Der Flaneur ist nämlich in vielerlei Hinsicht eine Schwellenfigur, denn er steht an der Schwelle zur Moderne – insbesondere der urbanen aufgrund der Veränderungen der Industriellen Revolution und im Gegensatz zu ländlichen Gegenden. Im Folgenden soll der Flaneur erstens als gesellschaftliche Schwellenfigur – nämlich zwischen Adel und Bürgertum genauer untersucht werden und zweitens als Schwellenfigur, die zwischen Traum und Wirklichkeit wechselt, wobei die Erinnerung an die Vergangenheit und an bessere Zeiten eine bedeutende Rolle spielt. Ich möchte nun zu Beginn erst einmal ein Bild vom Flaneur aus historischer Perspektive zeichnen.
Inhaltsverzeichnis
- Der Flaneur als gesellschaftliche Schwellenfigur – zwischen Adel und Bürgertum
- Der Flaneur als Schwellenfigur zwischen Traum und Wirklichkeit
- Der Flaneur in historischer Perspektive
- Der Flaneur als Schwellenfigur zwischen Adel und Bürgertum
- Der Dandy als Ursprung des Flaneurs
- Die Veränderung der Flanerie im Laufe des 19. Jahrhunderts
- Charles Baudelaires „An eine, die vorüberging“
- Baudelaire als Schwellenfigur
- Der Flaneur als Schwellenfigur zwischen Traum und Wirklichkeit
- S. Kracauers „Erinnerung an eine Pariser Straße“
- Der Flaneur als Schwellenfigur zwischen Mikro- und Makrokosmos
- Der Flaneur als anonymer Beobachter
- E.T.A. Hoffmanns „Des Vetters Eckfenster“
- Walter Benjamins „Berliner Kindheit um neunzehnhundert“
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Essay befasst sich mit dem Flaneur als Schwellenfigur in der Literatur. Ziel ist es, die Rolle des Flaneurs in der modernen Gesellschaft und seine besonderen Eigenschaften als Schwellenfigur zu untersuchen. Der Fokus liegt dabei auf der ambivalenten Position des Flaneurs zwischen Adel und Bürgertum sowie Traum und Wirklichkeit.
- Der Flaneur als Schwellenfigur zwischen Adel und Bürgertum
- Der Flaneur als Schwellenfigur zwischen Traum und Wirklichkeit
- Die Verbindung von Flanerie und Erinnerung an vergangene Zeiten
- Die Bedeutung des Beobachtungs- und Wahrnehmungsakts für den Flaneur
- Die Rolle des Flaneurs in der Literatur des 19. Jahrhunderts
Zusammenfassung der Kapitel
Im ersten Teil des Essays wird der Flaneur als Schwellenfigur zwischen Adel und Bürgertum vorgestellt. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung des Flaneurs vom aristokratischen Dandy zum bürgerlichen Schriftsteller, Maler und Journalisten. Dabei wird die Verbindung von Flanerie und Müßiggang sowie die Sehnsucht des Flaneurs nach Anerkennung und Wertschätzung thematisiert.
Der zweite Teil des Essays beschäftigt sich mit dem Flaneur als Schwellenfigur zwischen Traum und Wirklichkeit. Der Fokus liegt dabei auf der Verbindung von Flanerie und Erinnerung an vergangene Zeiten. Der Essay zeigt, wie der Flaneur die Großstadt als einen Raum des Wandels und der Erinnerung erlebt und wie seine subjektive Wahrnehmung von der Stadt geprägt ist.
Schlüsselwörter
Flaneur, Schwellenfigur, Adel, Bürgertum, Traum, Wirklichkeit, Erinnerung, Beobachtung, Wahrnehmung, Großstadt, Moderne, Industrielle Revolution, Dandy, Baudelaire, Benjamin, Kracauer, Hoffmann, Poe, Literatur, 19. Jahrhundert.
Häufig gestellte Fragen
Was charakterisiert den Flaneur als Schwellenfigur?
Der Flaneur steht an der Schwelle zur Moderne, zwischen Adel und Bürgertum sowie zwischen Traum und Wirklichkeit.
Welche Rolle spielt der Dandy für den Flaneur?
Der aristokratische Dandy gilt als historischer Ursprung des Flaneurs, bevor sich dieser im 19. Jahrhundert zum bürgerlichen Beobachter wandelte.
Wie wird die Großstadt vom Flaneur wahrgenommen?
Die Stadt ist für ihn ein Raum des Wandels, ein Ort anonymer Beobachtung und ein Auslöser für Erinnerungen an vergangene Zeiten.
Welche Autoren werden im Kontext der Flanerie untersucht?
Die Arbeit analysiert Werke von E.A. Poe, Charles Baudelaire, Siegfried Kracauer, E.T.A. Hoffmann, Walter Benjamin und Franz Hessel.
Was ist die Bedeutung von Benjamins "Berliner Kindheit"?
Dieses Werk wird herangezogen, um die Verbindung zwischen subjektiver Wahrnehmung, Erinnerung und dem städtischen Raum zu verdeutlichen.
Warum ist das 19. Jahrhundert entscheidend für die Flanerie?
Durch die Industrielle Revolution und die urbane Modernisierung entstanden erst die Bedingungen (Passagen, Boulevards), die das Flanieren ermöglichten.
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- B.A. Elisabeth Monika Hartmann (Author), 2014, Flanerie in der Literatur. E.A. Poe, C. Baudelaire, S. Kracauer, E.T.A. Hoffmann, W. Benjamin, F. Hessel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436811