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Lebenswelten und Lebensstile. Kinderarmut in Deutschland

Titel: Lebenswelten und Lebensstile. Kinderarmut in Deutschland

Hausarbeit , 2015 , 18 Seiten , Note: 2

Autor:in: Esma Dursun (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die UNICEF Studie vom 1. März 2005 „Child Poverty in Rich Countries 2005“ zeigt, dass die Zunahme der Kinderarmut in Deutschland mit 2,7 Prozentpunkten seit 1990 höher ist als in den meisten Industrienationen.
Diese Tatsache kann ich selbst auch durch meine Beobachtungen in meinem letzten Praktikum im Kindergarten bestätigen, und ich konnte dort beobachten, dass zwei Kinder des Öfteren sowohl zum Frühstück als auch später zum Mittagessen nur ungesundes Essen zur Verfügung hatten. Es handelte sich in der Regel nur um Brote mit Nutellaaufstrich oder um Süßigkeiten. An manchen Tagen brachten sie nichts zum Essen mit und hofften, von dem Es-sen ihres Freundes etwas zu erhalten. Auch berichtete die Erzieherin aus der Kindertageseinrichtung, dass es immer wieder Fälle gibt, dass z.B. Eltern den Mittagessenbeitrag nicht bezahlen können, da es Eltern gibt, die nicht erwerbstätig sind, und sogar auch solche Eltern, die noch nie gearbeitet haben.

Auch wenn man es in Bezug auf einen Wohlstandsstaat nicht für möglich hält, so ist es dennoch eine Tatsache, dass Kinder heute in Deutschland Armut leben und deshalb von anderen wohlhabenden Kindern ausgegrenzt und diskriminiert werden. Doch eigentlich sollten sie die Möglichkeit erhalten, zu spielen, sich zu bilden und sich auf das spätere Leben vorzubereiten, da sie für Deutschland die Zukunft bedeuten. Die Gesellschaft muss sich bewusst werden, dass aus gesundheitlichen und psychischen Schäden in der Kindheit später Folgen für das ganze Leben der Kinder resultieren können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Daten und Fakten

2.1 Armutsdefinitionen

2.1.1 Relative Armut

2.1.2 Absolute Armut

2.1.3 Definition eines Kind zentrierten Armutsbegriffs

2.2 Armut in einem reichen Land

3 Armutskonzepte

3.1 Lebenslagenkonzept

3.1.1 Armutsdimensionen

3.1.1.1. Materielle Dimension:

3.1.1.2. Soziale Dimension:

3.1.1.3. Kulturelle Dimension:

3.1.1.4. Emotionale Dimension:

3.2 Subjektives Armutskonzept

4 Kinderarmutsbetroffenheit in den Entwicklungsländern

5 Ursachen der Kinderarmut in Deutschland

6 Folgen der Kinderarmut in Deutschland

6.1 Auswirkungen der Armut auf die Gesundheit

6.2 Auswirkungen der Armut auf die schulische Laufbahn

6.3 Auswirkungen der Armut auf das Selbstwertgefühl

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit setzt sich mit der prekären Situation armutsgefährdeter Kinder in Deutschland auseinander. Ziel ist es, das Phänomen Kinderarmut zu definieren, die Ursachen sowie die gravierenden gesundheitlichen, sozialen und psychischen Folgen zu analysieren und pädagogische Lösungsansätze zu diskutieren, um betroffenen Kindern bessere Zukunftschancen zu ermöglichen.

  • Definition und Abgrenzung von Armutsbegriffen (absolut vs. relativ)
  • Theoretische Fundierung durch verschiedene Armutskonzepte
  • Strukturelle Ursachen von Kinderarmut im Kontext moderner Erwerbsbiografien
  • Auswirkungen auf Bildungserfolg, soziale Integration und Selbstwertgefühl
  • Pädagogische Interventions- und Unterstützungsmöglichkeiten in Bildungseinrichtungen

Auszug aus dem Buch

3.2.1.4. Emotionale Dimension:

In diesem Bereich haben die Kinder das Problem, dass sie ihre Schwierigkeiten, Gefühle und Gedanken für sich behalten und sie nicht mit anderen Personen teilen. Sie versuchen, sich selbst zu behaupten. Das sind in der Regel diejenigen Kinder, die keine Geborgenheit oder Nähe ihrer Eltern oder der Bezugspersonen erleben. Es kommt hinzu, dass sie somit kein Sicherheitsgefühl gegenüber Menschen in ihrem Kreis entwickeln. Auch bauen diese Problemkinder keine sichere Bindung zu ihren Eltern oder Bezugspersonen auf und können ihre Gedanken, Sorgen und Bedenken nicht zum Ausdruck bringen. Zum Schluss resultiert daraus ein Kind, das sich von der Familie und dem sozialen Umfeld zurückzieht. (Vgl. Fischer/ Merten 2010, S. 45).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema Kinderarmut in Deutschland unter Verwendung aktueller Studien und persönlicher Beobachtungen im pädagogischen Arbeitsfeld.

2 Daten und Fakten: Definition der Armutsbegriffe sowie Einordnung der Situation von Kindern in Deutschland im Vergleich zu globalen Armutsverhältnissen.

3 Armutskonzepte: Theoretische Erläuterung der verschiedenen Ansätze zur Armutsmessung und -beschreibung, inklusive des Ressourcen- und Lebenslagenkonzepts.

4 Kinderarmutsbetroffenheit in den Entwicklungsländern: Kurzer Abriss über die extreme Armut in Schwellen- und Entwicklungsländern und deren spezifische Problematiken.

5 Ursachen der Kinderarmut in Deutschland: Analyse struktureller und nicht-struktureller Faktoren, wie Arbeitsmarktveränderungen und Familienkonstellationen.

6 Folgen der Kinderarmut in Deutschland: Darstellung der Auswirkungen auf physische Gesundheit, Bildungschancen, soziale Kontakte und das Selbstwertgefühl der Kinder.

7 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse sowie Reflexion über pädagogische Handlungsoptionen und Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Kinder.

Schlüsselwörter

Kinderarmut, Deutschland, Relative Armut, Soziale Ungleichheit, Bildungschancen, Lebenslagenkonzept, Armutsrisiko, Entwicklungsförderung, Sozialisation, Pädagogische Intervention, Kindheitspädagogik, Kinderhilfswerk, Existenzminimum, Teilhabe, Armutsfolgen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Problematik der Kinderarmut in Deutschland und untersucht, wie sich materielle Mangellagen auf die kindliche Entwicklung auswirken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Armut, den Ursachen (wie Arbeitslosigkeit und Familienmodelle) und den weitreichenden Folgen für Kinder in verschiedenen Lebensbereichen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die derzeitige Armutssituation von Kindern darzustellen und aufzuzeigen, welche Rolle pädagogische Einrichtungen und Maßnahmen bei der Armutsbekämpfung spielen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse von Fachliteratur, Studien und Berichten (z.B. PISA, UNICEF) sowie persönlichen Beobachtungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Armutskonzepte, eine Ursachenanalyse, einen Exkurs zur globalen Kinderarmut und eine detaillierte Betrachtung der negativen Folgen für die kindliche Gesundheit und soziale Teilhabe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind soziale Ungleichheit, Teilhabechancen, Bildung, Lebenslagenorientierung und Armutsprävention.

Warum wird zwischen relativer und absoluter Armut unterschieden?

Die Unterscheidung ist wichtig, da Kinderarmut in Deutschland primär als relative Armut – also als Mangel an Teilhabe im Vergleich zum Wohlstand der Gesellschaft – definiert wird, während absolute Armut das physische Existenzminimum betrifft.

Welche Rolle spielt das Selbstwertgefühl bei armen Kindern?

Die Arbeit betont, dass Kinder, die unter finanziellen Engpässen leiden, oft mit Ausgrenzung und Scham konfrontiert sind, was langfristig ihre psychische Entwicklung und ihr Selbstbild negativ beeinflussen kann.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lebenswelten und Lebensstile. Kinderarmut in Deutschland
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Note
2
Autor
Esma Dursun (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
18
Katalognummer
V437133
ISBN (eBook)
9783668772724
ISBN (Buch)
9783668772731
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lebenswelten lebensstile kinderarmut deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Esma Dursun (Autor:in), 2015, Lebenswelten und Lebensstile. Kinderarmut in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437133
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Leseprobe aus  18  Seiten
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