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Zwischen Gesetz und Moral. Folter in einer christlichen Gesellschaft

Titre: Zwischen Gesetz und Moral. Folter in einer christlichen Gesellschaft

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2017 , 21 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Natalie Huber (Auteur)

Théologie - Religion en tant que matière scolaire
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Die Folter: Ein umstrittenes Mittel seit der Antike, das besonders in den letzten Jahren erneut Diskussionen über dessen Vertretbarkeit hervorrief. Exemplarisch am Falle Wolfgang Daschner und daher mit besonderem Hinblick auf die sogenannte Rettungsfolter (Folter zur Sicherung oberster Werte wie zum Beispiel das Leben), zeigt diese Seminararbeit die Argumentation um die moralische Vertretbarkeit der Folter auf.

Dabei werden sowohl aktuelle Ereignisse als auch die Definition, die Rechtslage, die Geschichte, ethische Aspekte, christliche Werte und der Standpunkt der Kirche miteinbezogen. Ein vielseitiger Konflikt, bei dem für beide Seiten schlüssige Argumente vorliegen und der somit zur eigenen kritischen Auseinandersetzung mit diesem Thema anregt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • I. Einleitung
  • II. Der Begriff der Folter
  • III. Kirche und Folter über die Jahre - ein geschichtlicher Überblick
  • IV. Folter im deutschen Recht
  • V. Folter und Moral - ein Widerspruch in sich?
  • VI. Rechtfertigung der Folter durch das Wort Gottes?
    • 1. Gewalt in der Bibel
    • 2. Beurteilung der Gewaltanwendung
    • 3. Gewaltablehnung im Christentum
    • 4. Christliche Werte gegen die Folter
  • VII. Auswertung und Zusammenfassung der Argumentation
  • VIII. Literatur- und Quellenverzeichnis

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Thema der Folter in einer christlichen Gesellschaft. Sie analysiert den Begriff der Folter, beleuchtet die historische Entwicklung der Folter im Kontext der Kirche, untersucht die Rechtslage in Deutschland und erörtert die ethischen und moralischen Implikationen von Folter aus christlicher Sicht.

  • Definition der Folter und ihre Ambivalenz
  • Die Rolle der Kirche im Umgang mit Folter und die Frage der Rechtfertigung von Gewalt im Namen Gottes
  • Die moralische und ethische Unvereinbarkeit von Folter mit christlichen Werten
  • Der Widerspruch zwischen Recht und Moral in Bezug auf Folter
  • Der Einzelfall von Magnus Gäfgen als Beispiel für den Konflikt zwischen Rechtsstaatlichkeit und der Notwendigkeit zur Gefahrenabwehr

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung

Die Arbeit beginnt mit einer Fallbeschreibung des Magnus Gäfgen, der ein 11-jähriges Kind entführte und ermordete. Im Zuge der Ermittlungen wurde dem Verdächtigen von der Polizei Gewalt angedroht, um den Aufenthaltsort des Opfers zu erfahren. Dieser Fall dient als Ausgangspunkt für die Untersuchung der Legitimität von Folter in einer christlichen Gesellschaft.

II. Der Begriff der Folter

Dieses Kapitel analysiert die Definition von Folter anhand der UN-Folterkonvention. Es werden die Kriterien für Folter dargestellt und die Schwierigkeit der Abgrenzung von Folter und anderen Formen der Gewaltanwendung aufgezeigt.

III. Kirche und Folter über die Jahre - ein geschichtlicher Überblick

Das Kapitel befasst sich mit der historischen Entwicklung der Folter im Kontext der Kirche. Es zeigt die Widersprüche zwischen dem christlichen Glauben und der Anwendung von Folter auf und beleuchtet die Rolle der Kirche im Umgang mit dieser Praxis.

IV. Folter im deutschen Recht

Hier wird die aktuelle Rechtslage in Deutschland in Bezug auf Folter dargestellt. Es werden die gesetzlichen Grundlagen erläutert und die Grenzen des Folterverbots diskutiert.

V. Folter und Moral - ein Widerspruch in sich?

Dieses Kapitel analysiert die moralischen und ethischen Dimensionen der Folter. Es wird die Frage nach der Rechtfertigung von Folter in Ausnahmefällen, wie dem Fall Gäfgen, erörtert und die ethischen Konflikte beleuchtet.

VI. Rechtfertigung der Folter durch das Wort Gottes?

In diesem Kapitel werden die biblischen Aussagen zu Gewalt und die christlichen Werte im Hinblick auf die Folter untersucht. Es wird die Frage diskutiert, ob die Folter mit christlichen Prinzipien vereinbar ist.

Schlüsselwörter

Die Arbeit befasst sich mit den folgenden Schlüsselbegriffen und Themen: Folter, christliche Ethik, Moral, Recht, Menschenrechte, Gewaltanwendung, Rechtfertigung, Ausnahmefälle, Gefahrenabwehr, Gewissenskonflikt, Magnus Gäfgen, UN-Folterkonvention.

Häufig gestellte Fragen

Ist Folter in Deutschland gesetzlich erlaubt?

Nein, Folter ist in Deutschland absolut verboten. Das Grundgesetz und internationale Konventionen wie die UN-Folterkonvention untersagen jegliche Anwendung von Gewalt zur Geständniserzwingung.

Was versteht man unter dem Begriff "Rettungsfolter"?

Rettungsfolter bezeichnet die Androhung oder Anwendung von Gewalt, um Informationen zu erhalten, die ein Menschenleben retten könnten (z.B. den Ort eines entführten Kindes).

Wie steht das Christentum zur Anwendung von Gewalt und Folter?

Obwohl es historisch Phasen der kirchlichen Rechtfertigung gab, lehnen moderne christliche Werte Folter als unvereinbar mit der Würde des Menschen und dem Gebot der Nächstenliebe ab.

Welche Rolle spielt der Fall Magnus Gäfgen in dieser Debatte?

Der Fall löste eine bundesweite Diskussion aus, da die Polizei dem Entführer Gewalt androhte, um ein Kind zu retten, was zu einem Konflikt zwischen Rechtsstaatlichkeit und Gefahrenabwehr führte.

Gibt es biblische Argumente gegen Folter?

Ja, die christliche Ethik stützt sich auf die Gewaltablehnung Jesu und die Überzeugung, dass jeder Mensch als Ebenbild Gottes eine unantastbare Würde besitzt.

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Résumé des informations

Titre
Zwischen Gesetz und Moral. Folter in einer christlichen Gesellschaft
Note
1,0
Auteur
Natalie Huber (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
21
N° de catalogue
V436265
ISBN (ebook)
9783668768437
ISBN (Livre)
9783668768444
Langue
allemand
mots-clé
Folter Ethik Moral Religion Daschner Rettungsfolter Rechtslage
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Natalie Huber (Auteur), 2017, Zwischen Gesetz und Moral. Folter in einer christlichen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436265
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Extrait de  21  pages
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