In dieser Hausarbeit ging ich der Frage nach, welche Verfassung das frühe Rom nach der Absetzung des letzten Königs Tarquinius Superbus gehabt haben könnte und welche Beamten wohl die mächtigsten waren, in Form von Meinungsstreits: Meinungsstreit zur frühen römischen Verfassung (Dreiprätorenverfassung vs. Diktatorenverfassung) und dem Meinungsstreit bezüglich des mächtigsten Beamten (Magister Populi vs. Praetor). Weiterhin könnte man fragen, wie die Ämter im Hinblick auf die späteren Beamten tradiert wurden (Interrex, Prätor etc.) hinsichtlich ihrer veränderten Amtsgewalten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die ,,Verfassungsfrage" und weitere Probleme der frühen Republik
- Die frührepublikanischen Obermagistrate: magister populi und praetor
- Schluss
- Quellenverzeichnis
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit analysiert die römischen Oberbeamten der frühen Republik, um herauszufinden, ob ihre Handlungsmacht auf die Königszeit zurückzuführen ist. Die Arbeit untersucht, ob die militärischen Oberämter in der Königszeit schon existierten oder erst in der Republik erfunden wurden.
- Die „Verfassungsfrage“ und die Probleme der frühen Republik
- Die Rolle der Oberbeamten in der frühen Republik
- Vergleich der frühen römischen Magistrate mit der Königszeit
- Analyse der Quellenlage und der Herausforderungen bei der Erforschung der römischen Königszeit
- Die Entwicklung der römischen Magistratur
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der römischen Königszeit und die Herausforderungen ihrer Erforschung ein. Sie beleuchtet die Quellenlage und die Schwierigkeiten, die sich aus der Tatsache ergeben, dass die römische Geschichtsschreibung erst nach der Gründung der Republik beginnt.
- Die ,,Verfassungsfrage" und weitere Probleme der frühen Republik: Dieses Kapitel analysiert die Entstehung der römischen Republik und die Veränderungen in der politischen Struktur. Es befasst sich mit der „Übergangsverfassung“ zwischen der Königszeit und der Republik und den verschiedenen Interpretationen dieser Phase.
- Die frührepublikanischen Obermagistrate: magister populi und praetor: In diesem Kapitel werden die wichtigsten Oberbeamten der frühen Republik, der magister populi und der praetor, vorgestellt. Es werden ihre Funktionen, Befugnisse und ihre Bedeutung im Vergleich zur Königszeit beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Themenfeld der römischen Königszeit und der frühen Republik. Zentrale Schlüsselwörter sind die römische Verfassung, die Oberbeamten (magister populi, praetor), die Quellenlage der römischen Geschichte, die annales maximi, die fasti, die 'XII-Tafeln' und die lex vetusta.
Häufig gestellte Fragen
Was war die mächtigste Position im frühen republikanischen Rom?
In der Forschung wird diskutiert, ob der Magister Populi (Diktator) oder der Praetor (später Konsul) der mächtigste Oberbeamte der frühen Republik war.
Spiegelt die Macht der Oberbeamten den Geist der Königszeit wider?
Ja, viele Ämter und Befugnisse der frühen Republik basieren auf den militärischen und sakralen Funktionen, die bereits in der Königszeit existierten oder aus ihr tradiert wurden.
Was ist der Unterschied zwischen der Dreiprätoren- und der Diktatorenverfassung?
Es handelt sich um einen Meinungsstreit darüber, ob Rom nach den Königen von einem Kollegium aus drei Prätoren oder von einem einzelnen mächtigen Oberbeamten (Diktator) geführt wurde.
Warum ist die Quellenlage zum frühen Rom so schwierig?
Die römische Geschichtsschreibung begann erst Jahrhunderte später. Historiker müssen sich auf späte Aufzeichnungen wie die Annales Maximi oder die Fasti verlassen, die oft legendenhaft sind.
Welche Rolle spielte der Interrex?
Der Interrex war ein Übergangsbeamter, dessen Amt aus der Königszeit stammte und dazu diente, die Zeit zwischen dem Tod eines Herrschers und der Wahl eines Nachfolgers zu überbrücken.
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- Marvin Weber (Author), 2017, Die römischen Oberbeamten. Spiegelt ihre Handlungsmacht den Geist der Königszeit wider?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436648