Was macht einen guten CEO aus? Es gilt als bewiesen, dass sich die Persönlichkeit von CEOs erheblich von anderen Top Managern und Managerinnen unterscheidet. Sie gelten als weniger neurotisch, jedoch als deutlich gewissenhafter verglichen mit anderen Führungskräften.
Doch sind es wirklich die Manager, die für den Unternehmenserfolg verantwortlich sind? Wie stark ist der Einfluss der Manager und Managerinnen wirklich auf die Unternehmensperformance? Franz Schall gibt in dieser Publikation einen Überblick verschiedener Möglichkeiten, die Performance von CEOs zu messen. Der Autor zeigt dabei auf, welche kritischen Eigenschaften die erfolgreichsten Manager und Managerinnen teilen.
Aus dem Inhalt:
- CEO Performance;
- Kapitalmarkt Deutschland;
- CEO Charakteristiken;
- CDAX;
- WBI
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Relevanz
1.3 Vorgehensweise
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Eine Klassifizierung zur Messung der CEO Performance
2.1 Der Untersuchungsgegenstand CEO
2.2 Sichtweise interner Stakeholder
2.3 Sichtweise externer Stakeholder
2.3.1 Die Wissenschaft
2.3.2 Investoren
2.4 Zusammenfassende Klassifizierung
2.5 CEO Charakteristiken – Hypothesenentwicklung
2.5.1 CEO Geschlecht
2.5.2 CEO Alter
2.5.3 Langzeit-CEO
2.5.4 Der CEO als Eigentümer
2.5.5 CEO Ausbildung
3 Methodik
3.1 Ausgangssituation und Rahmenbedingungen
3.2 Forschungsdesign und Forschungsprozess
3.2.1 Forschungsdesign
3.2.2 Datensammlung und Datenerfassung
3.2.3 Datenanalyse
3.2.4 Zusammenfassung der Untersuchungsvariablen
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Beschreibung des Datensets
4.2 Hypothesentestung
4.2.1 CEO Geschlecht
4.2.2 CEO Alter
4.2.3 Langzeit-CEO
4.2.4 Der CEO als Eigentümer
4.2.5 CEO Ausbildung
4.2.6 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Diskussion
5.1 Diskussion des Rankings
5.1.1 Best of the Best
5.2 Diskussion der Hypothesen
5.2.1 CEO Geschlecht
5.2.2 CEO Alter
5.2.3 Langzeit-CEO
5.2.4 Der CEO als Eigentümer
5.2.5 CEO Ausbildung
6 Conclusio
6.1 Ergebnisse
6.2 Implikationen und weiterer Forschungsbedarf
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, zu analysieren, welche Erfolgsfaktoren (Charakteristiken) die Performance von CEOs an den deutschen und österreichischen Kapitalmärkten beeinflussen, nachdem zunächst ein Klassifizierungsrahmen zur Messung von CEO-Performance erarbeitet wurde.
- Entwicklung eines Klassifizierungsrahmens zur Messung der CEO-Performance.
- Analyse der Performance von CEOs am deutschen und österreichischen Kapitalmarkt.
- Untersuchung des Einflusses von CEO-Charakteristiken (Geschlecht, Alter, Amtszeit, Eigentümerschaft, Ausbildung) auf die Performance.
- Vergleich der Ergebnisse mit der Upper-Echelon-Theorie.
- Identifikation von Faktoren für überdurchschnittliche Performance (Superperformance).
Auszug aus dem Buch
2.1 Der Untersuchungsgegenstand CEO
Welche Rolle spielen CEOs in Hinblick auf die Unternehmensleistung? Um diese Frage zu beantworten, hat die Management-Forschung in den letzten Jahrzehnten eine beträchtliche Menge an Forschungsoutput produziert, der auf der Upper Echelon-Theorie (UET) aufbaut. Diese besagt, dass CEO-Merkmale sich in strategischen Handlungen und auf diese Weise in der Zukunft in der Unternehmensperformance manifestieren (Wang/Holmes/Oh et al., 2016). Laut dieser Theorie gewinnen persönliche Management-Charakteristiken wie zum Beispiel das Alter, die Amtszeit oder der Ausbildungshintergrund der CEOs mit zunehmendem Komplexitätsgrad einer Entscheidung an Bedeutung. Strategische und strukturelle Entscheidungen eines Managers werden somit beeinflusst, dies hat in weiterer Folge wesentliche Auswirkungen auf die Unternehmensstrategie und die Performance der Organisation (Nielsen, 2010).
Darüber hinaus betont die UET, dass Führungskräfte, die sich durch begrenzte Rationalität auszeichnen, Entscheidungen treffen, die auf ihren kognitiven, sozialen und physiologischen Eigenschaften basieren (Ting/Azizan/Kweh, 2015). Da Kognitionen, Werte und Wahrnehmungen schwer zu messen sind, beruft sich die UE-Perspektive auf frühere Demographieforschung und verwendet Eigenschaften der Führungskräfte als angemessene Stellvertreter. Die folgende Abbildung fasst zusammen, wie sich die Eigenschaften des Managements auf die strategischen Entscheidungen der Unternehmen auswirken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der CEO-Performance ein, erläutert die Relevanz der Untersuchung für Investoren und definiert die Forschungsfragen sowie die methodische Vorgehensweise.
2 Eine Klassifizierung zur Messung der CEO Performance: Hier wird der theoretische Forschungsstand (Upper-Echelon-Theorie) diskutiert, verschiedene Messkriterien aus Sicht interner und externer Stakeholder klassifiziert und Hypothesen zu spezifischen CEO-Charakteristiken abgeleitet.
3 Methodik: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign der quantitativen Querschnittsuntersuchung, den Prozess der Datensammlung an den deutschen und österreichischen Kapitalmärkten sowie die statistischen Analyseverfahren.
4 Ergebnisse: Hier erfolgt die deskriptive Beschreibung des Datensets sowie die empirische Testung der aufgestellten Hypothesen mittels Korrelations- und Signifikanzanalysen.
5 Diskussion: In diesem Teil werden die Ergebnisse kritisch interpretiert, der Einfluss des Survivorship Bias betrachtet und die Erkenntnisse zu den einzelnen Charakteristiken (Alter, Amtszeit, Eigentümerschaft, Ausbildung) mit bestehender Literatur verglichen.
6 Conclusio: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, leitet Implikationen für die Praxis ab und identifiziert Ansatzpunkte für zukünftige Forschungsarbeiten.
Schlüsselwörter
CEO Performance, CEO Charakteristiken, Kapitalmarkt Deutschland & Österreich, CDAX, WBI, Upper Echelon Theorie, Total Return, Performance-Messung, Unternehmensführung, Management, Erfolgsfaktoren, Aktiengesellschaften, Finanzkennzahlen, Manager, Investoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die Erfolgsfaktoren von CEOs am deutschen und österreichischen Kapitalmarkt und versucht, deren Zusammenhang mit der Unternehmensperformance empirisch zu belegen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Messung von CEO-Leistung aus Investorensicht, die theoretische Fundierung durch die Upper-Echelon-Theorie und die empirische Analyse von Manager-Charakteristiken.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, herauszufinden, anhand welcher Kriterien CEO-Performance gemessen werden kann und inwiefern spezifische persönliche Charakteristiken der Manager (wie Alter oder Ausbildung) die tatsächliche Performance beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine quantitative Querschnittsuntersuchung, bei der börsennotierte Unternehmen anhand von Total Return Daten analysiert und mit Charakteristika der amtierenden CEOs in Bezug gesetzt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Klassifizierung der Performancemessung) erarbeitet, das methodische Vorgehen definiert und anschließend die Ergebnisse der empirischen Datenauswertung inklusive der Hypothesentestung präsentiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind CEO Performance, Kapitalmärkte in Deutschland und Österreich, Upper-Echelon-Theorie, Total Return sowie verschiedene Manager-Charakteristiken wie Ausbildung, Alter und Unternehmensanteile.
Warum konnte die Hypothese zum CEO-Geschlecht nicht getestet werden?
Aufgrund strenger Selektionskriterien für die Untersuchung (u.a. 5 Jahre Amtszeit) waren im endgültigen Datensatz zu wenige weibliche CEOs vorhanden, um eine statistisch aussagekräftige Auswertung durchzuführen.
Welches Ergebnis zeigte sich beim Zusammenhang zwischen Alter und Performance?
Die Untersuchung bestätigte einen negativen Zusammenhang, was bedeutet, dass jüngere CEOs in der vorliegenden Stichprobe tendenziell eine bessere Performance erzielten als ältere Kollegen.
- Arbeit zitieren
- Franz Schall (Autor:in), 2018, Best-Performing CEOs. Die Erfolgsfaktoren von CEOs im deutschen und österreichischen Kapitalmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436481