Dieser Essay enthält Erinnerungen aus den Jahren 1970 bis 2018 über das Studentenleben im alten West-Berlin, mein Wohnquartier in Grunewald, die Familie meines Hauswirtes, Erinnerungen an den "Alten Fritz", an den Bildhauer Harro Magnussen und an die Filmidee zu "Herz aus Stein".
Inhaltsverzeichnis
1. Erinnerungen an Eberhard Beutner - (West-)Berliner Zeitzeuge bis 1987 und preußisches Original
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dokumentiert die Lebensgeschichte von Eberhard Beutner, einem Berliner Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts, und verknüpft seine Biografie mit historischen Ereignissen sowie der Entstehungsgeschichte eines künstlerischen Filmprojekts.
- Biografische Skizze der Familie Beutner in Berlin-Grunewald
- Historischer Kontext der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts
- Die Rolle von Kunst, Kultur und bürgerlicher Tradition im Leben Eberhard Beutners
- Recherche zur Herkunft und Bedeutung des Gips-Bozzettos "Der Philosoph von Sanssouci"
- Entstehungsgeschichte und Analyse des Spielfilms "Herz aus Stein"
Auszug aus dem Buch
Der Philosoph von Sanssouci in seinen letzten Tagen
Auf dem Trockenboden das Hauses befand sich - sehr verstaubt - eine Gipsfigur, deren Kopf vom Rumpf getrennt war und irgendwo daneben lag. Dieser Kopf war - für mich erkennbar - eine Porträtplastik des Alten Fritz! Ich nahm mich des vergessenen Stückes an und montierte den Kopf auf den dünnen Flaschenhals eines riesigen grünen Glasballons, in dem man früher Obstsäfte zur Gärung anzusetzen pflegte, aus denen dann wunderbarerweise Obstwein entstand. Ich hatte keine Ahnung, was es mit diesem einzelnen Kopf und der massigen, kopflosen Gipsfigur auf sich hatte, bis eines Tages Herr Beutner von der Gipsformerei der „Königlichen Porzellan-Manufaktur“ (KPM) zurückkam und mich um die Rückgabe des Gipskopfes bat.
Er habe dort die Restaurierung des Gips-Bozzettos in Auftrag gegeben. So erfuhr ich dessen Geschichte: Es handelte sich um ein halb-lebensgroßes plastisches Gips-Modell zu einer Marmorplastik „Der Philosoph von Sanssouci in seinen letzten Tagen“ des Berliner Bildhauers Harro Magnussen. Der 70 cm hohe und 75 cm breite Bozzetto entstand vor 1892 und befindet sich (später von mir - „Aus dem Nachlass des Baumeisters Hans Beutner“ - gestiftet) seit 1989 in der Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz (SMPK).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Erinnerungen an Eberhard Beutner - (West-)Berliner Zeitzeuge bis 1987 und preußisches Original: Das Kapitel bietet eine biografische Würdigung von Eberhard Beutner vor dem Hintergrund der ereignisreichen deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts und beleuchtet die Familiengeschichte im Grunewalder Elternhaus.
Schlüsselwörter
Eberhard Beutner, Berliner Geschichte, Zeitzeuge, Grunewald, Harro Magnussen, Der alte Fritz, Architektur, Familienbiografie, Filmgeschichte, Herz aus Stein, Preußen, Nachlass, Kunstgeschichte, Zeitgeschichte, Erinnerungskultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist eine persönliche Erinnerung und biografische Würdigung des Berliners Eberhard Beutner, eingebettet in den breiteren Kontext der deutschen Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentral sind die Lebensgeschichte der Familie Beutner, die Auswirkungen historischer Umbrüche auf das Individuum sowie die Bewahrung kulturellen Erbes durch Kunstobjekte und filmische Verarbeitung.
Was ist das primäre Ziel der Schrift?
Das Ziel ist das Bewahren der Erinnerung an den kinderlos verstorbenen Eberhard Beutner und das Dokumentieren der Bedeutung seines persönlichen Umfelds sowie eines historisch bedeutsamen Kunstwerkes.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine biographisch-dokumentarische Arbeit, die auf persönlichen Erinnerungen, Quellenstudien und der Auswertung von Testamenten und Nachlassgegenständen basiert.
Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?
Der Hauptteil behandelt das Leben im Elternhaus in der Humboldtstraße 32, die Entdeckung eines wertvollen Gips-Bozzettos von Harro Magnussen und dessen Inspirationskraft für den Spielfilm "Herz aus Stein".
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Berliner Zeitgeschichte, Familienerinnerungen, Kunstgeschichte, kulturelles Erbe und Biografik charakterisieren.
Warum spielt der Film "Herz aus Stein" eine Rolle?
Der Film basiert auf einer Filmidee, die direkt aus der Begegnung mit dem restaurierten Kopf der Statue des Alten Fritz und dem Charakter des Hauswirts Eberhard Beutner entstanden ist.
Welche Bedeutung hat das Haus Humboldtstraße 32 für den Autor?
Das Haus war der Wohnort des Autors als Untermieter bei Eberhard Beutner, wurde zum zentralen Ort seiner Erinnerungen und wurde ihm später durch ein Testament als Erbe übertragen.
- Quote paper
- Kraft-Eike Wrede (Author), 2018, Erinnerungen an Eberhard Beutner. (West-)Berliner Zeitzeuge bis 1987 und preußisches Original, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436349