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Neuer Wohlstand. Ist ein Paradigmenwechsel des Wohlstandsindikators in Anbetracht der Grenzen des Wirtschaftswachstums notwendig?

Título: Neuer Wohlstand. Ist ein Paradigmenwechsel des Wohlstandsindikators in Anbetracht der Grenzen des Wirtschaftswachstums notwendig?

Tesis (Bachelor) , 2018 , 49 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Elisa Reinlein-Mertens (Autor)

Política - Política del medio ambiente y climática
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Wachstum, so wie es heute verfolgt wird, stößt an seine Grenzen, da die Treibhausgasmissionen die Umwelt belasten und natürliche Ressourcen endlich sind, und das haben auch die Regierungen realisiert. Da Wohlstand einer Gesellschaft jedoch Hauptziel der Politik ist und Wohlstand mit Wirtschaftswachstum gleichgesetzt wird, gestaltet es sich als schwierig, das Problem der Wachstumsgrenzen anzugehen. Aus diesem Grund ist die Frage der vorliegenden Arbeit, ob ein Paradigmenwechsel des Wohlstandsindikators in Anbetracht der Grenzen des Wachstums notwendig ist. Um sich dieser Frage zu nähern, wurde Wohlstand, wie er heute aufgefasst und gemessen wird, ausgearbeitet. Dabei zeigte sich, dass wichtige Faktoren wie Soziales oder Umwelt, weitgehend aus der Wohlstandsmessung rausgelassen werden, was aufgrund zunehmender Ungleichheit und Umweltprobleme nicht weiter akzeptabel ist. Aus diesem Defizit ergeben sich immer weitere alternative Wachstumsideen. Diese sind jedoch weitgehend, wie die Auseinandersetzung mit ihnen ergab, noch nicht ausgereift oder problembehaftet, um als Alternative zum heutigen Wachstum eingesetzt zu werden. Größtes Problem dabei ist die Entkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch. Somit ergibt sich die These, dass statt das Wachstum zu ändern, der Wohlstandsbegriff neu definiert werden müsse – als Zufriedenheit. Hierzu wurden Erkenntnisse der Glücksforschung evaluiert sowie Indikatoren für Wohlbefinden dargestellt. Daraus ergab sich letztlich, dass es fraglich ist, ob eine Zufriedenheitsmaximierung Ziel des Staates sein sollte und andererseits, dass es der beste Weg sei, Wohlstand anstatt Wachstum neu zu definieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Relevanz der Fragestellung

1.2 Definitionen: Wohlstand, nachhaltiges Wachstum und Glück

2. Wohlstand in der Ökonomie

2.1 Ökonomischer Wohlstand = Wirtschaftswachstum

2.2 Wohlstandsindikatoren

2.2.1 Materieller Wohlstand

2.2.2 Lebensqualität

2.2.3 Umwelt und Nachhaltigkeit

2.3 Kosten des ökonomischen Wachstums

2.4 Steigende Kosten der Umweltschäden als Anstieg der Wirtschaftsleistung

3. Alternative Wirtschafts- und Wachstumsideen

3.1 Nachhaltige Entwicklung und Alternatives Wachstum

3.2 „Nachhaltige“ Entwicklung – Lösung oder Illusion?

3.3 Relative und absolute Entkopplung

3.4 Ansätze für Strategien zur Wachstumsbegrenzung

4. Zufriedenheit als Wohlstand

4.1 Die Glücksforschung

4.1.1 Glücksmessung

4.1.2 Erkenntnisse und Konsequenzen für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik

4.2 Indikatoren für Lebenszufriedenheit: BNG, Happy Planet Index und Glücks-BIP

4.3 Zufriedenheitsmaximierung als Staatsaufgabe?

5. Fazit

6. Kritische Gesamtwürdigung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob angesichts der ökologischen Grenzen des Wirtschaftswachstums ein Paradigmenwechsel bei der Definition und Messung von Wohlstand notwendig ist, und prüft alternative Wachstumsmodelle sowie die Eignung der Lebenszufriedenheit als neuem Wohlstandsbegriff.

  • Kritik an der Gleichsetzung von Wirtschaftswachstum und Wohlstand
  • Analyse alternativer Wirtschaftsmodelle wie Degrowth und Postwachstumsökonomie
  • Evaluation der Glücksforschung zur Definition eines qualitativen Wohlstands
  • Diskussion über politische Implikationen einer Zufriedenheitsmaximierung
  • Untersuchung von Nachhaltigkeitsindikatoren wie BNG, HPI und Glücks-BIP

Auszug aus dem Buch

2.1 Ökonomischer Wohlstand = Wirtschaftswachstum

Wirtschaftswachstum gilt als Indikator für den Wohlstand in einer Bevölkerung und wird am BIP gemessen. Herunterbrechen lässt sich diese Annahme auf die folgende Gleichung: Mehr Wachstum in einer Volkswirtschaft führt zu steigenden Investitionen und steigender Produktion als auch zu einer höheren Anzahl von Arbeitsplätzen und folglich steigt der Wohlstand in einer Gesellschaft.

Wirtschaftswachstum ist selbstverständlich umfassender zu betrachten. Zunächst bezeichnet „Wachstum die Zunahme einer wirtschaftlichen Größe im Zeitablauf“ (bpb o.J.). Ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum zeichnet fortschrittliche Volkswirtschaften, wie Deutschland (s. Abb. 1), aus. Das Wirtschaftswachstum wird an dem realen BIP gemessen, wobei der BIP-Wert, geteilt durch die Bevölkerungszahl, das BIP pro Einwohner ergibt, welches als Wohlstandsmaß dient (Metz 2016).

Das BIP pro Einwohner zeigt, dass eine „Zunahme zu einer besseren materiellen Güterversorgung der Bevölkerung“ (bpb o.J.) führt, während eine Erklärung über die Arbeitsproduktivität der Erwerbstätigen durch den Bezug des BIP auf die Anzahl dieser erfolgt (vgl. ebd.). Interessant ist vor allem das langfristige Wirtschaftswachstum, da es sich von den „kurzfristigen, konjunkturell bedingten Veränderungen des Sozialprodukts [abgrenzt, d. Verf.]“ (ebd.). Dafür wird das Produktionspotential statt dem Sozialprodukt betrachtet.

Zu unterscheiden ist im Hinblick auf die vorliegende Arbeit auch zwischen quantitativem und qualitativem Wachstum. Während ersteres „auf die rein mengenmäßige Zunahme der gesamtwirtschaftlichen Produktion im Sinne der Zunahme einer Sozialproduktgröße (z.B. BIP) [abzielt, d.Verf.]“ (ebd.), umfasst das qualitative Wachstum Ziele, die darüber hinausgehen. Dazu gehört neben der Steigerung der Lebensqualität auch, die Belastung der Umwelt zu verringern (vgl. ebd.). Während das quantitative Wachstum Gegenstand des ersten Teils der Arbeit ist, wird im zweiten Teil das qualitative Wachstum in den Fokus gerückt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik der Wachstumsabhängigkeit moderner Gesellschaften ein und formuliert die zentrale Frage nach einer notwendigen Neudefinition von Wohlstand.

2. Wohlstand in der Ökonomie: Es wird die aktuelle Messung von Wohlstand über das BIP kritisch beleuchtet und aufgezeigt, warum materieller Reichtum allein Umwelt und soziale Faktoren vernachlässigt.

3. Alternative Wirtschafts- und Wachstumsideen: Dieses Kapitel bewertet Konzepte wie Green Economy und Degrowth hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit und Fähigkeit, das Wachstumsdilemma zu lösen.

4. Zufriedenheit als Wohlstand: Die Glücksforschung wird als Basis für einen neuen Wohlstandsbegriff vorgestellt, wobei die Möglichkeiten und Grenzen der staatlichen Zufriedenheitsmaximierung diskutiert werden.

5. Fazit: Das Fazit bestätigt die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels und plädiert für einen erweiterten Wohlstandsbegriff, der auf individueller Verantwortung und einer Abkehr vom reinen Überfluss basiert.

6. Kritische Gesamtwürdigung und Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die Rolle der Politik und betont die Bedeutung eines globalen Austauschs für eine nachhaltige Zukunft.

Schlüsselwörter

Wohlstand, Wirtschaftswachstum, BIP, Nachhaltigkeit, Lebensqualität, Glücksforschung, Zufriedenheit, Degrowth, Postwachstumsökonomie, Umweltschäden, grüne Wirtschaft, Ressourcenverbrauch, Lebenszufriedenheit, Paradigmenwechsel, Bruttonationalglück

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die bisherige Fokussierung auf Wirtschaftswachstum als Wohlstandsindikator aufgrund ökologischer Grenzen noch zeitgemäß ist und ob ein Paradigmenwechsel hin zu einem breiteren Wohlstandsbegriff notwendig ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die ökonomische Messung von Wohlstand, die Auswirkungen von Wachstum auf Umwelt und Soziales, alternative Wirtschaftsmodelle sowie Erkenntnisse der empirischen Glücksforschung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu klären, ob ein Paradigmenwechsel bei den Wohlstandsindikatoren in Anbetracht der Grenzen des Wirtschaftswachstums notwendig ist und wie Wohlstand stattdessen definiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse bestehender ökonomischer Konzepte, der Auswertung wissenschaftlicher Studien zur Glücksforschung und der kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Wachstumsindikatoren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Kritik des ökonomischen Wachstums, die Diskussion grüner Wachstumsstrategien, die Erörterung von Degrowth-Konzepten und die Analyse der Lebenszufriedenheit als neuem Maßstab für gesellschaftlichen Wohlstand.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Wohlstand, Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit, Glücksforschung, Lebensqualität und Postwachstumsökonomie geprägt.

Warum wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Wohlstandsindikator kritisiert?

Das BIP misst lediglich die mengenmäßige Produktion und den materiellen Output. Es vernachlässigt ökologische Schäden, soziale Ungleichheit und immaterielle Faktoren wie Lebensqualität, weshalb es laut der Arbeit für eine ganzheitliche Wohlstandsmessung unzureichend ist.

Welche Rolle spielt die Glücksforschung bei der Neudefinition von Wohlstand?

Die Glücksforschung liefert wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, was Menschen tatsächlich zufrieden macht. Sie hilft dabei, den Fokus von materiellem Konsum auf eudämonische Faktoren wie soziale Teilhabe, Gesundheit und Selbstbestimmung zu verschieben.

Ist eine staatliche Zufriedenheitsmaximierung empfehlenswert?

Die Arbeit steht dem kritisch gegenüber. Sie argumentiert, dass eine solche Staatsaufgabe die Freiheit einschränken könnte, manipulierbar ist und Politiker dazu verleitet, den eigenen Nutzen zu maximieren, anstatt tatsächlich das Wohlergehen der Bürger zu fördern.

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Detalles

Título
Neuer Wohlstand. Ist ein Paradigmenwechsel des Wohlstandsindikators in Anbetracht der Grenzen des Wirtschaftswachstums notwendig?
Universidad
University Witten/Herdecke
Calificación
1,7
Autor
Elisa Reinlein-Mertens (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
49
No. de catálogo
V436894
ISBN (Ebook)
9783668772113
ISBN (Libro)
9783668772120
Idioma
Alemán
Etiqueta
Politik Wohlstand Umwelt Wirtschaftswachstum BIP Wirtschaft Ökonomie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Elisa Reinlein-Mertens (Autor), 2018, Neuer Wohlstand. Ist ein Paradigmenwechsel des Wohlstandsindikators in Anbetracht der Grenzen des Wirtschaftswachstums notwendig?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436894
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