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Die Systemtheorie nach Niklas Luhmann

Titel: Die Systemtheorie nach Niklas Luhmann

Hausarbeit , 2016 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nathalia Kocherscheidt (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Für die Soziale Arbeit hat sich, als eine Beschreibungsmöglichkeit der modernen Gesellschaft, die Systemtheorie Niklas Luhmanns herauskristallisiert. Sie beschreibt eine moderne, funktional differenzierte Gesellschaft auf umfassendste und tiefgreifende Art und Weise. Die enorme Komplexität der Theorie veranschaulicht dabei, wie komplex unsere Welt ist.

Der Inhalt dieser Hausarbeit beschäftigt sich zunächst mit dem Begriff System und gibt einen Einblick in die Entwicklungen der Systemtheorie. Zu erwähnen ist, dass auf einen biografischen Bezug Luhmanns verzichtet wird. Er hat sich in den letzten 30 Jahren mit kaum einer anderen Theorie derart beschäftigt und um seinen Ansatz besser verstehen zu können, scheint es sinnvoller systemtheoretische Ansätze zu erklären, auf die sich Luhmanns Theorie bezieht. Der zweite Abschnitt behandelt dann die Kerngedanken seiner Systemtheorie und beschreibt die wichtigsten Schlüsselbegriffe. Darauf folgen Ausschnitte für die Bedeutung der Theorie für die Soziale Arbeit. Es werden drei Kernaspekte thematisiert und zum Ende ein kurzes Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entwicklungen der Systemtheorie

3 Soziologische Entwicklungslinien in der Systemtheorie

3.1 Der strukturell-funktionale Ansatz

3.2 Der funktional-strukturelle Ansatz

3.3 Der Ansatz selbstreferentieller Systeme

4 Die Systemtheorie Niklas Luhmanns

5 Aspekte der Bedeutung für die Soziale Arbeit

5.1 Die Systemtheorie als Handlungstheorie für die Soziale Arbeit

5.2 Das Konzept der Autopoiesis in Bezug auf Interaktionen

5.3 Die Bedeutung der Entstigmatisierung

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, Niklas Luhmanns Systemtheorie als ein Erklärungsmodell für die moderne Gesellschaft und als theoretischen Bezugsrahmen für die Soziale Arbeit zu erschließen. Dabei wird untersucht, wie systemtheoretische Konzepte wie Autopoiesis und funktionale Differenzierung das professionelle Handeln und das Verständnis sozialer Probleme beeinflussen können.

  • Grundlagen und historische Entwicklung der Systemtheorie
  • Die soziologische Systemtheorie nach Niklas Luhmann
  • Systemtheorie als Handlungstheorie für die Soziale Arbeit
  • Konzept der Autopoiesis in zwischenmenschlichen Interaktionen
  • Entstigmatisierung durch systemtheoretische Perspektiven

Auszug aus dem Buch

5.2 Das Konzept der Autopoiesis in Bezug auf Interaktionen

Die Bedeutung sozialen Handelns in zwischenmenschlichen Interaktionen hinsichtlich des Konzeptes der Autopoiesis des psychischen Systems, führt zu einer reduzierten Erwartung in Bezug auf Beeinflussungsmöglichkeiten und auf pädagogische Handlungschancen generell. Soziale Arbeit hat in diesem Sinne keine Einflussmöglichkeiten mehr auf das System des Individuums. Positiv an dieser Perspektive ist, dass es enttäuschungsverarmend (Hollstein-Brinkmann 1993, S. 194) wirkt. „Sozialpädagogische Erwartungen werden realistischer im Sinne reduzierter Ansprüche und erscheinen gleichsam entideologisiert“ (ebd., S. 194). Aufgabe der Sozialen Arbeit kann es hinsichtlich der Interaktionen zwischen Adressat und Sozialarbeiter sein, Konzepte der richtigen Irritation zu entwerfen bzw. auszuweiten. Irritation kann so vielmehr als Chance betrachtet werden, die einem System die Fähigkeit bereitet mehr zu lernen. Es ergeben sich noch weitere Konsequenzen für das Handeln der Sozialen Arbeit, wie auch in psychosozialen Kontexten. Die Betonung liegt hier auf der Eigenverantwortung der Klienten für die Lösung ihrer Probleme, da das System stets selbst entscheidet, ob es durch die Irritation seine Strukturen verändert oder eben nicht.

„Professionelle Systeme können lediglich die ‚Anfangs- und Randbedingungen beeinflussen.“ (ebd., S. 197). Die These des Strukturdeterminismus kann somit auch das Scheitern professioneller Helfer erklären. Anders gesagt, führt das Konzept zu einer Orientierung, die die Kontingenz von Entwicklungsprozessen und die Grenzen professioneller Hilfe verdeutlichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit, ein theoretisches Fundament für die Soziale Arbeit zu finden, und führt die Systemtheorie Luhmanns als einen universellen Erklärungsansatz ein.

2 Entwicklungen der Systemtheorie: Dieses Kapitel zeichnet die historische Genese der Systemtheorie von Aristoteles bis zu Ludwig von Bertalanffy nach.

3 Soziologische Entwicklungslinien in der Systemtheorie: Hier werden zentrale Strömungen wie der strukturell-funktionale sowie der funktional-strukturelle Ansatz und die Lehre selbstreferentieller Systeme gegenübergestellt.

4 Die Systemtheorie Niklas Luhmanns: Das Kapitel erläutert Luhmanns Kernkonzepte, insbesondere die System-Umwelt-Differenz, Autopoiesis und die Funktionsweise moderner Funktionssysteme.

5 Aspekte der Bedeutung für die Soziale Arbeit: Es wird diskutiert, wie Luhmanns Theorie das Professionsverständnis prägt, als Handlungstheorie dient und zur Entstigmatisierung beitragen kann.

6 Fazit: Das Fazit reflektiert den Lernprozess und die Bedeutung der intensiven Auseinandersetzung mit der komplexen Systemtheorie für die wissenschaftliche Identität in der Sozialen Arbeit.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Niklas Luhmann, Soziale Arbeit, Autopoiesis, System-Umwelt-Differenz, Komplexität, Handlungstheorie, Entstigmatisierung, Teilinklusion, Funktionssysteme, Strukturdeterminismus, Konstruktivismus, Soziale Systeme, Interaktion, Kontingenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit exploriert die Relevanz der Systemtheorie nach Niklas Luhmann für das Feld der Sozialen Arbeit und untersucht, inwiefern diese komplexe Theorie als theoretisches Fundament und Handlungshilfe dienen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Systemtheorie, den Kernkonzepten Luhmanns, der Anwendbarkeit auf die Soziale Arbeit sowie den Implikationen für Inklusion und professionelles Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Komplexität von Luhmanns Theorie für Studierende der Sozialen Arbeit zugänglich zu machen und deren Nutzen für die Reflexion und Praxis professionellen Handelns darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse soziologischer und sozialarbeitswissenschaftlicher Standardwerke zur Systemtheorie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Systemtheorie als Handlungstheorie, dem Autopoiesis-Konzept in Interaktionen sowie der Funktion der Theorie im Kontext der Entstigmatisierung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Systemtheorie, Autopoiesis, Soziale Arbeit, Funktionssysteme und Teilinklusion geprägt.

Inwiefern kann Luhmanns Theorie entstigmatisierend wirken?

Indem Luhmann den Menschen nicht als ganzheitliches Objekt moralischer Zuschreibungen, sondern als Individuum in der Umwelt sozialer Systeme betrachtet, entfällt die klassische Stigmatisierung durch normbasierte Abweichungsanalysen.

Was bedeutet die "Teilinklusion" im Kontext der Sozialen Arbeit?

Teilinklusion bedeutet, dass der Mensch nicht mehr als Ganzes in die Gesellschaft integriert wird, sondern nur über spezifische, anschlussfähige Eigenschaften an den jeweiligen Funktionssystemen partizipiert.

Wie definiert die Arbeit das Verhältnis von Hilfe und Irritation?

Hilfe wird hier nicht als direkte Steuerung verstanden, sondern als bewusste "Irritation", die dem Klientensystem Impulse zur internen Umstrukturierung und zum Lernen geben kann, wobei die Eigenverantwortung des Klienten im Vordergrund steht.

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Details

Titel
Die Systemtheorie nach Niklas Luhmann
Hochschule
Technische Hochschule Köln, ehem. Fachhochschule Köln  (Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Theorien der Sozialen Arbeit
Note
1,0
Autor
Nathalia Kocherscheidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
14
Katalognummer
V436506
ISBN (eBook)
9783668777767
ISBN (Buch)
9783668777774
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Luhmann Systemtheorie Soziale Arbeit Sozialwissenschaften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nathalia Kocherscheidt (Autor:in), 2016, Die Systemtheorie nach Niklas Luhmann, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436506
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Leseprobe aus  14  Seiten
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