Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Das Potenzial der Schreibkonferenzen und der Textlupe als Methoden zur Textüberarbeitung im Deutschunterricht der Primarstufe

Titel: Das Potenzial der Schreibkonferenzen und der Textlupe als Methoden zur Textüberarbeitung im Deutschunterricht der Primarstufe

Hausarbeit , 2018 , 19 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Seitdem die Schreibdidaktik in den 1980er Jahren einem Wandel unterzogen wurde, liegt ihr Schwerpunkt auf der Prozessorientierung des Schreibunterrichts. Das bedeutet, es steht nicht mehr das fertige Schreibprodukt im Vordergrund, sondern es wird dem gesamten Schreibprozess Beachtung geschenkt. Das Überarbeiten eigener Texte bildet einen Bestandteil dieses Prozesses und stellt daher einen bedeutenden Teil auf dem Weg zum fertigen Textprodukt dar. Als Formen der Textüberarbeitung haben sich unter anderem Schreibkonferenz und Textlupe etabliert. Diese beiden Methoden haben zum Ziel, dass Schülerinnen und Schüler durch Nachdenken und Sprechen über Sprache die Geheimnisse des Schreibens entdecken und sie nach und nach eigenständig anwenden können. Diese Arbeit hat zum Ziel, das Potenzial von Schreibkonferenz und Textlupe als Methoden zur Textüberarbeitung im Deutschunterricht der Primarstufe aufzuzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Notwendigkeit der Überarbeitung von Texten

2.1 Ebenen der Textüberarbeitung

3. Die Methode der Schreibkonferenz

3.1 Durchführung

3.2 Anforderungen an Lernende und Lehrpersonen

3.3 Potenzial und Grenzen der Methode

4. Die Methode der Textlupe im Vergleich zu der Methode der Schreibkonferenz

4.1 Durchführung

4.2 Anforderungen an Lernende und Lehrpersonen

4.3 Potenzial und Grenzen der Methode

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der beiden Methoden "Schreibkonferenz" und "Textlupe" zur Förderung der Textüberarbeitung im Deutschunterricht der Primarstufe. Ziel ist es, die didaktische Notwendigkeit der Textrevision zu beleuchten, die beiden Verfahren gegenüberzustellen und ihre spezifischen Stärken sowie Herausforderungen bei der Anwendung im Schulalltag herauszuarbeiten.

  • Prozessorientierter Schreibunterricht in der Primarstufe
  • Die Schreibkonferenz als Instrument des mündlichen Austauschs
  • Die Textlupe als stärker strukturiertes Instrument zur Tiefenrevision
  • Anforderungen an Lernende und Lehrpersonen bei der Textüberarbeitung
  • Vergleich der Wirksamkeit und methodischen Strukturierung

Auszug aus dem Buch

3. Die Methode der Schreibkonferenz

Schreibkonferenzen gelten als didaktische Revolution für den Bereich des Aufsatzunterrichts (vgl. Spitta 1993: 10). Es handelt sich hierbei um Verfahren, die zum Ziel haben, einen selbst verfassten Text einer kleinen kritischen Öffentlichkeit zu präsentieren, um im Anschluss daran Überarbeitungshinweise zur Optimierung des Textes zu erhalten (vgl. Paul 2005: 17).

Entwickelt wurde dieses Verfahren Anfang der 80er Jahre in England von einer Forschergruppe um Donald H. Graves im Zusammenhang mit dem Versuch, die Veränderung kindlicher Schreibstrategien möglichst genau beobachten und dokumentieren zu können. Das laute Denken der Kinder in Schreibkonferenzen erwies sich als hilfreich, die kindlichen Schreibstrategien zu erforschen (vgl. Spitta 1993: 11). Gudrun Spitta (1989) übernahm und modifizierte die auf dem Modell der „Writing Conference“ von Donald H. Graves basierende Methode der Schreibkonferenz insbesondere für die dritte und vierte Jahrgangsstufe. Die Schreibkonferenz nach Spitta sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler freie Texte verfassen, die anschließend in den Schreibkonferenzen überarbeitet werden. Nach der Überarbeitung der Texte können diese „veröffentlicht“ werden, um die Arbeit entsprechend zu würdigen und die Motivation aufrecht zu erhalten (vgl. Spitta 1989: 4ff.; Spitta 1992: 60ff.). Schülerinnen und Schüler haben auf diese Weise eine eindeutige Textfunktionsvorgabe, da sie im Hinblick auf ein vorgegebenes Rahmenthema ein Schreibziel entwickeln müssen. Dabei ist zu beachten, dass das Endprodukt für die Mitschülerinnen und Schüler und für die Lehrkraft verständlich ist (vgl. Spitta 1993: 10f.).

Die Methode der Schreibkonferenz setzt in ihrer „operativen Vorgehensweise [demnach] auf primärsprachliche Handlungen des (Vor-)Lesens, Hörens, Sprechens, Aufschreibens, die im Dialog spontan, situationsverschränkt, affektiv, etc. geäußert werden“ (Schäfer/Sevegnani 2013: 79). Die Form der Arbeit am Text wird daher von Portmann (1996) als schwach strukturiert bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die prozessorientierte Schreibdidaktik ein und benennt die Schreibkonferenz sowie die Textlupe als zentrale Methoden zur Textüberarbeitung.

2. Notwendigkeit der Überarbeitung von Texten: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der Textrevision als Schlüsselkompetenz für Schülerinnen und Schüler und definiert die Ebenen der Textüberarbeitung.

3. Die Methode der Schreibkonferenz: Hier wird die Entstehungsgeschichte, der Ablauf sowie das Potenzial und die Grenzen des mündlichen Austauschs in Schreibkonferenzen detailliert vorgestellt.

4. Die Methode der Textlupe im Vergleich zu der Methode der Schreibkonferenz: Dieses Kapitel widmet sich dem stark strukturierten Verfahren der Textlupe, beleuchtet deren Durchführung und vergleicht sie kritisch mit der Schreibkonferenz.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass beide Methoden unterschiedliche Schwerpunkte setzen und sich in ihrer Anwendung ergänzen können.

Schlüsselwörter

Schreibdidaktik, Textüberarbeitung, Schreibkonferenz, Textlupe, Prozessorientierung, Schreibkompetenz, Revision, Primarstufe, Deutschunterricht, Schreibstrategien, Feedback, Tiefenrevision, Oberflächenrevision, Schülerinteraktion, Schreibprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die didaktische Bedeutung von Textüberarbeitungsverfahren im Deutschunterricht der Primarstufe und evaluiert deren Einsatzmöglichkeiten.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Prozessorientierung im Schreibunterricht, der Vergleich zwischen mündlich-kooperativen und schriftlich-strukturierten Revisionsmethoden sowie die Anforderungen an Lernende und Lehrkräfte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, das Potenzial der Methoden "Schreibkonferenz" und "Textlupe" aufzuzeigen und zu klären, wie diese zu einer effektiven Textüberarbeitung beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert, um die beiden Schreibdidaktik-Methoden fundiert gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung der Textüberarbeitung sowie die detaillierte Vorstellung, Analyse und den Vergleich der Methoden Schreibkonferenz und Textlupe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schreibkonferenz, Textlupe, Revision, Schreibprozess, Primarstufe und Kooperation.

Wie unterscheiden sich Schreibkonferenz und Textlupe in der Feedbackform?

Während die Schreibkonferenz auf spontanem, mündlichem Austausch basiert, setzt die Textlupe auf ein schriftlich fixiertes Feedback mittels Rückmeldezetteln.

Warum wird die Schreibkonferenz als "schwach strukturiert" bezeichnet?

Die Bezeichnung stammt von Portmann (1996) und bezieht sich auf die Form der Arbeit, da der mündliche Dialog in der Gruppe spontan und weniger durch starre Vorgaben gelenkt ist als bei der Textlupe.

Welche Rolle spielt die Lehrperson bei der Textlupe?

Die Lehrperson nimmt eine tragende Rolle ein, indem sie die schriftlichen Rückmeldungen gemeinsam mit dem Kind bespricht, Schwerpunkte festlegt und bei Bedarf Formulierungshilfen anbietet.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Potenzial der Schreibkonferenzen und der Textlupe als Methoden zur Textüberarbeitung im Deutschunterricht der Primarstufe
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V436483
ISBN (eBook)
9783668769663
ISBN (Buch)
9783668769670
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schreibkonferenz Textlupe Deutschunterricht Primarstufe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Das Potenzial der Schreibkonferenzen und der Textlupe als Methoden zur Textüberarbeitung im Deutschunterricht der Primarstufe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436483
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum