Die Judenordnungen der aschkenasischen Juden im Hamburger Raum in der Frühen Neuzeit

Ein Vergleich der aschkenasischen Gemeinden Hamburg und Altona


Hausarbeit (Hauptseminar), 2017

18 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Rechtssituation der Hamburger und Altonaer Juden im historischen Kontext

3. Die Privilegien
3.1 Religion
3.2 Die Privilegien im Bereich der Erwerbstätigkeit

4. Fazit

5. Quellen- und Literaturverzeichnis
5.1 Quellen
5.2 Forschungsliteratur

1. Einleitung

„Als ich noch keine drei Jahre alt war, wurden alle Juden von Hamburg ausgetrieben und mußten nach Altona ziehen, das dem König von Dänemark gehört, von dem die Juden gute Schutzbriefe haben.“[1]

Das, was die jüdische Hamburger Kauffrau Glückel von Hameln in ihren Memoiren anlässlich ihrer Darstellung von der Übersiedlung der 1649 aus Hamburg verwiesenen Juden nach Altona als „gute Schutzbriefe“ bezeichnet, meint das 1641 vom dänischen König Christian IV. an die hochdeutschen Juden[2] in Altona verliehene Generalprivileg.[3] Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit eben diesem Generalprivileg, indem eine nähere Betrachtung der Privilegien hinsichtlich des religiösen und des ökonomischen Bereichs vollzogen werden soll. Einhergehend damit soll die dänische Rechtsprivilegierung der Juden mit der der unweit von Altona lebenden Hamburger jüdischen Gemeinde verglichen werden, die durch das im Jahre 1710 entstandene Judenreglement ebenfalls eine rechtliche Grundlage erhielten.[4]

Bevor im Folgenden aber ein näherer Blick auf die einzelnen Privilegien bzw. Beschränkungen betreffend die Religiosität und der Erwerbstätigkeit geworfen wird, soll zunächst ein kurzer Überblick geschildert werden, der die Rechtssituation beider jüdischer Gemeinden in ihren historischen Kontext einordnen versucht. Die Auseinandersetzung mit der Rechtsstellung der hochdeutschen Juden sowohl in Hamburg als auch in Altona fand in der Forschung bisher relativ wenig Beachtung. In Bezug auf Altona erweist sich die Arbeit von Marwedel als grundlegend, wobei der Fokus bei Marwedel nicht ausschließlich auf das dänische Generalprivileg liegt.[5] Zudem wäre eine jüngere Forschungsperspektive zu der Rechtsprivilegierung der Altonaer Juden wünschenswert. Als hilfreich für die Betrachtung des Hamburger Judenreglements kann die Dissertation von Braden genannt werden.[6] Aufgrund des begrenzten Umfangs der vorliegenden Arbeit müssen ferner etwaige Fragen nach der Gestaltung der Gemeindeautonomie beider Gemeinden offenbleiben. Ebenso kann nicht auf die sefardische Gemeinde in Hamburg sowie auf die schauenburgischen Beschlüsse näher eingegangen werden.

2. Die Rechtssituation der Hamburger und Altonaer Juden im historischen Kontext

Das Rechtsverhältnis zwischen der christlichen Mehrheitsgesellschaft bzw. des jeweiligen christlichen Landesherrn und der jüdischen Minderheit wird wesentlich bestimmt durch das seit dem Mittelalter existierende Konzept des Judenschutzes. Dieses sah auf der einen Seite die Zahlung einer jährlichen Steuerabgabe durch die Juden an den jeweiligen Schutzherrn vor. Auf der anderen Seite bekamen die Juden als Gegenleistung ein temporär befristetes Niederlassungsrecht bei gleichzeitiger Bekräftigung Leben und Besitz zu schützen, die Erlaubnis ihre Religion auszuüben sowie unter gegebenenfalls großer Einschränkungen die Möglichkeit zum Erwerb ihres Lebensunterhaltes.[7] Im späten Mittelalter entwickelte sich das Konzept des Judenschutzes hin zur kaiserlichen Kammerknechtschaft, indem Friedrich II. 1236 alle Juden reichsweit als königliche Kammerknechte unterstellte und sie gegen die Zahlung von Schutzgeldern unter königlichen Schutz stellte. Dieses Konzept war übertragbar, so dass der Kaiser nicht selten von dieser Möglichkeit Gebrauch machte und das Recht der Besteuerung an zahlriechen geistlichen Territorien, Städte, Reichsritterschaften oder Landesfürsten übergab. Eine spezielle juristische Ausformung dieses Konzepts der kaiserlichen Kammerknechtschaft stellt das Judenregal dar, das sich seit dem 13. Jahrhundert als juristisches Prinzip herausentwickelte.[8] Festgelegt wurden die Judenregale entweder eigenständig durch die jeweilige Obrigkeit oder in Abstimmung mit dem Kaiser in Rahmen von Judenordnungen, Judenreglements oder Generalprivilegien.[9] Wie das christliche, war somit auch das jüdische Leben in der Frühen Neuzeit stark mit Regeln verbunden. Entsprechend gehörten Juden auch im 17. und 18. Jahrhundert zur allgemeinen Rechtsgemeinschaft, in der sie sowohl Rechte besaßen als auch Pflichten hatten. Durch die juristische Konsolidierung der Landesherrschaften und der städtischen Obrigkeiten wurden auch Minderheiten wie die Juden zu Untertanen erklärt. Die damit einhergehende Gesetzgebung in Form von Judenordnungen brachte einen ganz neuen Zustand des Judenrechts mit sich.[10] Das Judenprivileg diente sowohl als Mittel der Steuereinnahme als auch ein Instrument, mit dem man die kaiserliche Schutzherrschaft stabilisieren versuchte. Mit dem Judenrecht bezweckte man ferner zugleich eine Separierung von der christlichen Bevölkerung und zum anderen eine Regelung des jüdischen Lebens und damit insbesondere ein Reglement und Vorbeugung möglicher Konflikte betreffend des täglichen Zusammenlebens und der sozialen sowie geschäftlichen Beziehungen von Christen und Juden.[11]

Während der Frühen Neuzeit bestanden im Deutschen Reich zudem unterschiedliche Herrschaftseinheiten. Teilweise unterstanden manche deutsche Gebiete dem Herrschaftsbereich anderer Staaten, so beispielsweise auch die Herzogtümer Schleswig und Holstein mit der Stadt Altona. Daraus ergab sich in den einzelnen Staaten des Deutschen Reiches eine differente Regelung der Rechtssituation der deutsch-aschkenasischen Juden.[12] Im gleichen Maße fehlte auch im Hamburger Raum eine einheitliche Rechtslage der Juden, da es in dem Untersuchungszeitraum keine territoriale Einheit gab. Hamburg war ein Stadtstaat und wurde, durch Beteiligung mehrerer Bürger-Kollegien, vom Rat regiert. Altona war hingegen zunächst im Besitz der Grafschaft Holstein-Schauenburg und damit unter der Verwaltung des Amtes Pinneberg. Nachdem der letzte Schauenburger Graf im Jahre 1640 verstarb, wechselte Altona als „Herrschaft Pinneberg“ in die Oberhoheit der dänischen Krone.[13] Bereits unter der schauenburgischen Herrschaft war Altona zum Ort für religiöse Toleranz geworden. Sowohl Katholiken, Reformierte und Mennoniten durften ihre Religion frei ausüben.[14] Dieser Religionstoleranz durften sich eben auch die Juden in Altona bedienen. Die wahrscheinlich bereits seit Anfang ihrer Niederlassung gewährte freie Religionsausübung wurde später mehrfach bestätigt.[15] Am 1. August 1641 stellte der dänische König Christian IV. ein Generalprivileg aus, das letztlich eine Konfirmation der Privilegien und Sicherheiten des letzten Schauenburgischen Generalgeleits umfasst, aber gleichzeitig noch durch weitere Begünstigungen erweitert und präzisiert wurde.[16]

In Hamburg siedelten sich zunächst die aus der iberischen Halbinsel kommenden Sefarden an und wurden dank ihrer internationalen Handelsbeziehungen zu einem gern gesehenen Wirtschaftsfaktor in der freien Reichsstadt.[17] In Altona kam es schließlich zu einer Entwicklung, die Teile der jüdischen Bevölkerung veranlasste nach Hamburg überzusiedeln. Im Wesentlichen kam diese Entwicklung zum einen durch die günstigeren ökonomischen Bedingungen zum Tragen, die in Hamburg herrschten. Als freie Reichsstadt ermöglichte Hamburg den Altonaer Juden eine andere wirtschaftliche Orientierung als das kleinere Altona. Zum anderen beeinflusste der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) und insbesondere der zweite Nordische Krieg (1655-1660/1), in dessen Folge schwedische Truppen Altona bedrohten, die Bewegungen der Altonaer Juden nach Hamburg im 17. Jahrhundert.[18] Die nun teilweise in Hamburg lebenden Altonaer Juden kamen teils bei den sefardischen Juden, teils bei Bürgern notdürftig unter, wobei letztlich der temporäre Zustand durch einen dauerhaften abgelöst wurde.[19] Daraus bildete sich schließlich eine Art Nebenstelle der Altonaer Gemeinde in Hamburg heraus, die zahlenmäßig ähnlich, teilweise die Anzahl der noch in Altona lebenden Juden zweitweise überstieg.[20] Die in Hamburg lebenden Altonaer Juden zahlten weiterhin ihr Schutzgeld und konnten somit die von Christian IV. ausgestellten Privilegien weiter genießen. Allerdings wurden sie innerhalb Hamburgs vom Rat nur geduldet und die in Altona geltenden Privilegien galten nicht außerhalb Altonas.[21]

Neben den sefardischen und den Altonaer Juden, entwickelte sich eine weitere jüdisch-aschkenasische Gruppe in Hamburg heraus, die sich um die Mitte des 17. Jahrhunderts dort als Dienstpersonal der sefardischen Juden und ohne eigenen Rechtsstatus in Abhängigkeit ihrer Dienstherren einrichten konnte.[22] Das Interesse einer Loslösung aus diesem Abhängigkeitsverhältnis war auf Seiten der Hamburger Juden groß. Da diese aber nicht unter der Schutzherrschaft des dänischen Königs stand, war eine Eingliederung im Sinne einer vollgültigen Mitgliedschaft in die Altonaer Gemeinde nicht möglich. Ihr Abhängigkeitsverhältnis hätte sich entsprechend nur verlagert. Um sich aus der sefardischen Abhängigkeit loszulösen, entstand wahrscheinlich um 1657 eine eigenständige aschkenasische Gemeinde in Hamburg.[23] In einem längeren Entwicklungsprozess konnte sich die Hamburger Gemeinde zumindest innerjüdisch eine Anerkennung erwirken, in dessen Folge es schließlich 1671 zur Bildung der Drei-Gemeinde kam. Die aschkenasischen Gemeinden Altona mit ihrer Hamburger Filiation, Hamburg sowie Wandsbek bildeten eine gemeindeübergreifende Föderation der aschkenasischen Juden im Hamburger Raum, die dem Altonaer Oberrabinat unterstellt waren, ohne dabei aber ihre gemeindlich-organisatorische Selbstständigkeit zu verlieren.[24]

In Hamburg muss die Judenpolitik mit besonderer Berücksichtigung der starken Auseinandersetzungen zwischen dem Rat und der Bürgerschaft Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts betrachtet werden. Beide vertraten gegensätzliche Interessen, so dass die Judenpolitik automatisch zu einem besonderen Streitpunkt wurde, indem sie zwischen die Fronten des Machtkampfes zwischen Bürgerschaft und Rat und deren Interessenunterschiede gelang. Die Bürgerschaft stritt für eine Erweiterung ihrer Rechte und lehnte die Duldung der aschkenasischen Juden entschieden ab. Dies hatte vor allem zwei Gründe: Zum einen war sie beeinflusst durch die antijudaistische Haltung der Geistlichkeit, zum anderen sah sie in den Juden eine wirtschaftliche Konkurrenz. Der Rat war hingegen einer Niederlassung deutscher Juden prinzipiell nicht ablehnend gegenüber eingestellt. Entsprechend waren die judenrechtlichen Voraussetzungen für die aschkenasischen Juden in Hamburg weitaus schwieriger als in Altona. Im Vergleich zur Judenpolitik der Schauenburger Grafen und des dänischen Königtums war diejenige der Hamburger Stadtregierung im 17. Jahrhundert immer wieder mit Schwierigkeiten verbunden. Die rechtliche Situation der Hamburger Juden im 17. Jahrhundert war somit stets in Abhängigkeit der jeweiligen Lage des Machtkampfes zwischen Rat und Bürgerschaft.[25] Am 7. September des Jahres 1710 trat das neue Judenreglement in Kraft, das von Kaiser Joseph I. bestätigt wurde.[26] Ausgangspunkt hierfür war vermutlich eine ein Jahr zuvor von den Sefarden, vielleicht auch von den aschkenasischen Juden, an die Kaiserliche Kommission herangebrachte Bitte. In dieser beklagten sich die portugiesischen Juden über die Verletzung ihrer Rechte, die in den letzten Jahren durch die Bürgerschaft vorkamen.[27] Zugleich baten sie um eine Wiederherstellung ihrer alten Rechtsstellung, indem sie ein vom Rat ausgefertigtes Reglement der Kaiserlichen Kommission einreichten.[28] Das nun vom Kaiser ratifizierte Reglement wurde in zwei weitgehend gleichlautenden Fassungen veröffentlicht, die sich einerseits auf die sefardischen und andererseits auf die aschkenasischen Judenheit in Hamburg bezog.[29] Sie bestand zudem aus Rückgriffen von judenrechtlichen Bestimmungen aus dem 17. Jahrhundert und diente neben der Beilegung bzw. Vorbeugung von jenen Konflikten, die im letzten Jahrzehnt des 17. Jahrhundertaus vorkamen, auch zur Wirtschaftsförderung der hochdeutschen Juden. Allerdings stellte das Judenreglement keine vollkommende Neuordnung des Judenrechts dar, sollte aber dennoch bis 1849 die Rechtsgrundlage jüdischer Ansiedlung in Hamburg bleiben.[30] Die Judenpolitik des dänischen Königreiches stand hingegen von Beginn an unter einem merkantilistischen Staatsziele, das in Konkurrenz zur Freien Stadt Hamburg geführt wurde.[31]

[...]


[1] Feilchenfeld, Alfred (Hg.): Denkwürdigkeiten der Glückel von Hameln, Berlin 41923, S. 14.

[2] Sofern nicht ausdrücklich von portugiesischen Juden bzw. Sefarden die Rede ist, handelt es sich im Folgen- den um deutsch-aschkenasische Juden, die wechselweise als „hochdeutsche Juden, „deutsche Juden“ oder auch schlichtweg als „Juden“ bezeichnet werden.

[3] Abgedruckt bei Marwedel, Günter: Die Privilegien der Juden in Altona, Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden 5, Hamburg 1976, S. 134-139 sowie online, URL: www.igdj-hh.de/files/ IGDJ/pdf/hamburger-beitraege/guenter-marwedel_privilegien-der-juden-in-altona.pdf.

[4] Vgl. Das neue Reglement der Judenschafft in Hamburg, online unter, URL: https://de.wikisource.- org/wiki/Das_Neue_Reglement_der_Judenschafft_in_Hamburg

[5] Marwedel, Die Privilegien.

[6] Braden, Jutta: Hamburger Judenpolitik im Zeitalter lutherischer Orthodoxie 1590-1710, Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden 23, Hamburg 2011

[7] Gotzmann, Andreas: Jüdische Autonomie in der Frühen Neuzeit. Recht und Gemeinschaft im deutschen Judentum, Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden 32, Göttingen 2008, S. 39.

[8] Hierzu vgl. Gotzmann, Jüdische Autonomie, S. 39; Toch, Michael: Die Juden im mittelalterlichen Reich, Enzyklopädie Deutscher Geschichte 44, München 32013, S. 47-49 sowie auch Battenberg, Friedrich: Rechtli- che Rahmenbedingungen jüdischer Existenz in der Frühneuzeit zwischen Reich und Territorien, in: Kiess- ling, Rolf (Hrsg.): Judengemeinden in Schwaben im Kontext des Alten Reiches, Colloquia Augustana 2, Berlin 1995, S. 53–79, hier: S. 57-66 und bes. S. 69-72; ders.: Von der Kammerknechtschaft zum Judenregal. Reflexionen zur Rechtsstellung der Judenschaft im Heiligen Römischen Reich am Beispiel Johannes Reuch- lins, in: Hödl, Sabine [u.a.] (Hrsg.): Hofjuden und Landjuden. Jüdisches Leben in der Frühen Neuzeit, Berlin 2004, S. 65-90.

[9] Gotzmann, Jüdische Autonomie, S. 39.

[10] Battenberg, Friedrich: Die Privilegierung von Juden und der Judenschaft im Bereich des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, in: Dölemeyer, Barbara; Mohnhaupt, Heinz (Hrsg.): Das Privileg im europäischen Vergleich, Ius Commune 93, Bd. 1, Frankfurt am Main 1997, S. 139-190, hier S. 160; ders.: Rechtlich- soziale Strukturen und Alltag im Verhältnis zwischen Juden und Christen in der Vormoderne, besonders im Rhein-Main-Neckar-Raum, in: Aschkenas 26 (2016), S. 271-289, hier S. 282. Vgl. hierzu auch Willoweit, Dietmar: Rechtsgrundlagen der Territorialgewalt. Landesobrigkeit, Herrschaftsrechte und Territorium in der Rechtswissenschaft der Neuzeit, Forschungen zur deutschen Rechtsgeschichte 11, Köln [u.a.] 1975 und den Überblick von Schmoeckel; Mathias: Auf der Suche nach der verlorenen Ordnung. 2000 Jahre Recht in Eu- ropa – Ein Überblick. Köln [u.a.] 2005, S. 244–251 und Battenberg, Rechtliche Rahmenbedingungen jüdi- scher Existenz, S. 54.

[11] Battenberg, Rechtliche Rahmenbedingungen jüdischer Existenz S. 54  f.; Laux, Stephan: Gravamen und Ge- leit. Die Juden im Ständestaat der Frühen Neuzeit (15.– 18. Jahrhundert), Forschungen zur Geschichte der Juden, Abt. 4; Abhandlungen 21, Hannover 2010, S. 98; Vgl. auch Battenberg, Rechtlich-soziale Strukturen, S. 277.

[12] Zürn, Gabriele: Die Altonaer jüdische Gemeinde (1611-1873). Ritus und soziale Institutionen des Todes im Wandel, Veröffentlichungen des Hamburger Arbeitskreises für Regionalgeschichte 8, Hamburg 1999, S. 24.

[13] Jüdische Gemeinden besaßen auch Wandsbek, das adeliges Gut war, sowie Harburg, das dem Herzog von Braunschweig-Lüneburg unterstand. Vgl. Marwedel, Günter: Die aschkenasischen Juden im Hamburger Raum (bis 1780), in: Herzig, Arno (Hg.): Die Juden in Hamburg 1590 bis 1990. Wissenschaftliche Beiträge der Universität Hamburg zur Ausstellung „Vierhundert Jahre Juden in Hamburg“, Die Geschichte der Juden in Hamburg 2, Hamburg 1991, S. 41-60, hier S. 44. Vgl. auch Rürup, Reinhard: Deutschland im 19. Jahrhun- dert 1815-1871, Göttingen 21992, S. 18f.; Wucher, Agathe: Die gewerbliche Entwicklung der Stadt Altona im Zeitalter des Merkantilismus (1664-1803), in: Ewald, Martin (Hg.): 300 Jahre Altona. Beiträge zu seiner Geschichte, Hamburg 1964, S. 49-101, hier S. 52 sowie Zürn, Die Altonaer jüdische Gemeinde, S. 18-24.

[14] Rohrbacher, Stefan: Die Drei Gemeinden Altona, Hamburg, Wandsbek zur Zeit der Glikl, in: Aschkenas 8 (1998), S. 105-124, hier S. 108; Zürn, Die Altonaer jüdische Gemeinde, S. 17.

[15] Rohrbacher, Die Drei Gemeinden, S. 108. Vgl. zudem die Schutzbriefe ab 1612, abgedruckt bei Marwedel, Die Privilegien, S. 117-133.

[16] So beispielsweise das Recht auf eine Synagoge und Gottesdient nach jüdischem Gebrauch, die Einrichtung eines Friedhofes und da Zugeständnis einer autonomen jüdischen Schiedsgerichtsbarkeit. Vgl. Marwedel, Die aschkenasischen Juden, S. 45

[17] Zu den sefardischen Juden in Hamburg vgl. Böhm, Günter: Die Sephardim in Hamburg, in: Herzig, Arno (Hg.): Die Juden in Hamburg 1590 bis 1990. Wissenschaftliche Beiträge der Universität Hamburg zur Aus- stellung „Vierhundert Jahre Juden in Hamburg“, Die Geschichte der Juden in Hamburg 2, Hamburg 1991, S. 21-40.

[18] Feilchenfeld, Denkwürdigkeiten, S. 26; Marwedel, Die aschkenasischen Juden, S. 46; Rohrbacher, Die Drei Gemeinden, S. 108f.

[19] Feilchenfeld, Denkwürdigkeiten, S. 18; Rohrbacher, Die Drei Gemeinden, S. 109, Zürn, Die Altonaer jüdi- sche Gemeinde, S. 27.

[20] Rohrbacher, Die Drei Gemeinden, S. 110, mit Anm. 17.

[21] Feilchenfeld, Denkwürdigkeiten, S. 18.

[22] Rohrbacher, Die Drei Gemeinden, S. 111. Rohrbacher geht ferner davon aus, dass einige Juden dieser Grup- pe nicht im Dienst sefardischer Familien standen, sondern dies nur als rechtlicher Schein konstruiert wurde und manche durchaus wirtschaftlich selbstständig in der Stadt agierten.

[23] Rohrbacher, Die Drei Gemeinden, S. 111. Es sei hier nochmal auf eine klare Unterscheidung zwischen der Hamburger Filiation der Gemeinde Altona und der eigenständigen aschkenasischen Gemeinde in Hamburg hinzuweisen.

[24] Zur Drei-Gemeinde vgl. Freimark, Peter: Das Oberrabinat Altona – Hamburg – Wandsbek, in: Herzig, Arno (Hg.): Die Juden in Hamburg 1590 bis 1990. Wissenschaftliche Beiträge der Universität Hamburg zur Aus- stellung „Vierhundert Jahre Juden in Hamburg“, Die Geschichte der Juden in Hamburg 2, Hamburg 1991, S. 177-185; Rohrbacher, Die Drei Gemeinden, S. 113-124 sowie Zürn, Die Altonaer jüdische Gemeinde, S. 27- 37.

[25] Marwedel, Die aschkenasischen Juden, S. 47. Vgl. hierzu und auch zu den antijudaistischen Bestrebungen seitens der Bürgerschaft und der Geistlichkeit Braden, Hamburger Judenpolitik, S. 339-346.

[26] Braden, Hamburger Judenpolitik, S. 347.

[27] Braden, Hamburger Judenpolitikpolitik, S. 347.

[28] Braden, Hamburger Judenpolitik, S. 347.

[29] Braden, Hamburger Judenpolitik, S. 347.

[30] Braden, Hamburger Judenpolitik, S. 355.

[31] Battenberg, Die Privilegierung, S. 167.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Die Judenordnungen der aschkenasischen Juden im Hamburger Raum in der Frühen Neuzeit
Untertitel
Ein Vergleich der aschkenasischen Gemeinden Hamburg und Altona
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
18
Katalognummer
V436372
ISBN (eBook)
9783668767126
ISBN (Buch)
9783668767133
Dateigröße
556 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Juden in der Frühen Neuzeit, Frühe Neuzeit, Judentum, Aschkenasische Gemeinde, Judenordnung
Arbeit zitieren
Dominik Höhl (Autor), 2017, Die Judenordnungen der aschkenasischen Juden im Hamburger Raum in der Frühen Neuzeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436372

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