit- und Arbeitsplanung

7.0. Literaturverzeichnis
7.1 Beiträge aus Büchern
7.2. Internetquellen
7.3. Wissenschaftliche Fachzeitschriften

1.0. Einleitende Bemerkungen des Verfassers

Die vorliegende Arbeit ist schon vor dem Hintergrund dessen, was sie erfüllen soll, nämlich ein Exposé für meine Masterthesis darzustellen unvollständig und mit Sicherheit ausbaufähig. Nichts desto trotz soll sie dem Leser einen ersten Einblick in mein Forschungsvorhaben gewähren. Im Rahmen dieser Arbeit wird, wie der aufmerksame Geist bereits bemerkt haben wird, durchgängig das Maskulinum des Sprachgebrauchs verwendet. Dies geschieht ausdrücklich um des besseren Leseflusses willen und nicht um das weibliche Geschlecht auszugrenzen. In einem Berufszweig in dem das weibliche Geschlecht immer noch stärker vertreten ist, soll es sich ausdrücklich mitangesprochen fühlen. In einem ersten Abschnitt wird ein Problemaufriss unter Einbezug der aktuellen politischen Entwicklungen in das Thema einführen, bevor dann in einem folgenden Abschnitt mein Forschungsinteresse und der Nutzen der Ergebnisse thematisiert wird. Der sich bereits über mehr als ein Jahrzehnt, als Dauerbrenner erweisende Pflegenotstand, der von der aktuellen Bundesregierung im Wahlkampf erst spät entdeckt wurde, ist in den Medien aktuell heiß diskutiert und sehr präsent, was den ohnehin breiten theoretischen Hintergrund noch ausweitet und die Eingrenzung des Forschungsstandes, der in Kapitel 4.0 damit auszugsweise zur Sprache kommt, aus meiner Sicht unumgänglich macht. Kapitel 5 befasst sich dann mit dem Studiendesign, dass im Rahmen dieser Ausarbeitung leider auch nur auszugsweise präsentiert werden kann. Es werden daher in den Unterabschnitten 5.1 und 5.2 exemplarisch Erhebungszugänge einer Methodenmix -Studie präsentiert, die aus meiner Sicht zielführend für die Beforschung der Betreuungs-und Pflegequalität in Münchner Alten – und Pflegeeinrichtungen sind.

2.0. Problemaufriss und thematische Hinführung unter Einbezug der aktuellen politischen Entwicklung

In Deutschland gibt es was die stationäre und teilstationäre Pflege und Betreuung angeht, zunächst einmal eine dreigeteilte Struktur aus öffentlichen und kirchlichen Trägern sowie Einrichtungen von Private Equity Gesellschaften (PEG). Kapitalgeber können hier Banken, vermögende Privatpersonen oder Versicherungen sein, die auf diese Weise, durch eine Kapitalanlage auf gute Renditen hoffen.[1] Übrigens ein Schelm der Böses dabei denkt und annimmt, dass diese Renditen über den größten Kostenfaktor im sozialen Bereich, die Personalkosten erzielt werden, was nicht nur kritisch betrachtet werden kann, sondern auch muss.[2] Innerhalb dieser bestehenden Struktur, sind nach der aktuellen Pflegestatistik 27 % aller alten Menschen, die auf Hilfe und Pflege angewiesen sind, untergebracht. In absoluten Zahlen ausgedrückt sind das derzeit 783000 Pflegefälle. Der weitaus größere Teil, rund zwei Millionen Bundesbürger wird damit von den eigenen Angehörigen gepflegt.[3] Allein dieses Faktum lässt tief blicken und erahnen, dass es um die Zufriedenheit mit der professionellen Pflege und Betreuung in Einrichtungen, deutschlandweit und nicht nur in der bayrischen Landeshauptstadt schlecht bestellt ist. So ergab eine aktuelle bundesweite Telefonumfrage unter 1007 volljährigen Teilnehmern durch infratest dimap, dass nur 19 % der Deutschen sehr großes bis großes Vertrauen in Alten- und Pflegeeinrichtungen haben, die weit überwiegende Mehrheit dagegen wenig bis gar kein Vertrauen, der dort geleisteten Arbeit entgegen bringt[4] Viele Angehörige nehmen vor dem Hintergrund des bisher Ausgeführten offensichtlich in Kauf, dass die schlechter vergütete Pflege Angehöriger in der eigenen Häuslichkeit nicht selten mit beruflichem Kürzertreten und sozialer Isolation einhergeht, sie Transferleistungen in Anspruch nehmen müssen und über einen längeren Zeitraum betrachtet in die Altersarmut zu rutschen drohen.[5] Zwar mag es die Kombinationsleistung aus Geld-und Sachleistungen gem. § 38 Satz 1 SGB IX geben, jedoch wird nach § 38 SGB XI Satz 2 das Pflegegeld, um den vom Hundertsatz vermindert, in dem der Pflegebedürftige Sachleistungen in Anspruch genommen hat. Das Pflegegeld in Höhe von 901 EUR gem. § 37 Abs.1 Ziffer 4 SGB XI bei einem Pflegegrad 5, steht den Betroffenen bei Inanspruchnahme von Sachleistungen also nicht mehr in vollem Umfang zur Verfügung, wenngleich es häufig neben dem Bezug von Transferleistungen die einzige Einkommensquelle betroffener Familien darstellt, die ihre Angehörigen zu Hause selbst pflegen. Für die volle Sachleistung in Höhe von 1905 EUR bei Pflegegrad 5 gem. § 36 Abs.2 Ziffer 4 SGB XI , bieten ambulante Pflegedienste nicht selten nur unzureichende professionelle Unterstützungsleistung in den eigenen vier Wänden an, was darüber hinaus, den kompletten Verzicht auf das Pflegegeld als Einkommen zur Folge hat. Natürlich sind die 1905 Euro ein Bruttobetrag von dem die Sozialabgaben und Steuern noch abgehen und bei den 901 EUR handelt es sich um einen Nettobetrag, bei dem die Sozialabgaben, direkt in die Rentenkasse und die Arbeitslosenversicherung gezahlt, was die direkte Vergleichbarkeit der beiden Höchstbeträge erschwert, aber dennoch steht hier offenkundig eine nicht rechtfertigungsfähige Differenz im Raum. Schließlich wäre ohne die qualitativ beste, weil durch emotionale Verbundenheit gekennzeichnete Pflege, durchgeführt im eigenen zu Hause von Angehörigen, noch mehr Land unter als ohnehin schon.[6] Daneben sorgt der demographische Wandel in Deutschland dafür, dass ein Konzept der Verlagerung auf die Angehörigen Pflegebedürftiger nicht die alleinige Lösung des Problems sein kann- auch dann nicht, wenn diese Lösung finanziell besser ausgestattet wird und die Angehörigen somit mehr Anerkennung von staatlicher Seite erhalten. Bedingt durch die immer noch rückläufigen Geburtenzahlen und die gestiegene Lebenserwartung des Einzelnen schreitet die Alterung der künftigen Greisenrepublik Deutschland immer weiter voran,[7] sodass zwangsläufig immer mehr alte Menschen auf weniger junge folgen werden und an dieser Entwicklung der Bevölkerung würde nach der 13. koordinierten Vorausberechnung des statistischen Bundesamtes, auch ein leichter Anstieg der Geburtenrate auf 1,6 Kinder pro Frau und Familie oder eine stärker anwachsende Zuwanderung nichts ändern. Das in den nächsten 3 Jahrzehnten, stark ansteigende und anschließend auf hohem Niveau bleibende Medianalter, welches die deutsche Bevölkerung in eine jüngere und eine ältere Hälfte teilt, könnte durch stärkere Zuwanderung zwar günstig beeinflusst werden[8] aber Altern wird trotzdem zur unausweichlichen gesamtgesellschaftlichen Schicksalsfrage. Ein jedes Mitglied der Gesellschaft sieht sich in Deutschland zukünftig mit der Frage konfrontiert, in wie weit im jeweils persönlichen Einzelfall das Altern ohne gesundheitliche Einschränkungen und Gebrechen von statten geht oder ob, insbesondere im hohen und höheren Lebensalter ein Angewiesen- Sein auf fremde Hilfe und pflegerische Versorgung[9] - im Zweifelsfall innerhalb entsprechender stationärer Alten-und Pflegeeinrichtungen vorliegen werden. Im Bedarfsfall soll diese dann für eine wachsende Anzahl davon Betroffener menschenwürdig gestaltet sein.[10] Auch wenn es unter uns Menschen geben mag, die den Gedanken an eine Alten-und Pflegeheimunterbringung weit von sich schieben, so empfiehlt sich die Verdrängung dieser unangenehmen Frage für niemanden, weil kein Mensch in die Zukunft zu blicken vermag, ob es ihn nicht vielleicht selbst einmal trifft und er, weil es keine Angehörigen gibt, die pflegen wollen oder können in einer Alten-und Pflegeeinrichtung untergebracht werden muss.[11] In diesen Einrichtungen gibt es was die Personalstruktur anbelangt, vielfach unterbezahlte Betreuungskräfte, die sich um das seelische Wohl der Bewohner kümmern sollen sowie daneben Pflegehilfskräfte, die aber keine Behandlungspflege durchführen dürfen und Pflegefachkräfte, die unzureichend qualifiziert sind um die Behandlungspflege durchführen zu können und Pflegefachkräfte, die sich leider nicht nur auf die Behandlungspflege konzentrieren können und deshalb nicht selten überlastet sind.[12] Über allem regiert die Stechuhr, Stichwort Minutenpflege und die ist es auch, welche Zuwendung und Zuneigung nach wie vor limitiert. Einzig das persönliche Engagement und die Aufopferung vieler in der Pflege Tätigen steht der zunehmenden Arbeitsverdichtung, die ein immer größeres Pensum, in immer kürzerer Zeit einfordert, entgegen. Kants kategorischer Imperativ bleibt bei dieser Praxis bisweilen auf der Strecke und die Pflegefachkräfte, wie auch die Pflegehelfer und auch die Betreuungskräfte werden, mögen sie diesen Anspruch auch an sich selbst stellen, ebendiesem systembedingt nicht gerecht. Vielmehr entwickeln sie ein schlechtes Gewissen, weil sie ganz genau wissen, dass sie etwas unerledigt zurückgelassen haben und mehr hätten tun können, dass mit Blick auf die Bedürfnisse und Bedarfe des pflegebedürftigen, alten Menschen sinnvoll gewesen wäre. Dafür reichen aber schlicht die Ressourcen nicht, die tendenziell immer zu wenig sind, da sie nach dem Aufwandsdenken, als Pauschalen durch die Kranken und Pflegeversicherungen ausbezahlt werden- für einen bestimmten Pflegegrad gibt es ein gesetzlich festgelegtes Zeitkontingent.[13] Dieser von der Gesellschaft anerkannte und in Gesetzen festgeschriebene Aufwand in Form eines zusätzlichen, vermeintlichen Bedarfes, ist nur hin und wieder der tatsächliche Bedarf des pflegebedürftigen alten Menschen, denn meistens liegt dieser wesentlich darüber.[14] Es bleibt dem pflegebedürftigen alten Menschen, da nur die Hoffnung, dass er auf engagierte Pflegekräfte und Betreuer trifft oder er genügend Eigenkapital zu seiner tatsächlichen Bedarfsdeckung aufbringen kann, denn die fünfte Säule unseres Sozialsystems, die der kommunalen Entlastung vielmehr dienen sollte, als dem Wohl und der guten Versorgung von Heimbewohnern, zehrt seit 1999 von ihren Rücklagen und es sind aufgrund des oben beschriebenen demografischen Wandels mittlerweile zu viele alte Menschen bei denen Rente zusammen mit der Grundsicherung im Alter nach dem SGB XII und Pflegegeld wiederrum nicht genügen werden, um sich die menschenwürdige Pflege im hohen und höheren Lebensalter sichern zu können.[15],[16] Mitschuld hat zum einen die Übernahme der Ostrenten durch westdeutsche Rentenkassen im Zuge der Wiedervereinigung, aber vor allen Dingen auch die Agenda 2010, welche uns die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und viele brüchige Biographien beschert hat. Ebendiese ist es auch, die einen nicht zu vernachlässigenden Faktor in Bezug auf die gescheiterte Pflegeversicherung[17] darstellt, in die ja nur ordentlich eingezahlt werden kann, wenn auch kontinuierlich gearbeitet wird und mit dieser Arbeit ein auskömmliches Einkommen erzielt wird.[18] Aktuell werden von ihr häufig nicht alle anfallenden Kosten der Pflege getragen, sondern an die Familien oder den pflegebedürftigen Menschen selbst weitergereicht.[19] Es bleibt zu hoffen, dass sich der Pflegeversicherungsbeitrag für Beitragszahler tatsächlich erhöht[20] und eine langfristig stabile und sozial gerechte Finanzierung über eine Pflegevollversicherung im Rahmen der solidarischen BürgerInnenversicherung tatsächlich gelingt, denn ansonsten ist die Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten, bundesweit einheitlichen Personalbemessungssystems bis 2020 nicht sinnvoll, da damit weitaus höhere Personalkosten entstehen dürften, insofern es sich tatsächlich um ein bedarfsorientiertes Instrument handelt.[21] Bis dahin wird sich wohl weiter am Pflegegrad der Heimbewohner[22] orientiert und die Personalschlüssel zwischen Krankenkassen und Heimträgern auf Landesebene ausgehandelt mit der Folge das jedes Bundesland in seinen stationären Alten-und Pflegeeinrichtungen eine differierende Personaldecke zur Verfügung hat.[23] Eine bundeseinheitliche Regelung sucht man diesbezüglich vergebens[24], die aber nötig sein wird, um einen verbindlichen Qualitätsstandard in der Pflege und Betreuung alter hilfsbedürftiger Menschen überhaupt etablieren zu können. Über Jahre waren die Arbeitsbedingungen in der Pflege katastrophal. Aus Angst ihre Arbeit zu verlieren, von der sie ja wirtschaftlich abhängig waren und Fehler zu machen ließen sich viele krankschreiben. Der daraufhin entstehende Personalmangel, wurde von engagierten Kollegen durch Mehrarbeit ausgeglichen. Diese Mehrarbeit wurde aber nicht belohnt, sondern vom Arbeitgeber häufig ausgenutzt. Es wurde seinerseits begonnen durch Rationalisierung und Arbeitsverdichtung immer mehr Arbeit auf immer weniger Schultern zu verteilen, was den Druck auf die verbliebenen Mitarbeiter erhöhte. Anhaltende Arbeitsverdichtung als Belohnung für geleistete Mehrarbeit bedeutete längerfristig die Demotivation der Mitarbeiter, die in nicht wenigen Fällen zum Dienst nach Vorschrift geführt haben dürfte- die innere Kündigung war in einem solchen Fall sicherlich selten fern und betroffenes Pflegepersonal dürfte schnell damit begonnen haben, sich aus eigenem Antrieb nach einer neuen Arbeitsstelle umzusehen. Eingespart wurde beim Personal aber auch durch Auslagerung der Mitarbeiter- dieselbe Leistung wie zuvor konnte nun günstiger eingekauft werden. Akzeptierten die vom Outsourcing betroffenen Mitarbeiter in diesem Zusammenhang keine Änderungskündigung, die sie das Arbeitsverhältnis zu wesentlich schlechteren Bedingungen fortführen ließ, waren sowieso arbeitslos. Stellten sich Mitarbeiter als zu teuer heraus, wurden sie mitunter aber auch gemobbt und mit fadenscheinigen Gründen entlassen. Um noch mehr Geld auf Kosten der Pflege-und Betreuungsqualität einzusparen setzten die Einrichtungen schon mal gerne auf unqualifizierte 1 Euro- Jobber, Freiwillige im sozialen Jahr oder Zivildienstleistende. Sie wurden zu einem Bruchteil dessen, was eine Fach- oder Hilfskraft kostete auf die alten Menschen losgelassen und als vollwertige Pflegekräfte eingesetzt. Eine solche Personalpolitik geht zwangsläufig mit Einschränkungen in der Betreuungs-und Pflegequalität für die pflegebedürftigen alten Menschen einher. Pflegeerleichternde Maßnahmen wie Fesselungen bei Sturzgefahr oder Magensonden für die Essensgabe, Psychopharmaka zur Ruhigstellung taten ihr Übriges und sorgten dafür, dass der Arbeitsprozess noch effizienter gestaltet werden konnte- die daraus resultierenden Effekte, welche derartige Zwangsmaßnahmen für den Pflegebedürftigen hatten, gerieten vollends aus dem Blick. Von Bedeutung waren mit Blick auf die Kontrollbesuche des nicht unparteiischen MDK die Pflegeplanung, Trink-und Essprotokolle, Lagerungspläne und die äußerlich sichtbaren Dinge wie geschnittene Fingernägel oder eine saubere Spülmaschine in der Küche. Alles geduldiges Papier das sich leicht manipulieren ließ und nichts über Qualität in der Pflege und Betreuung aussagte. Ob es dem Menschen wirklich gut ging oder wie es um den seelische Zustand und das Leid der Bewohner bestellt gewesen ist interessierte den MDK allenfalls vordergründig. Ob die Bedürfnisse der Bewohner, wie etwa alte Gewohnheiten beizubehalten, ihre Sorgen und Ängste mitzuteilen oder Zuwendung zu erfahren erfüllt wurden, war aus Sicht des MDK für die Pflege-und Betreuung alter Menschen nicht so bedeutsam.[25] Es mag damals Alten-und Pflegeeinrichtungen gegeben haben[26] - und diese gibt es auch heute[27], denen die eigenen Eltern im Bedarfsfall bedenkenlos anvertraut werden könnten. Nimmt man die weiteren Bestrebungen des aktuellen Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU)- verantwortlich für die Schaffung von bundesweit sage und schreibe 8000 Pflegefachkraftstellen zur Entlastung bei der Behandlungspflege[28] - zumindest zur Kenntnis, bei denen es sich um ein zusätzliches Sofortprogramm gegen den personellen Notstand in der Pflegehandelt handelt, so wird deutlich dass sich bis heute an den chaotischen Zuständen in Alten -und Pflegeheimen nicht viel geändert hat. Nach wie vor mangelt es an Personal, die Arbeitsbelastung ist hoch-auch weil es viele gibt, die genau aus diesem Grunde nur Teilzeit arbeiten, die bessere Bezahlung nach Tarif ist noch nicht flächendeckend umgesetzt worden und es herrscht eine wahre Dokumentationswut in den Alten-und Pflegeeinrichtungen, die es unter anderem zulässt, dass Pflegeheime durch den ,,Pflege-TÜV“, als sehr gut bewertet werden, obwohl auftretende Pflegefehler, dass Gesamtergebnis eigentlich negativ beeinflussen müssten.[29] Dies macht für Verbraucher, die Suche nach der geeigneten Einrichtung schwierig und intransparent. Darüber hinaus bedarf es mit Blick auf die hohe Arbeitsbelastung der die Pflegekräfte ausgesetzt sind offenbar einiger Verbesserungen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsvorsorge.[30] Durch des Gesundheitsministers weiteren Tropfen auf den heißen Stein[31] sollen erstmals 13000 vollständig durch die Sozialversicherung finanzierte Stellen in der Pflege und zusätzliche Ausbildungsplätze entstehen. Darüber hinaus sollen Anreize für Teilzeitkräfte geschaffen werden, ihre Stundenzahl wieder zu erhöhen und auch die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland[32] für weitere 17.000 offene und direkt zu besetzende Stellen,[33] soll erfolgen.[34] Jedoch ist dies mit Vorsicht zu genießen, denn dies sind Stellen im teil- wie, auch im vollstationären Bereich, die größtenteils für dreijährig ausgebildete Personen vorgesehen sind,[35] und es steht zu befürchten, dass durch die Umsetzung dieses Planes auf diesen 17.000 Stellen auch Unterqualifizierte was dann wiederrum, zumindest bis eine, wie auch immer geartete Nachqualifikation erfolgt ist, der Betreuungs-und Pflegequalität in den Alten – und Pflegeeinrichtungen nicht besonders zuträglich sein dürfte. Bis die nachträgliche Qualifizierung beginnen kann, vergeht häufig nicht wenig Zeit[36] auch wenn nach dem Willen von CDU- Gesundheitsminister Jens Spahn künftig schneller gehen soll[37], da die Betroffenen zunächst einmal auf die Anerkennung ihres ausländischen Bildungsabschlusses warten müssen.[38] Ganz abgesehen davon, dass angeworbene, ausländische Pflegekräfte, dem Pflegemarkt im eigenen Land nicht mehr zur Verfügung stehen,[39] sowie ihr komplettes bisheriges Leben und ihre Kultur zurücklassen müssen, was eine enorme zusätzliche psychosoziale Belastung darstellen kann, auf die der Arbeitgeber möglicherweise auch im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsfürsorge eingestellt sein muss, sollen seine ausländischen Pflegekräfte auf Dauer belastbar bleiben. Hinzu kommen die sprachlichen Barrieren[40], die bei einem so hochkommunikativen Geschehen wie der pflegerischen Versorgung und Betreuung höchst hinderlich sein können und die daher durch berufsbezogene Intensivsprachkurse nach und nach eingerissen werden müssten, ehe diese ausländischen Pflegekräfte dann tatsächlich zur Entlastung im Pflegealltag beitragen können. Außerdem scheint die Nachfrage aus dem Ausland, hierzulande den Pflegeberuf zu ergreifen, niedriger als erhofft[41] Auch wenn Spahn den Pflegeberuf durch seine Sofortmaßnahmen attraktiver gestalten will, werden seine Anstrengungen in dieser Hinsicht vermutlich nicht die erhoffte Wirkung zeitigen, denn um den Pflegekollaps aufzuhalten bräuchte es ein weitaus größer angelegtes Programm, das zudem auch den ambulanten Bereich stärker mitberücksichtigt, über den im aktuellen Koalitionsvertrag der 19. Legislaturperiode kaum etwas geschrieben steht.[42]

3.0. Forschungsinteresse und Nutzen der Ergebnisse

Angesichts der beschriebenen, bundesweit vertretenen Missstände und Problemlagen in der Pflege macht es Sinn, vor dem Hintergrund der Hypothese, dass die Lebensqualität und Betreuung sowie Pflege miteinander in Beziehung stehen und sich wechselseitig bedingen[43] , die Pflege – und Betreuungsqualität in Münchner Alten und Pflegeeinrichtungen zu evaluieren. Schließlich kann sich auch die bayrische Landeshauptstadt hier nicht ausnehmen und es ist zu erwarten, dass es, was die Pflege – und Betreuungsqualität in Münchner Alten -und Pflegeeinrichtungen angeht, eindeutigen Verbesserungsbedarf gibt. Die erzielten Ergebnisse sollen, den teilnehmenden Einrichtungen als Gradmesser für die eigene angebotene Qualität dienen und darüber hinaus zur Implementierung in Versorgungs-und Einrichtungskonzepte genutzt werden. So könnte ein nicht unbedeutender Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung und Qualitätssicherung angebotener Dienstleistungen in der Alten-und Pflegeheimlandschaft Münchens geleistet werden. Außerdem entstünde freilich Transparenz beim Verbraucher dahingehend, wie es um die Betreuungs-und Pflegequalität in Münchner Alten- und Pflegeeinrichtungen bestellt ist, sodass letztlich auch ein Vergleich gezogen werden und Entscheidungsfindungen erleichtert werden.[44]

4.0 Zum Forschungsstand

Im Zeitraum vom Juni 2003 bis Mai 2006 wurde vom BMFSJ ein Forschungsprojekt gefördert, dass zum Ziel hatte ein wissenschaftlich fundiertes Instrument hervorzubringen, welches die Erfassung der Lebensqualität psychisch veränderter, speziell demenzerkrankter Menschen in stationären Unterbringung erlaubte. Durchgeführt wurde das Projekt vom Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg und der Sektion Gerontopsychiatrie an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg unter der Leitung von Prof. Dr. Kruse und Prof. Dr. Schröder. Das Projekt trägt den stimmigen Kurznamen H.I.L.D.E (Heidelberger Instrument zur Lebensqualität Demenzkranker).[45] Der im Juni 2006 publizierte Abschlussbericht offenbart im Besonderen die Bedeutsamkeit des emotionalen Erlebens für die demenzkranken Heimbewohner und deren Lebensqualität. Es wurde versucht, das emotionale Erleben von vier Kompetenzgruppen, (leicht demenzkrank, schwer demenzkrank mit psychopathologischen Auffälligkeiten, schwer demenzkrank mit somatischen Einschränkungen, sowie mittelgradig an Demenz erkrankt), in welche die Bewohner eingeteilt wurden[46] unter Einbezug von, für die Bewohner negativ und positiv besetzen Örtlichkeiten in fünf Bereichskategorien, darunter Bewohnerzimmer, Wohnbereich, Orte innerhalb der Einrichtung, Außenbereiche der Einrichtung und Orte außerhalb der Einrichtung[47] eingehend mithilfe differenzierter Emotionskodierungen zu beschreiben. Zu den fünf abgebildeten Emotionen der HILDE-ES, einer auf Basis der original Apparent Affect Rating Scale (AARS) von Lawton, VanHaitsma, & Klapper (1996), erstellten Skala mit verschiedenen Emotionsindikatoren, zählen Freude, Ärger, Angst, Trauer und Interesse.[48] In alltagsrelevanten Standardsituationen (Ruhe-, Aktivitäts- und Pflegesituation) wurde das Ausdrucksverhalten von jedem, der 305 zum Gesamtumfang der Stichprobe zählenden Bewohner[49], in einer systematischen Beobachtung, mit einer Dauer von zwei Minuten dokumentiert und zu einem Gesamturteil der dominierenden Affektlage synthetisiert.[50] Außerdem wurden die Bewohner zu ihrer Lebenszufriedenheit befragt, sofern dies noch möglich war. Hierzu kam eine Skala von 0= sehr schlecht -10= sehr gut, zum Einsatz und zugleich wurden die Pflegenden gebeten, das Ausdrucksverhalten des Bewohners mithilfe von HILDE-ES zu dokumentieren. Daneben sollten sie im Anschluss an jede Beobachtungssituation ihre Gesamteinschätzung vom Befinden des Bewohners anhand gegebener emotionaler Kategorien abgeben und die Sicherheit hinsichtlich ihres Urteils angeben.[51] Mit dem Projekt HILDE wird ein mehrdimensionaler Ansatz verfolgt, der einem ganzheitlichen Menschenbild[52], durch den Einbezug der Gesichtspunkte räumliche Umwelt, soziale Umwelt, Qualität der Betreuung, Verhaltenskompetenz, medizinisch-funktionaler Status, kognitiver Status, sowie vorhandene Verhaltensauffälligkeiten/ Psychopathologie, subjektives Erleben und emotionale Befindlichkeit gerecht wird[53] und damit speziell den Menschen dient, deren Persönlichkeit aufgrund ihrer Demenz für Außenstehende kaum noch zu wiederzuerkennen ist.[54] Die Macher der Studie verweisen ausdrücklich darauf, dass HILDE nicht nur einer differenzierten Diagnostik von Lebensqualität dieser Klientel dient, sondern auch zur Planung und Evaluation vom Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität herangezogen werden kann.[55] Dieses Forschungsprojekt fließt hier in den Forschungsstand ein, da Lebensqualität für Demenzkranke alte Menschen etwas anderes bedeutet und um sie zu gewährleisten, stellen sich mitunter andere Anforderungen an Pflege und Betreuung. Auch werden die beiden in dieser Arbeit vorgestellten Erhebungszugänge für deren Befragung dieses Personenkreises nicht geeignet sein, und es gilt Zugangsvoraussetzungen mit vorhandenen Teilhabebeschränkungen, durch eine bedarfsorientierte Erhebungsform zu vereinbaren[56] - doch dazu an anderer Stelle mehr. 2007 wurde eine Studie, die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ), die Möglichkeiten und Grenzen selbstständiger Lebensführung in stationären Einrichtungen (MuG IV) beleuchten sollte, publiziert. Sich auf amerikanische Befunde stützend hat sie transparent gemacht, dass Lebensqualität in Alten- und Pflegeeinrichtungen vom Grad der Selbstbestimmtheit, von der Wertschätzung seiner Person und der erfahrbaren Sicherheit und Geborgenheit in seinem Wohnumfeld abhängt. Die Art der Unterbringung, sein soziales Netzwerk und damit auch sein Kontakt zum Pflegepersonal, sowie die Beschaffenheit pflegerischer Interventionsmaßnahmen, die individuellen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung sind entscheidende Faktoren eines gelingenden Lebensabends in stationären Einrichtungen. Die Studie verweist darauf, dass in Bezug auf Geschlechtersensibilität Nachholbedarf herrscht mithin geschlechtliche Unterschiede im Betreuungs-und Pflegealltag nur unzureichend im Rahmen der angebotenen Dienstleistungen Berücksichtigung finden. Darüber hinaus müssen Aspekte einer kultursensiblen Pflege und eines kultursensiblen Wohnens im Rahmen der Diskussion um Lebensqualität in stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen künftig stärkere Beachtung finden.[57] Der Zusammenhang von Lebensqualität, sowie Betreuung und Pflege, die miteinander in sich wechselseitig beeinflussender Beziehung stehen wurde 2013 auch von A. Koppitz, J.Dreizler, H.Hedinger, betont,[58] die mit dem NCI ein Instrument zur Befragung von Mitarbeitern in Pflegeinrichtungen in der Schweiz entwickelten. Als maßgebliche Betreuungsdimensionen finden Sie dabei durch eingehende Konzeptanalyse: Akzeptanz und Wertschätzung, soziale Einbindung, Berücksichtigung von Lebensgewohnheiten, Selbstbefähigung, Personenzentrierung, Zusammenarbeit und Kommunikationsstrukturen zwischen Mitarbeitern und Bewohnern.[59] Es hatte sich aus der Item-Reduktion im Pilotinstrument von 2010 mit ursprünglich 42 Items, aus zwölf validierten Messinstrumenten zur Lebensqualität, eine stabile 3- Faktoren Struktur, mit reduzierten 16 Items eines standardisierten Fragebogens herausgebildet, die in einer zweiten Studie 2011 (N=136 in 11 Pflegeeinrichtungen bei einer Rücklaufquote von 100 %) validiert wurde. Diese 3 Faktoren bilden als ermittelte Subskalen, Betreuungsdimensionen in die sich alle verbliebenen 16 Items einordnen lassen.[60] Betreuungsdimension 1 ist im Gesamtmodell des NCI, die Autonomie, Betreuungsdimension 2 ist das emotionale Wohlbefinden und Betreuungsdimension 3 die Soziale Teilhabe. Diese Betreuungsdimensionen und auch die Items scheinen mir fruchtbar- auch für eine Befragung von Angehörigen Betreuter. Folgende Items ordnen sich dort wie folgt in die Betreuungsdimensionen des Betreuungsindex in Pflegeheimen (NCI):

- Selbstbestimmung: Kontakte gestalten, sich zu Hause fühlen, Gewohnheiten beibehalten, Sicherheit im Tagesablauf, Unterstützung um Probleme aus eigener Kraft zu lösen, Entscheidungen die durch Betroffene gefällt bzw. in deren Sinn sind, Dinge zu tun die im Interesse des Bewohners liegen, Ziele die der Betroffene ins Auge fasst

- emotionales Wohlbefinden: Intimes besprechen können und wissen warum der Bewohner gerade verstimmt ist, über den Tagesablauf bestimmen können, Freud und Leid mit jemandem teilen zu können, realistische Wünsche haben, die erfüllt werden können.

- Soziale Teilhabe: Die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe und das eingebunden sein in eine Gruppe.[61] Auf der Basis dieser Betreuungskategorien, wird unter Berücksichtigung der Geschlechter- und Kulturperspektive Erhebungszugang II entwickelt werden. Eine relativ neue Untersuchung hat nicht nur transparent gemacht, dass sich Genderdifferenzen auf die Lebensqualität der Bewohner auswirken, sondern auch in welcher Art und Weise sie dies tun.[62] Bei der Studie handelt es sich um eine Rekonstruktion der Sicht der Bewohner auf ihre pflegerische Versorgung und den Alltag im Pflegeheim mit seinen verschiedenen Angeboten und Möglichkeiten unter besonderer Berücksichtigung genderspezifischer Unterschiede,[63] die im Auftrag des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP)[64] unter der Leitung von Josefine Heusinger, Sabine Dummert und Sina Berndt vom Institut für gerontologische Forschung (IGF e.V.) im Zeitraum vom 01.10.2014-31.03.2015[65] durchgeführt worden ist. Im Mai 2015 wurde die Studie schließlich publiziert und hat aus der Bewohnersicht Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Alltagserleben zwischen männlichen und weiblichen Interviewpartnern zutage gefördert.[66] Intensiv geschulte, jeweils gleichgeschlechtliche Interviewer schufen Vertrauen, öffneten den Raum für genderspezifische Themen[67] und führten mit 20 Bewohnern zu gleichen Teilen männlich wie weiblich in vier Alten-/und Pflegeeinrichtungen[68] wurden qualitative, problemzentrierte Interviews nach Andreas Witzel[69] durchgeführt, die dann fallweise und im Anschluss fallvergleichend[70] mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring und der Datenanalysesoftware MAXQDA auf Basis eines deduktiv-induktiv gebildeten Kategoriensystems[71] ausgewertet wurden.[72] Die folgenden Ergebnisse lieferte die Teilstudie, nachdem die zum Zeitpunkt der Befragung nicht kognitiv beeinträchtigten und damit einer Minderheit angehörenden Bewohner, themenzentriert entlang der Bereiche Alltagsgestaltung und Körperpflege befragt worden waren, im Hinblick darauf, ob und wie sich die Wünsche der Bewohner in Pflegeeinrichtungen zur Pflege und Alltagsgestaltung, genderspezifisch unterscheiden:[73]

- Soziale Beziehungen und Kontakte haben für Männer und Frauen jeweils verschiedene Funktionen. Vereinzelt Männer aber vor allem Frauen schildern Situationen in denen sie anderen Mitbewohnern helfen.[74] Auch hinsichtlich des Sprechens über soziale Beziehungen gibt es genderspezifische Unterschiede, so schenken die Frauen den Fragen nach sozialen Beziehungen und Kontakten – mit Ausnahmen bei den Männern- oft mehr erkennbare Aufmerksamkeit.[75] Mehrere der befragten Männer bringen recht eindeutig zum Ausdruck, das sie sich selbst genügen und an anderen nicht interessiert sind.[76] Entsprechend suchen Frauen eher aktiv nach Gelegenheiten mit anderen in Kontakt zu kommen. Beide Geschlechter äußern gleichermaßen ihr Bedauern darüber, das enge Beziehungen fehlen.[77]

- Schamgefühl bei der Körperpflege. Bei einigen Frauen verstärkt sich das Schamgefühl aufgrund des Altersunterschiedes zu männlichen Pflegern. Die Wünsche der Bewohnerinnen vom gleichen Geschlecht unterstützt und gewaschen zu werden, werden nicht hinreichend respektiert, was zu Anpassung und Resignation bei den Frauen führt, die bei der Unterstützung und beim Duschen auf fremde Hilfe angewiesen sind und diese dann notgedrungen auch von Pflegern ausführen lassen.[78] Einige von ihnen empfinden es als grenzüberschreitend sich von einem Pfleger waschen zu lassen und versuchen ihr Recht nach weiblicher Hilfestellung durchzusetzen - sind sich aber angesichts ihres Alters unsicher, ob sie Scham empfinden dürfen- möglicherweise spielt auch der institutionelle Zwangskontext, dem sie als pflegebedürftige Frauen unterworfen sind eine nicht unmaßgebliche Rolle.[79] Männern dagegen scheint es weniger auszumachen, sich von Schwestern behilflich sein zu lassen, allerdings- auch hier gibt es Ausnahmen. Die Bewältigung von Schamgefühlen bei der Körperpflege ist für alle Bewohner ein Thema, wenn auch für den einen mehr und den anderen weniger.[80] Gewöhnung und Anpassung an institutionelle Zwänge überwiegen vor allem mit Blick auf die Frauen, was die Körperpflege anbelangt bei weitem. Wie schwierig die Artikulation von Bedürfnissen sein kann,[81] zeigt sich an folgenden zwei Berichten:

„Also, manchmal wenn man klingelt wegen Becken, weg, ja? Da habe ich immer eine Heidenangst. Dann schieben sie das Becken nicht richtig drunter und da läuft was vor-bei. Das ist doch aber nicht meine Schuld. Das Becken war doch nicht richtig drunter. Warum klappt das bei anderen? Die schieben das drunter und es bleibt trocken und bei denen ist es immer nass. Aber dann ist es auch schon vorgekommen, dass er, dass ich gesagt habe, es ist wieder nass. […] Ein anderes Mal, da hört er das gar nicht. Da geht er einfach raus und lässt mich hier drin liegen, ja?“ (E1m: 189-198).

„Hier müssen auch manche immer gewindelt werden. Die brau // schreien, die müssen zur Toilette. Und das nutzen manche vom Personal aus, indem sie ’Nein’ sagen – ‚Jetzt nicht!’ […] Also ich habe mir schon zweimal in die Hose gemacht. Aufgrund einer solchen Situation“ (B2s: 459-500)[82]

Die Angst dem Wohlwollen der Pflegekräfte ausgeliefert zu sein, ist offenbar groß genug, um einen hohen Anpassungsdruck zu generieren und die Äußerung von Beschwerden zu begrenzen.[83] Ein gendersensibler Umgang mit Scham ist von Pflegekräften häufig nicht hinreichend gewährleistet, sondern besteht überwiegend im unreflektierten Umsetzen gewohnter Arbeitsabläufe, die den institutionellen Gegebenheiten entsprechen[84]

„,Das ist unsere Pflicht´ sagen die Schwestern dann. Die reagieren dann so [betont] lieb drauf [auf Schamgefühl beim Duschen] // ja […] Keine irgendwie patzigen Antworten nein // die kriegen wir hier nicht, jedenfalls ich [betont] nicht“ (H1b: 502-507).[85]

Die so eingenommene geschlechtsneutrale Rolle einer professionellen Pflegekraft ist eine Strategie des Rückzugs. Solche Strategien kennen Bewohner auch und nutzen Sie bewusst zur Abwehr von Schamreaktionen[86], und um persönliche Kränkung[87] zu vermeiden:

„Nein, wer kommt, ist gut. […] Wir sind doch alles kranke Menschen – Männchen und Weibchen, was soll es?“ (B1c: 300-303).[88]

- Die Attraktivität der Beschäftigungsangebote zur Alltagsgestaltung unterscheidet sich nach männlichen und weiblichen Präferenzen. Männliche Bewohner nehmen an den Angeboten eher selten teil und stehen ihnen skeptisch gegenüber, lieber ziehen sie sich zurück um für sich zu sein[89]:

„Es gibt viele Aktivitäten. Ich kenne nicht alle, bin auch auf manche gar nicht gespannt, weil es mich nicht interessiert“ (B2s: 362-364).

„Ach Gott, nein. Ich komme ja gut klar mit dem, was ich lese. Und ich gehe da selten runter. […] Jaja, ich habe also keine großen Ansprüche. Nein“ (C2t: 326-331).[90]

Mehrere männliche Bewohner äußern sich differenziert zu Angebotsanforderungen, was teilweise auch die Frauen taten, jedoch lassen sie sich insgesamt bereitwilliger darauf ein, was angeboten wird und berichten teils von positiven Erfahrungen.[91] Auffällig ist dass es den männlichen Bewohnern um Leistungserhalt und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht geht - nämlich zum einen in Bezug auf Kraft und Fitness und zum anderen auch was die kognitive Leistungsfähigkeit angeht.[92]

„Aber jedes Mal, wenn Sportveranstaltung ist und Krafttraining, das ist hier mit so Hanteln so machen und Schulterbewegung, also da bin ich sehr dran interessiert, weil ich ein bisschen fit bleiben möchte, da mache ich alles mit.“ (E2g: 218-220).

„Aber schön ist, wenn man an Allgemeinwissen auch so ein bisschen was weiß, naja und dann fragt sie da so ab, Hauptstädte der Bundesländer oder Hauptstädte der europäischen Länder und naja was eben.“ (H2s: 41-43).

„Ja, nicht alles. Was einen so interessiert. Wenn zum Beispiel eine Buchlesung ist oder so oder wenn jetzt ein Chor singt oder Klavierkonzert ist unten im Café oder irgendein an-derer Vortrag“ (E2i: 94-96).[93]

Geschlechterunabhängig nehmen die Bewohner, die kognitiv nicht eingeschränkt sind, verschiedene bestehende Beschäftigungsangebote wegen ihrer fehlenden Orientierung an eigenen Wünschen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, Gewohnheiten und Vorstellungen, als langweilig und wenig fordernd wahr.[94]

„Nein, das ist mir zu langweilig und zu dämlich, wenn ich sehe, wie die sich dann benehmen da und dass das hapert hinten und vorne“ (C2t: 180-181).

„Ah ja, manchmal sind es so Kindergarten-Fragen, dann denke ich: Oh je [...] Naja, weil die eben so, naja, primitiv sind und ja“ (H1b: 148, 152).

„Naja, und um 16, 15:30 Uhr ist dann so jeden Tag so was angesagt // so, so wie im Kindergarten würde man sagen: Beschäftigung, so“ (H2s: 63-64).[95]

Angebote nur für Männer, rufen bei jenen die damit Erfahrungen machen durften geteiltes Echo hervor, weil entweder zu wenig Gesprächsthemen vorhanden sind oder es an der Spannung in gleichgeschlechtlichen Gruppen fehlt[96]:

„Ich sag mal so, eine Männerrunde wird auch gemacht, alle Monate einmal, da kommen vier, fünf Männer, naja, weil das auch nicht so sehr interessant ist“ (H2s: 160-161).

„Mhh, das haben wir drüben schon gehabt und das hat mir gar nicht gefallen. […] Wenn die gemischte Truppe ist, dann kommt eine andere Stimmung auf als wenn nur reinrassige sind, sag ich mal. [lacht]“ (E2c: 104-113).[97]

Ein angemessenes Angebot entsteht demnach nicht automatisch, weil Männer unter sich sind- die Spannung die bei gemeinsamen Aktivitäten beider Geschlechter entstehen mag, kann auch reizvoll zu sein.[98] Gemeinsam haben alle Bewohner den Wunsch freilich klischeehaft und genderspezifisch am Konsum teilzuhaben, genussvolles zu erleben, sowie dem institutionellen Rahmen der Einrichtung, zumindest vorübergehend zu entfliehen[99]:

„Naja, beispielsweise mal hier um die Ecke zu gehen zu Netto und dort bei Schäfer, dort mal einen Kaffee trinken und mal ein Stückchen Kuchen essen // oder mal so ein kleines Schnäpschen mir dort da in der Kaufhalle holen, auf die Bank setzen und so was.“ (H2s: 125-130).[100]

„Ich bin ja schon froh, dass ich mal alleine hier so eine Runde gehen kann und auch hier bei Rossmann oder EDEKA mal so Creme oder irgend so was.“ (E1q: 727-729).[101]

Auch wenn der Forschungsstand noch sehr viel breiter ist, muss an diesem Punkt vor dem Hintergrund, dass es sich hier um ein Exposé zur geplanten Masterarbeit handelt eine Begrenzung erfolgen. Im Folgenden Abschnitt wird das Studiendesign auszugsweise präsentiert.

[...]


[1] vgl. https://www.lecura.de/81-private-equity-gesellschaft.html, abgerufen am 16.06.18,02.34 Uhr

[2] vgl. TV-Sendung im Ersten ,,Hart aber fair“ mit Frank Plasberg vom 11.06.2018 mit dem Titel:,, Notstand bei der Pflege- Was ist jetzt zu tun?“, abrufbar unter Url: https://www.ardmediathek.de/tv/Hart-aber-fair/Notstand-bei-der-Pflege-was-ist-jetzt-/Das-Erste/Video?bcastId=561146&documentId=53093674 abgerufen am 18.06.18, um 05.14 Uhr

[3] vgl. Pflegestatistik 2015. Pflege im Rahmen der Pflegeversicherung. Deutschlandergebnisse, S.5 abrufbar unter Url:https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Gesundheit/Pflege/PflegeDeutschlandergebnisse5224001159004.pdf?__blob=publicationFile, abgerufen am 14.06.18, um 01.24 Uhr

[4] vgl. Url: https://www.infratest-dimap.de/de/umfragen-analysen/bundesweit/umfragen/aktuell/buerger-haben-wenig-vertrauen-in-pflegeeinrichtungen/ abgerufen am 13.06.18, um 23.50 Uhr

[5] vgl. TV-Beitrag Sandra Maischberger im Ersten vom 18.04.18 mit dem Titel: ,,Die große Überforderung. Wie lösen wir den Pflegenotstand?“, abrufbar unter Url: https://www.ardmediathek.de/tv/Maischberger/Die-große-Überforderung-Wie-lösen-wir-d/Das-Erste/Video?bcastId=311210&documentId=51763982, abgerufen am 16.06.18, um 15.10 Uhr

[6] vgl. TV-Sendung im Ersten ,,Hart aber fair“ mit Frank Plasberg vom 11.06.2018 mit dem Titel:,, Notstand bei der Pflege- Was ist jetzt zu tun?“, abrufbar unter Url: https://www.ardmediathek.de/tv/Hart-aber-fair/Notstand-bei-der-Pflege-was-ist-jetzt-/Das-Erste/Video?bcastId=561146&documentId=53093674 abgerufen am 18.06.18, um 05.14 Uhr

[7] vgl. Niekrens, Sebastian, 2012: Sucht im Alter. Möglichkeiten der Intervention aus sozialarbeiterischer Perspektive. (Reihe: Soziologische Studien, Band 40), CENTAURUS Verlag & Media KG, Freiburg, S.10

[8] vgl. Statistisches Bundesamt (2015): Bevölkerung Deutschlands bis 2060. 13. koordinierte Vorausberechnung, S.12-21 abrufbar unter: Url: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/VorausberechnungBevoelkerung/BevoelkerungDeutschland2060Presse5124204159004.pdf?__blob=publicationFile, abgerufen am 16.06.18, um 17.00 Uhr

[9] vgl. James W. Vaupel/ Dirk Hofäcker, 2009: Das lange Leben lernen. In: Zeitung für Erziehungswissenschaft (ZfE): Band Nr.12 (Heftnummer 3), S.389

[10] vgl. Fussek, Claus/Schober, Gottlob (2008): Im Netz der Pflegemafia. Wie mit menschenunwürdiger Pflege Geschäfte gemacht werden, Verlag C. Bertelsmann, München, 4. Auflage, S.64

[11] vgl. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/pflege/online-ratgeber-pflege/die-pflegeversicherung.html abgerufen am 16.06.18, um 23.59 Uhr

[12] vgl. TV-Sendung im Ersten ,,Hart aber fair“ mit Frank Plasberg vom 11.06.2018 mit dem Titel:,, Notstand bei der Pflege- Was ist jetzt zu tun?“, abrufbar unter Url: https://www.ardmediathek.de/tv/Hart-aber-fair/Notstand-bei-der-Pflege-was-ist-jetzt-/Das-Erste/Video?bcastId=561146&documentId=53093674 abgerufen am 18.06.18, um 05.14 Uhr

[13] vgl. Fussek, Claus/Schober, Gottlob (2008): Im Netz der Pflegemafia. Wie mit menschenunwürdiger Pflege Geschäfte gemacht werden, Verlag C. Bertelsmann, München, 4. Auflage, S.15-37

[14] vgl. Haisch, Werner (2013): Planung und Organisation von Betreuung und Assistenz (POB&A). In: Haisch Werner/Kolbe, Hermann (Hrsg.): Gestaltung der Lebens-und Arbeitsqualität in sozialen Diensten. Planung und Organisation, (Reihe: Pädagogik, Band 47), Freiburg, CENTAURUS Verlag und Media KG, S.19-31

[15] vgl. Fussek, Claus/Schober, Gottlob (2008): Im Netz der Pflegemafia. Wie mit menschenunwürdiger Pflege Geschäfte gemacht werden, Verlag C. Bertelsmann, München, 4. Auflage, S.175-176

[16] vgl. Drucksache 18/9122, S.2 abrufbar unter Url: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/091/1809122.pdf, abgerufen am 17.06.18, abgerufen am 17.06.18, um 03.09 Uhr

[17] vgl. ebd.

[18] vgl. Fussek, Claus/Schober, Gottlob (2008): Im Netz der Pflegemafia. Wie mit menschenunwürdiger Pflege Geschäfte gemacht werden, Verlag C. Bertelsmann, München, 4. Auflage, S.175-176

[19] vgl. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/pflege/online-ratgeber-pflege/die-pflegeversicherung.html abgerufen am16.07.18, um 23.02 Uhr

[20] vgl. https://www.wr.de/politik/minister-spahn-rechnet-mit-steigenden-pflegebeitraegen-id214317549.html abgerufen am 17.06.18, um 02.10 Uhr

[21] vgl. Drucksache 18/9122, S.2 abrufbar unter Url: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/091/1809122.pdf, abgerufen am 17.06.18, abgerufen am 17.06.18, um 03.09 Uhr

[22] vgl. https://www.michael-wipp.de/fachbeitraege/pflegekennzahlen/ abgerufen am 16.06.18, um 22.25 Uhr

[23] vgl. Personal im Pflegeheim (Videoclip) abrufbar unter Url: https://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/videos/video-personal-im-pflegeheim-100.html abgerufen am 17.96.18, um 04.08 Uhr

[24] vgl. Drucksache 18/9122, S.2 abrufbar unter Url: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/091/1809122.pdf, abgerufen am 16.06.2018 um 22.38 Uhr

[25] vgl. Fussek, Claus/Schober, Gottlob (2008): Im Netz der Pflegemafia. Wie mit menschenunwürdiger Pflege Geschäfte gemacht werden, Verlag C. Bertelsmann, München, 4. Auflage, S.37-49

[26] vgl. ebd., S.7

[27] vgl. TV- Beitrag im Ersten vom 11.06.2018 mit dem Titel: ,,Pflege: Hilft denn keiner?“, abgerufen unter Url: https://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Pflege-Hilft-denn-keiner/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=53086846, abgerufen am 18.06.18, um 20.49 Uhr

[28] vgl. Koalitionsvertrag der Bundesregierung mit Stand vom 14. März 2018, S.94 abrufbar unter: https://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/2018/03/2018-03-14-koalitionsvertrag.pdf;jsessionid=7B6D9279CC74E6E6102A9812AC7DDEAB.s5t2?__blob=publicationFile&v=5, abgerufen am 20.06.18, um 03.36 Uhr

[29] vgl. TV-Beitrag Sandra Maischberger im Ersten vom 18.04.18 mit dem Titel: ,,Die große Überforderung. Wie lösen wir den Pflegenotstand?“, abrufbar unter Url: https://www.ardmediathek.de/tv/Maischberger/Die-große-Überforderung-Wie-lösen-wir-d/Das-Erste/Video?bcastId=311210&documentId=51763982, abgerufen am 16.06.18, um 15.10 Uhr

[30] vgl. TV-Sendung im Ersten ,,Hart aber fair“ mit Frank Plasberg vom 11.06.2018 mit dem Titel:,, Notstand bei der Pflege- Was ist jetzt zu tun?“, abrufbar unter Url: https://www.ardmediathek.de/tv/Hart-aber-fair/Notstand-bei-der-Pflege-was-ist-jetzt-/Das-Erste/Video?bcastId=561146&documentId=53093674 abgerufen am 18.06.18, um 05.14 Uhr

[31] vgl.Url:https://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/statements/74954/vdk_politik_muss_konzepte_fuer_gute_und_bezahlbare_pflege_vorlegen, abgerufen am 18.06.18 Uhr, um 23.02 Uhr

[32] vgl. Url: https://www.focus.de/politik/deutschland/17-000-unbesetzte-stellen-spahn-will-mit-auslaendischen-pflegekraeften-gegen-fachkraeftemangel-kaempfen_id_8696369.html

[33] vgl. Presseinformation zum Pflege-Thermometer 2018 vom 15. März 2018, S.1-2, abrufbar unter Url: https://www.dip.de/fileadmin/data/pdf/pressemitteilungen/Presseinformation_Pflege-Thermometer_2018.pdf abgerufen am 18.06.18, um 06.01 Uhr

[34] vgl. TV-Sendung im Ersten ,,Hart aber fair“ mit Frank Plasberg vom 11.06.2018 mit dem Titel:,, Notstand bei der Pflege- Was ist jetzt zu tun?“, abrufbar unter Url: https://www.ardmediathek.de/tv/Hart-aber-fair/Notstand-bei-der-Pflege-was-ist-jetzt-/Das-Erste/Video?bcastId=561146&documentId=53093674 abgerufen am 18.06.18, um 05.14 Uhr

[35] vgl. Presseinformation zum Pflege-Thermometer 2018 vom 15. März 2018, S.1-2, abrufbar unter Url: https://www.dip.de/fileadmin/data/pdf/pressemitteilungen/Presseinformation_Pflege-Thermometer_2018.pdf abgerufen am 18.06.18, um 06.01 Uhr

[36] vgl. Url: http://www.bpa.de/Aktuelles.112.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=4129&cHash=d59a3b4b2dc3585fcfbada55fc921833 abgerufen am19.06.18, um 01.34 Uhr

[37] vgl. Url: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/pflegebranche-spahn-will-mit-auslaendischen-pflegekraeften-personalmangel-begegnen/21131448.html?ticket=ST-2089055-NtDf2JeRfmLUOQT5sm5o-ap6, abgerufen am 20.06.18, um 01.30 Uhr

[38] vgl. Url: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/93318/Auslaendische-Pflegekraefte-oft-erst-nach-Zusatzkurs-in-Hessen-anerkannt abgerufen am 18.06.18, um 05.36 Uhr

[39] vgl. Url:https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/92187/Auslaendische-Fachkraefte-gegen-den-Personalmangel-in-der-Pflege abgerufen am 18.06.18, um 05.37 Uhr

[40] vgl. TV-Sendung im Ersten ,,Hart aber fair“ mit Frank Plasberg vom 11.06.2018 mit dem Titel:,, Notstand bei der Pflege- Was ist jetzt zu tun?“, abrufbar unter Url: https://www.ardmediathek.de/tv/Hart-aber-fair/Notstand-bei-der-Pflege-was-ist-jetzt-/Das-Erste/Video?bcastId=561146&documentId=53093674 abgerufen am 18.06.18, um 05.14 Uhr

[41] vgl. Url: https://www.m.aerzteblatt.de/news/thema-11693-2-92278.htm, abgerufen am 31.05.2018, um 11.40 Uhr

[42] vgl. Koalitionsvertrag der Bundesregierung mit Stand vom 14. März 2018, S.93-95 abrufbar unter Url: https://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/2018/03/2018-03-14-koalitionsvertrag.pdf;jsessionid=7B6D9279CC74E6E6102A9812AC7DDEAB.s5t2?__blob=publicationFile&v=5 abgerufen am 20.06.18, um 03.15 Uhr

[43] vgl.Koppitz, A./Dreizler, J./Hedinger, H.,2013: Betreuungsindex in Pflegeheimen. Entwicklung und Validierung eines neuen Instruments zur Beurteilung der Betreuungsqualität in Pflegeheimen. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie: Band 46 (Heftnummer 6), S.532-533

[44] vgl. Koppitz, A. /Dreizler, J./Hedinger, H.,2013: Betreuungsindex in Pflegeheimen. Entwicklung und Validierung eines neuen Instruments zur Beurteilung der Betreuungsqualität in Pflegeheimen. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie: Band 46 (Heftnummer 6), S.541

[45] vgl. Projekt „Identifizierung bzw. Entwicklung von Instrumenten zur Erfassung von Lebensqualität gerontopsychiatrisch erkrankter Menschen in stationären Einrichtungen der Altenhilfe“. H.I.L.D.E.Heidelberger Instrument zur Lebensqualität Demenzkranker, Abschlussbericht mit Stand vom Juni 2006, S.5 abrufbar unter Url: https://www.gero.uni-heidelberg.de/imperia/md/content/fakultaeten/vekw/ifg/forschung/hildekongress/hilde_abschlussbericht_erste_foerderphase.pdf abgerufen am 02.07.18, um 02.59 Uhr

[46] vgl. ebd. S.32-33

[47] vgl.ebd., S.82-92

[48] vgl. ebd., S.126

[49] vgl. ebd. S.33

[50] vgl. ebd., S.103

[51] vgl. ebd.,S.126

[52] vgl. ebd. S. 22

[53] vgl. Engels, Dietrich/ Pfeuffer, Frank/Heusinger Josefine et al., 2007: Möglichkeiten und Grenzen selbständiger Lebensführung in stationären Einrichtungen. Demenz, Angehörige und Freiwillige, Versorgungssituation sowie Beispielen für „Good Practice“. Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren Frauen und Jugend, S.44 abgerufen unter https://www.bmfsfj.de/blob/78928/9465bec83edaf4027f25bb5433ea702e/abschlussbericht-mug4-data.pdf, abgerufen um 17.24 Uhr

[54] vgl.Meyer- Kühlring, Inga, 2016: Bedürfnisbegegnung in der stationären Altenpflege.Eine qualitative Studie zum „Ich sein Dürfen“ von Pflegeheimbewohnern, Tectum Verlag, Marburg, 1. Auflage

[55] vgl. Projekt „Identifizierung bzw. Entwicklung von Instrumenten zur Erfassung von Lebensqualität gerontopsychiatrisch erkrankter Menschen in stationären Einrichtungen der Altenhilfe“. H.I.L.D.E.Heidelberger Instrument zur Lebensqualität Demenzkranker, Abschlussbericht mit Stand vom Juni 2006, S.22 abrufbar unter Url: https://www.gero.uni-heidelberg.de/imperia/md/content/fakultaeten/vekw/ifg/forschung/hildekongress/hilde_abschlussbericht_erste_foerderphase.pdf abgerufen am 02.07.18, um 02.59 Uhr

[56] vgl. Deutsches Institut für medizinische Dokumentation und Information (Hrsg.):Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit mit freundlicher Genehmigung der WHO, Genf:2005, S.23, abrufbar unter Url: https://www.dimdi.de/dynamic/de/klassi/downloadcenter/icf/stand2005/ abgerufen am 30.06.2018, um 16.31 Uhr

[57] vgl. Engels, Dietrich/ Pfeuffer, Frank/Heusinger Josefine et al., 2007: Möglichkeiten und Grenzen selbständiger Lebensführung in stationären Einrichtungen. Demenz, Angehörige und Freiwillige, Versorgungssituation sowie Beispielen für „Good Practice“. Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren Frauen und Jugend, S.39-44 abgerufen unter https://www.bmfsfj.de/blob/78928/9465bec83edaf4027f25bb5433ea702e/abschlussbericht-mug4-data.pdf, abgerufen um 17.24 Uhr

[58] vgl. Koppitz, A. /Dreizler, J./Hedinger, H.,2013: Betreuungsindex in Pflegeheimen. Entwicklung und Validierung eines neuen Instruments zur Beurteilung der Betreuungsqualität in Pflegeheimen. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie: Band 46 (Heftnummer 6), S.532-533

[59] vgl. ebd.

[60] vgl. ebd., S.535-537

[61] vgl. ebd., S.538-539

[62] vgl.Heusinger, Josefine, 2017: Alltag im Pflegeheim. Eine gendersensible Rekonstruktion der Sicht älterer Bewohner_innen In: Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs (Reihe: Forum Frauen-und Geschlechterforschung, Band 47), Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster: 1. Auflage 2017, S.174

[63] vgl. Heusinger, Josefine/ Dummert, Sabine/Berndt, Sina,2015: Genderspezifische Bedürfnisse von Pflegeheimbewohner_innen (Qualitative Teilstudie) Abschlussbericht, S.19 abrufbar unter Url: https://www.zqp.de/wp-content/uploads/2016_01_13_Abschlussbericht_Bewohnerbefragung_geschlechtsspezifische_Pflege_vf.pdf abgerufen am 30.06.18, um 10.18 Uhr

[64] vgl. Heusinger, Josefine, 2017: Alltag im Pflegeheim. Eine gendersensible Rekonstruktion der Sicht älterer Bewohner_innen In: Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs (Reihe: Forum Frauen-und Geschlechterforschung, Band 47), Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster: 1. Auflage 2017, S.174

[65] vgl. Heusinger, Josefine/ Dummert, Sabine/Berndt, Sina,2015: Genderspezifische Bedürfnisse von Pflegeheimbewohner_innen (Qualitative Teilstudie) Abschlussbericht, S.6 abrufbar unter Url: https://www.zqp.de/wp-content/uploads/2016_01_13_Abschlussbericht_Bewohnerbefragung_geschlechtsspezifische_Pflege_vf.pdf abgerufen am 30.06.18, um 10.18 Uhr

[66] vgl. Heusinger, Josefine, 2017: Alltag im Pflegeheim. Eine gendersensible Rekonstruktion der Sicht älterer Bewohner_innen In: Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs (Reihe: Forum Frauen-und Geschlechterforschung, Band 47), Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster: 1. Auflage 2017, S.186

[67] vgl. Heusinger, Josefine/ Dummert, Sabine/Berndt, Sina,2015: Genderspezifische Bedürfnisse von Pflegeheimbewohner_innen (Qualitative Teilstudie) Abschlussbericht, S.20 abrufbar unter Url: https://www.zqp.de/wp-content/uploads/2016_01_13_Abschlussbericht_Bewohnerbefragung_geschlechtsspezifische_Pflege_vf.pdf abgerufen am 30.06.18, um 10.18 Uhr

[68] vgl. ebd., S.6

[69] vgl. ebd., S.20

[70] Heusinger, Josefine, 2017: Alltag im Pflegeheim. Eine gendersensible Rekonstruktion der Sicht älterer Bewohner_innen In: Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs (Reihe: Forum Frauen-und Geschlechterforschung, Band 47), Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster: 1. Auflage 2017, S.178

[71] vgl. Heusinger, Josefine/ Dummert, Sabine/Berndt, Sina,2015: Genderspezifische Bedürfnisse von Pflegeheimbewohner_innen (Qualitative Teilstudie) Abschlussbericht, S.24 abrufbar unter Url: https://www.zqp.de/wp-content/uploads/2016_01_13_Abschlussbericht_Bewohnerbefragung_geschlechtsspezifische_Pflege_vf.pdf abgerufen am 30.06.18, um 10.18 Uhr

[72] vgl. ebd., S.23

[73] vgl. ebd., S.83

[74] vgl. ebd., S.75

[75] vgl. ebd.

[76] vgl. ebd., S.76

[77] vgl. ebd.

[78] vgl. ebd., S.58-59

[79] vgl. ebd., S.69-70

[80] vgl. ebd.

[81] vgl. Heusinger, Josefine, 2017: Alltag im Pflegeheim. Eine gendersensible Rekonstruktion der Sicht älterer Bewohner_innen In: Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs (Reihe: Forum Frauen-und Geschlechterforschung, Band 47), Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster: 1. Auflage 2017, S.184

[82] Heusinger, Josefine/ Dummert, Sabine/Berndt, Sina,2015: Genderspezifische Bedürfnisse von Pflegeheimbewohner_innen (Qualitative Teilstudie) Abschlussbericht, S.56 abrufbar unter Url: https://www.zqp.de/wp-content/uploads/2016_01_13_Abschlussbericht_Bewohnerbefragung_geschlechtsspezifische_Pflege_vf.pdf abgerufen am 30.06.18, um 10.18 Uhr

[83] vgl. Heusinger, Josefine, 2017: Alltag im Pflegeheim. Eine gendersensible Rekonstruktion der Sicht älterer Bewohner_innen In: Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs (Reihe: Forum Frauen-und Geschlechterforschung, Band 47), Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster: 1. Auflage 2017, S.185

[84] vgl. Heusinger, Josefine/ Dummert, Sabine/Berndt, Sina,2015: Genderspezifische Bedürfnisse von Pflegeheimbewohner_innen (Qualitative Teilstudie) Abschlussbericht, S.70 abrufbar unter Url: https://www.zqp.de/wp-content/uploads/2016_01_13_Abschlussbericht_Bewohnerbefragung_geschlechtsspezifische_Pflege_vf.pdf abgerufen am 30.06.18, um 10.18 Uhr

[85] ebd., S.71

[86] vgl. ebd.

[87] vgl. Heusinger, Josefine, 2017: Alltag im Pflegeheim. Eine gendersensible Rekonstruktion der Sicht älterer Bewohner_innen In: Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs (Reihe: Forum Frauen-und Geschlechterforschung, Band 47), Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster: 1. Auflage 2017, S.185

[88] Heusinger, Josefine/ Dummert, Sabine/Berndt, Sina,2015: Genderspezifische Bedürfnisse von Pflegeheimbewohner_innen (Qualitative Teilstudie) Abschlussbericht, S.71 abrufbar unter Url: https://www.zqp.de/wp-content/uploads/2016_01_13_Abschlussbericht_Bewohnerbefragung_geschlechtsspezifische_Pflege_vf.pdf abgerufen am 30.06.18, um 10.18 Uhr

[89] vgl.ebd., S.73

[90] ebd.

[91] vgl. ebd., S.73-74

[92] vgl. ebd.

[93] ebd.

[94] vgl. ebd., S.39

[95] ebd.

[96] vgl. ebd, S.74

[97] ebd.

[98] vgl. Heusinger, Josefine, 2017: Alltag im Pflegeheim. Eine gendersensible Rekonstruktion der Sicht älterer Bewohner_innen In: Denninger, Tina/ Schütze, Lea (Hrsg.): Alter(n) und Geschlecht. Neuverhandlungen eines sozialen Zusammenhangs (Reihe: Forum Frauen-und Geschlechterforschung, Band 47), Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster: 1. Auflage 2017, S.181

[99] vgl., Heusinger, Josefine/ Dummert, Sabine/Berndt, Sina,2015: Genderspezifische Bedürfnisse von Pflegeheimbewohner_innen (Qualitative Teilstudie) Abschlussbericht, S.72-73 abrufbar unter Url: https://www.zqp.de/wp-content/uploads/2016_01_13_Abschlussbericht_Bewohnerbefragung_geschlechtsspezifische_Pflege_vf.pdf abgerufen am 30.06.18, um 10.18 Uhr

[100] ebd.

[101] ebd.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten

Details

Titel
Die Betreuungs- und Pflegequalität in Münchner Alten- und Pflegeeinrichtungen
Untertitel
Exposé zur Masterthesis
Hochschule
Hochschule München  (Fakultät 11 angewandte Forschung in der Sozialen Arbeit)
Veranstaltung
Forschungswerkstatt Ia
Note
keine Note nur Teilnahme
Autor
Jahr
2018
Seiten
40
Katalognummer
V436081
ISBN (eBook)
9783668766846
ISBN (Buch)
9783668766853
Dateigröße
828 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Betreuungs-und Pflegequalität, Exposé Masterarbeit, Beispiel Exposé Masterarbeit, Teilhabe im Alter, Experteninterview, Arbeitsbelastung in der Pflege, gute Betreuung und Pflege im Alter, Beispiel Exposé Masterthesis, Qualität in der Pflege und Betreuung alter Menschen, Befragung zur Betreuung-und Pflegequalität in Münchner Alten - und Pflegeeinrichtungen, erfolgreich altern im stationären Bereich, quantitative Methoden, qualitative Methoden, Methodenmix, Triangulation, Forschungsstrategien
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Stephan Walk (Autor), 2018, Die Betreuungs- und Pflegequalität in Münchner Alten- und Pflegeeinrichtungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436081

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