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Virtuelle Realitäten. Cyber-Mobbing als Herausforderung für Medienpädagogik und Kinderschutz

Title: Virtuelle Realitäten. Cyber-Mobbing als Herausforderung für Medienpädagogik und Kinderschutz

Term Paper (Advanced seminar) , 2018 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefanie Rolko (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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Die Digitalisierung kann im weiteren Sinne als Prozess verstanden werden, in dem digitale Medien und Werkzeuge allmählich an die Stelle analoger Verfahren treten. Sie erschließen damit neue Perspektiven in allen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bereichen, werfen aber auch neue Fragen zum Beispiel zum Schutz der Privatsphäre auf. Die Digitalisierung unserer Welt ist für den gesamten Bildungsbereich Chance und Herausforderung zugleich. Sie kann einerseits dazu beitragen, formale Bildungsprozesse hinsichtlich individueller Förderung zu verbessern, andererseits gilt es infrastrukturelle, rechtliche und personelle Rahmenbedingungen zu schaffen.

Die Berücksichtigung des digitalen Wandels dient dem Ziel, die aktuelle bildungspolitische Leitlinien zu ergänzen und durch Veränderungen bei der inhaltlichen und formalen Gestaltung von Lernprozessen die Stärkung der Selbstständigkeit zu fördern und individuelle Potenziale innerhalb einer inklusiven Bildung auch durch Nutzung digitaler Lernumgebungen besser zur Entfaltung bringen zu können. Digitale Medien und die ständige Verfügbarkeit haben zur Folge, dass sich die Kommunikation zwischen Menschen teilweise in den digitalen Raum verschoben hat. In dieser digitalen Lebenswelt tragen gerade Kinder und Jugendliche ihre Konflikte aus. Das noch junge Phänomen Cyber-Mobbing tritt ebenfalls in dieser digitalen Lebenswelt auf.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Cyber-Mobbing, Medienpädagogik und Kinderschutz aus frühpädagogischer Sicht im Zusammenhang stehen und in der pädagogischen Arbeit präventiv mitgedacht werden müssen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Cyber-Mobbing – Abgrenzung der Begrifflichkeit und die Auswirkungen des Phänomens

1.1 Mobbing - Definition, Systematik und die Folgen

1.2 Cyber-Mobbing – Definition, Problematik, Unterschied zu traditionellem Mobbing und rechtliche Grundlagen

2 Mobbing-Prävention

2.1 Prävention am Beispiel von Resilienzförderung

3 Virtualität und Mobbing im frühpädagogischen Kontext

3.1 Anforderungen an die Fachkraft

3.2 Medienkompetenz – Bewusster, selbstbestimmter Umgang mit Medien und digitale Lebenswelt

3.3 Medienbildung in der Kita

4 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Cyber-Mobbing, Medienpädagogik und Kinderschutz aus einer frühpädagogischen Perspektive, um präventive Handlungsstrategien für Kindertagesstätten zu entwickeln.

  • Grundlagen und Differenzierung von traditionellem Mobbing und Cyber-Mobbing
  • Die Rolle der Medienkompetenz als präventiver Schutzfaktor
  • Anforderungen an pädagogische Fachkräfte im Umgang mit digitalen Lebenswelten
  • Umsetzung von medienpädagogischen Konzepten in Kindertageseinrichtungen

Auszug aus dem Buch

1.1 Mobbing - Definition, Systematik und die Folgen

Mobbing kann in verschiedenen Formen durch unterschiedlichste Handlungen stattfinden, hat aber immer mit einem Ungleichgewicht der Macht zwischen Täter und Opfer zu tun. „Mobbing ist eine subtile Form von Gewalt. Mit Mobbing wird keine einzelne Tat, sondern eine Vielzahl von wiederkehrenden Angriffen gekennzeichnet.“ Ein Prozess aus dem das Opfer meist alleine nicht mehr entkommen kann. Für das in dieser Arbeit zugrundeliegende Verständnis von Cyber-Mobbing stellen zwei exemplarische Definitionen des traditionellen Mobbings die theoretische Grundlage dar.

„Mobbing ist eine spezielle Form der Aggression, die dadurch charakterisiert ist, dass das Opfer wiederholt und systematisch aggressiven Akten eines oder mehrerer Täter ausgesetzt ist.“

Darauf aufbauend geht es bei Mobbing auch um den Status in einer Gruppe. Zwischen Täter und Opfer besteht ein Machtgefälle aus dem das Opfer das Mobbinggeschehen nicht aus eigener Kraft beenden kann. Die Täter versuchen, auf Kosten anderer mehr Einfluss und einen Statusgewinn zu erlangen. Ein hoher sozialer Status ermöglicht mehr Macht und die Beeinflussung der Gruppennormen im Sinne der eigenen Interessen. Die Gruppe mit ihren spezifischen Normen und Regeln bildet den Handlungsrahmen für das Mobbinggeschehen, bei dem alle Gruppenmitglieder in verschiedenen Rollen beteiligt sind. Die einzelnen Gruppenmitglieder nehmen bei diesem Gruppengeschehen spezifische Rollen ein, die den Bereichen Täter, Opfer und Zuschauer zugeordnet werden können. Die Mobbing-Forschung hat verschiedene Formen von traditionellen Mobbing identifiziert und kategorisiert, wie z. B. Cyber-Mobbing. An dieser Stelle können nicht alle Formen von Mobbing behandelt werden, folgende Differenzierung ist hier ausreichend.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Digitalisierung als bildungspolitische Chance und Herausforderung ein und definiert das Ziel, Cyber-Mobbing aus frühpädagogischer Sicht präventiv in die Arbeit einzubinden.

1 Cyber-Mobbing – Abgrenzung der Begrifflichkeit und die Auswirkungen des Phänomens: Dieses Kapitel definiert Mobbing und Cyber-Mobbing, beleuchtet die systemischen Hintergründe, die Folgen für Opfer und die rechtliche Einordnung.

2 Mobbing-Prävention: Hier wird die Bedeutung von Resilienz als Schutzfaktor gegen Mobbing hervorgehoben und die Notwendigkeit unterstrichen, medienethisches Bewusstsein frühzeitig zu fördern.

3 Virtualität und Mobbing im frühpädagogischen Kontext: Dieses Kapitel analysiert die Mediennutzung von Kindern und leitet daraus notwendige Kompetenzen für Fachkräfte sowie Ansätze für die Medienbildung in der Kita ab.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit zusammen, digitale Lebenswelten als integralen Bestandteil frühkindlicher Bildung und des Kinderschutzes zu begreifen.

Schlüsselwörter

Cyber-Mobbing, Medienpädagogik, Kinderschutz, Frühpädagogik, Medienkompetenz, Resilienzförderung, digitale Lebenswelt, Prävention, Kindertagesstätte, pädagogische Fachkraft, Gruppenprozesse, Medienethik, Sozialkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, die Cyber-Mobbing für den Bereich der Medienpädagogik und den Kinderschutz darstellt, insbesondere mit Blick auf die frühpädagogische Praxis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung von Mobbing und Cyber-Mobbing, die Möglichkeiten der Prävention durch Resilienzförderung sowie die Rolle von Medienkompetenz in Kindertageseinrichtungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen digitalen Lebenswelten von Kindern und der pädagogischen Verantwortung zu klären, um präventive Maßnahmen gegen Cyber-Mobbing zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur, pädagogischen Konzepten und empirischen Studien zur Mediennutzung von Kindern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsabgrenzung von Mobbing-Phänomenen, die Erläuterung von Präventionsmöglichkeiten und die Analyse der Virtualität im frühpädagogischen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Cyber-Mobbing, Medienpädagogik, Resilienzförderung und Medienkompetenz.

Wie unterscheiden sich Cyber-Mobbing und traditionelles Mobbing laut der Autorin?

Der Hauptunterschied liegt darin, dass Cyber-Mobbing ortsunabhängig ist, rund um die Uhr stattfindet, das Opfer in privaten Rückzugsräumen verfolgt und durch die Anonymität des Internets ein unüberschaubar großes Publikum erreicht.

Warum ist Medienkompetenz in der Kita präventiv wichtig?

Medienkompetenz wird als sozialer Schutzfaktor verstanden, der Kinder befähigt, sich in virtuellen Räumen sicher zu bewegen, Konflikte zu reflektieren und die Auswirkungen von Online-Gewalt zu minimieren.

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Details

Title
Virtuelle Realitäten. Cyber-Mobbing als Herausforderung für Medienpädagogik und Kinderschutz
College
University of Applied Sciences Südwestfalen; Soest  (Wissenschaftliches Zentrum Frühpädagogik)
Course
WPM Kinderschutz
Grade
1,0
Author
Stefanie Rolko (Author)
Publication Year
2018
Pages
22
Catalog Number
V436475
ISBN (eBook)
9783668769199
ISBN (Book)
9783668769205
Language
German
Tags
virtuelle realitäten cyber-mobbing herausforderung medienpädagogik kinderschutz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Rolko (Author), 2018, Virtuelle Realitäten. Cyber-Mobbing als Herausforderung für Medienpädagogik und Kinderschutz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436475
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