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Exegese zu Mt 26,36-46. Jesus in Gethsemane

Título: Exegese zu Mt 26,36-46. Jesus in Gethsemane

Trabajo , 2004 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Florian Karcher (Autor)

Teología - Estudio bíblico
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„Jesus Christus - wahrer Mensch und wahrer Gott“ lautet das Dogma der zwei Naturen Christi, wie es das Konzil von Chalcedon (451) festhält. Wie in keinem anderen Text der Bibel erschließt sich m.E. in der Gethsemane-Perikope diese Spannung, die Jesus mit den beiden Naturen in der einen Person aushalten musste. Es erscheint sehr menschlich, wenn Jesus im Wissen seines kommenden Todes mit Gott, seinem Vater, ringt. Doch im selben Atemzug glänzt die unglaubliche Stärke und das völlige Vertauen auf Gott, wenn Jesus betet: „doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!“ (Mt 26,39c). Hier ist in aller Deutlichkeit gezeigt, dass Jesus sich in seiner Natur als vollkommener Gott von den menschlichen Kategorien loslöst und sich auf das besinnt, was wesentlich ist, nämlich der Wille Gottes. Die schlafenden Jünger erscheinen im Vergleich zu dem, was Jesus in diesen Stunden durchlebt, menschlich schwach. Es stellt sich die Frage: Was will der Text mit diesen Kontrasten sagen?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbesinnung

2. Übersetzungsvergleich

3. Kontext und Abgrenzung

4. Gliederung

5. Literarkritik

5.1. Synoptischer Vergleich zwischen Markus und Matthäus

5.2. Synoptischer Vergleich zwischen Lukas und Matthäus

5.3. Weitere neutestamentliche Parallelen

5.4. Ergebnis des synoptischen Vergleichs

6. Formkritik

7. Redaktionsgeschichte

8. Traditionsgeschichte

9. Religionsgeschichtlicher Vergleich

10. Einzelexegese

11. Skopus

12. Verkündigungsansatz

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit widmet sich der exegetischen Analyse der Gethsemane-Perikope (Mt 26,36-46) und untersucht das Spannungsfeld zwischen der göttlichen und menschlichen Natur Jesu sowie die Rolle der Jünger in diesem Kontext. Ziel ist es, die spezifische matthäische Redaktion des Textes herauszuarbeiten und die theologische Bedeutung der Szene zu erschließen.

  • Exegetische Untersuchung des Abschnitts Mt 26,36-46
  • Literarkritischer und synoptischer Vergleich der Evangelienberichte
  • Analyse der religionsgeschichtlichen Hintergründe und Traditionen
  • Interpretation des Menschensohntitels und der Gebetshaltung
  • Herleitung eines zeitgemäßen Verkündigungsansatzes

Auszug aus dem Buch

1. EINLEITUNG

„Jesus Christus – wahrer Mensch und wahrer Gott“ lautet das Dogma der zwei Naturen Christi, wie es das Konzil von Chalcedon (451) festhält. Wie in keinem anderen Text der Bibel erschließt sich m.E. in der Gethsemane-Perikope diese Spannung, die Jesus mit den beiden Naturen in der einen Person aushalten musste. Es erscheint sehr menschlich, wenn Jesus im Wissen seines kommenden Todes mit Gott, seinem Vater, ringt.

Doch im selben Atemzug glänzt die unglaubliche Stärke und das völlige Vertauen auf Gott, wenn Jesus betet: „doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!“ (Mt 26,39c). Hier ist in aller Deutlichkeit gezeigt, dass Jesus sich in seiner Natur als vollkommener Gott von den menschlichen Kategorien loslöst und sich auf das besinnt, was wesentlich ist, nämlich der Wille Gottes. Die schlafenden Jünger erscheinen im Vergleich zu dem, was Jesus in diesen Stunden durchlebt, menschlich schwach. Es stellt sich die Frage: Was will der Text mit diesen Kontrasten sagen ?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbesinnung: Eine kurze Einleitung in die Thematik und die grundlegende Fragestellung der Arbeit.

2. Übersetzungsvergleich: Gegenüberstellung verschiedener Bibelübersetzungen unter Berücksichtigung des griechischen Urtextes.

3. Kontext und Abgrenzung: Einordnung der Gethsemane-Perikope in den Passionsbericht des Matthäusevangeliums.

4. Gliederung: Detaillierte strukturelle Aufschlüsselung der behandelten Bibelverse.

5. Literarkritik: Analyse der literarischen Abhängigkeiten durch synoptische Vergleiche zwischen Matthäus, Markus und Lukas.

6. Formkritik: Untersuchung der mündlichen Tradition und des Charakters der Passionserzählung.

7. Redaktionsgeschichte: Darstellung der spezifischen Bearbeitung der markinischen Vorlage durch den Evangelisten Matthäus.

8. Traditionsgeschichte: Erläuterung jüdischer Hintergründe, wie Gebetshaltungen und Motive der Klagepsalmen.

9. Religionsgeschichtlicher Vergleich: Suche nach Parallelen außerhalb des jüdischen Kontextes, etwa in der griechischen Mythologie oder den Qumrantexten.

10. Einzelexegese: Vers-für-Vers-Analyse des Textes zur Klärung inhaltlicher Details.

11. Skopus: Zusammenfassende Darstellung der theologischen Hauptaussage über den Kontrast zwischen der Schwäche der Jünger und der Stärke Jesu.

12. Verkündigungsansatz: Konkreter Vorschlag zur Umsetzung der Exegese in die pastorale Praxis.

Schlüsselwörter

Gethsemane, Matthäusevangelium, Jesus Christus, Exegese, Leidensgeschichte, Gebet, Menschensohn, Jünger, Synoptiker, Literarkritik, Redaktionskritik, Nachfolge, Gotteswille, Leidensweg, Passionsbericht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung der Gethsemane-Perikope im Matthäusevangelium, wobei der Fokus auf dem Ringen Jesu um den Willen Gottes und dem Kontrast zu seinen Jüngern liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die zwei Naturen Christi, die literarische Abhängigkeit der Evangelien, die Bedeutung des Gebets im Judentum und die matthäische Theologie.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie Matthäus durch die Darstellung der Ereignisse in Gethsemane die Stärke Jesu gegenüber der menschlichen Schwäche der Jünger hervorhebt und welche theologischen Aussagen damit verbunden sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird die historisch-kritische Methode angewandt, inklusive literarkritischer Vergleiche, form- und redaktionsgeschichtlicher Analysen sowie eines religionsgeschichtlichen Vergleichs.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse der biblischen Verse, die literarische Herleitung des Textes aus Markus, die Untersuchung von Traditionen und eine detaillierte Auslegung der Aussagen Jesu.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Gethsemane, Matthäus, Menschensohn, Gebet, Gotteswille, Leidensgeschichte und Nachfolge.

Wie unterscheidet sich der Bericht des Matthäus von dem des Markus?

Matthäus glättet die Erzählung und betont die Gemeinschaft zwischen Jesus und den Jüngern stärker, während er Jesus zugleich als konsequenten, souveränen Lehrer darstellt, der sich vollkommen dem Willen Gottes unterordnet.

Welche Bedeutung kommt dem "Kelch" in der Argumentation zu?

Der Kelch wird sowohl als Symbol für das Leiden und das Zorngericht Gottes diskutiert als auch im Kontext der Vergebung gesehen, wobei die Unterordnung unter den göttlichen Willen im Zentrum steht.

Warum betont der Autor die Rolle des Menschensohntitels?

Der Titel unterstreicht die messianische Identität Jesu und sein Selbstverständnis als Abgesandter Gottes, der Gericht und Heil bringt, was Matthäus durch die Aufnahme des Titels explizit bejaht.

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Detalles

Título
Exegese zu Mt 26,36-46. Jesus in Gethsemane
Universidad
CVJM-College Kassel  (Fachbereich Evangelische Theologie)
Calificación
1,3
Autor
Florian Karcher (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
16
No. de catálogo
V43656
ISBN (Ebook)
9783638414036
Idioma
Alemán
Etiqueta
Exegese Jesus Gethsemane
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Florian Karcher (Autor), 2004, Exegese zu Mt 26,36-46. Jesus in Gethsemane, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43656
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