In einer globalisierten und volatilen Welt überleben nur diejenigen Organisationen, die sich als anpassungs- und lernfähig beweisen. Dies gilt vor dem Hintergrund der Verwaltungsreformen (bekannt als New Public Management) auch für Einrichtungen des Öffentlichen Dienstes, also auch für die Bundesagentur für Arbeit (BA).
Im Mittelpunkt der Masterarbeit steht die Lernende Organisation und der Einfluss der Führungskraft auf dem Weg zu einer Lernenden Organisation.
Das Anliegen dieser Arbeit ist es, auf Grundlage theoretischer und empirischer Beiträge die Rolle der Führungskraft in Bezug auf organisationales Lernen in einer Behörde näher zu beleuchten. Trotz der allgemeinen Einsicht, dass organisationales Lernen eine wichtige Determinante für die langfristige Leistungsfähigkeit und damit das Überleben von Organisationen ist, scheinen viele Unternehmen die Lernprozesse nicht gut bewältigen zu können. Ziel ist es daher, diejenigen zentralen Mechanismen herauszuarbeiten, die im Zusammenspiel von Organisation und ihrer Führungskräfte den Wandel zur Lernenden Organisation unterstützen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Darstellung des Forschungsproblems
1.2 Zielstellung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit/ Methodik
2. Theoretische Grundlagen zu Lernenden Organisation
2.1 Begriffliche Einordnung
2.1.1 Organisationales Lernen und Lernende Organisation
2.1.2 Vom individuellen Lernen zum Lernen von Organisationen
2.1.3 Lernebenen und Lernarten
2.2 Rolle der Führungskraft
2.2.1 Führungsverhalten und mentale Modelle
2.2.2 Einflussmöglichkeiten auf Lernprozesse
2.3 Zwischenfazit: Merkmale von Lernenden Organisationen
3. Die Lernende Organisation in der öffentlichen Verwaltung
3.1 Modernisierung der öffentlichen Verwaltung
3.2 Organisationales Lernen als Herausforderung für die öffentliche Verwaltung
3.3 Kontinuierliche Verbesserung in der BA
3.3.1 Wesen und Ziel des KV-Prozesses
3.3.2 „Mach es einfach“ in der BA
3.3.3 Rolle der Führungskraft im KV-Prozess
3.4 Zwischenfazit: Merkmale der Lernenden Organisation im KV-Prozess
4. Empirische Untersuchung zur Rolle der Führungskraft
4.1 Methodisches Vorgehen
4.1.1 Durchführung der Interviews
4.1.2 Auswertung der Interviews
4.2 Ergebnisse der Interviews
4.2.1 Verständnis von KV
4.2.2 Rolle der Führungskraft
4.2.3 Chancen von KV
4.2.4 Herausforderungen und Hindernisse für KV
5. Fazit: Erfolgsfaktoren in einer Lernenden Organisation
5.1 Erfolgsfaktor Führungskraft
5.2 Weitere Empfehlungen
6. Kritik und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich das Konzept der Lernenden Organisation in der Praxis der öffentlichen Verwaltung, konkret am Beispiel des Prozesses der Kontinuierlichen Verbesserung (KV) in der Bundesagentur für Arbeit (BA), gestalten lässt und welche Rolle die Führungskräfte dabei einnehmen.
- Grundlagen des organisationalen Lernens und der Lernenden Organisation
- Die Rolle der Führungskraft und deren Einfluss auf Lernprozesse
- Transformation und Modernisierung in der öffentlichen Verwaltung
- Implementierung des KV-Prozesses in der Bundesagentur für Arbeit
- Qualitative empirische Untersuchung mittels Experteninterviews
Auszug aus dem Buch
1.1 Darstellung des Forschungsproblems
In einer globalisierten und volatilen Welt überleben nur diejenigen Organisationen, die sich als anpassungs- und lernfähig beweisen. Dies gilt vor dem Hintergrund der Verwaltungsreformen (bekannt als New Public Management) auch für Einrichtungen des Öffentlichen Dienstes, also auch für die Bundesagentur für Arbeit (BA).
Im Mittelpunkt der Masterarbeit steht die Lernende Organisation und der Einfluss der Führungskraft auf dem Weg zu einer Lernenden Organisation.
Die Literatur zu organisationalem Lernen bleibt diesbezüglich sehr oft auf einem theoretisch-abstrakten Niveau, wenngleich zunehmend empirische Studien versuchen, Theorie und Praxis miteinander zu knüpfen. Auch dem Thema Führung im Kontext organisationalen Lernens wird verstärkt wissenschaftliche Aufmerksamkeit gewidmet.
Jedoch mangelt es noch an Studien zum Verständnis der Führungskräfte über ihre Rolle im Prozess des - und ihre Einflussmöglichkeiten auf das - Lernen(s) in (ihren) Organisationen. Noch überschaubarer wird die Literatur, die sich in diesem Kontext speziell mit den Bedingungen der öffentlichen Verwaltung beschäftigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Forschungsproblem, die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Arbeit ein.
2. Theoretische Grundlagen zu Lernenden Organisation: Das Kapitel erläutert die theoretischen Konzepte des organisationalen Lernens, die Bedeutung der Lernebenen sowie die zentrale Rolle der Führungskraft.
3. Die Lernende Organisation in der öffentlichen Verwaltung: Hier wird der theoretische Rahmen auf die Modernisierung des öffentlichen Sektors und speziell auf den KV-Prozess innerhalb der BA übertragen.
4. Empirische Untersuchung zur Rolle der Führungskraft: Dieser Teil beschreibt das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung durch Experteninterviews und präsentiert die resultierenden Ergebnisse.
5. Fazit: Erfolgsfaktoren in einer Lernenden Organisation: Das Fazit synthetisiert die Ergebnisse aus Theorie und Empirie zu zentralen Erfolgsfaktoren für Führungskräfte.
6. Kritik und Ausblick: Das Abschlusskapitel reflektiert die methodischen Grenzen der Arbeit und gibt Anregungen für künftige Forschungsfragen.
Schlüsselwörter
Lernende Organisation, Organisationales Lernen, Führungskraft, Bundesagentur für Arbeit, Kontinuierliche Verbesserung, KV-Prozess, Verwaltungsreform, New Public Management, Transformationales Führen, Führungskompass, Wissensmanagement, Experteninterviews, Mitarbeiterpartizipation, Fehlerkultur, Organisationskultur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation hin zu einer "Lernenden Organisation" im Kontext der öffentlichen Verwaltung, unter besonderer Berücksichtigung der Bundesagentur für Arbeit.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf organisationalen Lernprozessen, der Bedeutung von Führungsmodellen und der praktischen Anwendung des Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KV).
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, wie sich die Lernende Organisation in der Praxis der Bundesagentur für Arbeit gestaltet und welche spezifische Rolle die Führungskraft bei der Umsetzung des KV-Prozesses spielt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen qualitativen Forschungsansatz, bei dem mittels Experteninterviews Erkenntnisse von Führungskräften der Bundesagentur für Arbeit erhoben und inhaltsanalytisch ausgewertet wurden.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Lernenden Organisationen, eine Analyse der Verwaltungsmodernisierung und eine empirische Auswertung der befragten Führungskräfte zur Rolle des KV.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Lernende Organisation, Organisationales Lernen, Kontinuierliche Verbesserung (KV), Führungskompass und Transformationales Führen.
Wie bewerten die befragten Führungskräfte den KV-Prozess?
Die Haltungen sind differenziert: Während der Prozess als Chance zur Partizipation gesehen wird, gibt es Kritik an der Formalität und dem Zeitaufwand der notwendigen Workshops.
Welche Bedeutung hat das "Mach es einfach"-Projekt für die BA?
Dieses Projekt dient als Beispiel für eine verstärkte Dezentralisierung und lokale Eigenverantwortung, um die rigide Weisungskultur zugunsten effektiverer Lernprozesse aufzubrechen.
Welche Rolle spielt die Fehlerkultur in der Lernenden Organisation?
Eine offene Fehlerkultur ist laut der Arbeit essentiell; Führungskräfte sollen Fehler als Lernchancen begreifen, was jedoch im Verwaltungsalltag noch als Herausforderung identifiziert wurde.
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- Juliane Römer (Autor), 2018, Die Führungskraft in der Lernenden Organisation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436933